DHV-Newsletter 5/2015

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Hochschulpolitik


Wissenschaftlicher Nachwuchs I: Zeitplan für neue Bund-Länder-Initiative

In der Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) haben Bund und Länder die Staatssekretärsarbeitsgruppe damit beauftragt, die neue Initiative von Bund und Ländern für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu konkretisieren und bis zum 30. Oktober 2015 einen Zwischenbericht vorzulegen. Insbesondere werde es um die richtige Balance zwischen befristeten und unbefristeten Stellen gehen und darum, mehr wissenschaftliche Stellen mit "Tenure-Track" zu schaffen, teilte die GWK mit. Danach haben junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Aussicht, nach einer bestimmten Anzahl von Jahren dauerhaft beschäftigt zu werden, wenn ihre Arbeit nach festgelegten Leistungskriterien positiv evaluiert wird. 
http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Pressemitteilungen/pm2015-03.pdf

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Wissenschaftlicher Nachwuchs II: SPD für Verdopplung der Juniorprofessuren

Die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag hat sich in einem Eckpunktepapier für deutlich mehr Juniorprofessuren mit der Chance auf Entfristung durch einen "Tenure-Track" ausgesprochen. Mindestens 1.500 solcher Stellen sollen bei einem Finanzrahmen von rund 720 Millionen Euro geschaffen werden. Das wären fast doppelt so viele Stellen wie heute. Um die neuen Professuren zu verstetigen, solle der Bund eine zehnjährige Anschubfinanzierung leisten. Außerdem wollen die Sozialdemokraten die Hochschulen mit zwei Wettbewerben zu fairen Verträgen und besseren Karriereperspektiven für wissenschaftliche Mitarbeiter bewegen: Bis zu 80 Hochschulen sollen für Personalentwicklungskonzepte über fünf Jahre mit einer Million Euro im Jahr belohnt werden, eine weitere Ausschreibung soll zehn Hochschulen einmalig mit 500.000 Euro honorieren, die den Anteil der Dauerstellen erhöhen, Zeitverträge an Qualifikationsziele anpassen und die Gleichstellung von Frauen vorantreiben.

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Wissenschaftlicher Nachwuchs III: Union will Gütesiegel einführen    

Die Unionsfraktion im Deutschen Bundestag will ein neues Gütesiegel für Hochschulen schaffen. Dieses soll die Leistungen der Universitäten bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses bewerten. Als mögliche Beurteilungsmaßstäbe nannte Alexandra Dinges-Dierig, Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für den wissenschaftlichen Nachwuchs, gegenüber der Zeitung "Die Welt" unter anderem das Vorhandensein eines Personalentwicklungsplans, einer Graduiertenförderung sowie Frauen- und Familienförderung. Entscheidend sei auch, dass die Hochschule Stellen schaffe, die jungen Wissenschaftlern, die sich bewährten, eine verlässliche Perspektive auf einen regulären Lehrstuhl biete. Die Union will sogar so weit gehen, dass Hochschulen, die das entsprechende Gütesiegel besitzen, bei der Förderung privilegiert werden sollen. "Das würde Hochschulen motivieren, sich in diesen Bereichen neu aufzustellen", so Dinges-Diering gegenüber der "Welt". Mit der SPD sei der Plan noch nicht besprochen: "Aber da können wir uns sicher einigen."

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Wissenschaftlicher Nachwuchs IV: HRK fordert verlässliche Stellenfinanzierung und äußert sich zu Vertragslaufzeiten

Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Horst Hippler, hat den Vorstoß von Bund und Ländern begrüßt, eine Initiative für den wissenschaftlichen Nachwuchs zu starten. Damit die Hochschulen Stellen für wissenschaftlich Qualifizierte anbieten könnten, sei eine angemessene und nachhaltige Finanzierung unerlässlich. Dabei wäre vor allem eine Anschubfinanzierung durch den Bund wünschenswert, um die dauerhafte Förderung durch die Länder - etwa aus den freigewordenen BAföG-Mitteln - zu unterstützen, erklärte Hippler.
 
Der HRK-Präsident gab zu bedenken, dass die Professur nicht das einzige Karriereziel junger Wissenschaftler sein könne. "Derzeit beträgt das Verhältnis von Promotionen und frei werdenden Professorenstellen 20:1. Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft haben aber auch neben der Professur einen immensen Bedarf an hochqualifiziertem wissenschaftlichem Personal", betonte Hippler. 

Bei den Stellen in Hochschulen handle es sich um dauerhafte akademische Positionen in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement, die für den wissenschaftlichen Nachwuchs attraktive Karriereangebote darstellten. Wenn zusätzliche Professuren geschaffen würden, müssten die Länder dafür Sorge tragen, dass diese zu einer tatsächlichen Verbesserung des Betreuungsverhältnisses beitragen könnten. Bislang müssten Hochschulen mit jeder neu geschaffenen Professur mehr Studierende aufnehmen. Damit bleibe dann aber das Betreuungsverhältnis unverändert. 

Zugleich hat die HRK-Mitgliederversammlung in Kaiserslautern Kernthesen zur Nachwuchsförderung verabschiedet, die auch auf die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes zielen. Unter anderem soll für Promotionsstellen, die aus Haushaltsmitteln finanziert werden, die Befristung 24 Monate - mit einer Verlängerungsoption von 12 Monaten - in der Regel nicht unterschreiten. Auch für die Phasen nach der Promotion sollten Verträge aus Hochschulmitteln regelmäßig nicht für weniger als 24 Monate abgeschlossen werden und sich am Karriereziel orientieren. Die Beschäftigung auf drittmittelfinanzierten Stellen soll sich an der Projektlaufzeit orientieren. Die Drittmittelgeber forderte die HRK auf, ihre Bewilligungspraktiken zu überprüfen, um den Qualifikationszielen der Forscherinnen und Forscher gerecht zu werden.
http://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/wissenschaftlicher-nachwuchs-hrk-praesident-fordert-verlaessliche-rahmenbedingungen-3689/

http://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-mitgliederversammlung-kernthesen-und-konzepte-zur-nachwuchsfoerderung-3714/

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Wissenschaftlicher Nachwuchs V: TU9-Leitlinien für attraktive Beschäftigungsverhältnisse

Die in der Allianz Technischer Universitäten vereinigten Hochschulen (TU9) haben sich in "Leitlinien für attraktive Beschäftigungsverhältnisse" darauf verständigt, die Vertragsdauer für wissenschaftliche Mitarbeiter an der Dauer der jeweiligen Qualifizierung auszurichten. So sollten Einstiegsarbeitsverträge mit nicht promovierten Mitarbeitern auf Haushaltsstellen in der Regel über drei Jahre laufen. Projektstellen sollten auf mindestens ein Jahr angesetzt werden, bis zum Abschluss der Promotion müssten die Projektleiter für eine rechtzeitige Anschlussfinanzierung sorgen. Bedingungen guter Beschäftigung dürften aber "weder gesetzlich noch tariflich verordnet werden", betonte die TU9. Hierfür blieben allein Hochschulen und Wissenschaftler verantwortlich.
http://www.tu9.de/presse/presse_6745.php

 

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Quelle: istockphoto.com

Wissenschaftsrat legt "Empfehlungen zu wissenschaftlicher Integrität" vor

Als Reaktion auf Plagiats- und Fälschungsskandale hat der Wissenschaftsrat auf seiner Frühjahrssitzung in Stuttgart "Empfehlungen zu wissenschaftlicher Integrität" verabschiedet. Mit dem Begriff der Integrität will der Wissenschaftsrat den Fokus über die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis hinaus erweitern hin zu einer umfassenden Kultur der Redlichkeit und Qualität an wissenschaftlichen Einrichtungen. "Wir brauchen mehr als Regeln", erklärte Professor Manfred Prenzel, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, "wichtig für deren Anwendung und Verinnerlichung ist eine Haltung der Integrität, die von bestimmten Rahmenbedingungen beeinflusst wird." Dazu gehörten vor allem die Vermittlung guter wissenschaftlicher Praxis vom Beginn des Studiums an, gute Beratung und Aufklärungsstrukturen in Konfliktfällen sowie eine stärkere Ausrichtung auf Qualität als auf Quantität in der gesamten Forschungs- und Publikationspraxis. Zu den Rahmenbedingungen, die wissenschaftliche Integrität erschweren könnten, zähle etwa der Druck für Wissenschaftler, möglichst viel und in hochrangigen Fachzeitschriften zu veröffentlichen, um eine Karriere in der Wissenschaft zu verfolgen. Gepaart mit den schwierigen Arbeitsbedingungen und starken Abhängigkeiten entstehe so insbesondere für den wissenschaftlichen Nachwuchs eine Situation, die integres Handeln gefährden könne. 

Um die Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen bei der Aufdeckung von Fehlverhalten zu unterstützen, regt der Wissenschaftsrat an, eine neue institutionenübergreifende Einrichtung zu schaffen, die die Wissenschaft im Umgang mit Verdachtsfällen beraten soll. Durch den Austausch und die Vernetzung der Ombudspersonen sollen sich gemeinsame Bewertungsmaßstäbe bilden und Verfahren standardisiert werden.
http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/4609-15.pdf

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Manipulationsverdacht: Verzicht auf Alexander-von-Humboldt-Professur 

Professor Jens Förster von der Universität Bochum, der unter Manipulationsverdacht steht, hat offiziell auf den höchstdotierten deutschen Forschungspreis verzichtet, die Alexander-von-Humboldt-Professur, mit der eine Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro verbunden ist. Die mit der Auszeichnung "verbundenen Forscherpflichten und die Verantwortung für rund fünfzig Mitarbeiter sind eine zu große Last, wenn ich mich immer wieder gegen neue Vorwürfe wehren muss", erklärte der Sozialpsychologe gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit". Ein Schuldeingeständnis sei das jedoch nicht. 

Anschuldigungen gegen Förster wegen Datenmanipulation waren vor einem Jahr publik geworden. Nachdem das Nationale Gremium für Integrität der Forschung der Niederlande und die Universität Amsterdam wissenschaftliches Fehlverhalten in einer von Förster verantworteten wissenschaftlichen Veröffentlichung festgestellt hatten, hatte die Alexander-von-Humboldt-Stiftung auch auf Wunsch des Forschers die Ehrung, die für den Mai 2014 geplant war, zunächst ausgesetzt. Nach Försters Verzicht auf die Humboldt-Professur finde die ursprünglich vorgesehene Beratung über den Fall in den Gremien der Stiftung nicht mehr statt, teilte die Stiftung mit. 

Gegenüber der "Zeit" bestritt Förster, Daten manipuliert zu haben. "Natürlich hätte ich manche der Daten fälschen können, aber das wäre ziemlich blöd gewesen. Denn die Gefahr, dass dies einem Mitarbeiter auffällt, wäre recht groß gewesen." Auch glaube er nicht, dass Mitglieder seines Teams manipuliert hätten. "Trotzdem kann ich nicht hundertprozentig sicher sein, dass sich alle an die Regeln gehalten haben", so Förster gegenüber der "Zeit".      
http://www.humboldt-foundation.de/web/Pressemitteilung-2015-08.html

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Bologna-Reform I: Wirtschaft unzufrieden

Die Unzufriedenheit der deutschen Wirtschaft mit der Bologna-Reform wächst. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 2.000 Unternehmen gaben nur 47 Prozent der Firmen an, dass Berufseinsteiger mit einem Bachelorabschluss ihre Erwartungen erfüllten. Besonders kleine Firmen sowie die Tourismuswirtschaft und Service-Unternehmen wie Gesundheitsdienstleister sind demnach von den Fähigkeiten der Bachelorabsolventen enttäuscht. Rund jedes dritte Unternehmen aus diesen Wirtschaftszweigen wünsche sich eine stärkere Praxisorientierung der Studiengänge. 

Vor einigen Jahren sah das anders aus: 2007 waren noch 67 und 2011 noch 63 Prozent aller Firmen mit den Bachelorabsolventen zufrieden. Eine gegenläufige Entwicklung ist bei den Masterabsolventen zu beobachten. Hier entsprachen 78 Prozent den Erwartungen der Wirtschaft. 2011 waren es nur 65 Prozent.
 
"Wir leiden an einer Überakademisierung", erklärte der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Eric Schweitzer, dazu gegenüber der Zeitung "Die Welt". Die Hochschulen sollten daher mit sinnvollen Zulassungsbeschränkungen, die sich nicht nur an Abiturnoten orientieren dürften, das Studienangebot verknappen.

Deutlich positiver über den Wert von Bachelorabschlüssen äußerte sich dagegen das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Aus seiner Sicht eröffnen Bachelor- und Masterabschlüsse gleich gute Karriereperspektiven in der Wirtschaft. Verwiesen wird dabei auf eine vom eigenen Haus geförderte Studie des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und des Instituts der deutschen Wirtschaft, für die knapp 1.500 Firmen befragt wurden. Die Gehälter der Absolventen beider Abschlüsse seien meist gleich hoch oder differierten um weniger als zehn Prozent, heißt es in der Studie.
http://www.bmbf.de/press/3784.php

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Bologna-Reform II: Belastung für Wissenschaftler

Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern fehlt es an Unterstützung, um die zusätzlichen Anforderungen erfüllen zu können, die die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge mit sich gebracht haben. Darauf macht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft aufmerksam und verweist auf eine Studie, die die Bildungsinternationale, die internationale Dachorganisation der Bildungsgewerkschaften, dem Bologna-Gipfel der europäischen Bildungsminister am 14./15. Mai 2015 in der armenischen Hauptstadt Jerewan vorlegt hat. Daraus geht hervor, dass die Hochschulbeschäftigten  unter großem Druck stehen. Allein 59 Prozent der befragten Professoren beklagten, dass ihre Arbeitsbedingungen schlechter geworden seien. 54 Prozent der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gaben an, dass sich ihr Arbeitsaufwand durch die Anforderungen des Bologna-Prozesses erhöht habe. Für die nicht repräsentative Studie wurden die Antworten von rund 1.100 Wissenschaftlern ausgewertet, die zumeist Gewerkschaftsmitglieder waren.
http://www.gew.de/GEW_Hochschulreform_nicht_gegen_sondern_mit_den_Beschaeftigten.html

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Exzellenzinitiative: HRK will nur geringfügige Modifikation 

Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat  für eine dauerhafte, wettbewerbliche Fortführung der Exzellenzinitiative plädiert. Als zentrales Prinzip müssten Bewilligungen ausschließlich nach Maßgabe wissenschaftlicher Exzellenz erhalten bleiben. 

Der Wettbewerb selbst sollte nach Auffassung der HRK nur geringfügig modifiziert werden. So sollten neue Anträge sinnvoll und praktikabel an frühere Vorhaben anschließen können und die seit 2012 erstmals geförderten Projekte die Chance auf Fortsetzungsanträge erhalten. Nach Einschätzung der HRK hat sich die Förderlinie "Exzellenzcluster" als Kern des Programms und seines Erfolgs erwiesen. Deshalb soll sie bei der Weiterentwicklung im Zentrum stehen, dabei aber mehr organisatorischen Spielraum erhalten und um konkrete Maßnahmen zur Personalentwicklung ergänzt werden. Letzteres gelte grundsätzlich auch für die beantragte Förderung von Doktoranden und Postdoktoranden. Für Änderungen sprach sich die HRK bei der Förderlinie "Zukunftskonzepte" aus: Fördermittel für institutionelle Rahmenbedingungen zur Stärkung des Forschungsprofils oder der Kooperationsfähigkeit sollten künftig denselben Stellenwert wie die fachbezogenen Anträge haben, also nicht mehr deren Bewilligung voraussetzen und als elitäre Spitze des Programms verstanden werden. 

"Exzellenz ist im Übrigen nicht nur dort zu finden, wo gewissen Forschungsvorhaben dieses Prädikat durch entsprechende Begutachtung zu Recht zugesprochen wird; vielmehr sehen wir in allen Aufgabenfeldern aller Hochschulen exzellente Leistungen, die eine Würdigung als exzellente Hochschulleistungen verdienen", erklärte HRK-Präsident Professor Horst Hippler.
http://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-mitgliederversammlung-fordert-weiterentwicklung-der-exzellenzinitiative-3712/

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HRK verabschiedet Empfehlung zur Handhabung der Kooperativen Promotion 

Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat eine Empfehlung zur Handhabung der Kooperativen Promotion verabschiedet. Die Universitäten haben sich darin zu einer systematischen Institutionalisierung der Zusammenarbeit mit den Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Promotionsverfahren verpflichtet. Sie wollen darauf hinwirken, dass insbesondere klare Regelungen in den Hochschulordnungen und in den Promotionsordnungen der Fakultäten und Fachbereiche geschaffen werden. Die Umsetzung der Empfehlung soll bis Ende 2018 evaluiert werden.

Die Selbstverpflichtung der Universitäten habe das Ziel, mehr Transparenz zu schaffen und einen deutschlandweiten Flickenteppich zu vermeiden, der mit unterschiedlichen Regelungen der kooperativen Promotion in den Landeshochschulgesetzen zu entstehen drohe, so der Präsident der HRK, Professor Horst Hippler: "Das ist ein großer Fortschritt für Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen, die eine Promotion anstreben, und für das Verhältnis der Hochschularten, auch wenn es weiterhin unterschiedliche Meinungen zu einem eigenständigen Promotionsrecht der Hochschulen für angewandte Wissenschaften gibt."
http://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-mitgliederversammlung-klare-regeln-fuer-kooperative-promotion-3713/

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Affenversuche: Tübinger Max-Planck-Direktor kapituliert nach Anfeindungen

Der Direktor des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik hat nach massiven Anfeindungen von Tierschutzaktivisten (vgl. auch Newsletter 2/2015) Konsequenzen gezogen. Wie die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) bekanntgab, wird der Neurowissenschaftler Professor Nikos Logothetis seine Primatenforschung abschließen und künftig nur noch mit Nagetieren experimentieren.

Die MPG erklärte, sie bedaure diese Entscheidung. Tierexperimentelle Forschung an nichthumanen Primaten sei nach wie vor der einzige Weg, um Behandlungsansätze  für neurologische Gehirnerkrankungen zu entwickeln. Die Gesellschaft werde die Primatenforschung deshalb auch zukünftig fördern. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Professorin Johanna Wanka, und die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer bedauerten ebenfalls die Entscheidung von Professor Nikos Logothetis, die Versuche mit Primaten einzustellen. Dass er sich aufgrund von persönlichen Anfeindungen und Drohungen zu diesem Schritt gezwungen sehe, sei "ein Rückschlag für die Diskussionskultur und für den Wissenschaftsstandort", betonte Bauer. Über 4.000 Wissenschaftler aus dem In- und Ausland erklärten sich derweil auf einer von dem Tübinger Kognitionsforscher Professor Peter Thier vom Centrum für Integrative Neuroforschung initiierten Unterschriftenliste solidarisch mit Logothetis.
http://tuebingen.mpg.de/startseite/detail/forschungsausrichtung-von-nikos-logothetis-am-max-planck-institut-fuer-biologische-kybernetik.html


http://www.mpg.de/9209981/Primatenforschung

http://www.bmbf.de/press/3786.php

https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/wissenschaftsministerin-theresia-bauer-zur-erklaerung-von-prof-nikos-logothetis-primatenversuche-a/

http://www.cin.uni-tuebingen.de/sign-open-letter.php

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Studie: Erfolg durch Autonomie der Fakultäten statt durch Zentralismus der Hochschulleitung

Internationale Spitzenuniversitäten verdanken ihre Position nicht einer zentralen Planwirtschaft der Hochschulleitung, sondern vielmehr einer umfassenden Fakultätsautonomie. Darauf haben Wissenschaftler der Universität Siegen und der Universität des Saarlandes im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Forschungsprojektes "KORFU" (Korporatismus als ökonomisches Gestaltungsprinzip für Universitäten) hingewiesen. Darin wurden weltweit Steuerungskonzepte für Hochschulen untersucht. Die Befunde stünden "in Widerspruch zur aktuellen Praxis in Deutschland, wo alles auf eine Verlagerung von Entscheidungen auf die Universitätsleitung hinausläuft", so die Autoren. Erforderlich seien eine Stärkung der Dekane, eine bessere Abstimmung zwischen den Fakultäten und weniger Macht für die "manchmal schon stark feudalistischen Präsidenten, die im Alleingang über Studienrichtungen, Forschungsschwerpunkte und Fakultätsgliederungen entscheiden wollen".
https://www.uni-siegen.de/start/news/oeffentlichkeit/633592.html

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EU-Parlament gegen Kürzung bei Forschungsförderung

Das Europaparlament hat sich gegen Kürzungen des EU-Forschungsrahmenprogramms "Horizon 2020" ausgesprochen. Nach dem Verkehrs- und Industrieausschuss haben der Haushalts- und Wirtschaftsausschuss des Parlaments gegen die Kürzung gestimmt, teilte die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) mit. HRK-Präsident Professor Horst Hippler begrüßte dies und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass nach dem Votum des Parlaments auch die Bundesregierung und die EU-Kommission einlenken werden. Einen neuen Investitionsfonds hatte die EU-Kommission auch über Kürzungen bei der Forschungsförderung finanzieren wollen (vgl. Newsletter 3/2015). Es sei zu wünschen, dass die Bundesregierung nicht weiter den Kurs der EU-Kommission stütze, zu Gunsten kurzfristiger Effekte die langfristigen Investitionen - wie die Forschungsförderung - zurückzufahren, betonte Hippler. 
http://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/eu-parlament-stoppt-kuerzung-der-europaeischen-forschungsfoerderung-hrk-praesident-jetzt-ist-d/

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46,3 Milliarden Euro: Hochschulausgaben auf Rekordhöhe

Im Jahr 2013 gaben die deutschen Hochschulen 46,3 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung aus. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, waren das 2,9 Prozent mehr als im Jahr 2012 (45 Milliarden Euro). 

Mit 26,6 Milliarden Euro waren die Personalausgaben - wie in den Jahren zuvor - der größte Ausgabeposten der deutschen Hochschulen (2012: 25,4 Milliarden Euro). Sie machten 57,4 Prozent der gesamten Hochschulausgaben aus. Der laufende Sachaufwand betrug 15,7 Milliarden Euro (2012: 15 Milliarden Euro). Für Investitionen wurden vier Milliarden Euro und damit rund 0,7 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr ausgegeben. 

Die Ausgabensteigerungen konnten die Hochschulen zu einem beträchtlichen Teil über höhere eigene Einnahmen finanzieren. Die Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen, die zu über 90 Prozent von medizinischen Einrichtungen als Entgelte für die Krankenbehandlung erwirtschaftet wurden, erhöhten sich um 6,6 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Außerdem warben die Hochschulen im Jahr 2013 Drittmittel in Höhe von 7,1 Milliarden Euro (+ 5,6 Porzent) ein. Wichtigste Drittmittelgeber der Hochschulen waren die Deutsche Forschungsgemeinschaft (2,3 Milliarden Euro), der Bund (1,9 Milliarden Euro) sowie die gewerbliche Wirtschaft (1,4 Milliarden Euro). 

Die Einnahmen der Hochschulen aus Beiträgen der Studierenden gingen 2013 um 2,3 Prozent zurück und lagen bei 1,1 Milliarden Euro. Dies lag vor allem am Wegfall der Studienbeiträge in Bayern.
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/05/PD15_163_213.html

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Quelle: istockphoto.com

11,9 Milliarden Euro für außer­universitäre Forschung

Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen haben 2013 in Deutschland rund 11,9 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 4,6 Prozent mehr als im Jahr 2012. Gleichzeitig stieg die Zahl des in diesen Einrichtungen eingesetzten Personals für Forschung und Entwicklung in Vollzeitäquivalenten um 2,4 Prozent auf 98.200 Personen. 

Zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen gehören Einrichtungen von Bund, Ländern und Gemeinden sowie öffentlich geförderte private Einrichtungen ohne Erwerbszweck. Auf die gemeinsam von Bund und Ländern geförderten privaten Forschungseinrichtungen entfielen 2013 mit rund 9,1 Milliarden Euro mehr als drei Viertel (76,6 Prozent) der gesamten außeruniversitären Forschungsausgaben. Davon gaben die Helmholtz-Zentren vier Milliarden, die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft zwei Milliarden, die Institute der Max-Planck-Gesellschaft 1,7 Milliarden und die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft 1,3 Milliarden Euro aus. Auf die Akademien der Wissenschaften entfielen rund 100 Millionen Euro. 

Nach vorläufigen Berechnungen hatten die außeruniversitären Forschungseinrichtungen 2013 einen Anteil von 14,8 Prozent an den gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland. Auf die Hochschulen entfielen 18,1 Prozent. Der größte Teil (67,1 Prozent) der Forschungs- und Entwicklungsleistungen wurde vom Wirtschaftssektor erbracht. Insgesamt wurden in den drei Sektoren 2013 nach vorläufigen Berechnungen 79,9 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Dies entspricht einem Anteil von 2,85 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. In der Wachstumsstrategie für die Europäische Union "Europa 2020" wurde europaweit ein Anteil von drei Prozent am Bruttoinlandsprodukt als Ziel für das Jahr 2020 formuliert. 
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/04/PD15_144_218.html

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45.900 Studierende ohne Abitur

Die Zahl der Studierenden ohne Abitur wächst weiter. Wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) mitteilte, hat sich ihre Zahl seit 2007 nahezu verdreifacht - von rund 15.500 auf 45.900. Das entsprach einem Anteil von knapp 1,8 Prozent an der gesamten Studierendenschaft. Mit 4.400 Absolventen brachten 2013 so viele Studierende ohne Abitur wie noch nie ihre Hochschulzeit erfolgreich zu Ende. Auch die Zahl der Studienanfänger ohne Hochschulzugangsberechtigung ist in den vergangenen Jahren laut CHE konstant gestiegen. Mit 13.200 Menschen beläuft sich ihr Anteil an Studienanfängern derzeit auf 2,6 Prozent. 42 Prozent aller Studienanfänger ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung entschieden sich 2013 für eine Universität, 57 Prozent für eine Fachhochschule und ein Prozent für eine Kunst- oder Musikhochschule, ermittelte das CHE.
http://www.che.de/cms/?getObject=5&getNewsID=1902&getCB=212&getPM&getLang=de

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Hochschulleitungen fordern Ende der Unterfinanzierung

Die Hamburger Landeshochschulkonferenz hat von der neuen rot-grünen Landesregierung deutlich mehr Geld für die Wissenschaft verlangt. In einer Denkschrift, die am 28. April 2015 vorgestellt wurde, wies sie darauf hin, dass Hamburgs Hochschulen gegenüber denen anderer Bundesländer bis zu 25 Prozent weniger Grundfinanzierung erhielten. Diesen Rückstand solle die Hansestadt in fünf Jahren aufholen.

Während die Ausgaben für Hochschulen derzeit bei rund 642 Millionen Euro lägen, sollten sie um rund 160 Millionen steigen. Laut rot-grünem Koalitionsvertrag soll es in den nächsten fünf Jahren allerdings lediglich zusätzliche acht Millionen Euro per annum für die Wissenschaft geben.
http://www.uni-hamburg.de/uhh/profil/landeshochschulkonferenz/denkschrift2015.pdf

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Rechnungshof rügt Wissenschaftsministerium

Der Thüringer Rechnungshof hat nach einem Bericht der "Ostthüringer Zeitung" die Hochschulfinanzierung im Freistaat scharf kritisiert. Das Hochschulfinanzierungssystem sei "vollkommen intransparent und nur mit Mühe in seiner Gesamtheit zu erfassen und anzuwenden", heißt es laut der Zeitung in einem Prüfbericht, der dem Wissenschaftsministerium zur Stellungnahme vorliegt. Die komplexe Finanzierung aus mehr als 50 Einzeltöpfen führe zu vermeidbarem Verwaltungsaufwand bei Hochschulen und Wissenschaftsministerium. Die kleinteilige Finanzierung, aber auch das fehlerbehaftete Rechnungswesen und das bürokratische Steuerungs- und Berichtswesen bänden zu viele Personal­ressourcen. Der Rechnungshof rege daher an, Verwaltungsstellen wieder für Forschung, Lehre und Weiterbildung freizusetzen. Die Finanzkontrolleure kritisierten zudem, dass es von der Landesregierung mehr als fünf Jahre lang versäumt worden sei, die Hochschulentwicklungsplanung fortzuschreiben. Auch die getroffenen Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit den Hochschulen monierte der Rechnungshof. Diese seien "oberflächlich und nicht durch finanzielle Anreize untersetzt".

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Karriere



Zusätzliche Mittel für weltweites Rückkehrprogramm

Das "Wissenschaftler-Rückkehrprogramm GSO/CZS" der Carl-Zeiss-Stiftung (CZS) und der German Scholars Organization (GSO) wird fortgeführt. Dies hat die Stiftungsverwaltung der CZS entschieden. Das Förderprogramm wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen, um Universitäten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen dabei zu unterstützen, sich im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe zu behaupten. Gefördert werden Berufungen von exzellenten deutschen Wissenschaftlern in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern und der Betriebswirtschaftslehre, die zum Zeitpunkt der Berufung im Ausland tätig sind. Je Professur stehen Fördermittel von durchschnittlich 100.000 Euro zur Verfügung. 
 
Die bisherigen zehn Rückkehrer kommen in ihrer Mehrzahl aus den USA (vier), gefolgt von Großbritannien (zwei) sowie Frankreich, der Schweiz, Schweden und Kanada mit jeweils einem Rückkehrer. Sie forschen zukünftig an den Universitäten Heidelberg, Hohenheim, Jena, Kaiserslautern, Konstanz, Stuttgart, Trier bzw. Ulm.
Weitere Informationen unter:
www.gsonet.org/czs.

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Ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre 

Digitales Lehren und Lernen stehen im Mittelpunkt der Ausschreibung des Ars legendi-Preises 2015. Zum zehnten Mal zeichnen der Stifterverband und die Hochschulrektorenkonferenz exzellente Lehre aus. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.

Angesprochen sind Lehrende, die an deutschen Hochschulen lehren und die Möglichkeiten digitaler Medien für ihre Lehrtätigkeit besonders klug nutzen. Für die Auszeichnung zählt neben exzellenter Didaktik und Lehrqualität auch die beratende Unterstützung der Studierenden. Ausschlaggebend ist außerdem, inwieweit die Preisträger über die eigenen Lehrveranstaltungen hinaus Impulse für die Weiterentwicklung der Hochschullehre gegeben haben.

Interessenten können sich ab sofort bis zum 10. Juli 2015 bewerben. Der Preis wird am 29. Oktober in Berlin übergeben.

Mehr Informationen zur Ausschreibung finden Sie unter:
http://www.ars-legendi-preis.de.

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Barometer


Quelle: istockphoto.com

Mehrheit lobt Nachwuchsförderung der MPG

Bei der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) erhalten Doktoranden künftig statt eines Stipendiums einen Fördervertrag und Postdoktoranden nur noch Arbeitsverträge, die dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes entsprechen. Der Deutsche Hochschulverband hat die Newsletter-Leser in der April-Ausgabe gefragt, ob die MPG damit ein Vorbild in der Nachwuchsförderung ist. 57,3 Prozent der Teilnehmer antworteten mit Ja, 42,7 Prozent mit Nein.

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Ja zur Verknappung von Studienplätzen?

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer, warnt vor einer "Überakademisierung" und spricht sich dafür aus, die Zahl der Studienplätze zu begrenzen. Stimmen Sie ihm zu?

Zur Abstimmung:
www.hochschulverband.de 

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Recht aktuell


Quelle: istockphoto.com

BGH lässt großzügige Nutzung elektronischer Leseplätze zu

Bibliotheken dürfen Lehrbücher auch ohne Einwilligung des betroffenen Verlags digitalisieren und an elektronischen Leseplätzen zugänglich machen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden und damit eine Klage des Verlages Eugen Ulmer gegen die Technische Universität Darmstadt (vgl. Newsletter 5/2009 und Newsletter 4/2011) endgültig abgewiesen (Az.: I ZR 69/11). Dem Urteil zufolge kann es auch zulässig sein, dass Bibliotheksnutzer die digitalisierten Bücher anschließend ausdrucken oder speichern. Dies sei durch die im Urheberrecht vorgesehene Regelung für das öffentliche Zugänglichmachen von Werken in Unterricht und Forschung erlaubt. Es sei nicht ohne weiteres davon auszugehen, dass es zu unberechtigten Vervielfältigungen komme. 

Bereits zuvor hatte der BGH die Frage der Zulässigkeit von elektronischen Leseplätzen in Bibliotheken dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgelegt (Newsletter 10/2012). Dieser hatte im September 2014 entschieden, dass Bibliotheken die Bücher aus ihrem Bestand digitalisieren und an elektronischen Leseplätzen anbieten dürfen, ohne die Verlage vorher um Erlaubnis zu fragen. Hinsichtlich des Anspruchs auf einen "angemessenen" finanziellen Ausgleich für den Rechteinhaber des Werkes hatte der EuGH jedoch auf die nationale Rechtsprechung verwiesen. (vgl. Newsletter 9/2014).

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Tarifeinigung in den Tarifverhandlungen zum TV-Ärzte

(Böh.) Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) haben sich am 17. April 2015 auf eine Erhöhung der Gehälter für die rund 20.000 an den 33 deutschen Universitätsklinika beschäftigten Ärztinnen und Ärzte geeinigt. Während der Marburger Bund unter anderem eine Linearerhöhung der Ärztegehälter um 5,5 Prozent sowie eine Anhebung der Zuschläge für Überstunden, Nacht- und Samstagsarbeit gefordert hatte, einigten sich die Tarifparteien auf eine Erhöhung der Tabellenentgelte jeweils zum 1. April diesen und nächsten Jahres um 2,2 Prozent. Zudem gibt es Verbesserungen bei Zeitzuschlägen für Samstagsarbeit und Urlaubstagen.

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Personalia


Foto: hrk.de

Wiederwahl

Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professor Horst Hippler, ist am 12. Mai 2015 im zweiten Wahlgang von der HRK-Mitgliederversammlung in Kaiserslautern im Amt bestätigt worden. Die zweite dreijährige Amtszeit des ehemaligen Präsidenten des Karlsruher Instituts für Technologie beginnt am 1. September 2015. Gegen Hippler hatten der ehemalige Rektor der Universität Jena, Professor Klaus Dicke, und der ehemalige Präsident der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, Professor Walter Zimmerli, kandidiert.

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Foto: UAntwerp/EUA

Neuer Präsident

Der ehemalige Rektor der Universität Luxemburg, Professor Rolf Tarrach, ist am 16. April 2015 in Brüssel zum neuen Präsidenten der European University Association gewählt worden. Der Physiker wird das Amt im Juli von Professorin Maria Helena Nazaré übernehmen.

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Foto: ruhr-uni-bochum.de

Neue Spitze

Das Präsidium der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften hat am 28. April 2015 den Präsidenten der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste und derzeitigen Vizepräsidenten der Akademienunion, Professor Hanns Hatt, einstimmig zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Zum 1. September 2015 folgt er auf Professor Günter Stock, den Präsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der nach fast acht Jahren an der Spitze der Akademienunion aus dem Amt scheiden wird. Als neuen Vizepräsidenten wählte das Präsidium ebenfalls einstimmig den Präsidenten der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, Professor Edwin Kreuzer. 

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Foto: mountsinai.org

Vorstandsvorsitzender in spe

Neuer Vorstandsvorsitzender des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung soll nach Informationen des "Tagesspiegel" Professor Erwin Böttinger werden. Böttinger, seit 2004 Direktor des Instituts für personalisierte Medizin am Mount Sinai Krankenhaus in New York, soll die Nachfolge von Professor Ernst Theodor Rietschel antreten, dessen Amtszeit Ende Mai 2015 ausläuft.

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Foto: ebs-remi.de

Rücktritt

Nach nicht einmal zwei Jahren Tätigkeit muss Rolf Wolff die krisengeplagte EBS Universität für Wirtschaft und Recht verlassen. Wolff lege mit sofortiger Wirkung sein Amt als Präsident nieder, auch wenn er auf fünf Jahre gewählt sei, teilte die Privathochschule mit. Als Geschäftsführer hatte ihm der Aufsichtsrat schon vor Ostern zum 30. September 2015 gekündigt. 

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Foto: uni-wh.de

Communicator-Preis

Der Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft geht in diesem Jahr an den Kinder- und Palliativmediziner Professor Boris Zernikow. Der Wissenschaftler von der Universität Witten/Herdecke erhält die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine engagierte und vielfältige öffentliche Vermittlung der Themen Schmerz, Schmerztherapie und Palliativversorgung bei Kindern und Jugendlichen. Die Preisverleihung findet am 30. Juni 2015 im Rahmen der Jahresversammlung der DFG in Bochum statt.

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Foto: nanoscience.de

Hamburger Wissenschaftspreis 2015

Professor Roland Wiesendanger von der Universität Hamburg erhält am 20. November 2015 den Hamburger Wissenschaftspreis 2015, der mit 100.000 Euro dotiert ist. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg zeichnet damit die bahnbrechenden Arbeiten des Physikers auf dem Gebiet des Nanomagnetismus aus. Mit der spinauflösenden Rastertunnelmikroskopie habe er neue magnetische Phänomene auf atomarer Skala entdeckt, hieß es zur Begründung. 

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DHV-Seminare


DHV-Seminare im Juni 2015

Wissenschaftsenglisch schreiben
Berlin, Montag, 1. Juni 2015, 10:00-18:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/812.html

Nebentätigkeitsrecht
Bonn, Montag, 1. Juni 2015, 11:00-16:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/643.html

Rechte und Pflichten als Mitglied einer Berufungskommission
Mannheim, Dienstag, 9. Juni 2015, 11:00-16:30 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/913.html

Berufungsverhandlungen effektiv führen
Berlin, Dienstag, 9. Juni 2015, 10:00-18:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/647.html

Selbsteinschätzung - Fremdbild - Feedback
Mannheim, Freitag, 12. Juni 2015, 11:00-18:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/1305.html

Hochschulbesteuerung
Bonn, Montag, 15. Juni 2015, 10:30-16:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/910.html

Karrierewege in der Hochschulmedizin
München, Dienstag, 16. Juni 2015, 11:00-17:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/1341.html

Die W-Besoldung - Verhandlungsstrategien, Chancen und Risiken
Bonn, Dienstag, 16. Juni 2015, 10:00-17:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/632.html

Zeit- und Selbstmanagement
Bonn, Donnerstag, 18. Juni 2015. 10:00-18:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/638.html

Karriere und Berufung - Wie werde ich Professor/Professorin?
Bonn, Montag, 22. Juni 2015, 10:00-18:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/887.html

Mitarbeiterführung an der Hochschule
Bremen, Donnerstag/Freitag, 25./26. Juni 2015
http://www.hochschulverband.de/cms1/636.html

Die aktuelle Seminarbroschüre des Deutschen Hochschulverbandes kann kostenlos angefordert werden bei Dr. Ulrich Josten, Tel.: 0228/902-6634, E-Mail: josten@hochschulverband.de.

Alle Termine und Programme finden Sie auch unter www.karriere-und-berufung.de

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Termine


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Vater, Mutter, Kind? Familie im Spiegel der Wissenschaft - DHV-Symposium 2015 am 28. Oktober 2015 im Wissenschaftszentrum Bonn

Der Mensch ist wesentlich durch Abstammung und Verwandtschaft geprägt. Die Formen des Zusammenlebens unterliegen in der modernen, globalisierten Welt einem stetigen Wandel. Insbesondere im westlichen Kulturkreis hat sich das Familienbild in den letzten Jahrzehnten verändert: Zur klassischen "Familie" mit Vater, Mutter und Kindern sind die Ein-Eltern-Familie, die Patchwork-Familie oder unverheiratete und gleichgeschlechtliche Paare mit und ohne Kinder hinzugetreten. Die pluralen Lebensformen stellen Staat und Gesellschaft vor erhebliche Herausforderungen. Angesichts sinkender Geburtenraten hat sich insbesondere die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einem sozial- und familienpolitischen Dauerbrenner entwickelt. Auch in der Wissenschaft werden die Schwierigkeiten, Karriere und Beruf unter einen Hut zu bringen, als ein großes Hindernis für den Weg in Forschung und Lehre erachtet.

Was ist Familie? Was macht sie aus? Wie hat sich das Bild von Familie im Laufe der Jahre gewandelt, und welchen gesellschaftlichen und individuellen Wert hat Familie in anderen Kulturen? Wie sieht die Zukunft der Familie aus? Ist sie noch immer das wichtigste Bindemittel zwischen den Generationen, oder hat das tradierte Rollenbild von "Vater, Mutter, Kind" ausgedient? Welche Möglichkeiten hat Familienpolitik, und wo liegen ihre Grenzen?

Antworten auf diese grundlegenden Fragen geben zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen. Der Deutsche Hochschulverband (DHV) wird ihnen im Rahmen eines interdisziplinär ausgerichteten Symposiums aus fachwissenschaftlicher Sicht am 28. Oktober 2015 im Wissenschaftszentrum Bonn ein Forum bieten. Als Berufsvertretung der "Köpfe, die Wissen schaffen", will der DHV einer breiteren Öffentlichkeit zeigen, was diese Köpfe zur Lösung von gesellschaftlich wichtigen Fragen und zur Durchdringung von aktuellen Themen, die die Allgemeinheit interessieren, beitragen können.

Nähere Informationen erhalten Sie bei Dipl.-Biol. Claudia Schweigele, Tel.: 0228/902-6668, E-Mail: schweigele@hochschulverband.de. Anmelden können Sie sich online unter:
http://www.hochschulverband.de/cms1/fachtagungen.html

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Seminar "Wissenschaftlicher Nachwuchs - Rechtliche Probleme - Erwartungen - Perspektiven" am 18./19. Juni 2015 in Potsdam

Der Verein zur Förderung des deutschen & internationalen Wissenschaftsrechts e.V. veranstaltet am 18./19. Juni 2015 in Potsdam ein Seminar zum Thema "Wissenschaftlicher Nachwuchs - Rechtliche Probleme - Erwartungen - Perspektiven". 

Nicht zuletzt im Zusammenhang mit projektbezogener und struktureller Forschungsförderung ist die Zahl der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Damit verschärft sich einerseits die bekannte "Flaschenhalsproblematik", andererseits sind eine verantwortliche Personalentwicklung und ggf. auch eine neue Strukturierung des wissenschaftlichen Nachwuchses mehr denn je angezeigt. Auch die Ausgestaltung der Dienstverhältnisse des sogenannten wissenschaftlichen Nachwuchses ist beileibe nicht immer idealtypisch. Dies betrifft die Promotions-, vor allem aber auch die sogenannte Post-Doc-Phase. Nicht nur die Politik, sondern auch die Gesetzgebung und letztlich die Personalentwicklung nehmen sich dieses vielschichtigen Themas immer intensiver an, wobei viele der damit verbundenen Entscheidungen und Vorgaben umstritten sind.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an die Hochschulleitungen - namentlich die Prorektorate für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs - und die Leiter und Leiterinnen von Graduiertenschulen. Darüber hinaus sind die Leitungen außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, die Personaldezernate, die Personalräte der wissenschaftlich Beschäftigten und die Wissenschaftsministerien von Bund und Ländern sowie alle weiteren Interessierten und Betroffenen ebenso herzlich eingeladen, nach Potsdam zu kommen.

Veranstaltungsprogramm und Anmeldung unter:
www.verein-wissenschaftsrecht.de/Veranstaltungsangebote/Wissenschaftlicher_Nachwuchs/index.php

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Jetzt anmelden: Fit for Germany-Workshop am 27. August 2015 in San Francisco 

Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen findet am 27. August 2015 in San Francisco der nächste Fit for Germany-Workshop der German Scholars Organization (GSO) statt. Dieses ganztägige Karriereseminar bietet Ihnen die Möglichkeit, sich optimal auf eine Rückkehr nach Deutschland vorzubereiten. In einer kleinen Gruppe von maximal 25 Teilnehmern werden Sie intensiv auf die Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes vorbereitet. Einen Tag lang bietet Ihnen die GSO in Kooperation mit dem Deutschen Hochschulverband, dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, der Max-Planck-Gesellschaft und Vertretern aus der Wirtschaft aktuelles und gebündeltes Wissen aus erster Hand. Im Anschluss an den Workshop besteht zudem die Möglichkeit zu individuellen Karrieregesprächen mit Beratern der GSO und den Referenten des Workshops. Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.gsonet.org/ge/events/WS15SanFrancisco/
Wenn Sie sich einen der limitierten Plätze sichern möchten, so melden Sie sich bitte umgehend online an unter:
http://www.gsonet.org/ge/events/WS15SanFrancisco/reg.php

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Publikationen


Neuerscheinung: 25 Jahre Wiedervereinigung 
 
Seit dem Beitritt von fünf neuen Bundesländern zum Geltungsbereich des Grundgesetzes am 3. Oktober 1990 sind 25 Jahre vergangen. Damals wählten die Bürger der DDR den Beitritt um so, wie es hieß, "in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden". 
 
Die nach der Wiedervereinigung geborenen Generationen können oft mit Ost-West-Gegensätzen oder Begriffen wie "Ossi" und "Wessi" nicht mehr viel anfangen. Andere, insbesondere gesamteuropäische oder globale Fragen sind für die neuen Generationen wichtiger als ehemalige Gegensätze. Bedeutet dies, dass die Einheit vollendet ist? Ist die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse geglückt? Wie stellt sich die Situation in der Wissenschaft und an den Hochschulen in den neuen Ländern dar? 

Die Buchdokumentation des Deutschen Hochschulverbandes zum Thema "25 Jahre Wiedervereinigung" versammelt Stimmen aus Wissenschaftsorganisationen, von Historikern und Zeitzeugen, u.a Johanna Wanka, Horst Hippler, Jürgen Mlynek, Roland Jahn, Dagmar Schipanski, Hans Joachim Meyer und Andreas Rödder. 
 
Herausgegeben vom Deutschen Hochschulverband Bonn 
Erschienen in der Reihe "Forum", Heft 85, März 2015, 138 Seiten 
ISBN: 978-3-944941-01-1 
Preis: 11,80 Euro incl. Porto (für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes 9,80 Euro inkl. Porto) 

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Lioba Werth/Klaus Sedlbauer:
In Forschung und Lehre professionell agieren
 

Die Leiter von Lehrstühlen stehen heute vor neuen Herausforderungen. Längst sind sie nicht mehr nur Wissenschaftler, sondern zu Managern geworden. Sie sehen sich gestiegenen Ansprüchen der Studierenden, einer zunehmenden Internationalisierung der Forschungslandschaft, der Beschaffung von Drittmitteln und einer entsprechenden Außendarstellung in der Öffentlichkeit gegenüber. 

Mit dem Handbuch "In Forschung und Lehre professionell agieren" haben die Autoren ein Werk geschaffen, das anhand von Checklisten, Vorlagen, Leitfäden und vielen Beispielen aus der Praxis zeigt, wie mit den neuen Anforderungen souverän, professionell und ergebnisorientiert umgegangen werden kann.  

Fünfte, unveränderte Auflage, geb., 100 Abb., 844 Seiten, 79 Euro. Für Mitglieder des DHV zum Sonderpreis von 70 Euro. ISBN: 978-3-924066-97-0.
 
Ihre Bestellung richten Sie bitte an: 

Deutscher Hochschulverband 
Rheinallee 18-20 
53173 Bonn 
E-Mail: dhv@hochschulverband.de 
Fax: 0228 / 902 66 80 

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Vorschau F&L


Thema: Ingenieurwissenschaften 
 
Mit Beiträgen von Hans Ulrich Heiß, Stefan Odenbach, Michael Zäh, Michael Hüther u.a. 
 
Weitere Beiträge:

Josef Pfeilschifter/Helmut Wicht: Ökologie von Wissenschaftslandschaften 
Zwei Szenarien 
 
Gerrit Hellmuth Stumpf: "Abenteuer" Habilitation 
Wie Rankings Wissenschaftskarrieren beeinflussen 
 
Kurt Geihs: "Leider müssen wir Ihnen mitteilen"
Der missgünstige Gutachter 
 
Nina Lemmens: Ein Land voller unbegrenzter Gegensätze 
Aufschwung und politische Blockaden 

Forschung & Lehre ab dem 1. Juni 2015 als ePaper verfügbar 
 
Das ePaper ist die vollständige digitale Ausgabe von "Forschung & Lehre" für PC, Tablet und Smartphone. Es bietet eine praktische Navigation, Suchfunktionen und Vergrößerungsmöglichkeiten. Die jeweilige Ausgabe ist online und offline (als PDF) lesbar und steht bereits vor der Postauslieferung zur Verfügung. 
Die Vorteile auf einen Blick: 

- weltweiter 24-Stunden-Zugriff 
- noch vor der Anlieferung der gedruckten Ausgabe verfügbar 
- mit PDF-Download 
- für Abonnenten und Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes kostenlos 
- auf mobilen Empfangsgeräten nutzbar 
 
Weitere Informationen mit Login-Hinweis gibt es unter: 
http://forschung-und-lehre.epaper-archiv.de 

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DHV-Ticker


Neuer Landesverbandsvorsitzender

(Uf.) Am 29. April 2015 hat der Vorsitz des DHV-Landesverbandes Saarland gewechselt. Der DHV dankt dem bisherigen Landesverbandsvorsitzenden, Herrn Professor Alberto Gil, der vom 1. Januar 2010 bis 29. April 2015 Landesverbandsvorsitzender war. Neuer Landesverbandsvorsitzender des Saarlandes ist Herr Professor Volkhard Helms, der an der Universität des Saarlandes den Lehrstuhl für Bioinformatik innehat.

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DHV-Mitgliederwerbekampagne "30.000 bis 2017"

(Wi.) Dem DHV gehören derzeit bereits über 29.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an. Jetzt will der DHV durchstarten:

Seit dem 1. Januar 2015 läuft eine Mitgliederwerbekampagne mit dem Ziel, 2017 das 30.000ste DHV-Mitglied zu begrüßen.

Bitte beteiligen Sie sich an dieser Kampagne! Helfen Sie mit, die Zukunft Ihrer Berufsvertretung zu sichern.

Unter allen Mitgliedern, die seit dem 1. Januar 2015 bis zum Kampagnenende mindestens ein neues Mitglied geworben haben, und unter allen neuen Mitgliedern, die im genannten Zeitraum DHV-Mitglied werden, wird ein Preis im Wert von jeweils 1.000 Euro verlost.

Näheres dazu unter: 
http://www.hochschulverband.de/cms1/1409.html

 

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Vermischtes


Quelle: istockphoto.com

Geschlechtsneutrales Pronomen

In der schwedischen Sprache gibt es jetzt auch offiziell neben den Wörtern für "er" und "sie" ein geschlechtsneutrales persönliches Fürwort. Schwedens Sprachhüter nahmen das Wörtchen "hen" in das Standardwörterbuch der schwedischen Sprache, der "Svenska Akademiens ordlista", auf. Dort steht es neben "han" für "er" und "hon" für "sie".

Das neue Pronomen beschreibt eine Person, die keinem Geschlecht zugeordnet werden kann oder sich keinem Geschlecht zuordnen lassen möchte. Das Wort "hen" war bereits zuvor im schwedischen Sprachgebrauch verbreitet. Es kommt vor allem zum Einsatz, wenn das Geschlecht egal oder unbekannt ist.

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Kooperationspartner des DHV


DHV und Santander Universitäten

Zweiter Santander Stipendiatentag

Rund 100 von Santander Universitäten geförderte Stipendiaten unterschiedlichster Fachrichtungen aus Deutschland sowie Studenten der National University of Singapur, gefördert durch Santander Universities Asia, und TANDEM-Stipendiaten der Deutschen Universitätsstiftung (DUS) trafen sich am 5. Mai 2015 zum zweiten Santander Stipendiatentag in Frankfurt am Main. Neben dem internationalem Erfahrungsaustausch standen in vier Workshops vorrangig Fragen der Karriereplanung, der Eigenprofilschärfung und der Persönlichkeitsentwicklung im Mittelpunkt des Informationstages. 

Eröffnet wurde das Treffen von Pedro de Elejabeitia, Mitglied des Vorstandes der Santander Consumer Bank, der neben Udo Schweers, Direktor Santander Universitäten Deutschland, unter anderem auch den Vizepräsidenten des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) Professor Bernd Helmig auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt begrüßen konnte. Philosophie der Bank sei es, erläuterte de Elejabeitia, die Stipendiaten über die rein finanzielle Unterstützung hinaus auch in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung zu fördern und zu begleiten. Dazu solle das große internationale Netzwerk, das Santander geknüpft habe, für alle Teilnehmer erfahrbar und nutzbar gemacht werden.     

Banco Santander fördert Universitäten über die globale Unternehmensdivision Santander Universities. Seit 2011 ist Santander in Deutschland über den Unternehmensbereich Santander Universitäten in der Hochschulförderung aktiv. Mittlerweile pflegt die Bank zehn Kooperationen mit Partner-Hochschulen sowie dem DHV. 

Santander fördert rund 100 Deutschlandstipendien pro Jahr, vergibt vier spezielle Stipendien über den Unternehmensbereich Kfz an Fachstudenten der Automobilwirtschaft und hilft mit, 30 Stipendiaten über das TANDEM-Programm der Deutschen Universitätsstiftung (DUS) zu unterstützen. Mit dem Stipendienprogramm TANDEM will die DUS Studierende aus Nichtakademikerfamilien erreichen. "Bildungsaufsteiger, das zeigen alle Untersuchungen, haben es in Deutschland trotz aller Durchlässigkeit unseres Bildungssystems besonders schwer", so Professor Helmig. Ihnen fehle häufig Hilfe und Unterstützung, sich in einer für sie fremden akademischen Welt zurechtzufinden.

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DHV und Carfleet 24 

(Gü.) Sind Sie auf der Suche nach Ihrem neuen Traumauto? 

CarFleet24 kann Ihnen mit Sicherheit weiterhelfen! Wer sich früher beim Autokauf mit den Angeboten seines Autohändlers nicht zufrieden geben wollte, brauchte Zeit und Nerven. Heute gibt es den starken Service von CarFleet24. CarFleet24 ist das führende Portal für den Neuwagenkauf für Hochschullehrer. Wir bieten Ihnen ein breites Spektrum von bis zu 35 Automarken in Deutschland. Die CarFleet24-Mitarbeiter recherchieren, vergleichen und verhandeln mit einer Vielzahl von Autohändlern auf der Suche nach dem günstigsten Angebot. So treten Autohändler in Wettbewerb um Sie als Kunden. Wir als Deutscher Hochschulverband stellen Ihnen die günstigsten Preise zur Verfügung! So sparen Sie bares Geld beim Neuwagenkauf als Verbandsmitglied - Familienangehöriger oder Mitarbeiter! Und dann kann's losgehen.

Kontakt CarFleet24
www.carfleet24.de
Passwort: hochschulverband 
Fon: 01805 - 717107* 
Fax: 01805 - 717108* 
E-Mail: kundenbetreuung@carfleet24.de
* [0,14 Euro/Min. aus dem Festnetz; max. 0,42 Euro/Min. aus den Mobilfunknetzen] 

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DHV und Hugendubel   

(Gü.) Das Angebot digitaler Inhalte steigt stetig. Wir filtern für Sie die richtigen und relevanten Inhalte über alle Verlage und Dienstleister. Erwarten Sie im Detail: 

eBooks 

Egal ob Neuerscheinungen, Klassiker, Fachbücher oder Bestseller - in unserem Portal finden Sie ca. 400.000 einzelne eBooks aus über 1200 Verlagen. Diese sind komplett über unseren bibliographischen Katalog erschlossen.  

Verlagsangebote 

Wir arbeiten für Sie mit allen wichtigen Verlagen und Fachbuchlieferanten zusammen. Dadurch sind wir in der Lage, Ihnen punktgenaue digitale Angebote nach Ihren inhaltlichen Vorgaben zu unterbreiten. Neben der Lieferung von eBooks und eJournals stehen dabei vor allem Themenpakete und Datenbanklösungen im Fokus. 

Mehrfach- und Campuslizenzen/PDA 

In enger Zusammenarbeit mit unseren Contentpartnern und digitalen Großhändlern entwickeln wir für Sie das passgenaue und plattformunabhängige Modell für den Einsatz digitaler Inhalte. Wir kümmern uns dabei um den kompletten Prozess der Recherche und Besorgung sowie die technische Abwicklung Ihrer Aufträge und Anfragen.  

Alles aus einer Hand - gerade bei digitalem Content 

Hugendubel Fachinformationen - Wir sind für Sie da! Unsere Buchhandlungen, Kontaktdaten und Ansprechpartner finden Sie unter: www.hugendubel.info/stores. Sie erreichen uns zentral per Mail unter info@hugendubel.info oder unter 089/30757575. 

Haben Sie individuelle Wünsche? 

Sehr gern steht Ihnen unser Vertriebsleiter, Herr Thomas Falk, unter Tel.: 0151/14010903 oder t.falk@hugendubel.info zur Verfügung. 

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DHV und BASF Weinkeller

(Gü.) Nicht nur die BASF feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Jubiläum, sondern auch namhafte Wissenschaftler wurden 1865 geboren, wie zum Beispiel der österreichische Chemie-Nobelpreisträger Richard Adolf Zsigmondy. Im Jahre 1925 erhielt er für seinen Nachweis der heterogenen Natur kolloider Lösungen und die von ihm angewandten Methoden der Kolloidchemie den Nobelpreis und setzte damit einen Meilenstein, der auch für das Polymer-Geschäft der BASF bis heute eine Rolle spielt. 

Zu diesem Anlass stellen wir Ihnen heute einen Wein aus seinem Heimatland Österreich vor:

Der 2014 Grüne Veltliner Wieden&Berg Tradition zeigt sich mit einer würzigen Aromatik, Zitrusfrucht und Stachelbeeren; am Gaumen dicht und elegant mit ausgeprägt mineralischem Abgang und dem typischen "Pfefferl".

Salomon Undhof ist ein Weingut mit langer Tradition. Seit 1792 produziert die Wachauer Familie Salomon Weißweine aus den besten Steiner und Kremser Urgesteinsterrassen. Heute wird der Betrieb von Bertold und Gertrud Salomon geleitet. Bertold Salomon lehrt zudem an der Universität in Wien.

Schmecken Sie einen Hauch Österreich!

Der 2014er Grüne Veltliner Wieden& Berg Tradition trocken kostet 11,95 Euro (Artikelnr. 38095)

Gerne beraten wir Sie persönlich.

Weinkeller der BASF 
Anilinstraße 12
67063 Ludwigshafen
Tel.: 0621 60-48055
Fax: 0621 60-52621
weinkeller@basf.com
www.weinkeller.basf.com

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DHV und VS Möbel

(Gü.) VS TeamTable: Besprechungstisch zu Sonderkonditionen

 

Kommunikation und Teamarbeit werden in der Arbeitswelt immer bedeutender. Deswegen bietet VS mit seinem TeamTable eine kommunikative und designorientierte Ergänzung für die Bürolandschaft. 

Ob im eigenen Büro als Besprechungs- oder Besuchertisch oder in Gemeinschaftszonen: Die geschwungene Amöbenform sowie eine angenehme Stehhöhe laden geradezu ein zu einer kurzen Besprechung, der kreativen Ideenfindung, zu Teamarbeiten oder aber auch "nur" zur kleinen Kaffeepause. 

Die Form des TeamTable bietet durch die Ra­dien die jeweils passende Tischgröße für zwei bis sieben Perso­nen. Ein­zeltische lassen sich durch das Ineinanderschieben von Innen- und Außenradien zu verschiedenen Konfigurationen kombinieren. Mit einem Stuhl in geeigneter Höhe, zum Beispiel dem höhenverstellbaren VS PantoMove-VF Plus, lässt sich sogar bequem im Sitzen arbeiten.   

Mehr Informationen zum TeamTable finden Sie unter:
http://www.vs.de/media/Gesamtkatalog_PK_DE/Downloads/TeamTable_TY_DE.pdf
DHV-Mitglieder erhalten unseren TeamTable zu exklusiven Sonderkonditionen. 

Gerne beraten wir Sie konkret und umfassend:

VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken GmbH & Co. KG / Tauberbischofsheim / Deutschland

Ansprechpartnerin: Evelyne Winkler
Tel: +49 (0)9341/88-601
E-Mail: dhv@vs-moebel.de
 

VS - Offizieller Ausstatter der Wissensgesellschaft. Seit 1898.
www.vs-moebel.de

 

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DHV und Seminaris 

(Gü.) Heißes Tagungs-Special am Rhein

Ein heißes Tagungs-Special am Rhein und dazu tolle Rahmenprogramme: unschlagbare Argumente, die nächste Tagung an den Rhein zu legen.

Ein Picknick im Siebengebirge oder auf der Rheininsel Grafenwerth oder doch ein Grill-Event mit Tipps & Tricks vom Küchenchef - das sind nur zwei der tollen neuen Sommer-Eventbausteine des Seminaris Kongresspark Bad Honnef. Jede Tagung, die ab sofort für den Zeitraum 24. Juni bis 18. August 2015 im Seminaris Kongresspark in Bad Honnef gebucht wird, erhält einen saftigen Sommer-Bonus. Im Klartext: Für die komplette Tagungspauschale von der Vormittagspause bis zum Abendessen, inklusive Getränke, wird mit nur 62 Euro pro Person berechnet - buchbar auf Anfrage und nur nach Verfügbarkeit.

Informationen unter: www.seminaris.de. Anfragen über das Zentrale Verkaufsbüro der Seminaris-Gruppe in Lüneburg: Telefon (04131) 713-888, E-Mail: sales@seminaris.de.

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DHV und Brother

(Gü.) Brother "At your side"

At your side - diese drei Worte beschreiben ein ganzes Unternehmen. 

In der Brother Gruppe nimmt die "Corporate Social Responsibility" (CSR) eine zentrale Rolle in der Firmenphilosophie ein. "CSR" bedeutet für Brother Verantwortung übernehmen für Gesellschaft und Umwelt. CSR ist neben vielen anderen Inhalten Bestandteil unserer Globalen Charta, die erstmals 1999 formuliert wurde. 

Daher ist es für die Brother Gruppe selbstverständlich, Betroffenen bei Naturkatastrophen zu helfen und Hilfsorganisationen beim Wiederaufbau zu unterstützen. Alles in allem stellte die Brother Gruppe in den letzten 13 Jahren weltweit insgesamt rund 2,2 Millionen US Dollar als Hilfe bei Naturkatastrophen zur Verfügung.

Aber nicht nur bei Naturkatastrophen ist Brother "at your side". So haben Mitarbeiter von Brother Deutschland vor dreieinhalb Jahren den Verein "Education at your side" gegründet - ein gemeinnütziger Verein, der Spenden für eine Schule im kenianischen Ukunda in Afrika sammelt. Mittlerweile sind bereits 130.000 Euro zusammengekommen und gingen ohne jeglichen Abzüge an die Millenium Schule.

Alle Informationen hierzu gibt es auf:
https://www.facebook.com/EducationAtYourSide?fref=ts

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DHV und ifunds

(Gü.) EINLADUNG zum "Tag der offenen Tür" bei ifunds germany

Wir möchten Sie zu unserem Tag der offenen Tür am 12. Juni 2015 einladen!

Sie haben die Möglichkeit, sich über unsere Produkte und Dienstleistungen ausführlich zu informieren und sich alles "live und in Farbe" zeigen zu lassen. Wir präsentieren Ihnen persönlich oder in kleiner Runde unsere Softwarelösungen "raise-it" und "analyse-it" für CRM, Fundraising und Analysen. Gerne erläutern wir Ihnen unsere umfangreichen Dienst- und Serviceleistungen und beantworten Ihre Fragen rund um das Thema "Daten im Fundraising".
Kaffee und eine Kleinigkeit zu essen gibt es natürlich auch.

Ab 11 Uhr öffnen wir für Sie die Türen in unserem neuen Domizil, in der Schanzenstraße 35. 

Ab 17 Uhr lassen wir den Tag in einer After-Work-Einweihungsparty mit Live-Musik ausklingen.

Wir freuen uns sehr darauf, Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen bei uns begrüßen zu dürfen.

Details zu unsere Veranstaltung finden Sie hier:
www.ifunds-germany.de/tagderoffenentuer.html 

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Newsletter-Archiv

Sollten Sie Darstellungsprobleme in Ihrem Mailprogramm haben, finden 
Sie den aktuellen Newsletter auch in unserem Newsletter-Archiv.

Impressum

Redaktion
Dr. Michael Hartmer
Dr. Matthias Jaroch

presse@hochschulverband.de

Weitere Mitarbeiter dieser Ausgabe
Dr. Dirk Böhmann (Böh.)
Jacqueline Güldenring (Gü.)
Birgit Ufermann (Uf.)
Angelika Wirth (Wi.)

Verweis auf andere Webseiten

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