Der Landesverband

Der Landesverband Berlin im Deutschen Hochschulverband setzt sich speziell für die Interessen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Berliner Hochschulen ein. Er nimmt im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren, die das Hochschul- und Beamtenrecht betreffen, an Anhörungen teil und gibt hierzu Stellungnahmen ab. Des Weiteren hält er Kontakt zu den hochschulpolitisch Handelnden in Berlin.

Landesvorsitzende des Landesverbandes ist Frau Universitätsprofessorin Dr. phil. Susanne Fontaine der Fakultät Musik der Universität der Künste. Als Landesgeschäftsführer fungiert Herr Dr. Matthias Jaroch, der in der Geschäftsstelle des Deutschen Hochschulverbandes als Pressesprecher tätig ist.

An den vier Berliner Universitäten, der Freien Universität, der Humboldt-Universität, der Technischen Universität sowie der Universität der Künste, wie auch der Charité nehmen die DHV-Vertreter die Belange der Mitglieder vor Ort wahr.

Derzeit gehören dem Landesverband Berlin ca. 1800 Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes an.


Landesvorsitzende Berlin

Universitätsprofessorin Dr. phil. Susanne Fontaine
Universität der Künste Berlin
Fakultät Musik
Institut für Musikwissenschaft, Musiktheorie, Komposition und Musikübertragung
Tel.-Nr. 030/3185-2579
email: fontaine(at)udk-berlin.de


Landesgeschäftsführer

Dr.phil. Matthias Jaroch
Rheinallee 18-20
53173 Bonn
Tel.: 0228 / 902 66-15
Fax: 0228 / 902 66-90
email: jaroch(at)hochschulverband.de


Aktuelles und Sachthemen


W-Besoldungsreform passiert Abgeordnetenhaus

27. März 2015

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat am 26. März 2015 mit den Stimmen von SPD und CDU beschlossen, das Gesetz über die Professorenbesoldung zu ändern. Die Opposition enthielt sich.


W-Besoldungsreform auf dem Weg

18. März 2015

Ein Änderungsantrag der CDU- und SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus zur Reform der W-Besoldung hat eine entscheidende parlamentarische Hürde genommen: Die Neufassung des Gesetzesvorhabens hat den Wissenschaftsausschuss ohne Gegenstimmen passiert.

Statt individueller Aufstockungsbeträge, die mit den Leistungszulagen vollständig verrechnet werden sollten, soll es nunmehr eine Erhöhung des Grundgehalts für alle W2- und W3-Professoren bei einer nur noch 50-prozentigen Verrechnung der Zulagen geben. Durchgesetzt hat sich auch ein zunächst vom Senat abgelehnter Aufschlag von 200 Euro auf das Grundgehalt der Juniorprofessoren.


Fontaine: "Fortschritt, aber noch kein Durchbruch bei der W-Besoldung"

Presseerklräung Nr. 1/2015
Berlin, 30. Januar 2015 

DHV zu den Änderungsvorschlägen von CDU- und SPD-Fraktion

Die Vorsitzende des Landesverbandes Berlin im Deutschen Hochschulverband (DHV), Professorin Dr. Susanne Fontaine, hat es begrüßt, dass CDU- und SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus Korrekturen am inhaltlich unzulänglichen Senatsentwurf zur Reform der Professorenbesoldung vornehmen wollen: "Nach der massiven Kritik der Hochschullehrer haben sich die beiden Koalitionsfraktionen bewegt. Ihre Änderungsvorschläge verdienen Anerkennung und gehen in die richtige Richtung. Sie sind ein Fortschritt, aber längst noch kein Durchbruch."

Positiv hervorzuheben sei, dass das Grundgehalt von Juniorprofessoren um 200 Euro aufgestockt werden solle. "Neben Baden-Württemberg wäre Berlin damit das einzige Bundesland, dass eine Erhöhung der W1-Grundvergütung im Zuge der nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 14. Februar 2012 erforderlichen Reform der W-Besoldung vorsieht", betonte Fontaine. Ob allerdings die vorgesehene Aufstockung reiche, um eine amtsangemessene Besoldung von Juniorprofessoren in Berlin sicherzustellen, bleibe gegebenenfalls weiterhin gerichtlich zu klären. Nach den Plänen von CDU und SPD würde ein Berliner Juniorprofessor künftig 3.978 statt 3.778 Euro verdienen. Bundesweit würden Berliner Juniorprofessoren damit auch weiterhin schlechter als ihre Kollegen in den meisten anderen Ländern vergütet. Fontaine wies darauf hin, dass der DHV bereits die Klage eines Berliner Juniorprofessors unterstützt, der die Amtsangemessenheit seiner Vergütung in Zweifel zieht.

Richtig, so die Landesverbandsvorsitzende weiter, sei ebenfalls, dass CDU und SPD von einer vollständigen Konsumtion von Leistungsbezügen Abstand nehmen wollten. Um die Besoldungsreform aufkommensneutral zu gestalten, hatte der Senat einen Aufstockungsbetrag von bis zu 659 Euro auf das W2- und von bis zu 473 Euro auf das W3-Grundgehalt vorgesehen, der jedoch vollständig mit den Leistungszulagen verrechnet werden sollte. Nur wenige Professoren mit geringen oder ohne Leistungszulagen hätten profitiert. Nach Vorstellung der beiden Fraktionen sollen nunmehr lediglich 50 Prozent der Leistungszulagen auf die erhöhten Grundgehälter anrechenbar sein. "Das Grundproblem wird dadurch gemildert, nicht jedoch behoben", erklärte Fontaine. "Rechtlich verbindlich zugesagte Leistungsbezüge müssen unangetastet bleiben und dürfen auch nicht teilweise in Grundgehalt umgewandelt werden. Die für Leistungsbezüge vorgesehenen Mittel sinken bei jeder Art von Konsumtionslösung. Eine leistungsorientierte Besoldung, die aus Leistungszulagen Mittel für ein erhöhtes Grundgehalt generiert, verdient ihren Namen nicht." Sollte auch ein überarbeiteter Entwurf zur W-Besoldung Verrechnungen von Leistungszulagen und Grundgehalt enthalten, werde der DHV als Interessenvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seinen Mitgliedern trotz mancher Verbesserungen auch weiterhin rechtliche Schritte nahelegen müssen, sobald das Gesetz in Kraft trete, so Fontaine abschließend.


Korrekturen bei der W-Besoldungsreform in Sicht

30. Januar 2015

CDU- und SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus haben angekündigt, den Gesetzentwurf des Senats zur W-Besoldung verändern zu wollen. Besondere Leistung müssten auch in Zukunft honoriert werden, hieß es dazu aus beiden Fraktionen. Um die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Februar 2012 notwendig gewordene Besoldungsreform kostenneutral zu gestalten, hatte der Senat einen Aufstockungsbetrag von bis zu 659 Euro auf das W2- und von bis zu 473 Euro auf das W3-Grundgehalt vorgesehen, der jedoch vollständig mit den Leistungszulagen verrechnet werden sollte. Nur wenige Professoren mit geringen oder ohne Leistungszulagen hätten profitiert. Nach Vorstellung der beiden Fraktionen sollen nunmehr lediglich 50 Prozent der Leistungszulagen auf die erhöhten Grundgehälter anrechenbar sein.

Auch das W1-Grundgehalt von Juniorprofessoren soll um 200 Euro angehoben werden. Laut den beiden Koaltionsfraktionen sind die Hochschulen in der Lage, die Mehrkosten zu tragen. Durch die 32 Millionen Euro, die nach der Kostenübernahme der Ausbildungsförderung durch den Bund aus freiwerdenden BAföG-Mitteln in die Hochschulen fließen, bestünden neue Finanzierungsspielräume.

http://www.spdfraktion-berlin.de/pressemitteilungen/2015/januar/professorenbesoldung-spd-fraktion-fordert-korrekturen-am-gesetzentwurf
http://www.cdu-fraktion.berlin.de/lokal_1_1_306_CDU-Fraktion-macht-Vorschlaege-fuer-angemessene-Gestaltung-der-Uni-Professorenbesoldung.html


Bewegung bei der W-Besoldung?

08. Januar 2015
 
Im Streit um die Vergütung Berliner Professoren gibt es Bewegung. Die Hochschulleitungen haben signalisiert, ein Gehaltsplus bei der Grundbesoldung selbst zu tragen, wenn sie der Senat durch ein Sanierungsprogramm für Hochschulen entlasten würde. SPD- und CDU-Fraktion zeigen sich für ein solches Modell offen. 
 
Konkret schlagen die Rektoren und Präsidenten vor, die Grundgehälter der Juniorprofessoren um 200 Euro zu erhöhen. W2- und W3-Professoren sollen die Hälfte des vom Senat geplanten "Aufstockungsbetrags" von 659 Euro beziehungsweise 473 Euro auf das Grundgehalt aufgeschlagen erhalten, so TU-Präsident Professor Christian Thomsen bei einer Anhörung im Wissenschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses. W1-Stelleninhaber bekämen dann 3978, W2ler 4645 und W3ler 5477 Euro. Der "Tagesspiegel" berichtet: 
http://www.tagesspiegel.de/wissen/streit-um-professorenbesoldung-in-berlin-unis-wollen-gehaltsplus-selber-tragen/11198262.html 


Senator Henkel in der Kritik

12. November 2014

"Sehr verärgert" sind die Berliner Hochschulleitungen über Innensenator Frank Henkel. Dieser habe ihre "Expertise" zum Gesetzentwurf über die Professorenbesoldung offenbar "gar nicht zur Kenntnis genommen, sondern direkt zu den Akten gelegt", schreibt der Präsident der Humboldt-Universität, Professor Jan-Hendrik Olbertz, in seiner Funktion als Vorsitzender der Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten (LKRP) in einem Brief an den Innensenator, der dem Tagesspiegel vorliegt. Die LKRP reagiert damit auf ein Schreiben Henkels an die Vorsitzende des Landesverbandes Berlin im Deutschen Hochschulverband, Professorin Susanne Fontaine, in dem der Senator die geplante Reform der W-Besoldung verteidigt hatte. Im Zuge des parlamentarischen Verfahrens fordern die Rektoren und Präsidenten eine Anhörung im federführenden Innenausschuss.
http://www.tagesspiegel.de/wissen/streit-um-professorengehaelter-in-berlin-senator-henkel-veraergert-die-unis/10965348.html


"Wir fühlen uns verschaukelt"

03. November 2014

Berliner Professoren hadern mit der geplanten Reform der leistungsorientierten W-Besoldung in Berlin. Im "Tagesspiegel" sprechen sie über ihren Alltag und die fehlende Wertschätzung, die ihre Arbeit durch den Senat erfährt:
http://www.tagesspiegel.de/wissen/streit-um-die-w-besoldung-was-berliner-professoren-verdienen-wir-fuehlen-uns-verschaukelt/10921982.html 


Henkel beantwortet Offenen Brief

24. Oktober 2014
 
Berlins Innensenator Frank Henkel hat am 24. Oktober 2014 auf den Offenen Brief der Vorsitzenden des Landesverbandes Berlin im Deutschen Hochschulverband, Professorin Susanne Fontaine, geantwortet. Es stehe außer Frage, "dass die Professorinnen und Professoren der Berliner Hochschulen in den vergangenen Jahren hervorragende Leistungen erbracht haben", so Henkel. Gleichwohl könne diese Tatsache nicht als Begründung für eine im Verhältnis zu den anderen Besoldungsordnungen im Land Berlin deutlich höheren Besoldungsanpassung herangezogen werden. "Auch die sonstigen Beamtinnen und Beamten im Land Berlin leisten täglich hervorragende Arbeit", schreibt Henkel. Nicht nur die Professorinnen und Professoren, auch die anderen Beamtinnen und Beamten im Land Berlin würden niedriger vergütet als ihre Kolleginnen und Kollegen in den anderen Bundesländern. Generelle Besoldungsunterschiede zwischen dem Land Berlin und den anderen Bundesländermn bzw. dem Bund müssten daher im Rahmen der Anpassungsgesetze für alle Besoldungsordnungen gleichermaßen verringert werden. 

undefinedAnlage Schreiben Henkel


Keine Änderungen am Gesetzentwurf zur W-Besoldung

22. Oktober 2014

Der Berliner Senat hat am 21. Oktober 2014 die Reform der Professorenbesoldung verabschiedet, ohne die Einwände aufzugreifen, die sowohl der Deutsche Hochschulverband (DHV) als auch die Landesrektorenkonferenz gegen die vollständige Verrechnung von Leistungsbezügen mit dem Grundgehalt sowie das Aussparen der W1-Professoren vorgetragen hatten. Damit bleibt es dabei, dass das Land seinen Hochschullehrern in der leistungsbezogenen W-Besoldung nur dann mehr zahlt, wenn sie bislang geringe oder gar keine Leistungszulagen auf ihr Grundgehalt erhalten haben. Das W2-Grundgehalt kann in diesen Fällen maximal bis um 659,25 Euro, das W3-Grundgehalt um maximal bis zu 473,02 Euro aufgestockt werden.


W-Besoldung: Senatsverwaltung hält an umstrittenen Gesetzentwurf fest

23. September 2014

Der Senat will offenbar die Einwände des Deutschen Hochschulverbandes und der Berliner Landesrektorenkonferenz gegen den Gesetzentwurf zur Reform der Professorenbesoldung ignorieren. Das berichtet der "Tagesspiegel". Den Einwand, die vollständige Verrechnung von Leistugsbezügen mit dem Grundgehalt widerspreche dem Leistungsprinzip der W-Besoldung, weist die Wissenschaftsverwaltung zurück.

Zum vollständigen Artikel


DHV fordert, Gesetzentwurf des Senats zur Reform der Professorenbesoldung in Berlin zurückzuziehen

15. September 2014

Offener Brief der Berliner Landesverbandsvorsitzenden Fontaine an Senator Henkel und Senatorin Scheeres

Die Vorsitzende des Landesverbandes Berlin im Deutschen Hochschulverband (DHV), Professorin Dr. Susanne Fontaine, hat in einem Offenen Brief Innensenator Frank Henkel und Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres dazu aufgefordert, den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der W-Besoldung zurückzuziehen und grundlegend zu überarbeiten. "Die Berliner Hochschullehrerinnen sind von dem vorgelegten Entwurf zutiefst enttäuscht und sehen sich von Ihnen und dem Senat in keiner Weise wertgeschätzt", heißt es in dem Schreiben. 

Gegenwärtig beziehen in der Hauptstadt Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren mit 3778,02 Euro, W2-Professorinnen und Professoren  mit 4315,76 Euro und W3-Professorinnen und Professoren mit 5240,56 Euro bundesweit die niedrigsten Grundgehälter. Nach den bisherigen Plänen des Senats sollen lediglich diejenigen W2- und W3-Professoren einen  Aufstockungsbetrag von bis zu 659,25 Euro bzw. bis zu 473,02 Euro erhalten, die bislang keine oder nur geringe Leistungszulagen erhalten haben.

"Die größte Schwäche der Berliner Reformpläne liegt darin, dass sie - mit Ausnahme der "Funktionsleistungsbezüge" - eine hundertprozentige Verrechnung von Leistungszulagen mit dem Grundgehalt (sog. Konsumtion) vorsehen", schreibt Fontaine. "Durch die Konsumtionsregelung wird das Prinzip der Leistungshonorierung ad absurdum geführt. Auf die vielen Leistungsträger, die sich dank überdurchschnittlichen Engagements in Forschung und Lehre Zulagen erworben haben, wirkt ein solches Modell resignativ und demotivierend". Eine vorsätzliche Missachtung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bestehe zudem darin, dass Juniorprofessuren bei der Besoldungsreform bislang ausgespart werden sollen, obwohl es in Berlin lediglich 174 Stellen W1-Stellen gebe und der finanzielle Mehraufwand für eine verbesserte Besoldung der Juniorprofessuren somit überschaubar bleibe.

Kostenneutral werde sich eine leistungsorientierte Besoldung für Berlins Professorinnen und Professoren ohnehin nicht umsetzen lassen. "Das Land muss zusätzliche Mittel in die Hand nehmen, um auf dem Berufungsmarkt mit der bundesweiten Konkurrenz Schritt halten zu können. Andernfalls droht Berlin, das über eine einzigartige universitäre und außeruniversitäre Landschaft verfügt, seine Wettbewerbsfähigkeit als Wissenschaftsstandort zu verlieren", so die DHV-Landesvorsitzende weiter.

Die Minimalanforderungen, die ein überarbeiteter Entwurf enthalten müsse, habe die Berliner Landesrektorenkonferenz bereits benannt: Statt eines kompensatorischen Zuschlages für Professorinnen und Professoren ohne oder mit nur geringen Leistungszulagen sollten die maximalen Aufstockungsbeträge generell auf alle Grundgehälter aufgeschlagen werden und die Leistungszulagen unangetastet bleiben. Das W2-Grundgehalt würde damit auf 4.975,01 und das W3-Grundgehalt auf 5.713,58 Euro steigen. Ebenso sei das W1-Grundgehalt um 500 Euro auf 4.278,02 Euro anzuheben. Um verloren vergangenes Vertrauen zurückzugewinnen, müsse der Senat darüber hinaus konkrete Schritte und Zeiträume benennen, um Berlin bei der Grundbesoldung an den Bundesdurchschnitt heranzuführen.

"Sollte der Senat an einem Konsumtionsmodell festhalten, wird der Deutsche Hochschulverband als Interessenvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seinen Mitgliedern rechtliche Schritte nahelegen müssen, sobald das Gesetz in Kraft tritt", so Fontaine abschließend. 

undefinedOffener Brief der Berliner Landesverbandsvorsitzenden Fontaine an Senator Henkel und Senatorin Scheeres


DHV unterstützt W1-Musterklage in Berlin

08. September 2014
 
Das Präsidium des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) hat entschieden, ein Musterverfahren gegen die W-Besoldung bei Juniorprofessoren zu unterstützen. Eine entsprechende Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin wurde bereits erhoben. 
 
Die Berliner W-Besoldung bildet im Besoldungsvergleich auch bei den Juniorprofessorinnen und -professoren das bundesweite Schlusslicht. Der bereits vorgelegte Entwurf zu einer Novellierung der W-Besoldung lässt ferner erkennen, dass zukünftig keinerlei Anhebung des Grundgehalts für Juniorprofessoren zu erwarten ist.  


W-Besoldung: Rechtsgutachten hält Senatspläne für verfassungswidrig

21. Juli 2014

Berlins Hochschulleitungen halten nach einem Bericht des "Tagesspiegels" die Pläne des Berliner Senats zur Reform der W-Besoldung (vgl. Newsletter 6/2014) für verfassungswidrig. Sie stützen sich dabei auf ein Rechtsgutachten, das die Professoren Battis und Grigoleit in Auftrag der Landesrektorenkonferenz gefertigt haben. Die beiden Verwaltungsrechtler komen darin zu dem Schluss, dass die Berliner Aufstockungslösung für Professoren, die bislang keine oder nur geringe Leistungszulagen erhielten, "gegen das verfassungsrechtlich verankerte Leistungsprinzip" verstoße. Nur eine Erhöhung des Grundgehalts könne die Unterbezahlung der Professoren beseitigen. 
 
Statt eines kompensatorischen Zuschlags für jene, die unter A 15 oder A 16 liegen, verlangen die Rektoren daher pauschal 659 Euro mehr Grundgehalt für W2-Professoren und 473 Euro für W3-Professoren. Die Beträge leiten sich aus den "maximalen" Aufstockungsbeträgen ab, die nach dem Senatsentwurf nur Hochschullehrer ohne Leistungszulagen erhalten sollten. Auch für Juniorprofessoren, die nach dem Berliner Gesetzentwurf leer ausgehen sollen, fordern die Hochschulen eine Gehaltserhöhung von rund 500 Euro. Die dadurch entstehenden Mehrkosten müsse das Land tragen, so die Landesrektorenkonferenz weiter. 
 
Die federführende Innenverwaltung hat laut "Tagesspiegel" die Einwände der Hochschulen bereits zurückgewiesen: Die Aufstockungsbeträge seien "mit der Verfassung vereinbar" und für Juniorprofessoren werde "ein Anpassungsbedarf nicht gesehen". 


Aufschrei empörter Berliner Professoren

19. Mai 2014 

Professoren der Humboldt-Universität haben im "Tagesspiegel" die Widersprüche und Unzulänglichkeiten der Berliner Hochschulpolitik aufgezeigt. Die Hochschulen müssten immer mehr Studierende aufnehmen, ohne im Gegenzug dafür die erforderlichen Finanzzuwächse zu erhalten, schreiben die Historikerin Professorin Gabriele Metzler und der Jurist Professor Martin Heger. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seien deswegen inzwischen völlig überlastet. Kritik üben Metzler und Heger auch an der Vergütung der Lehrenden. "Bei der Besoldung von Professorinnen und Professoren steht Berlin an letzter Stelle aller Bundesländer", bemängeln beide.

Den Artikel im Wortlaut finden Sie hier:
http://www.tagesspiegel.de/wissen/berliner-hochschulen-aufschrei-empoerter-berliner-professoren-danke-es-reicht/9910190.html 


Stellungnahmen


Ressortentwurf zur Reform der W-Besoldung

03. Juni 2014

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat die beteiligten Fachkreise und Verbände um eine Stellungnahme zum Ressortentwurf einer Reform der W-Besoldung gebeten. Mit dem Entwurf soll die Professorenbesoldung in Berlin den Vorgaben des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Februar 2012 (Az.: 2 BvL 4/10) entsprechend ausgestaltet werden.

Der Gesetzentwurf sieht einen "Aufstockungsbetrag" auf das Grundgehalt vor. Dieser beträgt bei W 2-Professoren 646,32 Euro rückwirkend ab dem 1. Januar 2013 und - aufgrund einer zwischenzeitlichen Tariferhöhung - 659,25 Euro ab dem 1. August 2013. Der "Aufstockungsbetrag" für W3-Professoren beläuft sich rückwirkend ab dem 1. Januar 2013 auf 463,74 und ab dem 1. August 2013 auf 473,02 Euro. Bisher erarbeitete Zulagen für besondere Leistungen sollen außerdem vollständig mit dem "Aufstockungsbetrag" verrechnet werden. Davon ausgenommen werden allein "Funktionsleistungsbezüge".

Der Landesverband Berlin im Deutschen Hochschulverband (DHV) hat in einer Stellungnahme insbesondere die anvisierte Konsumtionsregelung kritisiert. Der Eingriff in verbindlich zugesagte Leistungsbezüge bleibe "rechtlich zweifelhalft und angreifbar" und sei dazu geeignet, resignative und demotivierende Wirkungen bei vorhandenen Leistungsträgern zu entfalten.

Außerdem hat der DHV den Senat aufgefordert, auch die Besoldung nach W1 amtsangemessen zu erhöhen, da Juniorprofessoren ein Berufungsverfahren erfolgreich durchlaufen hätten und als Hochschullehrer in Forschung und Lehre selbständig tätig seien.

undefinedZur Stellungsnahme


Stellungnahme zum Entwurf eines "Gesetzes zur Modernisierung des Hochschulzugangs und der Qualitätssicherung des Studiums und der Prüfung"

3. November 2010

 

Am 29. Oktober 2010 hat der Landesverband gegenüber der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung zu einem Gesetzesentwurf zur Novellierung des Berliner Hochschulgesetzes Stellung genommen. Der Landesverband kritisiert darin insbesondere, dass der Entwurf selbst im Ansatz eine Antwort auf die drängende Frage schuldig bleibt, wie eine gleich bleibend hohe Qualität des universitären Studiums und der Absolventen in Berlin gewährleistet bleiben soll, wenn die Dienstaufgabe "Forschung" der an der Universität hauptberuflich tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler immer weiter in die Peripherie gedrängt wird. Durch die Einführung respektive "Wiederbelebung" neuer Personalkategorien unterhalb der Professur mit einem reinen Schwerpunkt in der Lehre ohne Qualifizierungsfunktion entferne sich der Entwurf vielmehr vom humboldtschen Bildungsideal der universitären Einheit von Forschung und Lehre.
undefinedStellungnahme


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