DHV-Newsletter 11/2014

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Hochschulpolitik


DHV fordert Bund-Länder-Programm für den wissenschaftlichen Nachwuchs           

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat Bund und Länder dazu aufgefordert, im kommenden Jahr einen Nationalen Gipfel für den wissenschaftlichen Nachwuchs einzuberufen. Ziel einer solchen Konferenz müsse es sein, ein Bund-Länder-Programm zugunsten des wissenschaftlichen Nachwuchses zu konzipieren und zu finanzieren. 

"Die Lage des wissenschaftlichen Nachwuchses hat sich trotz der Wissenschaftspakte in den letzten Jahren weiter verschärft und verschlechtert", konstatierte der Präsident des DHV, Professor Bernhard Kempen. "Durch grundsätzlich zu begrüßende Programme, wie z. B. die Exzellenzinitiative, werden immer mehr qualifizierte Nachwuchswissenschaftler generiert, die durch einen immer enger werdenden Flaschenhals zur Professur gelangen wollen." Derzeit gebt es schätzungsweise 1.000 Nachwuchsgruppenleiter und fast 1.500 Juniorprofessoren. Hinzu kämen jährlich 1.700 Habilitanden, die auf der Suche nach einer qualifizierten Dauerbeschäftigung in der Wissenschaft seien. Dem stünden an Universitäten und ihnen gleichgestellten Hochschulen derzeit knapp 26.000 Professuren gegenüber. "Während die Studienanfängerzahlen Rekordmarken erklimmen, hält die Zahl der Professuren an wissenschaftlichen Hochschulen in Deutschland mit dem Studierendenboom nicht Schritt. Bedarf an mehr Professuren ist reichlich vorhanden, aber für das Berufsziel 'Professur' existieren zu wenig Beschäftigungsmöglichkeiten", so Kempen. 

Ebenso fehlten dem wissenschaftlichen Nachwuchs gesicherte Karriereperspektiven. "Lediglich 15 Prozent der Juniorprofessoren in Deutschland haben eine 'Tenure Track'-Stelle, die nach einer erfolgreichen Evaluation die gesicherte Zusage auf eine Lebenszeitprofessur umfasst. Das ist im internationalen Vergleich zu wenig", so Kempen. Schon aufgrund ihrer besseren Finanzausstattung könnten viele ausländische Hochschulen attraktivere Karrierechancen bieten. Deutschland drohe daher, zu viele Spitzen-Nachwuchswissenschaftler auf Dauer zu verlieren, wenn nicht in einer nationalen Kraftanstrengung von Bund und Ländern gegengesteuert werde. 

Angesichts der unzureichenden Grundfinanzierung gehören laut Kempen hierzulande kurze Zeitverträge und mitunter prekäre Lebensverhältnisse für viele Nachwuchswissenschaftler zum Alltag. "Es wird Zeit, dass sich das ändert", so der DHV-Präsident weiter. 

"Bildung und Wissenschaft bleiben der Schlüssel zur Zukunft", betonte Kempen abschließend. "Dass eine bemerkenswert große Zahl von Nachwuchswissenschaftlern trotz hoher Qualifizierung ohne den Karriereerfolg 'Professur' bleibt, hat überwiegend strukturelle Gründe. Ihrer Verantwortung für den hochqualifizierten Wissenschaftlernachwuchs müssen sich daher Bund und Länder auf einem Nationalen Gipfel stellen." 

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Quelle: istockphoto.com

SPD will Zukunftspakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag will mit einem "Zukunftspakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs" mehr feste Stellen an Hochschulen schaffen. Das Programm solle der Bund zu mindestens 50 Prozent finanzieren, wie der  forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Ernst Dieter Rossmann, laut "Tagesspiegel" erklärte. Sinnvoll wäre ein Ausbau der Juniorprofessuren, die durchgehend mit einem Tenure Track zu einer ordentlichen Professur versehen werden müssten, so Rossmann. Auch neue Personalkategorien wie Lecturer (Lehrprofessuren) oder Dauerstellen im Hochschulmanagement sollten ausgebaut werden. Der Nachwuchspakt solle ab 2017 die bestehenden Vereinbarungen über die Schaffung zusätzlicher Studienanfängerplätze (Hochschulpakt) und die Förderung der außeruniversitären Einrichtungen (Pakt für Forschung und Innovation) sowie die Exzellenzinitiative für die Universitäten ergänzen.

Anders als Bundesministerin Johanna Wanka, die die Länder aufgefordert habe, mit den freiwerdenden BAföG-Mitteln neue Dauerstellen für Wissenschaftler an Hochschulen zu schaffen, sehe die SPD die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses nicht als alleinige Länderaufgabe, sondern in der gemeinsamen Verantwortung von Bund und Ländern. Aus Rossmanns Sicht soll der Nachwuchspakt "ab 2017 ausfinanziert" sein. Nach Auslaufen des Hochschulpaktes 2020 könnten die Mittel aus diesem Programm dann zum Nachwuchspakt umgeleitet werden.

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Quelle: istockphoto.com

Kooperative Promotionsverfahren 

Das Präsidium des Deutschen Hochschulverbandes hat am 9. Oktober 2014 Eckpunkte für die Gestaltung von kooperativen Promotionsverfahren verabschiedet. Darin enthalten ist die Empfehlung, die Bestellung eines Fachhochschulprofessors als Betreuer, Gutachter oder Prüfer in einem universitären Promotionsverfahren davon abhängig zu machen, ob die in Betracht zu ziehende Person tatsächlich innerhalb oder im Ausnahmefall auch außerhalb seines Amtes forschend tätig sei. Die erforderlichen zusätzlichen Leistungen nach der Promotion könnten durch eine Habilitation nachgewiesen werden. Gleichwertige wissenschaftliche Leistungen könnten im Rahmen der Professur an einer Fachhochschule oder aber auch im Rahmen einer wissenschaftlichen Tätigkeit außerhalb einer Hochschule erbracht worden sein.   
http://www.hochschulverband.de/cms1/fileadmin/redaktion/download/pdf/resolutionen/Eckpunkte_kooperativen_Promotionsverfahren.pdf
 

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Wer wird "Wissenschaftsminister des Jahres", wer "Rektor/Präsident des Jahres"?

Wen wählen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum "Wissenschaftsminister des Jahres" und "Präsident/Rektor des Jahres"? Der Deutsche Hochschulverband (DHV), die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland, ruft seine Mitglieder einmal im Jahr dazu auf, die Führungsqualitäten des Rektors bzw. Präsidenten ihrer Hochschule sowie ihres jeweiligen Landeswissenschaftsministers und der Bundesministerin für Bildung und Forschung zu bewerten. 

Fühlen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gut repräsentiert? Machen ihre Minister eine gute Politik für die Universitäten? Setzten sie sich für eine angemessene Finanzierung der Hochschulen ein? Verfügen sie über Durchsetzungskraft im Kabinett? Gewähren sie ihren Hochschulen genügend Autonomie? Und besitzen die Rektoren und Präsidenten Führungskompetenz? Wie ist es um ihre Kommunikationsfähigkeit bestellt? Zeichnen die Rektoren und Präsidenten Ehrlichkeit, Fairness, Verhandlungsgeschick, visionäre Kraft und Mut zu Entscheidungen aus? 

Bis zum 17. Dezember 2014 haben alle DHV-Mitglieder Gelegenheit, sich mittels eines geschützten Passwortes an den Online-Abstimmungen zu beteiligen. Das Bewertungsverfahren wurde in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Evaluation und Methoden der Universität Bonn entwickelt. 

Die Auszeichnung "Wissenschaftsminister des Jahres" und der Preis "Rektor/Präsident des Jahres" werden im Rahmen der Wissenschaftsgala des DHV am 23. März 2015 in Mainz verliehen.  

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Fortsetzung der Wissenschaftspakte und Einigung bei Programmpauschale 

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat sich am 30. Oktober 2014 in Berlin auf die Fortsetzung des Hochschulpaktes, der DFG-Programmpauschale und des Paktes für Forschung und Innovation bis zum Jahr 2020 verständigt.   

Die Zuwendungen an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und die Leibniz-Gemeinschaft sollen demnach ab 2016 jährlich um drei Prozent erhöht werden, diesen Aufwuchs wird der Bund alleine tragen. Bei der Fortführung des Hochschulpaktes werden Bund und Länder pro zusätzlichen Studienanfänger weiterhin jeweils 13.000 Euro aufbringen. Neu sind qualitative Zielvorgaben. Die Hochschulen sollen ab 2016 zehn Prozent der Mittel aus dem Hochschulpakt dazu verwenden, die Zahl der Studienabbrecher zu senken.   

Beim Streit um die Finanzierung der DFG-Programmpauschale (vgl. Newsletter 9 und 10/2014) kamen die Länder dem Bund entgegen. Sie werden zu DFG-Projekten, die ab 2016 bewilligt werden, zusätzlich zwei Prozent für anfallende Nebenkosten beisteuern. Der Bund wird dagegen seinen zwanzigprozentigen Zuschuss beibehalten.   

Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Professor Horst Hippler, zeigte sich über die Beschlüsse der GWK, denen die Regierungschefs von Bund und Länder am 11. Dezember 2014 noch zustimmen müssen, erleichtert. Die Aufstockung der Programmpauschale von 20 auf 22 Prozent durch die neue Beteiligung der Länder könne angesichts tatsächlicher Kosten in Höhe von 40 bis 70 Prozent auf Dauer allerdings nicht befriedigen, so Hippler weiter. 
http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Pressemitteilungen/pm2014-11.pdf
http://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-zur-gwk-erleichterung-ueber-verstaendigung-aber-programmpauschale-bleibt-unzureichend-3579/

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Wissenschaftsminister für Fortführung und Öffnung der Exzellenzinitiative 

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) will die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder auch nach ihrem Auslaufen im Jahr 2017 "mindestens im selben Umfang" wie bisher fortsetzen. Diesen Grundsatzbeschluss sollen Bundeskanzlerin Merkel und die Regierungschefs der Länder am 11. Dezember 2014 bestätigen. 

Nach den Vorstellungen der GWK soll die Exzellenzinitiative künftig aber nicht mehr ausschließlich auf die universitäre Spitzenforschung beschränkt bleiben. Vielmehr sollen nunmehr auch Fachhochschulen und andere Leistungsbereiche von Universitäten prämiert werden können. Dazu könnte insbesondere die Lehre zählen. Vorgesehen ist zudem, Kooperationen von Hochschulen untereinander sowie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft zu fördern. Einzelheiten für den neu ausgerichteten Wettbewerb will die GWK nach der Evaluation der Exzellenzinitiative durch eine internationale Expertenkommission (vgl. Newsletter 10/2014) im Sommer 2016 vorlegen. 
http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Pressemitteilungen/pm2014-12.pdf
 

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Lockerung des "Kooperationsverbotes" passiert Bundestag

Der Deutsche Bundestag hat am 13. November 2014 einer Lockerung des "Kooperationsverbotes" im Grundgesetz zugestimmt: Mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit beschloss das Parlament die Verfassungsänderung. Sie ermöglicht es dem Bund, dauerhaft in Hochschulprojekte zu investieren, wenn sie überregionale Bedeutung haben. Bisher war das nur in zeitlich oder thematisch begrenzten Projekten möglich. Im Schulbereich soll das "Kooperationsverbot" jedoch weiterhin bestehen bleiben. Damit die Änderung in Kraft treten kann, muss noch der Bundesrat am 19. Dezember 2014 mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit zustimmen (vgl. Newsletter 10/2014).

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BAföG-Entlastungsmittel: Erneuter Appell an die Länder

Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat ihren Appell an die Länder erneuert, den überwiegenden Teil der sogenannten BAföG-Entlastungsmittel zu einer echten Verbesserung der Grundfinanzierung der Hochschulen einzusetzen. Davon könne nach den bisherigen Planungen aber keine Rede sein. In einigen Ländern würden die Mittel, die durch die vollständige Übernahme des BAföGs durch den Bund freiwerden, den Hochschulen vollständig vorenthalten. Andere Länder investierten deutlich zu wenige Mittel in ihre Hochschulen. 

Die HRK-Mitgliederversammlung kritisierte auch, dass einige Länder nur den falschen Anschein einer Stärkung der Hochschulmittel erweckten. Es werde vielfach verschleiert, dass Mittel lediglich umdeklariert oder an anderer Stelle gekürzt würden. Angesichts der angestrebten Aufhebung des Kooperationsverbotes im Wissenschaftsbereich, die eine Mitwirkung des Bundes an der Grundfinanzierung der Hochschulen ermöglichen solle, sei die Politik, die einige Länder gerade in Bezug auf die BAföG-Mittel betrieben, "besonders problematisch", so HRK-Präsident Professor Horst Hippler. Auch nach der Verfassungsänderung werde es auf eine vertrauensvolle Kooperation zwischen Ländern und Bund ankommen.
http://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-mitgliederversammlung-bafoeg-mittel-gehoeren-in-die-hochschulen-3584/

 

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Quelle: istockphoto.com

Bachelor welcome? 

Nur wenige Unternehmen in Deutschland stellen in größerer Zahl Bachelorabsolventen ein. Das geht aus einer Umfrage des "Handelsblatts" unter 40 Großunternehmen, darunter allen 30 Dax-Konzerne, hervor. 

Bei Firmen wie der Deutschen Bank oder der Deutschen Post belief sich der Anteil von Bachelorabschlüssen unter den Neueinstellungen im Jahr 2013 auf ca. 30 Prozent. Bei Lufthansa, Bosch oder Merck lag ihr Anteil bei rund 40 Prozent. Die staatliche Förderbank KfW habe hingegen 2013 keinen einzigen Bachelorabsolventen eingestellt. Bei Technologie- und Chemieunternehmen wie Infineon und Lanxess pendele der Anteil an Arbeitnehmern mit Bachelor lediglich um die zehn Prozent, so das Blatt weiter. 

Sehr hoch sei der Anteil bei der Commerzbank mit fast 50 und der Deutschen Telekom mit fast 70 Prozent. Da in beiden Unternehmen aber auch die dual ausgebildeten Bachelorabsolventen als Neueinstellungen mitzählten, seien die Zahlen nur eingeschränkt vergleichbar. Allein bei der Telekom stellten die dual ausgebildeten Absolventen mehr als die Hälfte der eingestellten Personen mit Bachelorabschluss. 

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Quelle: istockphoto.com

Studierende: Zufrieden, ehrgeizig und unpolitisch

Trotz überfüllter Hochschulen sind nahezu drei Viertel der Studierenden in Deutschland mit ihrem Studium zufrieden. Das geht aus dem 12. Studierendensurvey hervor, für den die Arbeitsgruppe Hochschulforschung der Universität Konstanz im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 5.000 Studierende im Wintersemester 2012/13 befragt hat. Demnach bewerten 78 Prozent der Befragten die inhaltliche Qualität des Studiums positiv. 2001 waren es 64 Prozent. Mit den Lehrveranstaltungen zeigten sich 65 Prozent zufrieden, fast zwanzig Prozent mehr als 2001. Die Betreuung und Beratung durch Lehrpersonal wurde von 58 Prozent gutgeheißen. 2001 waren es 39 Prozent. 

Die Studierenden haben aber noch Wünsche: So erwarten 41 Prozent der Universitätsstudierenden mehr Praxisbezüge im Studium. Dies korrespondiert mit den Erwartungen, die Studierende an ein Studium richten. An vorderer Stelle steht mit einem Wert von 79 Prozent die Hoffnung, eine interessante Arbeit zu bekommen. 58 Prozent der Befragten erwarten, dass ihnen das Studium später einmal ein gutes Einkommen sichert. Nur die Hälfte der heutigen Studierenden bekennt sich zum Ziel, "eine allgemein gebildete Persönlichkeit" zu werden. 

Laut Survey ist die gegenwärtige Studierendengeneration zunehmend unpolitisch. Stuften 2001 noch 45 Prozent ihr politisches Interesse als sehr stark ein, taten dies 2013 nur 32 Prozent. Auch studentische Politik an der eigenen Hochschule findet nur bei einem Drittel der Studierenden Beachtung. 
http://www.bmbf.de/pub/12._Studierendensurvey_barrierefrei.pdf

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Europaparlament gegen Forschungskürzungen 

Das Europaparlament hat die vom Europäischen Rat für das Haushaltsjahr 2015 vorgesehenen Einsparungen von einer Milliarde Euro im Forschungsetat zurückgewiesen. Stattdessen forderten die Parlamentarier einen weiteren Aufwuchs von 190,5 Millionen Euro. Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Professor Horst Hippler, lobte dies "als richtiges Zeichen". Europäischer Rat und das Europaparlament müssen sich nunmehr bis November über einen gemeinsamen EU-Haushaltsentwurf für das Jahr 2015 verständigen.
http://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/europaparlament-stoppt-forschungskuerzungen-hrk-praesident-jetzt-ist-die-bundesregierung-geforder/

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Sechs Professoren unter Plagiatsverdacht

Die Universität Freiburg prüft nach einem Bericht des "Spiegels" sechs weitere Verdachtsfalle möglicher Plagiate in der Sportmedizin. Angezeigt hatte die Fälle, teilweise schon vor drei Jahren, die Kriminologin Professorin Letizia Paoli. Sie untersucht derzeit als Vorsitzende einer Gutachterkommission die Dopingvergangenheit des Universitätsklinikums Freiburg. Zuvor hatte Paoli bereits einen Freiburger Sportmediziner des Plagiats bezichtigt. Dessen Verfahren endete im September mit einem Vergleich: Der Professor verlor seine Lehrbefugnis, behielt aber seine Pensionsansprüche. 

Laut "Spiegel" sollen die Arbeiten der sechs Professoren auffällige Übereinstimmungen in Textbausteinen, im Probandenkollektiv, in den Ergebnissen oder in Tabellen mit Doktorarbeiten von Kollegen aufweisen. 

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Hochschulen als Einheitsmotor

25 Jahre nach dem Mauerfall entdecken immer mehr westdeutsche Studierende den Osten. Im laufenden Wintersemester stammten dort durchschnittlich 35 Prozent der eingeschriebenen Hochschüler aus Westdeutschland. Das geht aus einer am 7. November 2014 veröffentlichten Auswertung der Länderübergreifenden Hochschulmarketingkampagne der ostdeutschen Länder unter 25 ostdeutschen Hochschulen hervor. Im Wintersemester 2008/2009 habe die "West-Quote" erst bei 22 Prozent gelegen. Damit habe sich der Anteil der Studierenden, die in Westdeutschland ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben haben, in den vergangenen sechs Jahren um 62 Prozent erhöht. Die ostdeutschen Länder hatten mit der humorvollen Kampagne "Studieren in Fernost" seit 2008 gezielt um Abiturienten aus Westdeutschland geworben.
http://www.studieren-in-fernost.de/de/meta/pressebereich/pressemitteilungen-kampagne/pm-141106.html

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"Willkommenskultur" an deutschen Hochschulen verbesserungsfähig

Die Qualität und der gute Ruf des deutschen Wissenschaftssystems sowie die vergleichsweise niedrigen Lebens- und Studienkosten bewegen Ausländer dazu, in Deutschland zu studieren. Das geht aus einer Online-Umfrage des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) unter 11.000 ausländischen Studierenden hervor. Allerdings stehen Studierende aus dem Ausland auch vor Herausforderungen. Vier von zehn Bachelor-Studierende brechen ihr Studium ab. Etwa die Hälfte der Befragten berichtete von Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Wohnung oder einem Nebejob, für mehr als ein Drittel war es kompliziert, ein Visum zu erhalten. Auch der Kontakt zu Einheimischen bleibt verbesserungsfähig: Bezugspersonen sind vor allem Studierende aus anderen Ländern und aus dem eigenen Herkunftsland. An der Gasthochschule haben immerhin knapp die Hälfte der Befragten Kontakt zu Deutschen, im Alltag außerhalb des Studiums trifft nur jeder Vierte auf Einheimische. Der Anteil unter den Gästen, die sich physischen ausländerfeindlichen Übergriffen ausgesetzt sehen, ist mit insgesamt drei Prozent eher gering, von verbalen Übergriffen berichteten acht Prozent.
https://www.daad.de/portrait/presse/pressemitteilungen/2014/27389.de.html

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DHV protestiert gegen Kürzungspläne des Senats im Wissenschaftsetat 

Der Landesverband Hamburg im Deutschen Hochschulverband (DHV) hat an die Abgeordneten der Hamburger Bürgerschaft appelliert, die vorgesehenen Kürzungen im Wissenschaftsetat zu stoppen. "Statt die von Altbürgermeister Klaus von Dohnanyi und den beiden ehemaligen Senatoren Wolfgang Peiner und Willfried Maier parteiübergreifend zu Recht angemahnten Zukunftsperspektiven für den Wissenschaftsstandort Hamburg voranzutreiben, agiert der Senat ideenlos mit dem Rotstift. Darunter leiden nicht nur die Studierenden, sondern auch die Lehrenden, die bereits in der Vergangenheit erhebliche Sparopfer erbringen mussten, sei es bei der Aufstockung des Lehrdeputats, sei es bei der Kürzung des Weihnachtsgelds für Beamte", erklärte der Landesverbandsvorsitzende Hamburg im DHV, Professor Peter Burger. "Obwohl unsere Hochschulen aus den Nähten platzen, stehen jetzt Professuren zur Disposition, entfallen wissenschaftliche Mitarbeiterstellen oder sie müssen über Monate hinweg unbesetzt bleiben. Ohne rasche Kurskorrekturen werden Hamburgs Hochschulen ausbluten."  

Nach den Plänen des Senats soll die Behörde für Wissenschaft und Forschung auf Grund des Doppelhaushalts globale Minderausgaben von 28 Millionen Euro verkraften. Besonders ent­täuschend sei, dass die rund 38 Millionen Euro, die nach der Kostenübernahme des BAföG durch den Bund freiwerden, offensichtlich ausschließlich an die Schulen fließen sollen. "Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat an der Vereinbarung der Koalitionsspitzen vom 26. Mai 2014 mitgewirkt. Darin ist klar geregelt, wie die freiwerdenden BAföG-Mittel zur Finanzierung von Bildungsausgaben im Bereich Hochschule und Schule zu verwenden sind. Skandalös ist, dass der Erste Bürgermeister eine Vereinbarung auf den Weg bringt, die der Senat im Anschluss unter seiner Ägide bricht. Das Vertrauen in die Politik geht dadurch verloren", so Burger. Es gehe nicht darum, eine Neiddebatte zwischen Hochschulen und Schulen zu schüren. "Da der Löwenanteil der BAföG-Mittel auf die Studierenden entfällt, ist aber ein Vorrang der Hochschulen bei der Verwendung der freiwerdenden BAföG-Millionen gerechtfertigt", betonte Burger.

Zugleich forderte der Hamburger Landesverbandsvorsitzende die Hochschulleitungen auf, ihre Rücklagen abzuschmelzen. "Hochschulen können ohne finanzielle Reserven nicht ihre Zukunft planen", erklärte Burger. "Es kann aber nicht angehen, dass die Rücklagen der Hochschulen weiter anwachsen, während sich die Studienbedingungen kontinuierlich verschlechtern." Die Mittel sollten deshalb insbesondere dazu genutzt werden, rasche Stellenbesetzungen zu ermöglichen, um die gegenwärtige Not zu lindern. 

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Leitlinien zur Promotion

Das Land Niedersachsen und die niedersächsische Landesrektorenkonferenz haben Leitlinien zur Promotion entwickelt, die für die Hochschulen künftig als Orientierungsrahmen dienen sollen. Die Leitlinien wurden von einer Arbeitsgruppe unter der Leitung der Präsidentin der Universität Göttingen, Professorin Ulrike Beisiegel, vorbereitet. Sie sollen eine höhere Transparenz und Verbindlichkeit der Promotionsverfahren garantieren und die Betreuung für den wissenschaftlichen Nachwuchs verbessern. Überdies sollen gemeinsame Promotionsvorhaben mit anderen Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen erleichtert werden. Um die Qualität von Promotionsverfahren zu sichern, sollen von Doktoranden künftig auch eidesstattliche Versicherungen verlangt werden können. Entsprechende Regelungen sollen in das Niedersächsische Hochschulgesetz aufgenommen werden.
http://www.mwk.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/gute-beratung-und-hohe-qualitaetsstandards--128883.html

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Verzicht von Abbau auf 754 Stellen?

CDU und SPD  in Sachsen haben in ihrem  Koalitionsvertrag in Aussicht gestellt, auf den Abbau von 754 Stellen ab dem Jahr 2017 zu verzichten. Sie knüpfen diese Zusage jedoch an die Bedingung, dass sich Land und Hochschulen bis 2016 auf einen "Hochschulentwicklungsplan 2025" verständigen. An dem landesweiten Abbau von 288 Stellen bis zum Jahr 2016 will die neue Koalition allerdings festhalten. 

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E-Science mit Springer-Verlag

(Uf.) Ab dem 1. Januar 2015 erhalten alle Universitäts- und Hochschulangehörigen in Baden-Württemberg Zugriff auf 1.917 elektronisch publizierte Zeitschriften des Wissenschaftsverlags Springer in Heidelberg. Das Konsortium Baden-Württemberg, die Gemeinschaft der wissenschaftlichen Bibliotheken des Landes, unterzeichnete einen Vertrag mit dem Wissenschaftsverlag Springer. Darüber hinaus erwirbt das Konsortium Baden-Württemberg dauerhafte Archivrechte für die Titelsammlung bei Springer bis ins Jahr 2003 zurück. Das Wissenschaftsministerium sieht dies als einen Teil der Strategie "E-Science - Wissenschaft unter neuen Rahmenbedingungen". Das Wissenschaftsministerium und die am Konsortium beteiligten Bibliotheken finanzieren das neue Lizenzmodell gemeinsam für die Zeit bis zum 31. Dezember 2017. 

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Karriere


Weniger Kurzzeitbefristungen verlangt

Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle hat an Universitäten und Fachhochschulen appelliert, die hohe Zahl der Arbeitsverträge mit kurzen Fristen zu reduzieren. Er habe die Hochschulen "freundlich gebeten", einen Katalog von "Selbstverpflichtungen für Mindestanforderungen" zu formulieren, führte Spaenle Medienberichten zufolge aus. Laut Spaenle beschäftigen die Landeshochschulen mehr als die Hälfte ihres Personals (55 Prozent) mit Zeitverträgen. Befristungsregelungen seien "ein wichtiges Instrument", das die Hochschulen benötigten, so Spaenle weiter. "Das sollte aber durch Blüten in der Wirklichkeit nicht unterlaufen werden." Insbesondere "extreme Kurzzeitbefristungen" mit Vertragsverlängerungen im Monatstakt solle es künftig nicht mehr geben. 

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Bessere Vergütung von Lehraufträgen in Aussicht gestellt

Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb will die Lage der Lehrbeauftragten an den Landeshochschulen verbessern. Im Schweriner Landtag kündigte er laut Medienberichten klare Vorgaben und Obergrenzen für Lehraufträge an. Ein Missbrauch liege vor, wenn eine Hochschule eine Person mit so vielen Lehraufträgen versorge, dass die Lehre zum Hauptberuf werde. 

Der Minister kündigte außerdem an, die Honorarsätze für Lehraufträge aus den Mitteln der sogenannten BAföG-Millionen anzuheben, die durch die alleinige Kostenübernahme der Ausbildungsförderung durch den Bund für das Land freiwerden. 

Nach Angaben der Grünen-Fraktion im mecklenburg-vorpommerschen Landtag erhalten derzeit 80 Prozent der 1.200 Lehrbeauftragten eine Vergütung von 21 bis 23 Euro pro Stunde, einschließlich der Vor- und Nachbereitung. Obwohl sie eigentlich nur zusätzliche Lehrangebote machen sollten, würden 95 Prozent von ihnen die obligatorische Lehre absichern. 

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Barometer


Quelle: istockphoto.com

Knappe Mehrheit für stärkere Beteiligung der Länder an Overheadkosten

Der Deutsche Hochschulverband hat die Newsletter-Leser in der Oktober-Ausgabe gefragt, ob sich die Länder künftig stärker an den Overheadkosten beteiligen sollten. 52,9 Prozent der Teilnehmer antworteten mit Ja, 47,1 Prozent mit Nein.

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Quelle: istockphoto.com

Unpolitische Studierende - ein besorgniserregender Trend?

Laut Studierendensurvey sind Deutschlands Studierende so unpolitisch wie noch nie. Halten Sie diesen Befund für besorgniserregend?

Zur Abstimmung:
www.hochschulverband.de 

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Recht aktuell


Keine Änderungen am Gesetzentwurf zur W-Besoldung 

Der Berliner Senat hat am 21. Oktober 2014 die Reform der Professorenbesoldung verabschiedet, ohne die Einwände aufzugreifen, die sowohl der Deutsche Hochschulverband (DHV) als auch die Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten (LKRP) gegen die vollständige Verrechnung von Leistungsbezügen mit dem Grundgehalt sowie das Aussparen der W1-Professuren vorgetragen hatten (vgl. Newsletter 6 und 7/2014). Damit bleibt es dabei, dass das Land seinen Hochschullehrern in der leistungsbezogenen W-Besoldung nur dann mehr zahlt, wenn sie bislang geringe oder gar keine Leistungszulagen auf ihr Grundgehalt erhalten haben. Das W2-Grundgehalt kann in diesen Fällen maximal bis um 659,25 Euro, das W3-Grundgehalt um maximal bis zu 473,02 Euro aufgestockt werden. Der DHV hat sich bereits vorbehalten, gegen das neue Gesetz nach Inkrafttreten rechtlich vorzugehen (vgl. Newsletter 9/2014). 

"Sehr verärgert" über Innensenator Henkel zeigten sich derweil die Berliner Hochschulleitungen. Dieser habe ihre "Expertise" zum Gesetzentwurf über die Professorenbesoldung offenbar "gar nicht zur Kenntnis genommen, sondern direkt zu den Akten gelegt", schrieb laut "Tagesspiegel" der Präsident der Humboldt-Universität, Professor Jan-Hendrik Olbertz, in seiner Funktion als Vorsitzender der LKRP an den Innensenator. Die LKRP reagierte damit auf ein Schreiben Henkels an die Vorsitzende des Landesverbandes Berlin im DHV, Professorin Susanne Fontaine, in dem der Senator die geplante Reform der W-Besoldung verteidigt hatte. Henkel hatte u.a. darauf verwiesen, dass nicht nur die Wissenschaftler, sondern auch andere Berliner Beamte im bundesweiten Vergleich am niedrigsten bezahlt werden würden. 

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Professorenernennung durch Rektor

(Uf.) Die Hochschulen in Baden-Württemberg sollen ab 2015 Professorinnen und Professoren selbst ernennen können. Dies sieht der Entwurf zur Änderung des Ernennungsgesetzes vor, der die Hochschulautonomie befördern soll. Die vorgesehene Änderung der Übertragung des Rechts der Ernennung vom Ministerpräsidenten auf die Rektoren der Hochschulen in Baden-Württemberg solle dem Bürokratieabbau und der Verwaltungsvereinfachung bei jährlich durchschnittlich 350 Ernennungen dienen und zu einer deutlichen Verkürzung des zeitlichen Aufwands bei Professorenernennungen führen. Vorbehalten bleibt dem Ministerpräsidenten auch zukünftig die Ernennung der Rektoren der Hochschulen, außerdem die Zuständigkeit bei der Versetzung in den (einstweiligen) Ruhestand, bei Verabschiedung in den Ruhestand, dem Hinausschieben des Ruhestands sowie bei Feststellung der begrenzten Dienstunfähigkeit. Der Landesverband Baden-Württemberg im Deutschen Hochschulverband hat zum Entwurf der Änderung des Ernennungsgesetzes im Wesentlichen zustimmend Stellung genommen.

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Begrenzte Entschädigungsansprüche wegen Altersdiskriminierung 

Beamte von Bund und Ländern können unter bestimmten Umständen auf eine Entschädigungszahlung wegen Altersdiskriminierung hoffen. Das ergibt sich aus einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. Oktober 2014 (Az.: 2 C 3.13). Hintergrund ist die inzwischen von den Bundesländern korrigierte Besoldungseinstufung rein nach Lebensalter (vgl. auch Newsletter 7/2014). 

Aus Sicht der Leipziger Richter widersprach diese Praxis einer seit dem Jahr 2006 geltenden EU-Richtlinie zur Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf. Jüngere Beamte hätten daher unter gewissen Voraussetzungen einen Anspruch auf Entschädigung. Das Gericht begrenzte diesen Anspruch allerdings auf 100 Euro im Monat und zeitlich auf die Spanne zwischen dem Inkrafttreten der Richtlinie und der Korrektur der Besoldungsrichtlinien in den jeweiligen Ländern. Geklagt hatten Soldaten und Beamte aus Sachsen und Sachsen-Anhalt.

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Steuerliche Absetzbarkeit von Kosten für Erstausbildung und Erststudium

(Uf.) Momentan können nur Kosten für eine Zweitausbildung steuerlich als Werbungskosten anerkannt werden. Gleiches gilt für Fortbildungen/Weiterbildungen, die während eines laufenden Arbeitsverhältnisses absolviert werden. Aufwendungen für eine erste Berufsausbildung und das erste Studium sind dagegen nicht als Werbungskosten steuerlich ansetzbar, sondern als Sonderausgaben mit bis zu 6.000 Euro jährlich. Bei den meisten Schülern und Studierenden läuft diese Regelung jedoch ins Leere, weil sie üblicherweise in ihrer Ausbildungszeit keine eigenen Einkünfte erzielen; anders wäre dies, wenn die Kosten als Werbungskosten anerkannt würden, denn dann könnten sie in späteren Jahren mit Gehaltszahlungen oder Gewinneinkünften verrechnet werden. 

Der Bundesfinanzhof hat daher, um diese Praxis zu ändern, sechs Vorlagebeschlüsse dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt. Dieses soll prüfen, ob die Kosten für das erste Studium/die erste Berufsausbildung nicht zwangsläufiger Aufwand seien, der der Existenzsicherung diene, und ob ein Verstoß gegen das Gleichheitsgebot vorliege. Geklagt hatten u. a. Studierende von Fachhochschulen und Universitäten, die z. B. mehrere Semester lang im Ausland studiert und dort Pflichtpraktika absolviert hatten und dagegen vorgangen waren, dass Studiengebühren, Miete, Verpflegung und Flug vom Finanzamt nicht als Werbungskosten anerkannt wurden. Studierende sollten also eine Einkommensteuererklärung abgeben und Ausgaben für Auslandssemester, Repetitorien oder Praktika als Werbungskosten ansetzen und sich dabei auf die sechs Vorlagebeschlüsse beim Bundesverfassungsgericht berufen (Az.: VI R 2/12, 8/12 und andere). 

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Personalia


Rückkehr

Eva-Maria Stange ist am 13. November 2014 zur neuen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen ernannt worden. Sie löst in dieser Funktion Professorin Sabine Freifrau von Schorlemer ab. Stange leitete bereits von 2006 bis 2009 das Wissenschaftsressort. 

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Ämterwechsel

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat ihr Kabinett umgebildet. Doris Ahnen, bislang Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, wird neue Ministerin für Finanzen. Ihre Nachfolgerin ist die bisherige Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Vera Reiß. 

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Neuer Kommissar 

Das Europaparlament hat am 22. Oktober 2014 die neue EU-Kommission bestätigt. Das Ressort Forschung, Wissenschaft und Innovation hat zum 1. November 2014 der Portugiese Carlos Manuel Félix Moedas übernommen. Zugleich hat der neue Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, den Posten des "Chief Science Adviser" abgeschafft. Der Posten war 2011 geschaffen worden, um den Präsidenten zu wissenschaftlichen und technologischen Themen zu beraten. Das Amt, das die schottische Biologin Professorin Anne Glover innehatte, wurde Pressemeldungen zufolge ersatzlos gestrichen.

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Drei neue Humboldt-Professoren nominiert 

Zwei Wissenschaftlerinnen aus Großbritannien und ein Wissenschaftler aus Frankreich wurden für die Alexander von Humboldt-Professur ausgewählt. Der mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotierte Preis wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Mit der Alexander von Humboldt-Professur sollen weltweit führende und im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher die Möglichkeit erhalten, langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchzuführen.  

Die ausgewählten Preisträgerinnen und Preisträger treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis nominiert hatten: Professorin Sharon Jeanette Macdonald, derzeit Museumswissenschaftlerin und Ethnologin an der University of York, soll an die Humboldt-Universität zu Berlin wechseln. Professorin Karen Radner, Altorientalistin vom University College London, soll künftig an der Ludwig Maximilians-Universität München arbeiten. Professor Harald Andrés Helfgott, Mathematiker am Centre national de la recherche scientifique in Paris, soll an der Universität Göttingen forschen. 
http://www.bmbf.de/press/3673.php
http://www.humboldt-foundation.de/web/Pressemitteilung-2014-28.html
 

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Sofja Kovalevskaja-Preise 2014  

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat zum siebten Mal den mit bis zu 1,65 Millionen Euro dotierten Sofja Kovalevskaja-Preis vergeben. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Auszeichnung geht in diesem Jahr an 11 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Alter zwischen 29 und 41 Jahren. Sie sollen für die Dauer von fünf Jahren an deutschen Gastinstituten eigene Forschungsgruppen leiten. Die Preisträgerinnen und Preisträger, die am 11. November 2014 in Berlin geehrt worden, sind: der Elektrotechniker Kamal Asadi (Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz), der Kosmochemiker Gregory Brennecka (Universität Münster), die Ökologin Elizabeta Briski (GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel), der Rechtshistoriker Pierangelo Buongiorno (Universität Münster), der Astrophysiker Jason Dexter (Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching), die Psychologin Katja Dörschner-Boyaci (Universität Gießen), der Mathematiker Roland Donninger (Universität Bonn), der Elemetarteilchenphysiker Fernando Febres Cordero (Universität Freiburg), die Zellbiologin Helen May-Simera (Universität Mainz), der Philosoph Christian Straßer (Universität Bochum) und der Festkörperchemiker/Festkörperphysiker Alexander Tsirlin (Universität Augsburg).

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Carl Friedrich von Weizsäcker-Preis

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina zeichnen Professor Ferdi Schüth, Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr, mit dem Carl Friedrich von Weizsäcker-Preis aus. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird für Beiträge zur wissenschaftlichen Bearbeitung gesellschaftlich wichtiger Herausforderungen verliehen. Schüth habe die Herausforderungen künftiger Energiespeichertechnologien im Zuge der Energiewende klar für Politik und Öffentlichkeit deutlich gemacht, hieß es zur Begründung.

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Ars legendi-Preis 2014

Den Ars legendi-Preis 2014 für "Forschendes Lernen" erhalten Professor Martin Blum von der Universität Hohenheim und Professorin Daniela Elsner von der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Beide werden dafür geehrt, dass sie herausragende und innovative Leistungen im Bereich des Forschenden Lernens erbracht haben. Professor Blum wird für sein Projekt "Humboldt reloaded" ausgezeichnet, das den Studierenden aller Fakultäten und Studiengänge die Möglichkeit eröffne, an Forschungsprojekten teilzunehmen. Damit hätten auch Bachelor-Studierende die Gelegenheit, alle Phasen eines Forschungsprojekts zu erfahren und so Begeisterung für ihr Studienfach und die Forschung zu entwickeln, so die Jury.

Professorin Elsner gelinge es dagegen, Studierende der Lehramtsstudiengänge in Anglistik und Amerikanistik durch eine enge Verzahnung von Theorievermittlung, Anwendungsbezug und Forschung zur Durchführung individueller Forschungsprojekte anzuregen. Diese würden in Kooperation mit Schulen und Experten aus der zweiten Lehrerbildungsphase durchgeführt und erlaubten somit die Erprobung, Evaluierung und Weiterentwicklung neuer Forschungsansätze.  

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Landesforschungspreis 2014 

Der diesjährige Landesforschungspreis des Landes Baden-Württemberg für Grundlagenforschung geht an Professorin Katerina Harvati-Papatheodorou von der Universität Tübingen. Die Paläoanthropologin wird am 8. Dezember 2014 in Stuttgart für ihre richtungsweisenden Methoden und Ergebnisse bei der Erforschung der Evolution des Menschen ausgezeichnet. Professor Christian Koos vom Karlsruher Institut für Technologie wird zugleich mit dem Landesforschungspreis für Angewandte Forschung für seine Arbeiten zur Hochgeschwindigkeitskommunikation im digitalen Zeitalter gewürdigt. Die Auszeichnungen für Spitzenleistungen in der Grundlagenforschung und der Angewandten Forschung sind mit jeweils 100.000 Euro dotiert. 

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"Hochschulmanager des Jahres"

Der Rektor der TU Dresden, Professor Hans Müller-Steinhagen, ist von der  Wochenzeitung "Die Zeit" und dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) zum "Hochschulmanager des Jahres 2014" gekürt worden. Er sei ein "Visionär mit Bodenhaftung", befand die Jury. CHE und "Zeit" wollen mit der Auszeichnung Leiterinnen und Leiter deutscher Hochschulen würdigen, die durch eine herausragende Führungsleistung die Entwicklung ihrer Hochschule geprägt und innovative Veränderungsprozesse initiiert haben.

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Uni ist gut gemanagt - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Uni-ist-gut-gemanagt-id32060262.html

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Forschungssprecher des Jahres 

Rund 700 Medizin- und Wissenschaftsjournalisten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind dem Aufruf der Redaktion der Zeitschrift "Medizin & Wissenschaftsjournalist" und des Blogs "Wissenschaft kommuniziert" gefolgt und haben die Forschungssprecher des Jahres gewählt. In der Kategorie Hochschulen und Forschungsinstitute siegte Monika Landgraf, Pressesprecherin des Karlsruher Instituts für Technologie. In der Kategorie Forschungsorganisationen und Stiftungen setzte sich Christian Walther, Referatsleiter Kommunikation und Pressesprecher der Leibniz-Gemeinschaft, durch. 

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DHV-Seminare


DHV-Seminare November-Dezember

Die Professur - Rechte und Pflichten
Wissenschaftszentrum Bonn
Montag, 24. November 2014, 10:00-18:00 Uhr

Gerade die Kenntnis der dienstrechtlichen Sonderstellung, der Rechte und Pflichten sowie der Dienstaufgaben ist für Erstberufene, aber auch für bereits im Amte befindliche Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer von großer praktischer Bedeutung. Das Seminar vermittelt einen umfassenden Überblick über das spezifische Professorendienstrecht sowie die Rechte und Pflichten von Hochschullehrern in ihrer Hochschule. Dabei werden die Dienstaufgaben Forschung und Lehre sowie weitere Aufgaben, aber auch Abwehrrechte im Amt profund analysiert. Das Seminar dient daher als Orientierung über die Rechte und Pflichten als Hochschullehrer - auch über die "ersten 100 Tage" im Amt hinaus.
http://www.hochschulverband.de/cms1/659.html 

Wissenschaftsenglisch schreiben
Geschäftsstelle des Deutschen Hochschulverbandes Bonn
Montag, 1. Dezember 2014, 10:00-18:00 Uhr

Vielen deutschsprachigen Wissenschaftlern geht das Schreiben in der Fremdsprache nicht leicht von der Hand; häufig sind sie auch im Unklaren über spezifisch englische Vertextungskonventionen sowie lexikalische und grammatische Phänomene. 

In diesem Kompaktseminar werden in drei Modulen wichtige Elemente des wissenschaftlichen Schreibens in englischer Sprache vorgestellt und eingeübt:
 Lexiko-Grammatik, Satz- und Absatzstruktur sowie stilistische Fragen und formale Aspekte.

Der englischsprachige Schriftverkehr mit Verlagen und anderen Wissenschaftlern findet ebenfalls Berücksichtigung. Darüber hinaus werden auf neuen Technologien basierende Strategien erläutert, die zu einer kontinuierlichen Verbesserung der eigenen Schreibfähigkeit beitragen.
www.hochschulverband.de/cms1/812.html
 

Nebentätigkeitsrecht
Kaiserin-Friedrich-Haus Berlin
Montag, 1. Dezember 2014, 11:00-16:00 Uhr

Das Nebentätigkeitsrecht ist ein für Hochschullehrer gleichermaßen attraktives wie juristisch schwer zu überschauendes Terrain. Gerade deshalb ist es notwendig, bereits im Vorfeld der Aufnahme einer Nebentätigkeit in Erfahrung zu bringen, welche dienstlichen Rechte und Pflichten mit der zukünftigen Tätigkeit verbunden sind. Das Seminar "Nebentätigkeitsrecht" bietet umfassende Informationen zu den Rahmenbedingungen der Nebentätigkeit. Neben den Voraussetzungen von Nebentätigkeitsgenehmigungen werden insbesondere aktuelle Praxisprobleme, wie etwa die Gründung einer GmbH oder die Nebentätigkeit im Bereich der Hochschulmedizin, erläutert.
www.hochschulverband.de/cms1/643.html
 

Faire und transparente Berufungsverhandlungen
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Berlin
Donnerstag, 4. Dezember 2014, 11:00-17:00 Uhr

Die besten Köpfe für die eigene Hochschule zu gewinnen, ist die zentrale Aufgabe der deutschen Hochschulen. Nicht nur deshalb kommt der Ausgestaltung des Berufungsverfahrens im Allgemeinen und den Berufungsverhandlungen im Speziellen die Schlüsselfunktion im Wettbewerb der Hochschulen zueinander um die besten Köpfe zu. Der Workshop des DHV will Hochschulleitungen, Dekanate und Vorsitzende von Berufungskommissionen gleichermaßen dafür sensibilisieren, wie ein Berufungsverfahrensprozess adressatenorientiert und bedürfnisgerecht im Rahmen des organisatorisch und finanziell Machbaren ausgestaltet werden kann. Aufgrund der jahrzehntelangen Expertise des DHV in Beratung, Coaching und Mentoring anlässlich von Berufungs- und Bleibeverhandlungen wird dabei auf der einen Seite der Fokus auf die zu gewinnenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gelegt, auf der anderen Seite aber auch die "Machbarkeit" vor dem Hintergrund des Profils der jeweiligen Hochschule geprüft. Ein erfahrener Professorenberater und Coach, ein mehrfach berufener Universitätsprofessor und ein Universitätskanzler werden gemeinsam mit den Teilnehmern realisierbare Verbesserungspotenziale identifizieren und Empfehlungen aussprechen.
http://www.hochschulverband.de/cms1/1339.html 

Potentiale nutzen! - Individuelles Bewerbungstraining für Natur- und Ingenieurwissenschaftlerinnen und Medizinerinnen
FFFZ Tagungshaus Düsseldorf
Montag/Dienstag, 15./16. Dezember 2014 

In diesem zweitägigen Bewerbungstraining für Natur- und Technikwissenschaftlerinnen sowie Medizinerinnen, die vor der "heißen" Bewerbungsphase stehen, geben professionelle Beraterinnen Hilfestellungen und praktische Tipps zur Optimierung des Bewerbungsauftritts und der Bewerbungsunterlagen. Die Teilnehmerinnen erhalten eine individuelle Rückmeldung zu ihren Bewerbungsunterlagen sowie ein Feedback zu einer Vortragspräsentation, die auf Video aufgezeichnet wird. In einem Rollenspiel wird das nichtöffentliche Gespräch mit der Berufungskommission praxisnah trainiert. Die Verhandlungsstrategien aus juristischer Sicht werden von einer Rechtsexpertin des Deutschen Hochschulverbandes erläutert. Eine Professorin gibt Tipps zu strategischen Aspekten bei Berufungsverhandlungen und berichtet von eigenen Erfahrungen aus Berufungskommissionen.
www.hochschulverband.de/cms1/648.html
 

Die aktuelle Seminarbroschüre des Deutschen Hochschulverbandes kann kostenlos angefordert werden bei Dr. Ulrich Josten, Tel.: 0228/902-6634, E-Mail: josten@hochschulverband.de.

Alle Termine und Programme finden Sie auch unter www.karriere-und-berufung.de

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Publikationen


Hochschullehrerverzeichnis 2014

(Uf.) Das Hochschullehrerverzeichnis ist im Juni 2014 neu erschienen. Der Sonderpreis für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes liegt für die Printversion bei 197,40 Euro im Vergleich zum Ladenpreis von 329 Euro inkl. des Versands innerhalb Deutschlands und bei Auslandssendungen zuzüglich der Frachtkosten. Das Hochschullehrerverzeichnis ist ein in kompakter Form einmaliges Handbuch des Verlages Walter de Gruyter, das einen schnellen Zugriff all denjenigen ermöglicht, die Informationen über Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und den Wissenschaftsbetrieb an deutschen Universitäten benötigen, da sie in alphabetischer Reihenfolge nicht nur die Namen der aktiven Universitätsprofessoren/innen, sondern auch die Namen der emeritierten oder pensionierten Universitätsprofessoren/innen, der Privatdozenten und der sonstigen Habilitierten finden (über 60.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler). Ihre Bestellung richten Sie bitte an:  

Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn 

oder per Email: dhv@hochschulverband.de

Die elektronische Fassung (das sogenannte ebookPLUS) können Sie zum gleichen Preis unter Hinweis auf die Mitgliedschaft im Deutschen Hochschulverband ebenfalls bei dem De Gruyter Verlag direkt bestellen unter der e-Mail Adresse: axel.schniederjuergen@degruyter.com

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Lioba Werth/Klaus Sedlbauer:
In Forschung und Lehre professionell agieren
 

Die Leiter von Lehrstühlen stehen heute vor neuen Herausforderungen. Längst sind sie nicht mehr nur Wissenschaftler, sondern zu Managern geworden. Sie sehen sich gestiegenen Ansprüchen der Studierenden, einer zunehmenden Internationalisierung der Forschungslandschaft, der Beschaffung von Drittmitteln und einer entsprechenden Außendarstellung in der Öffentlichkeit gegenüber. 

Mit dem Handbuch "In Forschung und Lehre professionell agieren" haben die Autoren ein Werk geschaffen, das anhand von Checklisten, Vorlagen, Leitfäden und vielen Beispielen aus der Praxis zeigt, wie mit den neuen Anforderungen souverän, professionell und ergebnisorientiert umgegangen werden kann.  

Fünfte, unveränderte Auflage, geb., 100 Abb., 844 Seiten, 79 Euro. Für Mitglieder des DHV zum Sonderpreis von 70 Euro. ISBN: 978-3-924066-97-0.
 
Ihre Bestellung richten Sie bitte an: 

Deutscher Hochschulverband 
Rheinallee 18-20 
53173 Bonn 
E-Mail: dhv@hochschulverband.de 
Fax: 0228 / 902 66 80 

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Vorschau F&L


Thema: Ende der Privatheit? 
 
Dirk Heckmann Das Ende der Privatheit? 
Die Sicht der Rechtswissenschaft 
 
Josef H. Reichholf: Ichbezogen, eingebunden und überwacht 
Die Natur des Menschen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit 
 
Sandra Seubert: Kommunikatives Unterfutter 
Über die Bedeutung privater "Räume" 
 
Weitere Beiträge: 
 
Dieter Lenzen: Zwischen Gedankenfreiheit und Staatsinterventionismus 
Über die Autonomie der Hochschulen in Geschichte und Gegenwart - eine systemtheoretische Analyse 
 
Vanessa Adam: Endlos befristet? 
Aktuelles zum Befristungsrecht wissenschaftlicher und künstlerischer Mitarbeiter 
 
Susanne Schultz-Hector/Oliver Bruttel: Forschungsförderung in der Medizin - Ergebnisse eine Umfrage

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DHV-Ticker


Neuwahl DHV-Gruppe TU München 

(Wi.) Ab sofort wird der von Herrn Professor Dierk Schröder (Institut für Antriebstechnik) geleitete DHV-Vorstand der TU München verstärkt: In schriftlichem Wahlverfahren wurde Herr Professor Andreas Herkersdorf (Lehrstuhl für Integrierte Schaltungen) als DHV-Vertreter neu hinzugewählt.

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Zwei neue Mitglieder werben - ein Jahr beitragsfrei
 
(Wi.) Mitglieder werben lohnt sich: Der DHV bietet für das Jahr 2014 eine neue "Mitglieder werben Mitglieder-Aktion" mit attraktiven Preisen an. 
 
Als Dankeschön erhält jedes Mitglied, das im Jahr 2014 mehr als ein neues Mitglied wirbt, eine Prämie nach Wahl (z.B. Beitragsfreiheit für ein Jahr, Gutschein eines DHV-Sponsoringpartners im Wert von 150 Euro, Möglichkeit der kostenlosen Teilnahme an einem DHV-Seminar u.a.). Darüber hinaus wird unter allen Teilnehmern an der Werbeaktion eine Wochenendreise über 750 Euro verlost und ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro an das Mitglied vergeben, das 2014 die meisten Mitglieder geworben hat.
 
Es lohnt sich also, nicht nur Mitglied im DHV zu sein, sondern auch neue Mitglieder für den DHV zu gewinnen.
 
Interessierte Mitglieder erhalten weitere Informationen auf der Homepage des DHV unter http://www.hochschulverband.de/mdh-werben-mdh.pdf oder bei der Geschäftsstelle.

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Quelle: istockphoto.com

Mitgliedsbeiträge im Deutschen Hochschulverband ab 2015 

(Wi.) Nach Maßgabe der Entscheidung des 64. DHV-Tages 2014 in Frankfurt am Main erhöhen sich die Mitgliedsbeiträge zum 1. Januar 2015 um 2,1 Prozent. 

Je nach dienstrechtlicher Stellung belaufen sich damit die Mitgliedsbeiträge ab 2014 zwischen 200 Euro und 46 Euro im Jahr. Die einzelnen Beiträge lassen sich auf der Homepage des DHV unter http://www.hochschulverband.de/cms1/mitgliedschaft.html abrufen. 

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) bittet jedes Mitglied, beitragswirksame Änderungen der dienstrechtlichen Stellung der Geschäftsstelle frühzeitig mitzuteilen. Nach der Satzung des DHV ist eine Rückzahlung zu viel gezahlter Beiträge ausgeschlossen, wenn die Überzahlung auf eine fehlende Anzeige zurückzuführen ist. Die Mitgliederdaten umfassen erst seit einigen Jahren das Geburtsdatum. Darüber hinaus gibt es auf Grund der individuellen Entscheidung bei der Emeritierung, Pensionierung oder Verrentung einen zeitlichen Spielraum von mehreren Jahren. Deshalb ist die Geschäftsstelle auf diese Mitteilung angewiesen.

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Vermischtes


Mit 14 Jahren zum Studium nach Freiburg

Der vierzehnjährige Bastian Eichenberger aus dem Schweizer Oberwil bei Basel ist von diesem Semester an im Bachelor-Studiengang Chemie an der Universität Freiburg eingeschrieben. Nach Angaben des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums ist er landesweit der jüngste Student. Freiburg hat sich der Hochbegabte Pressemeldungen zufolge zum Studieren ausgesucht, weil er bei den Eltern wohne und so leicht pendeln könne. Seinen Schulabschluss und damit die Hochschulreife habe er mit 13 Jahren in der Schweiz gemacht. 

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Quelle: istockphoto.com

16 Jahre Haft für falsche Universitätspräsidentin

In San Francisco ist eine falsche Universitätspräsidentin wegen Visa-Betrugs verurteilt worden. Sie muss nun für 16 Jahren ins Gefängnis und eine Strafe in Höhe von 5,6 Millionen Dollar zahlen, hinzu kommen 900.000 Dollar Entschädigung. Das berichtete "Spiegel Online" unter Berufung auf den Nachrichtensender CBS.

Die Frau aus San Francisco hatte eine Scheinuniversität gegründet, mehrere Mitarbeiter eingestellt und sich selbst zur Universitätspräsidentin ernannt. Anschließend hatte sie Ausländern angeboten, sich für stattliche Summen an der "Tri-Valley Universität" einzuschreiben. Im Gegenzug hatten die vermeintlichen Studierenden Studiennachweise und Dokumente erhalten, die ihnen Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse in den USA ermöglichten. Erst nach drei Jahren flog der Betrug auf. 2011 wurde die "Tri-Valley Universität" geschlossen. 

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Kooperationspartner des DHV


DHV und Jacques' Wein-Depot

(Gü.) Exklusiv für DHV-Mitglieder: 
Rotwein-Probierpaket zum Vorteilspreis

Mit Wein ist es ähnlich wie mit dem Nektar wissenschaftlicher Erkenntnis, man genießt ihn am besten direkt von der Quelle. Und so kommen bei Jacques' alle Weine direkt vom Winzer. 
 
Mit dem exklusiven DHV-Probierpaket sind Sie herzlich dazu eingeladen, auf Entdeckungsreise zu gehen.

Rioja, Bordeaux, Mendoza - namhafte Herkünfte, bei denen die Herzen von Rotwein-Liebhabern höher schlagen. Freuen Sie sich auf drei ausgewählte Rotweine im Probierpaket - als exklusives Vorteilsangebot von unserem Partner Jacques' Wein-Depot.

Bestellen Sie jetzt das DHV-Rotwein-Probierpaket für nur 39 Euro. Es enthält je zwei Flaschen (0,75 l) dieser drei Weine:

- PRIMICIA VIÑA DIEZMO CRIANZA 2011 (Rioja, Spanien)
- CHÂTEAU DES TUQUETS 2012 (Bordeaux, Frankreich)
- OJO DE AGUA MALBEC BIO 2013 (Mendoza, Argentinien)

Mit diesem Angebot sparen Sie bis zum 31. Dezember 2014 über 20 Prozent im Vergleich zum Einzelverkaufspreis und erhalten die Bestellung zudem versandkostenfrei nach Hause geliefert. 

Einfach online bestellen unter Angabe der folgenden Gutscheinnummer 001-616-505-712 khehe auf der Seite:
http://www.jacques.de/probierpaket/dhv/?campaign=Kooperation/DHV_Probierpaket

Natürlich erhalten Sie das Probierpaket auch in jedem der über 280 Jacques' Wein-Depots.

Einfach das PDF ausdrucken, im Depot vorlegen und die Kundenkarte beantragen, falls Sie noch keine besitzen: 
http://www.hochschulverband.de/cms1/fileadmin/redaktion/bilder/newsletter/1114/Jacques.pdf

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DHV und Hugendubel 

(Gü.) Service entscheidet - auch zu Weihnachten! 

Sie suchen Weihnachtspräsente für Ihre Mitarbeiterinnen, Geschäftspartner oder Ihre Familie? Bei uns finden Sie eine große Auswahl aktueller Bestseller und Kalender - exklusiv für Sie zusammengestellt. In unserem Webportal www.Hugendubel.info stehen Ihnen dabei über 18 Millionen Artikel zur Auswahl. Eine Freischaltung erhalten Sie formlos per Mail an info@hugendubel.info oder über die Nutzung des Anmeldeformulars über unsere Website. Darüber hinaus stehen Ihnen unsere Buchhändlerinnen in unseren 90 Filialen sehr gern für individuelle Beratungen zur Verfügung. 

Unsere weihnachtlichen Services im Überblick:
  - kostenlose Geschenkverpackung
  - personalisierte Grußkarten
  - individuelle Rechnungsstellung und Lieferlogistik nach Ihren Vorgaben
  - Mengenpreise gemäß Angebot des jeweiligen Verlages

Für Unentschlossene bieten wir unsere Hugendubel Geschenkkarte an. Diese kann, individuell mit einem Wert befüllt, sowohl in unseren Filialen als auch online eingelöst werden.

Unser Vertriebsleiter berät Sie sehr gern persönlich:  Herr Thomas Falk, Telefon: 0151-14010903, E-Mail: t.falk@hugendubel.info

 

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DHV und VS Möbel 

(Gü.) Hokki: aktives Sitzen zum Sonderpreis

Die Zeit am Arbeitsplatz ist häufig geprägt durch lange Sitzphasen - der Bedarf an ergonomischem Mobiliar wächst.

Mit einem abgerundeten Standfuß bietet der VS-Bewegungssitz Hokki kontrollierte Beweglichkeit in alle Richtungen. Als temporäre Sitzgelegenheit steigert er sowohl das körperliche als auch das geistige Wohlbefinden: Die Durchblutung wird gefördert, Verspannungen nehmen ab und die Konzentrationsfähigkeit wird gesteigert.

Hokki zeichnet sich aus durch seine vielfältigen und spontanen Einsatzmöglichkeiten. Egal ob in der Schule, im Büro oder zu Hause: Durch sein geringes Volumen und Gewicht ist er jederzeit spontan zu Hand. 

Durch die vier festen Sitzhöhen 31 cm, 38 cm, 46 cm und 52 cm eignet sich Hokki für jede Körpergröße. Es stehen Ihnen verschiedene Farben zur Auswahl. Mehr Informationen zum Hokki finden Sie im Produktkatalog und in der Bestellanfrage unter "Stühle":

http://www.vs.de/media/Gesamtkatalog_PK_DE/Downloads/Hokki_TY_DE.pdf 

Gerne beraten wir Sie konkret und umfassend:

VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken GmbH & Co. KG / Tauberbischofsheim / Deutschland
Ansprechpartnerin: Evelyne Winkler
Tel: +49 (0)9341/88-601
E-Mail: dhv@vs-moebel.de   

VS - Offizieller Ausstatter der Wissensgesellschaft. 
Seit 1898.

www.vs-moebel.de

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DHV und Seminaris

(Gü.) Jetzt den Kickoff 2015 planen! 

Wer mit einem Kickoff-Meeting optimal ins neue Jahr starten möchte, muss jetzt die Weichen dafür stellen - ganz gleich, ob es sich dabei "nur" um ein Planungstreffen innerhalb des Fachbereichs handelt oder um eine große interdisziplinäre Jahresauftakt-Konferenz. Die Experten der Seminaris-Gruppe, Kooperationspartner des Deutschen Hochschulverbands, unterstützen Veranstalter und Planer von Anfang an dabei, damit die Veranstaltung optimal läuft.

Die Hotels der Seminaris-Gruppe in Bad Boll, Bad Honnef, Berlin, Lüneburg und Potsdam bieten Räumlichkeiten für Veranstaltungen von kleinen Klausuren bis hin zu Kongressen mit 700 Teilnehmern. Dabei können Veranstalter und Teilnehmer auf modernste Tagungstechnik zurückgreifen, auf optimale Tagungs- und Arbeitsräume, auf günstige Tagungskonditionen für DHV-Mitglieder, auf hervorragende Restaurants in den Hotels und - wenn gewünscht - auf attraktive Rahmenprogramme. Nicht umsonst schnitt die Seminaris-Gruppe auch 2014 wieder als erfolgreichste Tagungshotelgruppe beim Wettbewerb "Die besten Tagungshotels in Deutschland" ab. Sprechen Sie doch einfach einmal mit dem Seminaris- oder Avendi-Hotel Ihrer Wahl - und buchen Sie jetzt Ihr Erfolgsmeeting für 2015! 

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Impressum

Redaktion
Dr. Michael Hartmer
Dr. Matthias Jaroch

presse@hochschulverband.de

Weitere Mitarbeiter dieser Ausgabe
Jacqueline Güldenring (Gü.)
Birgit Ufermann (Uf.)
Angelika Wirth (Wi.)

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