Der Landesverband

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen im Deutschen Hochschulverband setzt sich speziell für die Interessen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Hochschulen ein. Er nimmt im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren, die das Hochschul- und Beamtenrecht betreffen, an Anhörungen teil und gibt hierzu Stellungnahmen ab. Des Weiteren hält er Kontakt zu den hochschulpolitisch Handelnden in Nordrhein-Westfalen.


Landesverbandsvorsitzender Nordrhein-Westfalen

Universitätsprofessor Dr. Christian von Coelln
Universität zu Köln
Institut für Deutsches und Europäisches Wissenschaftsrecht
Rechtswissenschaftliche Fakultät
E-Mail: cvcoelln@uni-koeln.de


Ehrenvorsitzender

Universitätsprofessor Dr. Wolfgang Löwer
Universität Bonn
Institut für Öffentliches Recht
Rechts- u. Staatswissenschaftliche Fakultät
E-Mail: wolfgang.loewer@t-online.de


Landesgeschäftsführer

Rechtsanwalt Dr.iur. Michael Hartmer
Rheinallee 18-20
53175 Bonn
Tel.: 0228/902 66-13
Fax: 0228/902 66-97
E-Mail: hartmer(at)hochschulverband.de 


Aktuelles und Sachthemen


Für die Öffnung des Promotionsrechts für Fachhochschulen besteht kein Grund!

DHV-Landesverband NRW gegen "Promotionskolleg für angewandte Wissenschaften"
Der Landesverband Nordrhein-Westfalen im Deutschen Hochschulverband (DHV) lehnt den Vorstoß der Regierungsfraktionen von CDU und FDP im nordrhein-westfälischen Landtag ab, das bestehende Graduierteninstitut für Angewandte Forschung der Fachhochschulen in NRW (GI NRW) in ein Promotionskolleg überzuführen, dessen Fachbereichen das Promotionsrecht verliehen werden kann. "Das ist ein falsches Signal und eine nicht notwendige Regelung, die keineswegs die Qualität der Promotionen sichert, sondern die bestehende hohe Qualität der Promotionen in Nordrhein-Westfalen in Zukunft ohne Grund verwässert", erklärte der Vorsitzende des DHV im Landesverband Nordrhein-Westfalen, Professor Dr. Christian von Coelln. "Das Promotionsrecht muss Alleinstellungsmerkmal der Universitäten und ihr gleichstehender Hochschulen bleiben."

Universitäten und Fachhochschulen hätten verschiedene, sich ergänzende Aufgaben. Fachhochschulen profilierten sich vor allem über anwendungsorientierte und praxisbezogene Ausbildung, Universitäten dagegen vornehmlich über Grundlagenforschung und Ausbildung durch Wissenschaft. "Die Öffnung des Promotionsrechts für Fachhochschulen führt zu einer Einebnung der verschiedenen Hochschularten, einer Verwischung ihrer unterschiedlichen Aufgaben in Ausbildung und Wissenschaft und damit zu einer Schwächung des deutschen Wissenschaftssystems insgesamt", betonte von Coelln.

Von Coelln wies darauf hin, dass Fachhochschulprofessorinnen und –professoren ein doppelt so hohes Lehrdeputat wie Universitätsprofessorinnen und -professoren besitzen und damit weniger Zeit zur Forschung haben. Bei der Einwerbung von Drittmitteln, die gemeinhin als Ausweis von Forschungsstärke gelten, wiesen sie knapp ein Achtel des durchschnittlichen Drittmittelaufkommens einer Universitätsprofessorin bzw. eines Universitätsprofessors auf (2016: 32.000 gegenüber 258.000 Euro). Ein Umfeld, in dem sich Forschung und Lehre durchdringen, könnten Fachhochschulen ebenfalls kaum bieten.

Selbstverständlich müsse, so von Coelln weiter, qualifizierten Fachhochschulabsolventinnen und –absolventen die Promotion an Universitäten ermöglicht werden. Statt das Promotionsrecht auszudehnen, müsse deshalb die Zusammenarbeit zwischen Fachhochschulen und Universitäten intensiviert werden, ohne ihre Profile weiter aufzuweichen. "Eine Notwendigkeit, das Promotionsrecht zu öffnen, gibt es nicht", hob von Coelln abschließend hervor. "Das bestehende kooperative Promotionsverfahren genügt den Anforderungen in der Praxis und ist ein gelungener Weg, Fachhochschulprofessorinnen und –professoren als Betreuerinnen und Betreuer bzw. Prüferinnen und Prüfer in Zusammenarbeit mit der Universität am Promotionsverfahren mitwirken zu lassen. Die geplante Neuregelung dürfte dazu führen, dass Universitäten weniger Interesse an einer Kooperation mit Fachhochschulen haben."


Gesetzentwurf der Landesregierung zum Hochschulgesetz (HG NRW), Mai 2018

DHV-Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Landesregierung zum
Hochschulgesetz (HG NW), 10. Juli 2018


Gesetzentwurf der Fraktion der SPD
Gesetz zur Gebührenfreiheit der Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen


Entwurf einer vierten Verordnung zur Änderung der Hochschulwirtschaftsführungsverordnung (HWFVO), Anhörung gemäß & 94 LBG, 1. September 2014 (Stellungnahme des DHV-Landesverbandes siehe hier


Antrag der Fraktion der PIRATEN - Open Access im Hochschulgesetz verankern, 01. April 2014  (Stellungnahme des DHV-Landesverbandes siehe hier)


Gesetzentwurf der Landesregierung Hochschulzukunftsgesetz (HZG NRW), 27. März 2014 (Stellungnahme des DHV-Landesverbandes siehe hier)


Presseerklärung des DHV-Landesverbandsvorsitzenden zum Hochschulzukunftsgesetz

Bonn, 9. Januar 2014

Über 800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind dem Aufruf des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen im Deutschen Hochschulverband (DHV) gefolgt  und haben mit ihrer Unterschrift einen offenen Brief des Landesvorsitzenden Professor Dr. Wolfgang Löwer an Wissenschaftsministerin Svenja Schulze unterstützt, in dem die Ministerin aufgefordert wird, den Gesetzentwurf für ein Hochschulzukunftsgesetz zurückzuziehen.

zur Presseerklärung im Wortlaut


Stellungnahmen


"Stellungnahme des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen im DHV zum Gesetzentwurf der Landesregierung zur Änderung des Hochschulgesetzes (Drucksache 17/4668) sowie zum Änderungsantrag der Fraktion der CDU und der Fraktionen der FDP (Drucksache 17/6453) (Stand März 2019)


Stellungnahme des DHV - Landesverband Nordrhein-Westfalen -
zum Gesetzentwurf der Fraktion der SPD (Drucksache 17/85) für ein Gesetz zur Gebührenfreiheit der Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen, 18. Oktober 2017


Stellungnahme des DHV - Landesverband Nordrhein-Westfalen -
Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Innovation, wissenschaft und Forschung des Landtages Nordrhein-Westfalen, 28. September 2016


Stellungnahme des DHV - Landesverband Nordrhein-Westfalen -
zum Entwurf einer Vierten Verordnung zur Änderung der Hochschulwirtschaftsführungsverordnung (HWFVO), 30. September 2014


Stellungnahme des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) zum Antrag der Fraktion der PIRATEN zu "Open Access im Hochschulgesetz verankern - Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stärken"(Landtag NRW, 1.04.2014, Drucksache 16/5476)


Stellungnahme des DHV - Landesverband Nordrhein-Westfalen -
zum Gesetzesentwurf der Landesregierung für ein Hochschulzukunftsgesetz (HZG NRW), 11. Juni 2014


Stellungnahme DHV - Landesverband Nordrhein-Westfalen -
zum Entwurf eines Hochschulzukunftsgesetzes (HZG NRW), 03. Januar 2014


Resolution des Landesverbandes NRW
Die Universität und ihre Professorinnen und Professoren 
Bonn, den 14. Juli 2012


Suche / Quickfinder

 

rss-feed   facebook   youtube

Anschrift

Deutscher Hochschulverband
Rheinallee 18-20
53173 Bonn
Tel.: 0228/902 66-66
und -77 für die Rechtsberatung
Fax: 0228/902 66-80
E-Mail: dhv(at)hochschulverband.de


© Deutscher Hochschulverband