Karriere und Berufung - Die Seminare des DHV

Das Seminarprogramm des Deutschen Hochschulverbandes eröffnet Wissenschaftlerinnen und WissenschaftlernDer besseren Lesbarkeit halber gelten alle maskulinen Personen- und Funktionsbezeichnungen auf unseren Seiten für Frauen und Männer in gleicher Weise. Es gilt: Pronuntiatio sermonis in sexu masculino ad utrumque sexum plerumque porrigitur (Corpus Iuris Civilis Dig. 50,16,195, veröffentlicht 533 n. Chr.), übersetzt: Die Redeform im männlichen Geschlecht erstreckt sich für gewöhnlich auf beide Geschlechter. die Möglichkeit, jedes Jahr an über 100 fächerübergreifenden Weiterbildungsveranstaltungen teilzunehmen.

In Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden, die auf die speziellen Anforderungen von Wissenschaftlern zugeschnitten sind, werden praxisorientiertes Wissen und konkrete Lösungskonzepte vermittelt.

Auch InHouse-Seminare sind fester Bestandteil des Programms - gerne unterbreiten wir Ihnen auf Anfrage ein maßgeschneidertes Angebot.

Nutzen Sie das Insiderwissen renommierter Hochschullehrer und qualifizierter Praktiker, um Ihre eigene Karriere zu optimieren!


Inhaltsübersicht


Neu im Programm

Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern obliegen nach Maßgabe ihres Dienstverhältnisses wissenschaftliche Dienstleistungen in Forschung, Lehre und Krankenversorgung. In der Praxis besteht jedoch häufig Unklarheit über die insoweit bestehenden Rechte und Pflichten. In unserem neuen DHV-Seminar RECHTE UND PFLICHTEN WISSENSCHAFTLICHER MITARBEITER, das erstmalig am Freitag, 16. Januar 2015 im Wissenschaftszentrum in Bonn stattfindet, haben die Teilnehmenden - insbesondere künftige bzw. im Dienst befindliche wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Personalräte und fachvorgesetzte Hochschullehrer - die Möglichkeit, einen Überblick über die Themen Stellung in der Hochschule, Dienstaufgaben, Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsrecht, Vertragsgestaltung und besondere dienstrechtliche Konstellationen zu bekommen.


Rückblick

Am 20. Oktober 2014 fand in Bern zum zweiten Mal die gemeinsame Seminarveranstaltung des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) und der Vereinigung der Schweizerischen Hochschuldozierenden (VHS-AEU)  BERUFUNGEN IN DER SCHWEIZ UND IN DEUTSCHLAND statt. Dort tauschten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deutscher und schweizer Universitäten ebenso wie Hochschulvertreter beider Länder zu den rechtlichen Rahmenbedingungen des Professorenberufs sowie zu den Unterschieden der Berufungskultur im deutsch-schweizerischen Vergleich und innerhalb der Schweiz aus.


Drei Fragen an...

Alexander von Reumont
Trainer und Dozent für Englische Rhetorik und Kommunikationstechnik, Berlin 
 

1. Gibt es grundsätzliche Unterschiede zwischen der deutschen und englischen Vorgehensweise beim Vorträgen/Präsentieren?
Während wir Deutschen uns oft und gerne in Details und leider oft zu langen und ausführlichen Argumentationsketten verstricken, mögen es die Angelsachsen, wenn man schnell und ohne Umschweife auf den Punkt kommt. Sie schätzen trotz aller Seriosität eines Themas Humor und eine anschauliche Ausdrucksweise und wollen mit klar und eindeutig formulierten Ergebnissen aus einem Vortrag entlassen werden. So heißt es zum Beispiel in einem Vortragsratgeber für Dozenten von der Universität Cambridge: "Be truly simple. Never display more results than the argument needs." 

2. Was sollten wir als Deutsche besonders beachten, wenn wir im Ausland vortragen?
Überschreiten Sie zum Beispiel nicht den vom Veranstalter vorgegeben Zeitrahmen ihres Vortrag. Angelsächsischen Kulturen wie England oder die USA wird nachgesagt, dass ihnen der Umgang mit der Zeit wichtiger ist, als das bei uns der Fall ist. Vor allem bei öffentlichen Veranstaltungen wie einem Kongress gilt die Zeitüberschreitung als ernst zu nehmender Fauxpas. Während wir Deutschen vielleicht der Meinung sind, dass die Bedeutung des Inhalts die Zeitüberschreitung durchaus rechtfertigt, wird der Engländer die Zeitüberschreitung schlicht als unhöflich empfinden, während der Amerikaner Ihnen eventuell mangelnde Führungsqualitäten unterstellt, da Sie nicht in der Lage sind, eine Deadline einzuhalten. Im Englischen gilt das Sprichwort: "Time is God given - use it carefully."

3. Welche Fehler sind auf Grund der eventuellen kulturellen Unterschiede grundsätzlich zu vermeiden?
Hierzu fallen mir spontan drei Ratschläge ein. Der erste stammt von dem Fernsehjournalist Eberhard Pilz, der 10 Jahre Korrespondent in den USA war und nach seiner Rückkehr nach Deutschland auf dieselbe Frage antwortete: "Vermeiden Sie die deutschen Neigung im Ausland als Besserwisser aufzutreten." Zweitens: vermeiden Sie die bei uns üblichen salbungsvollen und ausschweifenden Begrüßungen und Danksagungen. Drittens: nicht der Inhalt ihres Vortrags, sondern die Beziehung zum Zuhörer sollte im Mittelpunkt ihrer Präsentation stehen. Beherzigen Sie das berühmte Zitat von Winston Churchill über die Redekunst: "People don?t care how much you know - unless they know how much you care." 

 

Alexander von Reumont  ist Referent bei den DHV-Seminaren zu den Themen "International erfolgreich präsentieren" und "Teaching in Englisch".

 


Termine

Die nächsten Seminartermine sind:

November 2014

DO 20. - Wissenschaftliche Mitarbeiter an der Hochschule, Bonn

FR 21. - Berufungsverhandlungen effektiv führen, Bonn

MO 24. - Die Professur - Rechte und Pflichten, Bonn

 

Dezember 2014

MO 01. - Wissenschaftsenglisch schreiben, Bonn

MO 01. - NEBENTÄTIGKEITSRECHT, Berlin

DO 04. - FAIRE UND TRANSPARENTE BERUFUNGSVERHANDLUNGEN, Berlin

DO/FR 04./05. - Mitarbeiterführung an der Hochschule, Mannheim

FR 12. - Verhandlungen bei Erstberufung, Bonn

MO/DI 15./16. - Potentiale nutzen! - für Natur- und Ingenieuerwissenschaftlerinnen sowie Medizinerinnen, Düsseldorf


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