Premium-Beratung mit Inge Reichenbach

Inge Reichenbach war bis Juni 2012 Vice-President Developement an der Yale University und hat dort erfolgreich eine 3,8 Milliarden Dollar schwere Capital Campaign etabliert. In Deutschland arbeitet sie seit 2012 mit DHV-Funds-Consult zusammen und berät gemeinsam mit Cornelia Kliment Hochschulen, Stiftungen und Universitätsklinika, die ins Premium-Segment einsteigen wollen.

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Die "Yale-Tomorrow-Campaign" - Eine Bilanz

von Inge Reichenbach

Im Jahr 2006 begann die Universität von Yale eine Kampagne mit dem Ziel, Spendengelder in Höhe von etwa drei Milliarden Dollar einzuwerben. Die Veranstaltung auf dem Campus, gemeinsam mit hunderten von Förderern, Ehrenamtlichen und Freunden war spektakulär. Wir hatten damals bereits Zusagen für Spenden in Höhe von nahezu einem Drittel unseres Gesamtziels erreicht. 

Diesen zugesagten Mitteln wollten wir rasch den Rest hinzufügen. Wir wollten alle unsere möglichen Förderer ansprechen und hatten dabei klare Prioritäten für die Kampagne: Ein Programm für die Künste, eines für das grundständige Studium und zur Verstärkung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit sowie ein Programm, um Yale zu einer globalen Universität zu machen. Unsere Alumni waren begeistert und zeigten sich großzügig. Neue Fördergruppen entstanden. Wir waren gut im Rennen, denn Zusagen für Spenden hatten wir sogar schon ein Jahr vor Ablauf des Zeitplans. Im Juni 2008 waren wir zuversichtlich, unser Ziel um eine halbe Milliarde Dollar auf 3,5 Milliarden Dollar zu übertreffen. 

Die Yale-Alumni und Freunde waren so überzeugt von der Bedeutung der Kampagne, dass dieses Ziel eine solche Dringlichkeit erhielt, wie wir es als Verantwortliche nie geglaubt hätten. Niemand wollte den Termin verpassen, jeder wollte seinen Namen auf der Liste der Geber sehen, die die Kampagne zu einem solchen Erfolg gemacht hatten. Am Ende hatte die "Yale-Tomorrow-Campaign" 113 000 Förderer. 

 

Ein verwandelter Campus

All diese Spender zusammen haben Yale verwandelt. Die programmatische Unterstützung schuf einen neuen Campus, gewidmet einer interdisziplinären Wissenschaft. Die ingenieurwissenschaftliche Fakultät wurde mit neuen Programmen wiederbelebt. Mit Spenden in Höhe von 50 Millionen Dollar sollten zehn Hochschullehrer gewonnen werden. Die Musikfakultät verlangt dank einer Spende von 100 Millionen Dollar keine Studiengebühren und ist heute eine der besten Musikhochschulen des Landes. Heute kommen zehn Prozent unserer grundständigen Studenten aus dem Ausland und unsere amerikanischen Studenten konnten dank einer Spende von 50 Millionen Dollar zumindest ein Sommersemester im Ausland verbringen. Das Gesicht der Universität verwandelte sich durch neue oder renovierte Gebäude. Die Kampagne hat der Universität und dem Campus insgesamt ihren Stempel aufgedrückt.

Bilanz

Die "Yale-Tomorrow-Campaign" war sicher eine Kampagne für jedermann, doch hat eine kleine Zahl von Einzelpersonen durch ihre Spenden Yale zu einer anderen Universität werden lassen. So spendeten drei Förderer zwischen 100 und 200Millionen Dollar, sechs zwischen 50 und 99 Millionen Dollar und 51 gaben zwischen10 und 49 Millionen. Yale hat niemals zuvor etwas Vergleichbares erlebt und wird von der Großzügigkeit dieser Förderer lange Zeit profitieren.

Aber die Bedeutung ihrer Spenden geht weit über Yale hinaus. Ihr Beispiel zeigt allen deutlich, welchen Einfluss und welche Bedeutung Philanthropie für eine Universität und deshalb für alle Universitäten haben kann. Auch für den einen Studenten, der aufgrund eines Stipendiums studieren kann, und für alle, die noch mehr Stifter dazu inspirieren möchten, solche Unterstützung zu leisten. All dies und die Spenden aller, die an der Kampagne teilnahmen, bauen weiter an einer Kultur des Gebens.

DHV-Funds-Consult

Dipl. pol. Cornelia C. Kliment
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