DHV-Newsletter 6/2016

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Deutscher Hochschulverband - Köpfe die Wissen schaffen

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Hochschulpolitik


Quelle: istockphoto.com

Nachwuchsprogramm: Entscheidung gefallen

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat einen Beschluss über ein Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gefasst, dem die Regierungschefs von Bund und Ländern am 16. Juni 2016 zugestimmt haben. Eine Milliarde Euro wollen Bund und Länder bis zum Jahr 2032 zur Verfügung stellen, damit bundesweit insgesamt 1.000 "Tenure Track"-Stellen der Besoldungsgruppe W1 geschaffen werden, die nach positiver Evaluation in eine höher dotierte Lebenszeitprofessur überführt werden sollen. Verbunden ist dies mit dem Versprechen, die Zahl der unbefristeten Professuren dauerhaft um 1.000 zu erhöhen. Um die hohen Folgekosten für die Länder abzufedern, will der Bund laut "Tagesspiegel" auch in den ersten beiden Jahren die Kosten der zusätzlichen W2- oder W3-Professuren tragen. Wer eigene Kinder betreut, kann die in der Regel auf sechs Jahren angelegte Nachwuchsförderungsphase um bis zu zwei Jahre verlängern; wer nicht positiv evaluiert wird, soll eine Überbrückungsfinanzierung von einem Jahr beziehen können.

Die Länder müssen die "Tenure Track"-Stellen beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beantragen und dabei auch aufzeigen, wie sie die Karrierewege jenseits der Professuren ausbauen wollen. Mit dem 15-prozentigen "Strategieaufschlag" des Bundes auf die Gesamtkosten jeder Professur kommt der Bund zwölf Ländern mit Wissenschaftsministerien der SPD oder den Grünen entgegen, die über Professuren hinaus auch für den Mittelbau Dauerstellen fördern wollten (vgl. Newsletter 11/2015). Sollten aus einzelnen Ländern nicht genügend Anträge gestellt oder bewilligt werden, sollen Universitäten anderer Länder zum Zuge kommen können.

Die Hochschulrektorenkonferenz begrüßte den Nachwuchspakt, äußerte jedoch die Befürchtung, dass das vorgesehene Finanzvolumen nicht ausreiche, um Professuren mit "Tenure Track" adäquat auszustatten. Wenn mit diesen Stellen nur vorgezogene Berufungen ermöglicht würden, werde kein nachhaltiger personeller Aufwuchs erreicht. Der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Bernhard Kempen, kündigte gegenüber der "FAZ" an, dass der DHV sehr genau prüfen werde, ob tatsächlich 1.000 zusätzliche Professuren geschaffen würden.
http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Pressemitteilungen/pm2016-07.pdf

www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/nachwuchspakt-und-programm-innovative-hochschule-bedarfe-der-hochschulen-nicht-ausreichend-getroffen-3956/

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Petition gegen die Akkreditierung

Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb und Staatsminister a. D. Professor Julian Nida-Rümelin haben sich dem Heidelberger Aufruf gegen die Akkreditierung angeschlossen, den die "FAZ" am 11. Mai 2016 veröffentlicht hat (vgl. Newsletter 5/2016), und zur Petition erhoben. Kritisiert wird, dass die Qualitätssicherung durch Akkreditierungsagenturen die Freiheit von Forschung und Lehre verletze und Steuergelder in unvorstellbarem Maße vergeude. Gefordert wird, den Hochschulen wieder die Zulassung von Studiengängen zu übertragen.

Die Petition kann auf  "Change.org" unterzeichnet werden. Der Deutsche Hochschulverband unterstützt die Initiative und empfiehlt seinen Mitgliedern, die Petition zu unterzeichnen. Auch der Deutsche Juristische Fakultätentag hat sich dem Aufruf angeschlossen.
https://www.change.org/p/an-die-wissenschaftsminister-und-die-landtage-aller-bundesl%C3%A4nder-heidelberger-aufruf-gegen-die-akkreditierung-von-studieng%C3%A4ngen

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Forderung nach 1.000 Bundesprofessuren

Die Junge Akademie hat auf "Zeit Online" die Schaffung von 1.000 Bundesprofessuren über einen Zeitraum von zehn Jahren gefordert. Sie soll Wissenschaftlern, die sich bereits im Rahmen einer Juniorprofessur, durch eine Habilitation oder habilitationsäquivalente Leistungen ausgezeichnet haben, den Einstieg in eine unbefristete W3-äquivalente Professur bieten. Inhaber einer Bundesprofessur sollen laut "Junger Akademie" die freie Wahl der Universität erhalten. Bei der Berufung auf eine reguläre Professur solle die Bundesprofessur wieder zur Neuvergabe an den Bund fallen. Die Kosten sollen sich bei einem jährlichen Personalsatz jeder Professur von circa 100.000 Euro sowie einer 20-prozentigen-Programmpauschale auf ein Gesamtbudget von jährlich knapp 150 Millionen Euro belaufen. Darin seien bereits eine einmalige durchschnittliche Erstausstattung von 200.000 Euro sowie Pensionszahlungen enthalten. Vergabe und Verwaltung des Programms will die "Junge Akademie" in die Hände der Deutschen Forschungsgemeinschaft legen.

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Exzellenzinitiative nimmt letzte Hürde

Die Regierungschefs von Bund und Ländern haben sich am 16. Juni 2016 auf die Fortführung der Exzellenzinitiative verständigt. Beim künftigen Wettbewerb mit einem Volumen von 533 Millionen Euro pro Jahr sollen bis zu 50 Forschungsprojekte als Exzellenzcluster gefördert und elf Hochschulen zu Exzellenzuniversitäten gekürt werden. Wenn bei der Evaluation im Jahr 2025 weniger als vier Exzellenzuniversitäten aus der Förderung ausscheiden sollten, soll die Zahl der Förderfälle erhöht werden, so dass zusätzlich vier neue Exzellenzuniversitäten ermittelt werden können. Dadurch entstehende Mehrkosten wird der Bund tragen.

Nach zähem Ringen einigten sich Bund und Länder auf diesen Kompromiss. Hamburg hatte zuvor Vorbehalte gegen die Verwaltungsvereinbarung angemeldet, die die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern zunächst ausgehandelt hatten (vgl. Newsletter 5/2016). Der Stadtstaat hatte fehlende Chancengleichheit beim Zugang zum Elitestatus moniert, der ursprünglich auf acht bis elf Universitäten beschränkt bleiben sollte. Den Exzellenzuniversitäten müsse "zuzumuten sein, dass sie nach sieben Jahren im Wettbewerb mit anderen beweisen, dass sie noch die Besten sind", so Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank gegenüber dem "Tagesspiegel". Es dürfe keinen "closed shop der Exzellenzunis" geben und keine "Zwei-Klassen-Hochschullandschaft" entstehen, weil eine geförderte Exzellenzuniversität sich nur disqualifizieren könne, wenn sie keine zwei Cluster mehr vorweisen könne. Aufstrebenden Universitäten seien daher größere Chancen für den Zutritt in den Elitezirkel zu gewähren.

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Neuer Wettbewerb "Innovative Hochschulen" in den Startlöchern

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat sich am 20. Mai 2016 auf das neue Förderformat "Innovative Hochschulen" verständigt, dem die Regierungschefs von Bund und Ländern am 16. Juni 2016 zugestimmt haben. Erste Wettbewerbsentscheidungen können damit 2018 fallen.

Die neue Initiative "Innovative Hochschulen" bleibt gegen den ursprünglichen Willen des Landes Berlin nicht auf Fachhochschulen beschränkt, sondern ist auch an kleinere und mittlere Universitäten adressiert. Als "kleine Schwester" der Exzellenzinitiative, bei der vor allem große Universitäten zum Zuge kommen, richtet sich das neue Programm an all jene Hochschulen, die im Technologietransfer in die Wirtschaft oder im Wissenstransfer in die Gesellschaft erfolgreich sind.

Für den Auf- und Ausbau der strategischen Vernetzung in Verbünden und innovativen Formen wollen Bund und Länder in den nächsten zehn Jahren 550 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das entspricht in etwa dem Jahresetat von 533 Millionen Euro, den Bund und Länder künftig für die Exzellenzinitiative aufbringen wollen (vgl. Newsletter 5/2016). Bei der Initiative "Innovative Hochschulen" können pro Hochschule bis zu zwei Millionen Euro per annum ausgekehrt werden, für einen Verbund sind bis zu drei Millionen Euro möglich. Der Bund trägt 90 Prozent der Kosten, das Sitzland der Hochschule zehn Prozent.
http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Pressemitteilungen/pm2016-08.pdf

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DHV sucht den/die "Hochschullehrer/in des Jahres 2016"        

Wer wird "Hochschullehrer/in der Jahres 2016"? Zum elften Mal lobt der Deutsche Hochschulverband (DHV) ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro für diejenige Hochschullehrerin bzw. denjenigen Hochschullehrer aus, die oder der sich durch außergewöhnliches Engagement besonders verdient gemacht hat. Der Preis wird vom DHV mit Unterstützung der ZEIT-Verlagsgruppe verliehen.

"Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer engagieren sich auch außerhalb von Forschung, Lehre oder Krankenversorgung in vielfältiger Weise", erklärte DHV-Präsident Professor Bernhard Kempen. "Mit der Auszeichnung wollen wir eine Hochschullehrerin oder einen Hochschullehrer ehren, die oder der das Ansehen der Berufsgruppe öffentlichkeitswirksam fördert. Vermittelt werden soll, welche interessanten und faszinierenden Persönlichkeiten den Beruf des Hochschullehrers ergreifen."

Vor diesem Hintergrund ruft die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu auf, bis zum 30. September 2016 Kandidaten als "Hochschullehrer/in des Jahres" vorzuschlagen. Interessenten finden nähere Informationen unter:   

www.hochschulverband.de/fileadmin/redaktion/download/pdf/pm/hochschullehrer-des-jahres.pdf

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academics-Nachwuchspreis "Nachwuchswissenschaftler/in des Jahres"

Im Rahmen der Preisverleihung zum/zur "Hochschullehrer/in des Jahres" zeichnet academics.de - das Karriereportal der Wissenschaft von DIE ZEIT und „Forschung & Lehre“ - den/die "Nachwuchswissenschaftler/in des Jahres" aus. Mit einem Preisgeld von 5.000 Euro wird eine Nachwuchswissenschaftlerin bzw. ein Nachwuchswissenschaftler prämiert, die bzw. der im vergangenen Jahr durch herausragendes Engagement, zukunftsweisende Ideen oder beispielhaftes Handeln Forschung und Lehre nachhaltig beeinflusst hat. Es gilt eine Altersbeschränkung von 35 Jahren bei Bewerbungsschluss. Kandidaten können bis zum 30. September 2016 vorgeschlagen werden. Mehr Informationen gibt es unter: http://www.academics.de/nachwuchspreis

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Anwesenheitspflicht: HRK pocht auf die Hochschulautonomie

Der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat sich am 15. Juni 2016 gegen gesetzliche Vorgaben zur Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen ausgesprochen. Ob eine Anwesenheit bei einer Lernveranstaltung notwendig sei, könnten letztlich nur die Hochschulen selbst beurteilen.

Die Hochschulleitungen zeigten sich angesichts jüngster Hochschulgesetzesnovellen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein an dieser Stelle um die Hochschulautonomie besorgt.

"Es braucht sachgerechte, differenzierte Regelungen in den Hochschulen", betonte HRK-Präsident Professor Horst Hippler. "Diese sind sich bewusst, dass es nur dort eine Anwesenheitspflicht geben darf, wo das für den Lernerfolg erforderlich ist. Ob das der Fall ist, muss auch im Gespräch mit den Studierenden beraten werden. Wenn aber der Gesetzgeber versucht, dafür allgemeine Regelungen zu schaffen, führt das nur zu Unsicherheiten in den Hochschulen beziehungsweise zu kleinteiligen Ausführungsbestimmungen. Beides dient nicht der Qualitätssicherung des Studiums."
https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/anwesenheitspflichten-sind-sache-der-hochschulen-3974/ 

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Quelle: istockphoto.com

Hochschulausgaben auf Rekordhöhe

Im Jahr 2014 gaben die deutschen öffentlichen, kirchlichen und privaten Hochschulen 48,2 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung aus. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 4,1 Prozent mehr als im Jahr 2013 (46,3 Milliarden Euro). 

Mit 27,9 Milliarden Euro waren die Personalausgaben - wie in den Jahren zuvor - der größte Ausgabeposten der deutschen Hochschulen (2013: 26,6 Milliarden Euro). Der laufende Sachaufwand betrug 16,3 Milliarden Euro (2013: 15,8 Milliarden Euro). Die Investitionen lagen mit vier Milliarden Euro auf dem Stand des Vorjahres. 

Auf die Universitäten (ohne medizinische Einrichtungen/Gesundheitswissenschaften der Universitäten) entfiel 2014 ein Ausgabevolumen von 19,6 Milliarden Euro, das waren 3,3 Prozent mehr als 2013. Die medizinischen Einrichtungen/Gesundheitswissenschaften der Universitäten wendeten für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung 21,8 Milliarden Euro (+ 4,6 Prozent) auf.

Die Ausgabensteigerungen konnten die Hochschulen zu einem beträchtlichen Teil über höhere eigene Einnahmen finanzieren. Die Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit und Vermögen, die zu über 90 Prozent von medizinischen Einrichtungen als Entgelte für die Krankenbehandlung erwirtschaftet wurden, erhöhten sich um 4,2  Prozent auf 16,4 Milliarden Euro. Außerdem warben die Hochschulen im Jahr 2014 Drittmittel in Höhe von 7,3 Milliarden Euro (+ 2,5 Prozent) ein. Wichtigste Drittmittelgeber der Hochschulen waren die Deutsche Forschungsgemeinschaft (2,4 Milliarden Euro), der Bund (1,9 Milliarden Euro) sowie die gewerbliche Wirtschaft (1,4 Milliarden Euro). 

Beiträge der Studierenden an die Hochschulen sanken - vor allem durch den Wegfall von Studiengebühren - um 6,3 Prozent auf eine Milliarde Euro.

www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/05/PD16_167_213.html

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AG Med will den "Dr. med." stärken

Die Arbeitsgemeinschaft Hochschulmedizin (AG Med) will die Qualität medizinischer Promotionen weiter verbessern. Medizinische Dissertationen sollten nur für solche Themen vergeben werden, die einen substantiellen Beitrag zum wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt erwarten ließen. Zudem sollte eine Publikation der Ergebnisse grundsätzliche Voraussetzung sein. 

Nach den Vorstellungen der AG Med muss die Promotion in der Medizin stärker als in der Vergangenheit eine klar definierte forschungsorientierte Ausbildungsphase sein. Eine sachgerechte Strukturierung der Promotionsphase setze eine zielgerichtete Bewerberauswahl und transparente Verfahren der Qualitätssicherung voraus. Durch Stipendien könnten zusätzliche Forschungszeiten innerhalb des Studiums ermöglicht werden. Eine mögliche Verlängerung des Medizinstudiums durch eine Promotion dürfe aber nicht zu einer reduzierten Finanzierung der Fakultäten führen.

Wichtig sei, dass der wissenschaftliche Nachwuchs auch im Rahmen der Weiterbildung hinreichende Freiräume für eine eigenständige Forschung erhalte und Forschungszeiten auf die Facharztweiterbildung angerechnet werden könnten. Allerdings sei anzuerkennen, dass gute Forschung nicht einfach nur neben der Weiterbildung realisiert werden könne und auch Forschungsabschnitte mit ausschließlicher Forschungstätigkeit erforderlich seien.

"Durch den Wettbewerb um die besten Promovenden zwischen Graduiertenkollegs und universitären Doktorandenprogrammen sowie alternativen Wegen zur Promotion wird die Qualität der medizinischen Promotion gefördert", betonte die AG Med weiter.

Den "Dr. med." als Regelabschluss der Medizinischen Fakultäten will sie für Promotionen beibehalten. Eine Differenzierung zwischen wissenschaftsferneren und wissenschaftsaffineren Doktorgraden an Medizinischen Fakultäten dürfe es nicht geben, weil dies zu einer schleichenden "Erosion der Medizinpromotion" führe.

Damit Hochschullehrer die Betreuung von Doktoranden verantwortungsvoll wahrnehmen könnten, sei das sich kontinuierlich verschlechternde zahlenmäßige Verhältnis von Studierenden pro Professor nicht länger hinnehmbar. Bundesweit habe sich die Relation fächerübergreifend seit 2005 im Durchschnitt von 54 auf 66 Studierende pro Professur verschlechtert.
Zur Resolution:
https://www.hochschulverband.de/969.html

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Open Access bis 2020

Der EU-Wettbewerbsrat hat beschlossen, dass bis zum Jahr 2020 alle öffentlich finanzierten wissenschaftlichen Publikationen in der EU frei zugänglich sein sollen. Auch die zugrunde liegenden Forschungsdaten sollen künftig einsehbar werden. Die Ratsentscheidung hat für die Mitgliedstaaten keinen rechtsverbindlichen Charakter.

Derweil hat die Helmholtz-Gemeinschaft eine Richtlinie verabschiedet, nach der wissenschaftliche Publikationen, an denen Wissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt sind, der Allgemeinheit offen zur Verfügung stehen sollen. Veröffentlichungen sollen demnach in den Naturwissenschaften spätestens nach sechs Monaten und in den Geistes- und Sozialwissenschaften spätestens nach zwölf Monaten kostenfrei zugänglich sein. Durch Publikationen in Open-Access-Zeitschriften oder durch Zweitveröffentlichungen auf Repositorien sollen die 18 Helmholtz-Zentren den Transformationsprozess hin zu Open Access unterstützen. Die freie Wahl eines qualitätsgesicherten Publikationsorgans für die Erstveröffentlichung, das dem Forschungsergebnis die optimale Aufmerksamkeit verschafft, soll daneben fortbestehen.

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DAAD meldet Anstieg der Auslandsmobilität

Nach dem Willen der Politik soll die Hälfte der Hochschulabsolventen bis zum Jahr 2020 über Auslandserfahrung verfügen (vgl. Newsletter 4/2013). Jahrelang verharrte der Anteil derer, die zumindest für ein paar Wochen oder Monate in die Ferne gingen, bei rund einem Drittel. Von 2013 bis 2015 stieg er jedoch nach neuesten Zahlen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) von 32 auf 37 Prozent. Gleichwohl ist darauf hinzuweisen, dass in die Statistik zur Auslandsmobilität inzwischen auch Kurzaufenthalte einfließen.

2015 hat der DAAD Auslandsaufenthalte von 75.412 deutschen und 51.627 ausländischen Studierenden und Wissenschaftlern gefördert.
https://www.daad.de/presse/pressemitteilungen/2016/de/43548-deutsche-hochschulen-erfolgreich-bei-internationalisierung/

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Unternehmen mit Hochschulbildung unzufrieden

Hochschulen in Deutschland bereiten die Studierenden zu wenig auf die Arbeitswelt der Zukunft vor. So lautet die Kernbotschaft des aktuellen Hochschul-Bildungs-Reports des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der Unternehmensberatung McKinsey, für den 300 Unternehmen befragt wurden. Viele akademische Tätigkeiten auch in "technikfernen" Berufen, etwa in der Verwaltung von Unternehmen, würden durch die zunehmende Digitalisierung entfallen, heißt es dort. Damit rechneten 75 Prozent der Unternehmen. Fast jedes vierte Unternehmen gehe davon aus, dass akademische Berufe von Maschinen übernommen werden könnten. Akademiker müssten sich deshalb neue Tätigkeitsfelder erschließen, etwa in der Auswertung von Statistiken oder in der digitalen Analyse großer Datenmengen. Wichtig seien zudem Praxiserfahrung und Fremdsprachen; weniger relevant würden hingegen der reine Notenschnitt oder der Ruf einer Hochschule.

Künftig werde es "mehr selbstständiges und kollaboratives Arbeiten" statt Routinetätigkeiten geben. Das Studium müsse vom "konsumierenden hin zu einem aktiven, kreierenden und auch forschenden Lernen" weiterentwickelt werden. Helfen könnten dabei interaktive Lernformate wie das Blended Learning, bei dem Studierende E-Learning-Formate mit Präsenzveranstaltungen kombinieren. Nur 29 Prozent der befragten Unternehmen sprachen sich jedoch dafür aus, klassische Vorlesungen komplett durch Onlineformate zu ersetzen.
http://www.hochschulbildungsreport2020.de/

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Hochschulabschluss zumeist nicht in der Regelstudienzeit

Im Prüfungsjahr 2014 absolvierten 40 Prozent der Studierenden ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit. Das geht aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Bachelor-Abschlüsse wurden von den Studierenden zu 46 Prozent innerhalb der Regelstudienzeit erlangt, Master-Abschlüsse zu 34 Prozent. Innerhalb der vorgesehenen Studiendauer plus zwei Semester wurden 85 Prozent der Bachelor-Abschlüsse und 87 Prozent der Master-Abschlüsse erworben.
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/05/PD16_181_213.html

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23 Philipp Schwartz-Stipendiaten

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat die Gewinnerhochschulen und -forschungseinrichtungen der ersten Runde der Philipp Schwartz-Initiative (vgl. Newsletter 1/2016) ausgewählt. Sie können mit Hilfe der Initiative gefährdete ausländische Wissenschaftler bei sich aufnehmen. Vergeben werden Fördermittel für 23 Wissenschaftler, die Schutz in Deutschland suchen, weil ihnen in ihren Heimatländern Krieg oder Verfolgung drohen. Sie forschen ab Sommer 2016 für zwei Jahre als Philipp Schwartz-Stipendiaten an den ausgezeichneten deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Die ausgewählten Gasteinrichtungen sind: die Universität Bayreuth, aus Berlin die Freie Universität und die Humboldt-Universität, die Universitäten Bochum, Bonn, Bremen, Duisburg-Essen, Erlangen-Nürnberg, Frankfurt, Gießen, Göttingen, Heidelberg, Köln, Leipzig, Mainz und Tübingen sowie das Karlsruher Institut für Technologie und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig.

Die 23 Forscher, die nun an den ausgezeichneten Hochschulen aufgenommen werden sollen, stammen aus Syrien (14), der Türkei (6), Libyen, Pakistan und Usbekistan (jeweils 1).
https://www.humboldt-foundation.de/web/Pressemitteilung-2016-09.html

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24.300 Deutschlandstipendiaten

Im Jahr 2015 erhielten laut Statistischem Bundesamt 24.300 Studierende ein Deutschlandstipendium. Das entsprach einem Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gemessen an der vorläufigen Gesamtzahl der Studierenden des Wintersemesters 2015/2016 liegt der Anteil jedoch lediglich bei 0,9 Prozent. 

Mit dem Deutschlandstipendium werden seit dem Sommersemester 2011 Studierende gefördert, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Der Anteil der Studierenden, die ein Deutschlandstipendium erhalten, soll jährlich erhöht werden. Das Stipendienprogramm-Gesetz sieht acht Prozent als Höchstgrenze vor. 

Den höchsten Anteil der Stipendiaten im Jahr 2015 an der vorläufigen Gesamtzahl der Studierenden im Wintersemester 2015/2016 gab es im Saarland mit 1,5 Prozent. Danach folgten Bremen und Sachsen mit jeweils 1,2 Prozent. Am geringsten war das Verhältnis von Stipendiaten zu Studierenden in Hamburg mit 0,2 sowie in Berlin und Schleswig-Holstein mit jeweils 0,5 Prozent. 

Die Deutschlandstipendien in Höhe von monatlich 300 Euro werden je zur Hälfte vom Bund und von privaten Mittelgebern finanziert. Dafür warben die Hochschulen 2015 Fördermittel in Höhe von 25,3 Millionen Euro von privaten Mittelgebern ein. Im Vergleich zu 2014 ist das ein Anstieg von sechs Prozent.
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/05/PD16_177_21431.html

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50 Dauerstellen für die Lehre

50 Stellen für Hochschullehrer mit dem Schwerpunkt Lehre sollen die Berliner Universitäten in den kommenden fünf Jahren schaffen. Das sieht nach einem Bericht des "Tagesspiegels" die Berliner "Qualitäts- und Innovationsoffensive" für die Jahre 2016 bis 2020 vor. Neben den 50 Lehrdozenturen sollen 60 Dauerstellen für den Mittelbau an den Universitäten geschaffen werden. Gegen das Personal mit dem Schwerpunkt Lehre hatten sich die Universitäten lange gewehrt. Nunmehr sollen die Stellen an TU, FU und HU gleichermaßen entstehen. Das Lehrdeputat wird in der Regel bei 18 Semesterwochenstunden liegen. Stelleninhabern können jedoch vier Stunden für die Forschung und weitere vier Stunden für lehrbezogene Koordinationstätigkeiten erlassen werden. Für das Personal sind 10,6 Millionen Euro der mit insgesamt mit 55 Millionen Euro dotierten Qualitätsoffensive vorgesehen.

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Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit der Universität des Saarlandes

(Uf.) Nach gemeinsamen Beratungen haben sich das Saarland und die beiden Landeshochschulen auf inhaltliche Ziele für die Jahre 2016 bis 2018 geeinigt. Die Studien-Aufnahmekapazitäten sollen sowohl für die Universität als auch für die htw saar bis 2018 möglichst stabil bleiben, wobei die anzustrebenden Zahlen jahrgangsspezifisch festgelegt wurden. In der Universität werden die Schwerpunktbereiche Informatik, NanoBioMed und Europa weiter ausgebaut ebenso wie die enge Vernetzung mit den standortnahen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft. Die Universität des Saarlandes und die htw saar werden zu den beabsichtigten Kooperationsplattformen, die auch gemeinsame Promotionskollegs umfassen sollen, in den Ingenieurwissenschaften, Gesundheitswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften Vereinbarungen schließen. In den Ziel- und Leistungsvereinbarungen ist ein wesentliches Element die Verständigung auf Grundsätze einer "leistungsorientierten Mittelvergabe". Hierzu wird für jede Hochschule ein gesondertes Budget aus dem Globalhaushalt und zusätzlich durch das Land zugewiesenen Mittel geschaffen. Dies umfasst bei der Universität jährlich eine Million Euro und wird leistungsorientiert durch das Land bei Zielerreichung freigegeben.
http://www.saarland.de/dokumente/res_stk/ZuL_IV_UdS_2016-2018_.pdf

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TU Dresden: Bundesinnenminister kämpft für die Juristenausbildung

Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Honorarprofessor an der Juristischen Fakultät der TU Dresden, hat sich gegen die geplante Konzentration der Juristenausbildung in Leipzig (vgl. Newsletter 3/2016) ausgesprochen. De Maizière und zehn weitere Honorarprofessoren der TU haben sich in einem Schreiben an Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange gewandt, aus dem die "Freie Presse" zitiert. Aus "innenpolitischer Sicht", so schreiben die Honorarprofessoren demnach, verlangten "die gegenwärtigen Herausforderungen mehr denn je, dass junge Menschen vor Ort die Möglichkeit erhalten, jenen Studiengang zu belegen, der sich mit dem Rechtsstaat, Ausgleich von Interessen und den Werten des Grundgesetzes beschäftigt". Ein Mangel an qualifizierten Juristen dürfe es angesichts des Nachwuchsbedarfs im Freistaat nicht geben. "Mangels einer wohnortnahen und vielfältigen Ausbildung" sei eine Konzentration auf Leipzig nicht zielführend.

Mit der vorgesehenen Verlagerung von fünf der bisher 13 Professuren von Dresden - die anderen acht sollen der TU für andere Studienfächer erhalten bleiben - würde es in Leipzig 24 Juraprofessuren geben. Derzeit sind dort 2.195 Studenten eingeschrieben, in Dresden sind es 854.

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Studienwahl: Nur wenige hochschuleigene Online-Tests überzeugen

Eine aktuelle Studie, die die Kölner Gesellschaft für Evaluation + Prognose im Auftrag des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft erstellt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass viele Universitäten unzureichende Online-Tests zur Selbsteinschätzung der Studieneignung anbieten. So seien nur 61 Prozent der untersuchten Tests bei der Entwicklung wissenschaftlich begleitet worden.

Drei Universitäten können nach dem Ergebnis der Untersuchung mit ihren sogenannten "Online Self-Assessments" (OSA) den zu erwartenden Studienerfolg valide vorhersagen: Die RWTH Aachen, die Universität Marburg und die Technische Universität Braunschweig bieten insgesamt OSA für 31 Fächer an. Diese Tests hat Bildung & Begabung, das Talentförderzentrum des Bundes und der Länder, nun auf einer Website gebündelt: 
http://www.check-wunschstudium.de/

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Karriere


Lehrbeauftragte: Entlohnung oftmals unterhalb des gesetzlichen Mindeststlohns

Das Netzwerk "Prekäres Wissen", eine Initiative um den Soziologen Peter Ullrich von der Technischen Universität Berlin, hat in einem Bericht 60 Beispiele von Honorartätigkeiten an Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen zusammengetragen. Die Studie zeigt, dass die Bezahlung für Lehraufträge an Hochschulen mit Stundenlöhnen zwischen 25 und 45 Euro - je nach Qualifikation und Universität - den realen Arbeitsaufwand nicht abdeckt. Oftmals lag der tatsächliche Brutto-Stundenlohn unter dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro.

prekaereswissen.wordpress.com/honorartabelle-prekare-beschaftigung/

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Consulting-Angebot zur Begutachtung von Verbundprojekten

Das Angebot "ProBe - Consulting zur Begutachtung von Verbundprojekten" richtet sich an Forschergruppen von Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaft, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Hochschulleitungen und soll ihnen dabei helfen, Forschungsergebnisse vor einer Gutachtergruppe im Rahmen eines Drittmittelvergabeverfahrens profilierter, aussagekräftiger und zielführender zu präsentieren.

Mit  "ProBe" werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Optimierung ihres Auftritts vor einer Gutachterkommission unterstützt. Mit Hilfe von zwei Coaches wird die Begehungssituation simuliert und anschließend analysiert. Dabei wird die Stimmigkeit von Einzel- und Gruppendarstellung überprüft und ein kongruenter Auftritt in Gestik, Mimik und gesprochenem Wort eingeübt. Ebenso erfolgt ein Abgleich der Darstellung von Förder- und strategischen Zielen sowie angestrebten Resultaten der Projektgruppe mit den Perspektiven und Kriterien einer Gutachterkommission. Auch der bestmögliche Zuschnitt der Präsentationsinhalte auf die Anforderungen von Förderorganisationen und -programmen wird erörtert.

"ProBe" führt der Deutsche Hochschulverband in Kooperation mit Frau Dr. Beate Scholz ("Scholz - consulting training coaching") und Frau Heike Hofmann, M.A. ("Körper&Sprache") durch.

Weitere Informationen zu "ProBe" gibt es unter:    
www.hochschulverband.de/probe.html

Ansprechpartner:
Herr Dr. Ulrich Josten, Tel.: 0228/9026634, E-Mail: josten@hochschulverband.de
Frau Dipl.-Päd. Mirjam Cuno, Tel.: 0228/9026681, E-Mail: cuno@hochschulverband.de

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Goethe-Medienpreis 2016

Die Goethe-Universität Frankfurt am Main schreibt zusammen mit der FAZIT-Stiftung 2016 zum fünften Mal den Goethe-Medienpreis für hochschul- und wissenschaftspolitischen Journalismus aus.

Die Jury aus renommierten Fachleuten sucht verständliche und stilistisch herausragende Beiträge, die markante Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich von Wissenschafts- und Hochschulpolitik (keine Forschungsthemen!) einem breiten Publikum vermitteln.

Um den "Goethe-Medienpreis" können sich deutschsprachige Print-, Hörfunk- und Online-Journalisten mit ihren Arbeiten bewerben. Veröffentlichungen, die vor dem 1. Januar 2015 erschienen sind, können aus Aktualitätsgründen nicht berücksichtigt werden. Interessenten können sich selbst bewerben oder durch Vorschlag der Jury benannt werden. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli 2016. Über die Preisvergabe entscheidet im November 2016 eine unabhängige Jury aus Experten. Die Preisvergabe erfolgt bei der vom Deutschen Hochschulverband veranstalteten "Gala der Deutschen Wissenschaft" im Frühjahr 2017.
Weitere Informationen unter:

goethe-medienpreis.uni-frankfurt.de/39875454/goethe-medienpreis

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Barometer


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Überwältigende Unterstützung für den Heidelberger Aufruf gegen die Akkreditierung

Der Deutsche Hochschulverband hat die Newsletter-Leser in der Mai-Ausgabe gefragt, ob sie die im Heidelberger Aufruf enthaltene Forderung unterstützen, die Qualitätssicherung von Studiengängen statt halbstaatlichen Akkreditierungsagenturen der Wissenschaft zu überlassen. 98,7 Prozent der Teilnehmer antworteten mit Ja, 1,3 Prozent mit Nein. An der Abstimmung nahmen 2.624 Personen teil. Der Heidelberger Aufruf kann inzwischen als Petition unterzeichnet werden (vgl. Hochschulpolitik).

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Ja zur Bundesprofessur?

Die Junge Akademie hat die Schaffung von 1.000 Bundesprofessuren angeregt. Unterstützen Sie diese Forderung?

Zur Abstimmung: 
www.hochschulverband.de 

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Recht aktuell


Keine Ehrendoktorwürde für Edward Snowden

Edward Snowden, Whistleblower und früherer Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA, erhält nicht die Ehrendoktorwürde der Universität Rostock. Das Verwaltungsgericht Schwerin bestätigte am 15. Juni 2016 das Nein des Rektors Professor Wolfgang Schareck (vgl. Newsletter 6/2014), gegen das die Philosophische Fakultät geklagt hatte (vgl. Newsletter 6/2015). Während die Fakultät in Snowden einen Aufklärer sah und ihn deshalb zum Ehrendoktor ernennen wollte (vgl. Newsletter 4/2014), lehnte der Rektor dies ab, da er keine besondere wissenschaftliche Leistung Snowdens darin erkennen konnte, brisante Informationen einer Behörde zu veröffentlichen.

Das Gericht folgte der Auffassung der Universitätsleitung, die bereits zuvor Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb unterstützt hatte (vgl. Newsletter 9/2014). Das Hochschulgesetz des Landes verlange seit 2002 besondere wissenschaftliche Leistungen auch für die Ernennung von Ehrendoktoren, die die Fakultät nicht hatte vorbringen können, so die Richter (Az.: 1 A 2088/15 SN).

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Bundesverfassungsgericht überprüft C3-Besoldung in Bremen

(Hen.) Das Verwaltungsgericht Bremen hält die Besoldung der Professoren des Landes nach C3 in den Jahren 2013 und 2014 für evident unzureichend und hat die Frage der amtsangemessenen Alimentation nunmehr dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vorgelegt (Beschluss vom 17. März 2016, Az.: 6 K 170/14). Neben der Besoldung von Professoren nach C3 hatte das Verwaltungsgericht Bremen zudem über die Besoldung der Richter nach R1 sowie verschiedener Beamten nach A6, A7, A11 und A13 zu befinden. Nach einer umfassenden Auswertung der vom Statistischen Bundesamt zur Verfügung gestellten Zahlen zur Besoldungsentwicklung in einem Betrachtungszeitraum von 15 Jahren ist man dabei zu dem Schluss gelangt, dass die Besoldungsentwicklung mit Blick auf die Prüfkriterien der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 5. Mai 2015 (Az.: 2 BvL 17/09) im Betrachtungszeitraum um mehr als fünf Prozentpunkte hinter der Entwicklung der Gehälter der Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes, des Preisindexes und der Nominallohnentwicklung im Land Bremen lag und insofern eine evidente Unteralimentation vorliege. Der Befund einer verfassungswidrig niedrigen Besoldung werde zudem auch nicht durch die Haushaltslage Bremens gerechtfertigt. In den Besoldungsgruppen A6, A7 und A11 mangelt es nach Auffassung des VG Bremen an einer nachvollziehbaren Entscheidung des Gesetzgebers zur Festlegung der Besoldung. Das Bundesverfassungsgericht hat nunmehr über die Amtsangemessenheit der Besoldung zu entscheiden.

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Kettenbefristung im Hochschulbereich

(Ad.) Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 8. Juni 2016 (Az.: 7 AZR 259/14) darüber entschieden, unter welchen Umständen bei wiederholten Befristungen im Hochschulbereich eine rechtsmissbräuchliche Kettenbefristung vorliegen kann. Geklagt hatte eine an der Universität Leipzig ca. 22 Jahre lang befristet beschäftigte wissenschaftliche Mitarbeiterin. Diese war zunächst befristet auf Grundlage von vier Arbeitsverträgen tätig, die dem Abschluss der Promotion und dem Erwerb der Habilitation dienten. Danach war sie ca. elf Jahre als wissenschaftliche Assistentin im Beamtenverhältnis beschäftigt. Es schlossen sich zwei weitere befristete Verträge von insgesamt fast viereinhalb Jahren an, die sich auf den Sachgrund der Drittmittelfinanzierung stützten. Aus Sicht des Bundesarbeitsgerichts kann eine sehr lange Gesamtdauer des Beschäftigungsverhältnisses und/oder eine außergewöhnlich hohe Anzahl von aufeinander folgenden befristeten Arbeitsverträgen mit demselben Arbeitgeber grundsätzlich für einen Rechtsmissbrauch sprechen. Gegen eine missbräuchliche Ausnutzung sprächen hingegen Beschäftigungszeiten, die der wissenschaftlichen Qualifikation des Mitarbeiters dienten, unabhängig davon, ob diese im Arbeits- oder Beamtenverhältnis auf Zeit zurückgelegt worden seien. Das Bundesarbeitsgericht hat im Fall der Klägerin keinen Rechtsmissbrauch angenommen, da ein erheblicher Zeitraum der befristeten Beschäftigung der wissenschaftlichen Qualifizierung der Klägerin diente. Abschließend entscheiden konnte das Bundesarbeitsgericht die Sache nicht, da nicht geklärt werden konnte, ob für den letzten Vertrag tatsächlich der Sachgrund der Drittmittelfinanzierung oder ein anderer Sachgrund vorlag. Es hat die Sache zur Aufklärung dieser Tatsachenfrage und zum Treffen einer abschließenden Entscheidung an das Landesarbeitsgericht zurück verwiesen.  

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Landesverfassungsgericht: Hochschulfusion in der Lausitz weitgehend rechtmäßig

Das Verfassungsgericht des Landes Brandenburg hat festgestellt, dass die Fusion der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus mit der Hochschule Lausitz (FH) und die wesentlichen organisationsrechtlichen Vorgaben für die neue Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg überwiegend rechtskonform seien (Az.: VfGBbg 51/15). Lediglich die unzulängliche Mitwirkung der Hochschulselbstverwaltung bei der Bestellung eines hauptamtlichen Vizepräsidenten, die Regelung zur staatlichen Aufsicht sowie eine bereits 2014 vom Gesetzgeber geänderte Vorschrift zur Bestimmung der Hochschullehrermehrheit bei bestimmten Entscheidungen stünden nicht mit der Landesverfassung in Einklang. 19 aktive und ehemalige Landtagsabgeordnete hatten das Verfassungsgericht mit einem Antrag auf Normenkontrolle angerufen.

Beschwerden gegen die Hochschulfusion in der Lausitz hatte bereits das Bundesverfassungsgericht weitgehend zurückgewiesen (vgl. Newsletter 6/2015). Der Wissenschaftsrat hat der neuen Hochschule zuletzt bescheinigt, mit dem vorgelegten Entwicklungsplan auf einem guten Wege zu sein (vgl. Newsletter 5/2016).
www.verfassungsgericht.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.445462.de

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Bild: Landesarchiv Berlin

Einblick in die Habilitationsschrift

Eine Habilitationsschrift, die nach erfolgreicher Habilitation des Verfassers vor über einem Jahrzehnt entgegen der Publikationsverpflichtung noch nicht veröffentlicht wurde, muss Interessenten öffentlich zugänglich gemacht werden. Das hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entschieden (Az.: OVG 12 N 41.14), das damit eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin (Az.: VG 2 K160.13) bestätigte.

Ein Rechtsanwalt hatte sich für eine bislang unveröffentlichte Habilitationsschrift interessiert, von Seiten der Freien Universität Berlin jedoch keinen Zugang erhalten, zumal die Verfasserin der Schrift, die sämtliche Fristen zur Ablieferung der Belegexemplare hatte verstreichen lassen, einer Einsichtnahme mit Blick auf den Stand der Bearbeitung widersprochen hatte. Das Berliner Informationsfreiheitsgesetz sehe für den Bereich Prüfungen keine Ausnahemregelungen vor, urteilten die Richter. Die Zugänglichmachung der Habilitationsschrift zumindest für die wissenschaftliche Fachwelt sei im Lichte der Wertaussage der Wissenschaftsfreiheit notwendig.

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Drittmittel: Universität Mainz muss Journalisten Einblick gewähren

Die Verträge zwischen der Universität Mainz und der Boehringer Ingelheim Stiftung müssen dem SWR-Journalisten Thomas Leif zugänglich gemacht werden. Das hat das Verwaltungsgericht Mainz am 11. Mai 2016 entschieden (Az.: 3 K 636/15.MZ). Leif hatte unter Berufung auf das rheinland-pfälzische Informationsfreiheitsgesetz auf die Offenlegung der Verträge geklagt. Er darf die Akten allerdings nur einsehen, Kopien darf er nicht machen. Für das Gericht war nicht nachvollziehbar, woran das Geheimhaltungsinteresse der Universität noch bestehen sollte, nachdem andere Journalisten schon in den Vertrag Einblick nehmen durften.

Im Jahr 2009 hatte die Boehringer Ingelheim Stiftung eine außerordentlich umfangreiche Kooperation mit der Johannes Gutenberg-Universität gestartet. Insgesamt will die Stiftung die Spitzenforschung in Mainz mit 150 Millionen Euro fördern. Laut Leif enthält der Vertrag massive Verstöße gegen die Wissenschaftsfreiheit.

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Quelle: istockphoto.com

Besoldungsanpassungen zum 1. Juli 2016 in Brandenburg, Bremen und Hessen

(Pr.) Im Land Brandenburg werden die W-Grundgehälter um 2,1 Prozent angehoben. Sie betragen nunmehr zum 1. Juli 2016 bei W1: 4.169,99 Euro, bei W2: 4.745,49 Euro und bei W3: 5.735,25 Euro. Der Grundleistungsbezug ist von 687,99 auf 702,43 Euro erhöht worden.

In der Freien Hansestadt Bremen wird die Besoldung zum 1. Juli 2016 um 2,3 Prozent angepasst. Ein W1-Grundgehalt beträgt nun 4.180,12 Euro, ein W2-Grundgehalt macht den Betrag von 4.758,74 Euro aus und ein W3-Grundgehalt beläuft sich auf 5.753,79 Euro. Der Grundleistungsbezug ist auf den Betrag von 645,71 Euro erhöht worden.

Im Land Hessen wird eine Besoldungsanpassung um ein Prozent realisiert. Entsprechend steigen die Grundgehälter in den jeweiligen Erfahrungsstufen. Auf der ersten Erfahrungsstufe beträgt das W2-Grundgehalt in Hessen nunmehr 5.082,11 Euro und das W3-Grundgehalt 5.634,97 Euro. Das W1-Grundgehalt in Hessen beläuft sich auf 4.048,04 Euro.

Eine Besoldungstabelle findet sich auf dem DHV-W-Portal unter:
www.hochschulverband.de/fileadmin/redaktion/download/pdf/besoldungstabellen/grundgehaelter_w.pdf

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Drei Prozent mehr für Beamte

Die Besoldung von Beamtinnen und Beamten sowie von Richterinnen und Richtern des Landes Berlin soll ab dem 1. August 2016 um drei Prozent erhöht werden. Gleichzeitig sollen die Zahlungen an Pensionäre angepasst werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf will das Abgeordentenhaus noch vor der Sommerpause verabschieden. Von der geplanten Anpassung zum 1. August 2016 werden 0,2 Prozentpunkte zugunsten der Versorgungsrücklage des Landes Berlin zurückgelegt, so dass eine Erhöhung von 2,8 Prozent zahlungswirksam wird. Wie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport mitgeteilt hat, werden dem Land Berlin durch die Erhöhung der Besoldungs- und Versorgungsbezüge für das Jahr 2016 gegenüber dem Jahr 2015 Mehrkosten in Höhe von rund 49,8 Millionen Euro entstehen. Für das Jahr 2017 und Folgejahre sind es dann voraussichtlich weitere Mehrausgaben von jährlich rund 119,6 Millionen Euro. Nach wie vor verdienen Beamte in Berlin deutlich weniger als in anderen Bundesländern.

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Personalia


Foto: Jacob Müller

Neuer Rektor

Professor Gerd Strohmeier wird neuer Rektor der Technischen Universität Chemnitz. Der Politikwissenschaftler setzte sich am 14. Juni 2016 gegen seinen Mitbewerber Professor Andreas Schubert durch. Der Maschinenbauer hatte die Universität seit Jahresbeginn kommissarisch geleitet, weil Rektor Professor Arnold van Zyl zum 1. Februar 2016 Präsident der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart wurde.

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Foto: ku.de

Neue Präsidentin

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) hat eine neue Präsidentin. Professorin Gabriele Gien setzte sich bei der Wahl gegen ihren Mitbewerber, den Astrophysiker Professor Wolfgang Duschl, durch. Die Didaktikerin war bereits seit Oktober 2014 Interimspräsidentin der KU (vgl. Newsletter 7/2014). Ihre fünfjährige Amtszeit beginnt zum 1. Oktober 2016.

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Foto: uni-freiburg.de

Zusätzliches Amt

Die Universitäten Basel, Freiburg, Haute-Alsace und Strasbourg sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben sich am 11. Mai 2016 zu "Eucor - The European Campus" zusammengeschlossen und geben sich damit die Möglichkeit, gemeinsam zu agieren. Der grenzübergreifende Verbund hat Professor Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Universität Freiburg, für die kommenden drei Jahre zum ersten Präsidenten gewählt. Seine Stellvertreterin ist Professorin Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel.

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Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Akademiepreis 2016

Der mit 50.000 Euro dotierte Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften für herausragende wissenschaftliche Leistungen geht in diesem Jahr an Professor Peter Scholze von der Universität Bonn. Der Wissenschaftler gehöre weltweit zu den herausragenden mathematischen Ausnahmetalenten, hieß es zur Begründung.

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Foto: zfl-berlin.org

Aby Warburg-Preis

Die Literaturwissenschaftlerin Professorin Sigrid Weigel wird mit dem Aby Warburg-Preis der Stadt Hamburg ausgezeichnet. Die Jury würdigt damit Weigels herausragende interdisziplinäre Arbeit im Bereich der Literatur- und Kulturwissenschaften sowie ihre Verdienste als Direktorin des Berliner Zentrums für Literatur- und Kulturforschung. Der Aby Warburg-Preis wird alle vier Jahre an eine Persönlichkeit des Geisteslebens verliehen, deren Denken und Forschen im Sinne Aby Warburgs die wissenschaftlichen Disziplinen übergreift und in der europäischen Kultur fundiert ist. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert.

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Foto: Jörg Fruck

Student des Jahres

Medizinstudent Christoph Lüdemann von der Universität Witten/Herdecke ist erster Preisträger der Auszeichnung "Student des Jahres", die der Deutsche Hochschulverband und das Deutsche Studentenwerk gemeinsam ausgelobt haben (vgl. Newsletter 2/2015). Überreicht wurde sie ihm am 4. April 2016 auf der "Gala der Deutschen Wissenschaft" in Berlin. Gewürdigt wurde Lüdemann als ein Student mit hohem philanthropischen Engagement, der über den von ihm mitaufgebauten Verein "L'appel Deutschland" Hilfe zur Selbsthilfe in Ruanda und Sierra Leone leistet. Das "ARD Campus Magazin" hat ihm und seinem ehrenamtlichen Engagement am 9. Juni 2016 einen Beitrag gewidmet.
Zum Beitrag:
www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/campusmagazin/student-des-jahres-luedemann-lappel-afrika-100.html
Mehr über "L'appel Deutschland":
www.lappel.de

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DHV-Seminare


DHV-Seminare im Juli-August 2016

Berufungsverhandlungen an Medizinischen Fakultäten
Bonn, Freitag, 1. Juli 2016, 11:00-17:00 Uhr
www.hochschulverband.de/691.html

Professioneller Stimmgebrauch an der Hochschule
Bonn, Montag, 4. Juli 2016, 11:00-17:00 Uhr
www.hochschulverband.de/747.html

Prüfungsrecht an Hochschulen
Bonn, Dienstag, 5. Juli 2016, 11:00-16:30 Uhr
www.hochschulverband.de/809.html

Bewerbung auf eine Professur
Mannheim, Freitag, 8. Juli 2016, 10:00-16:30 Uhr
www.hochschulverband.de/1392.html

Berufungspraxis aktuell
Bonn, Donnerstag, 14. Juli 2016, 10:00-17:00 Uhr
www.hochschulverband.de/694.html

Verhandlungen bei Erstberufung
Mannheim, Donnerstag, 18. August 2016, 10:00-17:00 Uhr
www.hochschulverband.de/630.html

Die Professur - Rechte und Pflichten
Berlin, Freitag, 26. August 2016, 10:00-18:00 Uhr
www.hochschulverband.de/1437.html

Die aktuelle Seminarbroschüre des Deutschen Hochschulverbandes kann kostenlos angefordert werden bei Dr. Ulrich Josten, Tel.: 0228/902-6634, E-Mail: josten@hochschulverband.de.

Alle Termine und Programme finden Sie auch unter www.karriere-und-berufung.de

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Publikationen


Dirk Siepmann: "Wörterbuch Hochschule. Forschung, Lehre und Management" (Deutsch-Englisch/Englisch-Deutsch) 

Wissen Sie, wie man "Berufungsliste", "Blockseminar" oder "Präsenzstudium" ins Englische übersetzt? Oder welche Entsprechung der Ausdruck "die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen beantragen" im Englischen findet?

Das "Wörterbuch Hochschule" ist ein verlässliches Nachschlagewerk zur Lösung derartiger sprachlicher Aufgaben in allen Bereichen des Hochschullebens. Es richtet sich vor allem an: 

- deutschsprachige Wissenschaftler und Studierende
- englischsprachige Wissenschaftler und Studierende
- Übersetzer.

Das Fachwörterbuch enthält ca. 9.000 Stichwörter im deutsch-englischen und ca. 14.000 Stichwörter im englisch-deutschen Teil. Dabei geht es um:

-  Fachausdrücke aus den Bereichen Hochschulmanagement, öffentliches Recht, Forschung, Lehre, Bewerbung und Berufung, Einwerbung von Fördermitteln, Bibliothekswesen
- allgemeinsprachliche Wörter, die in Publikationen und Diskussionen zum Thema Hochschule häufig gebraucht werden. 

Dirk Siepmann ist Professor für Fachdidaktik des Englischen an der Universität Osnabrück. Er verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung in Fremdsprachendidaktik, Übersetzungswissenschaft und Lexikographie. 

Zweite unveränderte Auflage 2016, 476 Seiten, 19,90 Euro (D) inkl. Porto, für Mitglieder des DHV zum Sonderpreis von 17,90 Euro inkl. Porto.

Zu bestellen über: Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn, Tel.: 0228/902 66 66, Fax: 0228/902 66 80 oder per Mail: dhv@hochschulverband.de 

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Hochschullehrerverzeichnis 2016

(Uf.) Das neue Hochschullehrerverzeichnis ist erschienen. Der Sonderpreis für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes liegt für die Printversion bei 209,40 Euro (im Vergleich zum Ladenpreis von 359 Euro) inkl. des Versands innerhalb Deutschlands und bei Auslandssendungen zuzüglich der Frachtkosten. Das Hochschullehrerverzeichnis ist ein in kompakter Form einmaliges Handbuch des Verlages Walter de Gruyter, das einen schnellen Zugriff all denjenigen ermöglicht, die Informationen über Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und den Wissenschaftsbetrieb an deutschen Universitäten benötigen, da Sie in alphabetischer Reihenfolge nicht nur die Namen der aktiven Universitätsprofessoren, sondern auch die Namen der emeritierten oder pensionierten Universitätsprofessoren, der Privatdozenten und der sonstigen Habilitierten (über 60.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler) finden können. Ihre Bestellung richten Sie bitte an:

Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn

oder per E-Mail: dhv@hochschulverband.de

Die elektronische Fassung (das sogenannte ebookPLUS) können Sie zum gleichen Preis unter Hinweis auf die Mitgliedschaft im Deutschen Hochschulverband beim De Gruyter Verlag direkt bestellen, per E-Mail unter: axel.schniederjuergen@degruyter.com

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Lioba Werth/Klaus Sedlbauer:
In Forschung und Lehre professionell agieren
 
Die Leiter von Lehrstühlen stehen heute vor neuen Herausforderungen. Längst sind sie nicht mehr nur Wissenschaftler, sondern zu Managern geworden. Sie sehen sich gestiegenen Ansprüchen der Studierenden, einer zunehmenden Internationalisierung der Forschungslandschaft, der Beschaffung von Drittmitteln und einer entsprechenden Außendarstellung in der Öffentlichkeit gegenüber. 

Mit dem Handbuch "In Forschung und Lehre professionell agieren" haben die Autoren ein Werk geschaffen, das anhand von Checklisten, Vorlagen, Leitfäden und vielen Beispielen aus der Praxis zeigt, wie mit den neuen Anforderungen souverän, professionell und ergebnisorientiert umgegangen werden kann.  

Sechste unveränderte Auflage, geb., 100 Abb., 844 Seiten, 79 Euro. Für Mitglieder des DHV zum Sonderpreis von 70 Euro. ISBN: 978-3-924066-97-0.
 
Ihre Bestellung richten Sie bitte an: 

Deutscher Hochschulverband 
Rheinallee 18-20 
53173 Bonn 
E-Mail: dhv@hochschulverband.de 
Fax: 0228 / 902 66 80 

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Vorschau F&L


Thema: Esskultur

Mit Beiträgen von Gunther Hirschfelder, Eva Barlösius, Yurdagül Zopf, Harald Lemke u.a.

Weitere Beiträge:

Chefsache
Berufungskultur an der TU München
Interview mit Wolfgang A. Herrmann

Lothar Knopp: Schlussakt in Brandenburg
Zur verfassungsgerichtlichen Öffnung des Weges für Hochschulfusionen

Martin Hellfeier: Neue Perspektiven in Hessen
Entwicklungszusagen und Qualifikationsprofessur

Pro&Contra: Brauchen wir in den Wirtschaftswissenschaften einen
Pluralismus-Kodex?
Pro: Arne Heise
Contra: Rüdiger Bachmann

Christian Maus: Abstimmung mit den Füßen
Die Bedeutung der "Kolleggelder" für das Einkommen des ordentlichen Professors

Forschung & Lehre als ePaper verfügbar 
 
Das ePaper ist die vollständige digitale Ausgabe von "Forschung & Lehre" für PC, Tablet und Smartphone. Es bietet eine praktische Navigation, Suchfunktionen und Vergrößerungsmöglichkeiten. Die jeweilige Ausgabe ist online und offline (als PDF) lesbar und steht bereits vor der Postauslieferung zur Verfügung. 
Die Vorteile auf einen Blick:  

- weltweiter 24-Stunden-Zugriff 
- noch vor der Anlieferung der gedruckten Ausgabe verfügbar 
- mit PDF-Download 
- für Abonnenten und Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes kostenlos 
- auf mobilen Empfangsgeräten nutzbar 
 
Weitere Informationen mit Login-Hinweis gibt es unter: 
http://forschung-und-lehre.epaper-archiv.de 

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DHV-Ticker


DHV-Gruppe der Universität Heidelberg

(Uf.) Am 7. Juni 2016 ist es im Rahmen einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der DHV-Gruppe der Universität Heidelberg zu einem Wechsel im Vorstand gekommen. Professor Christoph Cremer (Angewandte Physik) hat sein Amt als langjähriger Sprecher der DHV-Gruppe abgegeben, bleibt aber weiterhin im Vorstand der DHV-Gruppe. Professor Jens Halfwassen (Philosophisches Seminar) ist als neuer Vorsitzender und Sprecher der DHV-Gruppe gewählt worden. Des Weiteren ist Professorin Ute Mager (Juristische Fakultät) als DHV-Vertreterin neu gewählt worden. Professorin Martha-Maria Gebhard (Medizinische Fakultät) sowie Privatdozent Roman Müller (Institut für Klassische Philologie) sind als DHV-Vertreter wiedergewählt worden. Professor Peter Comba (Anorganisch-Chemisches Institut) hat seine langjährige Tätigkeit als DHV-Vertreter aufgegeben. 

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DHV-Mitgliederwerbekampagne "30.000 bis 2017"

(Wi.) Dem DHV gehören derzeit bereits zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an. Jetzt will der DHV durchstarten:

Seit dem 1. Januar 2015 läuft eine Mitgliederwerbekampagne mit dem Ziel, 2017 das 30.000ste DHV-Mitglied zu begrüßen.

Bitte beteiligen Sie sich an dieser Kampagne! Helfen Sie mit, die Zukunft Ihrer Berufsvertretung zu sichern.

Unter allen Mitgliedern, die seit dem 1. Januar 2015 bis zum Kampagnenende mindestens ein neues Mitglied geworben haben, und unter allen neuen Mitgliedern, die im genannten Zeitraum DHV-Mitglied werden, wird ein Preis im Wert von jeweils 1.000 Euro verlost.

Näheres dazu unter: 

www.hochschulverband.de/1409.html

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Vermischtes


Quelle: istockphoto.com

Gefährlicher Brauch?

Das traditionelle Hutwerfen, eine beliebte Tradition an britischen Universitäten, die auch in Deutschland Fuß gefasst hat, ist in Gefahr. Die University of East Anglia in Norwich habe den Brauch untersagt, berichtet die Zeitung "The Guardian". Zu viele Absolventen würden von herabfallenden Hüten verletzt. Zustimmung komme von den Kostümverleihern, die sich über beschädigte Hüte nach Abschlussfeiern ärgern müssten.

Auf das Abschlussfoto mit Hutwurf soll aber keineswegs verzichtet werden: Die Absolventen sollen den Hutwurf lediglich mimen, bei der digitalen Nachbearbeitung sollen dann Kopfbedeckungen in die Aufnahme eingefügt werden. "Das ist sicherer, außerdem hat es den Vorteil, dass mehr Gesichter von Studenten zu sehen sind", heißt es dazu in einer Informationsbroschüre einer Fotoagentur, aus der der "Guardian" unter Berufung auf eine Studentenzeitung zitiert.

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Kooperationspartner des DHV


DHV und Santander

(Gü.) Duale Ausbildung als gleichwertigen Bildungsweg anerkennen/3. Santander Atrium Dialog

In deutschen Studiengängen fehlt es an Praxisbezug, und die duale Ausbildung muss als gleichwertiger Weg anerkannt werden. So das Ergebnis des 3. Atrium Dialoges der Santander Consumer Bank in Mönchengladbach. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie Studierende diskutierten über die Herausforderungen der Ausbildung in der Zukunft. "Wir glauben fest an die Rolle der Universität als Schöpfer von Wissen, als Brutkasten des Talents und als Antrieb für die Wirtschaft und den gesellschaftlichen Fortschritt", hob Ulrich Leuschner, Vorstandsvorsitzender der Santander Consumer Bank, hervor. Deshalb engagiere sich Santander seit vielen Jahren in der Hochschulbildung. "Unser duales System hat unsere Wirtschaft stark gemacht", bekräftigte Dr. Günter Krings, Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretar im Bundesministerium des Inneren. Gleichwohl müsse die Durchlässigkeit zwischen Ausbildung und Hochschule noch weiter optimiert werden. Für bessere Informationen über die duale Ausbildung plädierte Professor Bernhard Kempen, Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, damit sie die richtige Anerkennung in Deutschland finde: "Sie muss als gleichwertiger Weg neben dem Hochschulstudium anerkannt werden."

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DHV und Spektrum der Wissenschaft

(Gü.) Kostenloses E-Book: Web Video Wissenschaft - Ohne Bewegtbild läuft nichts mehr im Netz. Wie Wissenschaftsvideos das Publikum erobern

Es ist ein weiter Weg von Amateurvideos mit niedlichen Katzen und süßen Babys, wie sie YouTube einst groß gemacht haben, zu Kurzfilmen im Netz, die wissenschaftliches Wissen über den evolutionären Stammbaum der Feliden in eine spannende Geschichte verpacken oder ihre Zuschauer für die neuesten Erkenntnisse über die Embryogenese im Mutterleib begeistern.

Wo stehen wir auf diesem Weg, oder konkreter gefragt: Wie findet (Natur-)Wissenschaft in Form bewegter Bilder gegenwärtig ihren Niederschlag im Netz?

Um das herauszufinden, lassen die Herausgeber Thilo Körkel, Redakteur bei Spektrum der Wissenschaft und Leiter des Spektrum-Portals für Wissenschaftsvideos, www.SciViews.de, und Kerstin Hoppenhaus, Wissenschaftsjournalistin und Filmemacherin in Berlin, für dieses von der Robert Bosch Stiftung geförderte E-Book Expertinnen und Experten zu Wort kommen, die auf diesem Feld aktiv sind: als Medien- und Kommunikationswissenschaftler, als YouTube-Unternehmer, YouTuber oder YouTube-Redakteur, als Wissenschaftsjournalisten, Wissenschaftler, Filmemacher und Filmproduzenten.

Zu den Autoren und Interviewpartnern zählen: Christoph Krachten, Franziska von Kempis, Joachim Allgaier, Philipp Hummel, Theresa Moebus, Caroline Y. Robertson-von Trotha, Philipp Niemann, Thomas Metten, Timo Rouget, Claudia Pinkas-Thompson, Jesús Muñoz Morcillo, Klemens Czurda, Cassie Williams, Grégoire Courtine, Saskia Kress, Wolfgang Jaschensky.

Kostenfreier Download als EPUB und als Apple iBook unter www.spektrum.de/s/web-video-wissenschaft

Spektrum Kompakt - Themen auf den Punkt gebracht.
www.spektrum.de/kompakt

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DHV und Weinkeller BASF

(Gü.) Es wird Sommer - und wie jedes Jahr veröffentlicht der Weinkeller seine diesjährige Sommerweinliste mit einer exklusiven Auswahl an erfrischenden Weinen für laue Nächte.

Genießen Sie zum Beispiel die herrlich leichte Weißweincuvée "Sommer unter der Platane" vom Weingut von Winning aus der Pfalz, die durch ihre außergewöhnliche Aromatik nach Blüten und exotischen Früchten ein pures Südsee-Feeling aufkommen lässt.

Aber auch unsere Auswahl an geschmackvollen Rotweinen und fruchtig saftigen Roséweinen gilt es zu entdecken. Sie lassen sich hervorragend solo genießen, passen aber auch zu vielen unkomplizierten sommerlichen Speisen, wie Couscous-Salat mit Garnelen oder Gegrilltem.

Also nichts wie raus in den Garten, die Terrasse oder den Balkon, die Füße hochlegen und den Sommer im Glas schmecken!

Die Sommerweinliste ist als pdf-Dokument unter www.weinkeller.basf.de zu finden.

Sie können diese aber auch einfach persönlich anfordern unter:

Weinkeller der BASF
Anilinstraße 12
67063 Ludwigshafen
Tel.: 0621 60-48055
Fax: 0621 60-52622
weinkeller@basf.com

www.weinkeller.basf.com

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Newsletter-Archiv

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Impressum

Redaktion
Dr. Michael Hartmer
Dr. Matthias Jaroch
presse@hochschulverband.de
Weitere Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Dr. Vanessa Adam (Ad.)
Jacqueline Güldenring (Gü.)
Dr. Sven Hendricks (Hen.)
Dr. Ulrike Preißler (Pr.)
Birgit Ufermann (Uf.)
Angelika Wirth (Wi.)

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