Universität Hohenheim für faire und transparente Berufungsverhandlungen ausgezeichnet

DHV-Gütesiegel zum zehnten Mal vergeben     

Der Universität Hohenheim ist als erster baden-württembergischer Universität und bundesweit zehnter Hochschule das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen worden. Zuvor waren bereits die RWTH Aachen, die Universität zu Köln, die TU Kaiserslautern, die FernUniversität in Hagen, die Universität Duisburg-Essen, die Universität Bremen, die Universität Siegen, die Universität der Bundeswehr München und die Universität Hannover ausgezeichnet worden.

Zu den Stärken der Universität Hohenheim zähle ein professionell organisiertes Berufungsverfahren, eine Politik der kurzen Wege sowie hilfsbereite Ansprechpartner während des gesamten Berufungsprozesses, teilte der DHV mit. Außerordentlich positiv sei, dass alle Berufungsverhandlungen von potentiellen W1- und W3-Professorinnen und Professoren als "Chefsache" auf zentraler Ebene in den Händen des Rektors und der Kanzlerin lägen. Bewerberinnen und Bewerber fühlten sich dadurch persönlich wertgeschätzt und lobten generell das offene und konstruktive Verhandlungsklima. Individuelle Wertschätzung komme auch dadurch zum Ausdruck, dass bei Ziel- und Leistungsvereinbarungen die zu erreichenden Ziele im Konsensverfahren niedergelegt würden. Die "Ausstattungspakete" der Universität Hohenheim seien insbesondere für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler regelmäßig gut. Die Universität Hohenheim biete Neuberufenen zudem breitgefächerte Einstiegsangebote. Hierzu gehörten u.a. ein Neuberufenenportal mit detaillierten Informationen über erste Arbeitsschritte sowie "Welcome Events", unter denen insbesondere das Professorium als Forum zum gegenseitigen Kennenlernen hervorsteche. Unterstützungsleistungen für "Dual Career Couples" sowie die "Kinderfeuerwehr",  die bei Bedarf die Kinderbetreuung übernehme, zeichneten die mit dem Siegel "Familiengerechte Hochschule" zertifizierte Universität aus.

Lediglich punktuell sieht der DHV noch Verbesserungspotential. Obwohl die Universität Hohenheim eine gute Informationspolitik betreibe, könnten Bewerberinnen und Bewerber durch die Implementierung eines Berufungsverfahrensmonitors sowie Rufinhaberinnen und Rufinhaber durch einen "Verhandlungsleitfaden" rund um den Verhandlungsprozess noch besser unterrichtet werden. Ebenso könnten die sehr gut aufgestellten Eingliederungsangebote wie z.B. die Unterstützung für "Dual Career Couples" den Neuberufenen gegenüber noch proaktiver kommuniziert werden. Wünschenswert wäre insbesondere die Einrichtung einer universitätseigenen Kindertagesstätte. Die Richtlinien zur Evaluation von Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren seien stärker zu konkretisieren.

"Im Wettbewerb um die besten Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer kommt einer guten Berufungspolitik eine Schlüsselfunktion zu. Das DHV-Gütesiegel attestiert Universitäten eine hohe Berufungskultur, umfasst zugleich aber auch Empfehlungen, wie Berufungsverhandlungen und -verfahren fortlaufend optimiert werden können", erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen.

Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Bewertung wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Stellungnahmen der begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie das Erfahrungswissen der DHV-Justitiare.


Pressemitteilung der Universität Hohenheim


"Stuttgarter Zeitung" vom 27. Juni 2016


Universität Hannover für faire und transparente Berufungsverhandlungen ausgezeichnet

DHV-Gütesiegel zum neunten Mal vergeben     

Der Leibniz-Universität Hannover ist als erster niedersächsischer Universität und bundesweit neunter Hochschule das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen worden. Zuvor waren bereits die RWTH Aachen, die Universität zu Köln, die TU Kaiserslautern, die FernUniversität in Hagen, die Universität Duisburg-Essen, die Universität Bremen, die Universität Siegen und die Universität der Bundeswehr München ausgezeichnet worden.

Bewerberinnen und Bewerber um eine an der Leibniz-Universität ausgeschriebene Professur lobten das gute Verhandlungsklima und die hohe Bereitschaft von Seiten der Universität, auf ihre individuellen Belange einzugehen, teilte der DHV mit. Auf zentraler und dezentraler Ebene lägen die Berufungsverhandlungen in den Händen des Dekans, des Hauptberuflichen Vizepräsidenten und des Präsidenten. Erstberufenen würden neben dem Grundgehalt unbefristete, ruhegehaltfähige und dynamisierte Leistungsbezüge gewährt. Auch die "Ausstattungspakete" seien regelmäßig gut. Darüber hinaus verfüge die Leibniz-Universität über ein breit gefächertes "Implacement"-Angebot, zu dem neuerdings auch Maßnahmen der Personalentwicklung (Erstberatung, individuelle Coaching-Sequenzen, Qualifizierungsangebote in Lehre und Führung) gehören.  Bereits seit 2009 gebe es einen zentralen Ansprechpartner für Neuberufene. Ein "Dual Career"-Service für die Partner und Partnerinnen neuberufener Professorinnen und Professoren sowie ein spezieller Familienservice, der beispielsweise die Vermittlung von Kindergartenplätzen und Schulempfehlungen vorhält, zeichneten die mit dem "Audit Familiengerechte Hochschule" zertifizierte Universität aus. Insgesamt sei die LUH fortlaufend bestrebt, ihre Berufungskultur dynamisch fortzuentwickeln.

Lediglich punktuell sieht der DHV noch Verbesserungspotenzial. Ein "Verhandlungsleitfaden" und eine "one stop agency" rund um den Verhandlungsprozess zum Zwecke der Ruforientierung der Rufinhaber wären wünschenswert. Die auf fünf Jahre beschränkten Ausstattungszusagen sollten durch die Definition einer nicht revozierbaren Grundausstattung ergänzt oder über individuelle und prospektive Ziel- und Leistungsvereinbarungen perpetuiert werden können. Wünschenswert sei zudem, Juniorprofessoren an der Leibniz-Universität wie ihren W2- und W3-Kollegen einen Verhandlungstermin bei der Hochschulleitung einzuräumen. Ebenso könnten die sehr gut aufgestellten Eingliederungsangebote den Neuberufenen gegenüber noch proaktiver kommuniziert werden. 

"Für die Gewinnung hervorragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist eine umsichtige Berufungspolitik Voraussetzung. Das DHV-Gütesiegel zeichnet Universitäten mit hoher Berufungskultur aus, umfasst zugleich aber auch Empfehlungen, wie Berufungsverhandlungen und -verfahren fortlaufend weiter verbessert werden können", erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. 

Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Bewertung wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Stellungnahmen der begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie das Erfahrungswissen der DHV-Justitiare. 



Universität der Bundeswehr München für faire und transparente Berufungsverhandlungen ausgezeichnet

DHV-Gütesiegel zum achten Mal vergeben

Der Universität der Bundeswehr München (UniBw M) ist als erster Universität mit Sitz in Bayern und bundesweit achter Hochschule das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen worden. Zuvor waren bereits die RWTH Aachen, die Universität zu Köln, die TU Kaiserslautern, die Fern-Universität in Hagen, die Universität Duisburg-Essen, die Universität Bremen und die Universität Siegen ausgezeichnet worden.

Berufungsverhandlungen an der UniBw M verliefen gleichförmig, sachgerecht und zügig. Bei W2- und W3-Professuren lägen sie als "Chefsache" in den Händen der Präsidentin und des Kanzlers, teilte der DHV mit. Fakultäten und Universitätsleitung kooperierten eng und vertrauensvoll miteinander. Bewerberinnen und Bewerber lobten das sehr gute Verhandlungsklima mit der Hochschulleitung. Gespräche verliefen sehr respektvoll und fänden in einer sehr offenen, persönlichen und von Freundlichkeit geprägten Atmosphäre statt. Zu den Positiva gehöre, dass Erstberufenen neben dem Grundgehalt unbefristete, ruhegehaltfähige und dynamisierte Leistungsbezüge gewährt würden. Neuberufene Professorinnen und Professoren profitierten gerade während ihrer ersten Arbeitstage von kurzen Entscheidungswegen. Kinderbetreuungsangebote auf dem Campus erleichterten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Begrüßenswert sei auch, dass den Berufenen immer ein "Kümmerer" im Sinne einer quasi allzuständigen Ansprechperson  zur Verfügung stehe.

Punktuell sieht der DHV noch Verbesserungspotenzial. Die Transparenz der Verfahren könne weiter erhöht werden, beispielsweise durch die Einführung eines "Berufungsmonitors" vor der Ruferteilung, in dem Bewerber zu jeder Zeit den Stand des Berufungsverfahrens abfragen könnten. Wünschenswert sei ferner, die Befristung von Ausstattungszusagen durch die Hochschulleitung, die meist drei Jahre beträgt, regelmäßig auf fünf Jahre anzuheben. Die Eingliederung neuer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler könne durch eine spezielle Willkommensveranstaltung für neuberufene Professorinnen und Professoren verbessert werden. Ebenso empfiehlt der DHV, Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren einen Gesprächstermin bei der Hochschulleitung einzuräumen. 

"Für die Rekrutierung hervorragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist eine umsichtige Berufungspolitik ein Standortvorteil. Mit dem Gütesiegel stellt der Hochschulverband ein Instrument bereit, um die Berufungskultur an Hochschulen fortwährend weiterzuentwickeln und zu optimieren", erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. 

Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Bewertung wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Stellungnahmen der begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie das Erfahrungswissen der DHV-Justitiare.



Universität Siegen für faire und transparente Berufungsverhandlungen ausgezeichnet

DHV-Gütesiegel zum siebten Mal vergeben

Der Universität Siegen ist bundesweit als siebte Hochschule das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen worden. Zuvor waren bereits die RWTH Aachen, die Universität zu Köln, die TU Kaiserslautern, die FernUniversität in Hagen, die Universität Duisburg-Essen und die Universität Bremen ausgezeichnet worden.

Berufungsverhandlungen an der Universität Siegen verliefen zügig und lägen als "Chefsache" in den Händen des Rektors und Kanzlers, teilte der DHV mit. Bewerberinnen und Bewerber fühlten sich wertgeschätzt und lobten das gute Verhandlungsklima mit der Hochschulleitung. Positiv zu würdigen sei der Ansatz, Erstberufenen neben dem Grundgehalt unbefristete, ruhegehaltfähige und dynamisierte Leistungsbezüge gewähren zu wollen. Begrüßenswert sei darüber hinaus, dass bis zu einem Viertel der Juniorprofessoren an der Universität Siegen eine verbindliche Tenure Track-Zusage erhalten sollen, die die Übernahme in ein unbefristetes Professoren-Dienstverhältnis der höheren Besoldungsgruppen W2/W3 bei positiver Evaluation garantiere. Außerdem profitierten neuberufene Professorinnen und Professoren von einer "Politik der kurzen Wege". Das "Implacement" der Neuberufenen sei gut. Als familiengerecht zertifizierte Hochschule biete die Universität Siegen vielfältige Hilfestellungen für Dual Career-Paare an. Ebenso werde die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr ernstgenommen. Zu den besonderen Angeboten für die neuberufenen Professorinnen und Professoren zähle eine "Stadtführung", die gemeinsam von Rektor und Oberbürgermeister veranstaltet werde und die verdeutliche, wie stark die Universität in der Stadt und Region eingebettet sei. Insgesamt seien Berufsverhandlungen an der Universität Siegen von einer spürbaren Dynamik geprägt und dem Willen, neue Wege zu beschreiten. 

Punktuell sieht der DHV jedoch noch Verbesserungspotential. Mit der Implementierung eines Berufungsverfahrensmonitors könnten sich Bewerberinnen und Bewerber jederzeit über den Stand ihres Verfahrens informieren. Berufungsverhandlungen würden noch transparenter, wenn vorhandene Informationen, die für Rufinhaber von Bedeutung seien, gemeinsam mit klar strukturierten Verfahrenshinweisen und der Benennung von Ansprechpartnern bereits bei der Ruferteilung ausgehändigt würden. Für Bewerberinnen und Bewerber, die zu einem Probevortrag eingeladen würden, müsse die intendierte Reisekostenerstattung auch gewährt werden. Wünschenswert sei ferner, die Befristung bzw. Perpetuierung von Ausstattungszusagen transparenter und eindeutiger zu gestalten. Die Vergabe sowohl unbefristeter als auch an Zielvereinbarungen gekoppelter befristeter Berufungs-Leistungsbezüge müsse auch de facto durchgängig praktiziert werden.

"Die Gewinnung hervorragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfordert eine vorausschauende Berufungspolitik. Mit dem Gütesiegel will der Hochschulverband dazu beitragen, die Berufungskultur an Hochschulen zu verfeinern", erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. 

Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Auswertung des Fragebogens wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Stellungnahmen der begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie der Erfahrungsschatz und die Kenntnisse der DHV-Justitiare.



Universität Bremen für faire und transparente Berufungsverhandlungen ausgezeichnet

DHV-Gütesiegel zum sechsten Mal vergeben     

Der Universität Bremen ist als erster norddeutschen und bundesweit als sechster Hochschule das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen worden. Zuvor waren bereits die RWTH Aachen, die Universität zu Köln, die TU Kaiserslautern, die FernUniversität in Hagen und die Universität Duisburg-Essen ausgezeichnet worden.

Die Berufungsverhandlungen an der Universität Bremen verliefen grundsätzlich fair und wertschätzend, heißt es in der Begründung des DHV. Sowohl Kanzler als auch Rektor führten alle Berufsverhandlungen mit Juniorprofessoren und Professoren persönlich durch. Berufungsverhandlungen seien durchweg von einem guten Klima und hohem Gewinnungsinteresse geprägt. Fristen seien großzügig bemessen; zudem würden die Verhandlungen auch auf Fachbereichsebene fürsorglich begleitet. Positiv sei auch die Praxis, im Rahmen individueller Zielvereinbarungen den Katalog in Betracht zu ziehender Ziele bzw. Leistungen konsensual auszuhandeln. Neuberufenen Professoren stünden in den ersten hundert Tagen vielfältige und individuell zugeschnittene Implacement-Angebote zur Verfügung (z.B. auch "Coachings" durch "ältere" Kolleginnen und Kollegen). Als familienfreundlich zertifizierte Hochschule sei die Universität Bremen insbesondere bei Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser als andere Hochschulen. 

Punktuell gibt es aus Sicht des DHV jedoch noch Optimierungspotential. Die Transparenz der Verfahren könne noch weiter ausgebaut werden, beispielsweise durch die Einführung eines "Berufungsmonitors" vor der Ruferteilung, in dem Bewerber zu jeder Zeit den Stand des Berufungsverfahrens abfragen könnten. Für korrekturbedürftig betrachtet der DHV insbesondere die an der Universität Bremen gängige Praxis, Erstzuberufenen lediglich den gesetzlich garantierten Grundleistungsbezug zu gewähren. Auf diese Weise fänden die individuellen wissenschaftlichen Leistungen in den Besoldungsverhandlungen zu wenig Beachtung. Nicht unkritisch beurteilt der DHV abschließend die Bremer Praxis, die bedeutsame außerfachliche Eignung von Rufinhabern in der Regel nicht durch die Berufungskommission selbst, sondern durch externe Dienstleister in Form eines "Assessment Center" feststellen zu lassen. Die Anregung laute daher, eine Evaluation dieses Verfahrens unter Einschluss aller bisher Beurteilten vorzunehmen.

"Für die erfolgreiche Gewinnung hervorragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist eine umsichtige Berufungspolitik der Schlüssel. Mit dem Gütesiegel will der Hochschulverband einen konstruktiven Beitrag zur Fortentwicklung der Berufungskultur leisten", erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. 

Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Auswertung des Fragebogens wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Stellungnahmen der zu begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie der Erfahrungsschatz und die Kenntnisse der DHV-Justitiare. 



UDE für faire und transparente Berufungsverhandlungen ausgezeichnet

v.l. Prof. Dr. Bernhard Kempen, Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke

DHV-Gütesiegel zum fünften Mal vergeben     

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) ist bundesweit als fünfte Hochschule das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen worden. Zuvor waren bereits die RWTH Aachen, die Universität zu Köln, die TU Kaiserslautern und die FernUniversität in Hagen ausgezeichnet worden.

Die gleichmäßig und professionell organisierten Berufungsverhandlungen an der UDE lägen als "Chefsache" in den Händen des Rektors und des Kanzlers, heißt es in der Begründung des DHV. Neben Rufinhabern der Besoldungsgruppen W2 und W3 erhielten auch Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren die Möglichkeit, persönlich mit der Hochschulleitung zu verhandeln. Gegenüber Bewerberinnen und Bewerbern werde an der UDE eine "Politik der klaren Botschaften" befolgt, die die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehr zu schätzen wüssten. Diese betrachteten sich während der Berufungsverhandlungen nicht als "Bittsteller", sondern hätten stets das Gefühl, Gespräche "auf Augenhöhe" zu führen. Positiv zu würdigen sei die Praxis der UDE, Erstberufenen neben dem Grundgehalt unbefristete, ruhegehaltfähige und dynamisierte Berufungs-Leistungsbezüge zu gewähren. Neuberufene Professorinnen und Professoren könnten zudem in den ersten hundert Tagen auf umfassende und individuelle Bedürfnisse berücksichtigende Unterstützungsangebote rekurrieren, z. B. bei der Kinderbetreuung oder der Stellensuche für Dual Career-Paare. 

Punktuell gibt es aus Sicht des DHV jedoch noch Verbesserungspotential. Mit der Implementierung eines Berufungsverfahrensmonitors könne es Bewerberinnen und Bewerbern um eine Professur noch stärker erleichtert werden, sich jederzeit über den Stand ihres Verfahrens zu informieren. Individuelle Ziel- und Leistungsvereinbarungen über Berufungs- und Bleibe-Leistungsbezüge sollten für den Fall der Zielerreichung eine eindeutige Entfristung der Leistungsbezüge vorsehen. Auch sei die starke Dominanz von quantifizierbaren Drittmittelvolumina im Kontext von individuellen Ziel- und Leistungsvereinbarungen zugunsten anderer Parameter wie z. B. besonderer Lehrangebote oder Publikationserfolge zurückzudrängen. Wünschenswert sei schließlich, dass neuberufenene Professorinnen und Professoren die verhandelte Infrastruktur möglichst ohne Zeitverzug bei Dienstantritt zur Verfügung gestellt erhielten.

"Die erfolgreiche Gewinnung hervorragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hängt maßgeblich von einer umsichtigen Berufungspolitik ab. Mit dem Gütesiegel setzt der Hochschulverband einen wirkungsvollen Anreiz zur Fortentwicklung der Berufungskultur", erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. 

Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Auswertung des Fragebogens wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Stellungnahmen der zu begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie der Erfahrungs-schatz und die Kenntnisse der DHV-Justitiare. 



FernUniversität in Hagen für faire und transparente Berufungsverhandlungen ausgezeichnet

DHV-Gütesiegel zum vierten Mal vergeben     

Der FernUniversität (FeU) in Hagen ist nach der RWTH Aachen, der Universität zu Köln und der Technischen Universität Kaiserslautern bundesweit als vierte Hochschule das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen worden.

Kanzlerin und Rektor der FeU betrachteten Berufungsverfahren als "Chefsache" und widmeten sich ihnen persönlich, heißt es in der Begründung des DHV. Berufungsverhandlungen verliefen zügig und würden zumeist innerhalb von drei bis vier Monaten finalisiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lobten dabei insbesondere die ausgezeichnete Verhandlungsatmosphäre an der FeU. Hervorzuheben sei auch die Praxis, Erstberufenen neben dem Grundgehalt unbefristete, ruhegehaltfähige und dynamisierte Berufungs-Leistungsbezüge und die sogenannte Grundausstattung für die Professur im Regelfall  unbefristet zu gewähren. 

Punktuell sieht der DHV noch Nachbesserungsbedarf. Auch wenn die FeU in Hagen Rufinhaberinnen und Rufinhabern nach Abschluss der Verhandlungen unbürokratisch zu helfen suche, könnten die bisherigen Implacement-Angebote u.a. durch spezifische Einführungsveranstaltungen ausgebaut werden. Auch Aspekte wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder auch "Dual Career"-Fragen solle die FeU in Zukunft proaktiver angehen, empfiehlt der DHV.

"Gute Berufungspolitik beruht auf vielen Faktoren. Mit dem Gütesiegel will der Hochschulverband Hochschulen dabei unterstützen, ihre Berufungskultur fortzuschreiben", erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. 

Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Auswertung des Fragebogens wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Stellungnahmen der zu begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie die Erfahrungen und Kenntnisse der DHV-Justitiare.    



TU Kaiserslautern für faire und transparente Berufungsverfahren ausgezeichnet

  
DHV-Gütesiegel zum dritten Mal vergeben     

Die Technische Universität (TU) Kaiserlautern erhält bundesweit als dritte Hochschule das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverfahren. Nach der RWTH Aachen und der Universität zu Köln, zwei Exzellenzuniversitäten, wird damit erstmals eine mittelgroße Universität ausgezeichnet.

Berufungsverhandlungen an der TU Kaiserslautern bestächen durch kurze Entscheidungswege und eine gelebte Willkommenskultur, begründete der DHV die Entscheidung. Bewerberinnen und Bewerber würden über die jeweiligen Verhandlungsschritte umfassend unterrichtet, Fakultäten und Universitätsleitung zögen bei den Berufungsverfahren an einem Strang. Berufungsverhandlungen würden zudem zügig und in weit überdurchschnittlich guter Atmosphäre durchgeführt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fühlten sich respektiert und wertgeschätzt. Hervorzuheben sei auch, dass Rufinhaber in den ersten hundert Tagen umfassende unbürokratische Hilfestellungen erhielten. Dazu gehöre, dass sich die Hochschulleitung gegebenenfalls persönlich auf Wunsch des Rufinhabers bei der Suche nach geeigneten Arbeitsplätzen für den Lebenspartner einschalte.

Lediglich vereinzelt sieht der DHV Optimierungsbedarf. So hält der DHV die dreijährige Befristung individueller Ausstattungszusagen an der TU Kaiserslautern für zu kurz bemessen. Eine Frist von fünf Jahren, die gegebenenfalls auch an die Definition einer nicht reduzierbaren Grundausstattung gekoppelt werden könnte, sei wissenschaftsfreundlicher.

"Eine umsichtige Berufungspolitik und faire Verhandlungen sind für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von großer Bedeutung, insbesondere wenn alternative Angebote vorliegen. Mit dem Gütesiegel will der Hochschulverband Hochschulen bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Berufungskultur kritisch und konstruktiv begleiten", erläuterte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen.

Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät auf Seiten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Auswertung des Fragebogens wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Anmerkungen der zu begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie die Erfahrungen und Kenntnisse der DHV-Justitiare.


TU Kaiserslautern für faire und transparente Berufungsverfahren ausgezeichnet

Stefan Lorenz, Dr. Hubert Detmer, stellvertretender Geschäftsführer des DHV, und TU-Präsident Helmut J. Schmidt (v.l.n.r.) bei der Übergabe des Gütesiegels. Foto: Th. Koziel.

Die Technische Universität Kaiserslautern ist heute nach den Exzellenz-Universitäten Köln und Aachen bundesweit als dritte Hochschule mit dem Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverfahren ausgezeichnet worden.

Die TU Kaiserslautern ist damit die erste mittelgroße Universität, die für ihre Berufungspraxis zertifiziert wurde und diese hohe Auszeichnung im Wettbewerb um die besten Köpfe für Professuren führen darf. 

Zur kompletten Presseerklärung



Universität zu Köln für faire und transparente Berufungsverfahren ausgezeichnet

DHV-Gütesiegel zum zweiten Mal vergeben     

Die Universität zu Köln ist bundesweit als zweite Hochschule mit dem Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverfahren ausgezeichnet worden. Nach der RWTH Aachen ist damit eine weitere Exzellenz-Universität zertifiziert worden.

Das universitätsinterne Verfahren bis zur Ruferteilung erfolge an der Universität zu Köln gleichförmig und sachgerecht, so die Begründung des DHV. Berufungen werde, wie die Errichtung einer gleichnamigen, beim Kanzler angesiedelten Stabstelle belege, institutionell ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt, Fakultäten und Universitätsleitung kooperierten eng und vertrauensvoll miteinander. Die Verhandlungen selbst verliefen zügig und grundsätzlich wertschätzend. Zu den weiteren Stärken der Kölner Berufungsverfahren zählten angemessene Ausstattungsangebote und ein überdurchschnittlich gutes Verhandlungsklima. Zudem zeichneten die Universität gute Implacement-Angebote aus. Neue Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer erhielten in den ersten hundert Tagen insbesondere durch den Dual Career & Family Support umfassende Beratung und Unterstützung. Hervorzuheben sei schließlich das sich ständig fortentwickelnde "Best-Practice"-Modell für das gesamte Berufungsverfahren.

Der DHV sieht aber auch Verbesserungsbedarf und Entwicklungspotentiale. Eine neue Besoldungskonzeption, die derzeit an der Universität zu Köln erarbeitet wird, müsse Lösun-gen für eine leistungsgerechtere Honorierung derjenigen W2-Professoren enthalten, die kaum mehr als das reine W2-Grundgehalt erhielten. Die gegenwärtige Praxis, bei W2-Erstberufungen wegen der zum 1. Januar 2013 in NRW erfolgten Erhöhung des W-Grundgehalts um 690 Euro regelmäßig keine Berufungs-Leistungsbezüge mehr gewähren zu wollen, sei eine Schlechterstellung gegenüber denjenigen W2-Professoren, die vor dem 1. Januar 2013 verhandelt hätten und nun regelmäßig über eine höhere Monats-Brutto-Besoldung als das reine W2-Grundgehalt verfügten. Ebenso empfiehlt der DHV, Juniorpro-fessoren an der Universität zu Köln mehr Wertschätzung zuteil werden zu lassen, indem ihnen wie ihren W2- und W3-Kollegen über die Fakultätsebene hinaus auch ein Verhandlungstermin bei einem Rektoratsmitglied eingeräumt werde. 

"Eine erfolgreiche Berufungspolitik ist ein wichtiger Gradmesser für die Qualität einer Hochschule. Daher will das neue DHV-Gütesiegel zu einer Verbesserung und fortlaufenden Weiterentwicklung der Berufungskultur in Deutschland beitragen", erläuterte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen, der selbst als Jurist an der Universität zu Köln forscht und lehrt. 

Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Erfahrung entwickelt hat. Der DHV berät auf Seiten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ca. 75 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Auswertung des Fragebogens wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Eigene Anmerkungen der zu begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie die Erfahrungen und Kennt-nisse der DHV-Justitiare. 



DHV-Gütesiegel erstmals vergeben

RWTH Aachen für faire und transparente Berufungsverfahren ausgezeichnet

Die RWTH Aachen ist bundesweit als erste Hochschule mit dem Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverfahren ausgezeichnet worden. Sowohl bei den "harten" wie "weichen" Faktoren wisse die RWTH zu überzeugen. Das Berufungsverfahren sei bewerberfreundlich und klar strukturiert, die Verhandlungsdauer, die zwischen drei und sechs Monaten liege, zügig bemessen. Die jeweiligen Verhandlungsschritte und ihre Ergebnisse würden zuverlässig und offen kommuniziert. Die Zuständigkeiten zwischen dezentraler und zentraler Ebene (Dekanat/Hochschulleitung) seien klar geregelt. Die Verhandlungen mit den Rufinhaberinnen und Rufinhabern verliefen wertschätzend und würden mit dem Kanzler persönlich finalisiert. Neue Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer erhielten an der RWTH in den ersten hundert Tagen vielfältige Unterstützungsangebote, z. B. bei der Wohnungssuche, der Kinderbetreuung oder der Stellensuche für Dual Career-Paare. 

"Im weltweiten Wettbewerb der Universitäten um die besten Köpfe kommt dem Berufungsverfahren eine zentrale Bedeutung zu. Die Qualität einer Hochschule hängt maßgeblich von ihrer erfolgreichen Berufungspolitik ab. Hier liegt der Ansatzpunkt für das neue DHV-Gütesiegel", erläuterte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. 

Der DHV vergibt das Gütesiegel im Wesentlichen auf der Basis eines gewichteten Fragebogens mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Erfahrung entwickelt hat. Der DHV berät auf Seiten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ca. 75 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen. Mit dieser Aufgabe sind in der Geschäftsstelle des DHV zwölf erfahrene, juristisch ausgebildete Berater befasst. Der Schwerpunkt in der Auswertung des Fragebogens wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Eigene Anmerkungen der zu begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit fünf an die jeweilige Hochschule berufene Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie die Erfahrungen und Kenntnisse der DHV-Berater.

"Mit dem DHV-Gütesiegel können sich Hochschulen in einem Kernbereich ihrer Aufgaben profilieren. Das DHV-Gütesiegel bietet einen wirkungsvollen Anreiz, die Berufungskultur in Deutschland zu verbessern und kontinuierlich weiterzuentwickeln", so Kempen abschließend. Während die RWTH Aachen erfolgreich das Auditverfahren absolviert hat, ist die Universität zu Köln zurzeit im Antragsverfahren.


FAIRE UND TRANSPARENTE BERUFUNGS VERHANDLUNGEN

Gütesiegel des DHV

verliehen an die 
RHEINISCH-WESTFÄLISCHEN TECHNISCHEN HOCHSCHULE AACHEN (RWTH)

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