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Hochschulpolitik

Wettbewerbsvorteile durch "Dual Career"-Service

Im internationalen Wettbewerb um Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler verschaffen sich diejenigen Universitäten Vorteile, die Ehe- oder Lebenspartnern berufliche Einstiegsmöglichkeiten eröffnen. Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat deshalb ein Best-Practice-Papier zu "Dual Career"-Services vorgelegt.

"Bewerberinnen und Bewerber müssen in Berufungsverfahren ohne Zögern ihren Wunsch äußern, dass die Hochschule für den Ehe- oder Lebenspartner nach einer beruflichen Perspektive Ausschau hält", rät der Präsident des DHV, Professor Bernhard Kempen, den Wissenschaftlern. Die Universitäten seien dazu aufgerufen, mittelfristig Strategien zu entwickeln, "Dual Career" zumindest für ihre wissenschaftlichen Spitzenkräfte als Daueraufgabe zu verstehen. Für "Dual Career"-Aufgaben seien fächerübergreifend und zentral Ansprechpartner und Verwaltungskapazitäten bereitzustellen. "Die Universitäten sollten Überlegungen anstellen, ob und inwieweit sie bereits in ihren Ausschreibungen und in ihrer Berufungsverfahrenspraxis  ,Dual Career' implementieren", erklärte Kempen. Die Universität sollte berufliche Perspektiven für den Ehe- oder Lebenspartner des zu Berufenden innerhalb und außerhalb der Hochschule prüfen. Netzwerke mit Kontakten zu regionalen Arbeitgebern seien nützlich und zielführend. "Bei der Besetzung einer universitären Stelle sind allerdings selbstverständlich die arbeits- und beamtenrechtlichen Voraussetzungen strikt einzuhalten", betonte Kempen. "Aus rechtlichen wie aus ethischen Gründen ist die Beschäftigung von Ehe- oder Lebenspartnern innerhalb derselben Forschungseinheit zu vermeiden."
www.hochschulverband.de/cms1/pressemitteilung+M500d5eb0fa3.html

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Tauziehen um 18 Milliarden Euro für Forschung und Lehre

Nach der Einigung auf den Hochschulpakt haben sich die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern am 22. April 2009 auf einer Sondersitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) auf eine Fortführung der Exzellenzinitiative und des Paktes für Forschung und Innovation verständigt. Bis 2018 sollen in die drei Wissenschaftsprogramme insgesamt etwa 18 Milliarden Euro fließen. Die bisherige jährliche Steigerungsrate der Budgets der großen Wissenschaftsorganisationen soll durch den Pakt für Forschung und Innovation von drei auf fünf Prozent erhöht werden. Die Exzellenzinitiative soll für die zweite Runde von 1,9 auf 2,7 Milliarden Euro aufgestockt werden.

Durch die Fortschreibung des Hochschulpakts sollen zwischen 2011 und 2015 bundesweit 275.400 zusätzliche Studienplätze entstehen. Verteilt auf vier Jahre sollen dabei pro Studienanfänger 26.000 Euro zur Verfügung stehen. Das wären 4.000 Euro mehr als im Hochschulpakt I. Der Vorschlag der Wissenschaftsminister steht allerdings unter einem Finanzierungsvorbehalt. Die Finanzminister von Bund und Ländern wollen angesichts der Rezession die Mittel für die Wissenschaftsprogramme voraussichtlich erst im Oktober und damit nach der Bundestagswahl freigeben. Presseberichten zufolge sollen sich die Chefs der Staats- und Senatskanzleien am 7. Mai 2009 in Berlin für die Annahme des Bildungspakets ausgesprochen haben. Am 4. Juni 2009 werden nun die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten entscheiden, ob das Paket unter den Finanzierungsvorbehalt fällt.
http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Pressemitteilungen/pm2009-10.pdf

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Frage des Monats

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat auf dem DHV-Tag am 31. März 2009 in Düsseldorf eine Resolution verabschiedet, in der gefordert wird, eine obligatorische Programmakkreditierung abzuschaffen. Halten Sie diesen Vorstoß für richtig oder falsch?
Zur Abstimmung:
http://www.hochschulverband.de

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Bologna-Nachfolgekonferenz in Leuven fordert mehr Mobilität im Bachelor

Am 28./29. April 2009 haben sich auf einer Ministerkonferenz im belgischen Leuven die Vertreter von 46 Signatarstaaten der Bologna-Erklärung auf weitere gemeinsame Schritte zur Schaffung eines europäischen Hochschulraums verständigt. Ziel bis 2010 ist es, einem Fünftel der europäischen Studierenden internationale Erfahrungen in Form von Studienveranstaltungen oder Praktika in den Nachbarländern zu ermöglichen. Dazu sollen in den Curricula von Bachelor-Studiengängen auch systematisch Auslandsaufenthalte vorgesehen werden. Die Attraktivität wissenschaftlicher Karrieren und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Nachwuchswissenschaftlern streben die Signatarstaaten an. Das Ziel des "Lebenslangen Lernens" soll durch eine stärkere Verzahnung von Studium und Beruf, etwa durch Teilzeitstudien, erreicht werden. Bis 2020 soll jedes Land außerdem messbare Ziele für die Teilnahme bisher unterrepräsentierter Gruppen an der Hochschulbildung vorlegen.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Andreas Storm, und der sachsen-anhaltinische Kultusminister, Professor Jan-Hendrik Olbertz, verteidigten das Bologna-Reformwerk, räumten aber ein, dass zu klären bleibe, "ob nicht eine allzu starke Ausdifferenzierung und Profilbildung gerade in der Bachelor-Phase die gewollte Mobilität der Studierenden wieder einschränkt". Auch die Breite und Tiefe der Studieninhalte, vor allem im Bachelorstudium, bedürften einer kritischen Revision, "um berufspraktische Ansprüche besser berücksichtigen zu können und die Studierbarkeit der Studiengänge zu gewährleisten." Auf eine großzügigere Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen in Deutschland müsse hingewirkt werden.
http://www.bmbf.de/press/2533.php

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"Alte" Studiengänge mobilitätsfreundlicher als "neue"

26 Prozent aller Studierenden haben im Jahr 2008 einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt absolviert. Das sind drei Prozent mehr als 2007. Der Mobilitätszuwachs ist insbesondere auf die "alten" Studiengänge (Diplom, Magister, Staatsexamen) zurückzuführen. Das geht aus einer Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) hervor, die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes am 14. Mai 2009 veröffentlicht worden ist und auf den Aussagen von 7.000 Studierenden beruht. So stagnierte an Universitäten der Anteil der Bachelorstudierenden, die während ihrer Studienzeit im Ausland waren, bei 15 Prozent. Bei den Masterstudierenden sank der Anteil sogar von 30 auf 27 Prozent. In Diplom-Studiengängen stieg dagegen der Anteil von Studierenden mit Auslandsaufenthalt von 24 auf 35 Prozent, im Magister von 34 auf 49 Prozent und im Staatsexamen von 23 auf 28 Prozent.
http://www.his.de/presse/news/ganze_pm?pm_nr=473

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Professoren zweifeln am Bachelor

62 Prozent der deutschen Hochschullehrer glauben nicht, dass durch die Bologna-Reform die Qualität der Lehre besser geworden sei oder sich verbessern werde. Das geht aus einer Umfrage des Gallup-Instituts unter rund 5.800 Hochschullehrern in 31 europäischen Ländern hervor, über die der "Tagesspiegel" am 23. April 2009 berichtete. Die Mehrheit (53 Prozent) der Professoren in Deutschland sei vielmehr der Ansicht, dass es besser gewesen wäre, die alten Studienmodelle beizubehalten. Vier von zehn Hochschullehrern äußerten zudem Zweifel, dass Absolventen mit einem Bachelor-Abschluss einen angemessenen Job fänden. Lehrende sähen hierzulande weniger Notwendigkeit für das Einführen einheitlicher Standards im Bologna-Prozess als ihre Kollegen in anderen Ländern. In Deutschland äußerten sich 71 Prozent entsprechend, in den übrigen Ländern ergab die Umfrage dazu einen Schnitt von 82 Prozent.

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Wissenschaftlicher Nachwuchs mit Bologna-Reform unzufrieden

Die Bologna-Reform stößt beim wissenschaftlichen Nachwuchs auf geringe Akzeptanz. Fächerübergreifend geben lediglich 16 Prozent eine positive Allgemeinbewertung ab. Dabei ist eine große Gruppe erst im Laufe des Reformprozesses von der Entwicklung an den Hochschulen enttäuscht worden. Nahezu jeder zweite Nachwuchswissenschaftler zeigt sich heute skeptischer als früher oder bezeichnet die Studienstrukturreform, entgegen der ursprünglichen Meinung, als Fehlentwicklung. Das geht aus der ersten WiNbus-Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) hervor, in der Nachwuchswissenschaftler zu ihren Arbeits- und Lebensbedingungen befragt wurden und an der sich über 1.400 Hochschulmitarbeiter beteiligt haben. Die berufsbefähigende Ausbildung eines Bachelorstudiums sehen demnach zwei Drittel der Nachwuchswissenschaftler nicht als gewährleistet an. 60 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass ein Masterstudium nach dem Bachelorstudium die Regel sein sollte. Das inhaltliche Anspruchsniveau des eigenen Lehrangebots haben laut Studie knapp die Hälfte der Nachwuchswissenschaftler gesenkt. Erhöht haben sich vor allem der Arbeitsaufwand in Lehre, Verwaltung und Beratung. Fast drei Viertel der Befragten stellten eine steigende Beanspruchung durch Prüfungen fest.  Zwei Drittel berichteten, mehr Zeit für Betreuung und Beratung aufwenden zu müssen, und für mehr als die Hälfte hat sich der Umfang der Lehraufgaben erhöht. Ein Drittel der Befragten gab an, weniger forschen zu können.
http://www.winbus.eu/studies/WiNbus_Studienstrukturreform.pdf

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HRK: Mehr Mobilität von Wissenschaftlern durch Verbesserungen bei Altersversorgung

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) drängt auf Änderungen der Alterssicherungssysteme, um die Mobilität von Wissenschaftlern zu fördern. Dazu hat die Mitgliederversammlung der HRK am 21. April 2009 in Aachen einstimmig Empfehlungen verabschiedet. Den Hochschulen wird empfohlen, mobilitätswilligen und ausländischen Wissenschaftlern mehr Beratung anzubieten.

Die Versicherungsträger der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes und die Tarifpartner fordert die HRK auf, europaweit besser zusammenzuarbeiten. Ein Wissenschaftler soll am Ende seiner Berufslaufbahn Klarheit über seine Rentenansprüche erhalten. Außerdem sollten Anwartschaften gegenseitig anerkannt werden.

Bund und Länder müssten, so die HRK, bei der anstehenden Reform des Beamtenrechts die Mobilitätsbedürfnisse von Wissenschaftlern berücksichtigen und die Mitnahmefähigkeit von Versorgungsanwartschaften vorsehen. Die Unverfallbarkeitsfrist für Anwartschaften sei zu kürzen. Bisher verliert ein Wissenschaftler seine Ansprüche, wenn er nach weniger als fünf Jahren ausscheidet.
http://www.hrk.de/de/presse/95_4895.php

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HRK: Einigung bei Hochschulzulassung

Die Hochschulen wollen das Chaos bei der Besetzung ihrer Studienplätze beenden. Mit "überwältigender Mehrheit" hat die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) der schrittweisen Einführung eines neuen Zulassungsverfahrens zugestimmt, das zum Wintersemester 2011/12 bereitstehen soll. Danach wollen sich die Hochschulen an gemeinsame Fristen halten. Für das Wintersemester soll als Bewerbungsschluss der 15. Juli gelten. Zudem verpflichten sich Universitäten und Fachhochschulen, spätestens zum 20. August ihre Zulassungsbescheide zu versenden. Studienplätze, die im Nachrückverfahren von den Hochschulen nicht selbst besetzt werden, werden bei einer Restplatzbörse im Internet verlost, die frühestens zum 1. September freigeschaltet werden wird.
http://www.hrk.de/de/presse/95_4893.php

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Fälschungsvorwürfe gegen 16 Wissenschaftler der Universität Göttingen

16 Wissenschaftler der Universität Göttingen haben sich nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel " vom 4. Mai 2009 durch falsche Angaben Forschungsgelder erschlichen. Bei der Begutachtung eines Antrags zur Weiterförderung eines Sonderforschungsbereichs, der sich mit der Veränderung des Regenwaldes in Indonesien beschäftigt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft seit dem Jahr 2000 unterstützt wird, sei bereits im Februar 2009 aufgefallen, dass zuvor falsche Angaben über Veröffentlichungen gemacht und Publikationen sogar erfunden worden seien.

Um einen Eklat zu vermeiden und die Rufschädigung als Elitehochschule zu minimieren, habe die Universität ihren Antrag auf 8,6 Millionen Euro Forschungsgelder zurückgezogen und auf eine Auslauffinanzierung verzichtet. Die Universität hat inzwischen eine interne Untersuchung eingeleitet und geht  darüber hinaus einem ähnlichen Verdacht bei einem Graduiertenkolleg zum Thema Biodiversität nach.

Hochschule und DFG prüften inzwischen zudem, ob die bisher bewilligten Forschungsgelder richtig eingesetzt worden seien. Laut "Spiegel" könnten mindestens 200.000 Euro für andere Zwecke abgezweigt worden sein.

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DFG: Kein Fehlverhalten von Professor Haverich

Laut Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) ist dem Hannoveraner Herzchirurgen Professor Axel Haverich kein wissenschaftliches Fehlverhalten vorzuwerfen. Der Mediziner und Leibniz-Preisträger war Mitte Oktober vergangenen Jahres für die Endrunde des vom Bundespräsidenten vergebenen Deutschen Zukunftspreises nominiert worden, weil er mitwachsende Herzklappen für Kinder entwickelt und transplantiert hat. Nach der Nominierung waren in mehreren Veröffentlichungen in den Medien von anderen Wissenschaftlern Vorwürfe gegen Professor Haverich erhoben worden, insbesondere wegen der angeblich fehlenden Innovation seiner Arbeiten. Haverichs Team war aus diesem Grund von der Liste der für den Zukunftspreis nominierten Forschergruppen gestrichen worden.

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NRW: Landtag beschließt Reform des Lehramtsstudiums

Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Landtag in Düsseldorf am 7. Mai 2009 das Gesetz zur Reform der Lehrerausbildung angenommen. Von 2011 an sieht es eine gleich lange Ausbildung von sechs Jahren für Lehrer aller Schulformen vor. In einem Praktikum vor Studienbeginn sollen die Bewerber überprüfen, ob sie für den Lehrerberuf geeignet sind. Das Studium wird sich künftig für alle Schulformen in ein dreijähriges Bachelor- und ein zweijähriges Masterstudium gliedern, dessen Abschlussprüfung das bisherige Erste Staatsexamen ersetzt. Während des dreijährigen Bachelorstudiums ist ein Assistenzpraktikum vorgesehen. Zum Masterstudium gehört ein Praxissemester. Der anschließende Vorbereitungsdienst soll auf ein Jahr gekürzt werden und auch zukünftig mit einem Staatsexamen abschließen.

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ProFil: Karriereförderung für Wissenschaftlerinnen

Seit Januar 2004 fördern die Technische Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin und die Freie Universität Berlin mit dem hochschulübergreifenden Programm "ProFiL. Professionalisierung für Frauen in Forschung und Lehre: Mentoring - Training - Networking" hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur. Seit Juli 2008 ist die Universität Potsdam vierter Kooperationspartner. Von Februar 2010 bis Februar 2011 werden wieder 46 hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen durch Mentoring, wissenschaftsspezifisch ausgerichtete Seminare und strategische Vernetzung bei der weiteren Planung ihrer Karriere unterstützt und auf Führungs- und Managementaufgaben einer Professur vorbereitet. Bewerben können sich bis zum 8. Juni 2009 Privatdozentinnen, Habilitandinnen, Juniorprofessorinnen, Nachwuchsgruppenleiterinnen und Postdoktorandinnen der vier Träger-Universitäten (mit Ausnahme der Charité, die ein eigenes Programm anbietet). Wissenschaftlerinnen der mit der Universität Potsdam kooperierenden außeruniversitären Forschungseinrichtungen und des WZB können sich ebenfalls bewerben. Mehr Informationen gibt Dorothea Jansen, Wissenschaftliche Koordinatorin, Tel.: 030-314-29304, E-Mail: jansen@tu-berlin.de
http://www.profil-programm.de

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Neues aus Stanford

Die Universität Stanford bietet neuerdings Sprechstunden bei "Facebook" an. Professoren stellen dazu kostenfrei Videos mit Kommentaren zu ihren Veranstaltungen auf die Internetseite. Registrierte Studierende können die Podcasts abrufen und zu einer vorher bestimmten Zeit, zu der die Professoren verfügbar sind, Fragen stellen, die per Videobotschaft beantwortet werden. Auf diese Weise soll eine persönliche Verbindung zwischen Lehrenden und Lernenden enstehen. Lernenden wird Verstehen jenseits der bloßen Lektüre ermöglicht. Lehrende werden demgegenüber möglicherweise mit neuen, unerwarteten Fragen konfrontiert.

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Sinkende Studierneigung

Die Neigung der angehenden Studienberechtigten 2008, ein Studium aufzunehmen, ist gesunken. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der von der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) zum dritten Mal mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführten repräsentativen Befragung von 29.000 angehenden Studienberechtigten zu ihren Studien- und Berufsausbildungsplänen ein halbes Jahr vor dem Erwerb der Hochschulreife. Auf ein Studium wollen demnach 27 Prozent der Abiturienten verzichten. 2006 hatten lediglich 16 Prozent ein Studium ausgeschlossen. Nur 51 Prozent der Abiturienten waren zum Zeitpunkt der aktuellen Befragung fest entschlossen zu studieren, 21 Prozent wollten "eventuell" ein Studium aufnehmen, damit beträgt die maximale Studierneigung 72 Prozent. Nach wie vor ist auch der familiäre Bildungshintergrund von Bedeutung für die Entscheidung zugunsten eines Studiums. Bei den zukünftigen Studienberechtigten 2008 aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil über einen Hochschulabschluss verfügt, beläuft sich die Studierneigung auf maximal 78 Prozent; bei Schülern ohne akademischen Bildungshintergrund äußern dagegen maximal 65 Prozent eine Studienabsicht. Im Unterschied zu den Jahren 2005 und 2006 zeigen sich beim Schulabschlussjahrgang 2008 erstmals wieder deutliche Differenzen zwischen den alten und neuen Ländern. Während die Studierneigung in den alten Ländern bei maximal 73 Prozent liegt, bewegt sie sich in den neuen Ländern bei maximal 68 Prozent. Abschreckend für den Abschlussjahrgang 2008 wirkten insbesondere Zugangsbeschränkungen: Knapp ein Drittel sah den Numerus clausus als Planungshindernis für eine Studienaufnahme.

Zur Publikation "Studierneigung und Berufsausbildungspläne - Studienberechtigte 2008 ein halbes Jahr vor Schulabgang":
http://www.his.de/presse/news/ganze_pm?pm_nr=462

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Recht aktuell

Bundesverwaltungsgericht: Studienbeiträge in NRW rechtens

(Uf.) Das Bundesverwaltungsgericht hat am 29. April 2009 in letzter Instanz die Klage von drei Studierenden der Universität Paderborn gegen die Erhebung von Studienbeiträgen abgewiesen (Az.: BVerwG 6 C 16.08). Die Richter stellten fest, dass die landesrechtlichen Grundlagen der Studienbeitragserhebung mit Bundesrecht und internationalem Recht vereinbar seien. Das Recht auf chancengleiche Teilhabe an den staatlichen Ausbildungsressourcen erfordere nicht, dass Erschwernisse, die mit der Erhebung von Studienabgaben verbunden seien, durch soziale Begleitmaßnahmen vollständig kompensiert werden müssten. Daher reiche es aus, dass Studienbeitragsdarlehen vergeben würden.

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Elektronische Leseplätze: Studieren geht über Kopieren

Elektronische Leseplätze in Bibliotheken verstoßen nicht gegen das Urheberrecht von Verlagen. Allerdings dürfen Benutzer nicht Inhalte von Büchern auf USB-Sticks oder andere digitale Träger herunterladen. Dies hat das Landgericht Frankfurt/Main am 14. Mai 2009 entschieden (Az.: 2-06 O 172/09). Der Stuttgarter Verlag Eugen Ulmer  hatte gegen die Praxis der Bibliothek der Technischen Universität Darmstadt geklagt, die meistgenutzten Lehrbücher elektronisch in ihren Lesesälen zur Verfügung zu stellen und das Herunterladen der Inhalte zu ermöglichen. 

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Neuregelung zur steuerlichen Behandlung des häuslichen Arbeitszimmers verfassungswidrig?

(Uf.) Das Finanzgericht Münster hat in einem aktuellen Beschluss vom 8. Mai 2009 (Az.: 1 K 2872/08) die Frage nach den Werbungskosten für das häusliche Arbeitszimmers eines Lehrers ausgesetzt und die seit 2007 geltende Regelung zur steuerlichen Anerkennung der Kosten des häuslichen Arbeitszimmers wegen verfassungsrechtlicher Bedenken dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt.

Durch die Neuregelung ist die Berücksichtigung von Erwerbsaufwendungen für das
häusliche Arbeitszimmer ausgeschlossen, obwohl für die berufliche oder betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Es kann Steuerpflichtigen also nur geraten werden, die Gesamtkosten des häuslichen Arbeitszimmers in der Steuererklärung anzusetzen und sich auf den Beschluss und die Vorlage beim Bundesverfassungsgericht zu berufen.

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Unterhaltsaufwendungen im Ausland

(Uf.) Steuerlich können Unterhaltszahlungen bis zu 7.680 Euro im Jahr als außergewöhnliche Belastungen geltend gemacht werden. Bei Unterhaltszahlungen an Angehörige im Inland gilt nach neuester Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes die Vermutung, dass diese sich nicht selbst unterhalten können (das Finanzamt muss also nicht nachprüfen, ob die gesetzlich unterhaltsberechtigte Person nicht in der Lage ist, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen). Allerdings gilt für Angehörige, die im Ausland leben, diese Vermutung nach einem Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 6. November 2008 (Az.: 13 K 13009/08) nicht. Die Unterhaltszahlungen wurden steuerlich nicht berücksichtigt, da der Ehemann nicht konkret nachgewiesen hatte, dass und wodurch seine Ehefrau an der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im Ausland gehindert gewesen sei.

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Kindergeld

(Uf.) Eine Mutter klagte für ihren über achtzehnjährigen Sohn gegen den Fortfall des Kindergeldes. Der Sohn hatte im April 2000 Arbeitslosengeld in Höhe von 1.189,50 DM bezogen und trat am 1. Mai  2000 seinen Grundwehrdienst an. Die Familienkasse setzte daraufhin das Kindergeld für April 2000 auf Null fest, weil die Bezüge des Sohnes den anteiligen Jahresgrenzbetrag überschritten.

Das Bundesverfassungsgericht nahm mit Beschluss vom 6. April 2009 (Az.: 2 BvR 1874/08) die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung an, da die Beschwerdeführerin nicht hinreichend dargelegt habe, dass sie in ihren Grundrechten verletzt worden sei. Die Beschwerdeführerin hatte lediglich darauf hingewiesen, dass durch den starren Grenzwert ohne eine Härtefallregelung der Gesetzgeber sein Ermessen überschritten habe und es somit nicht gerecht sei, das Kindergeld zu streichen, obwohl der Sohn der Beschwerdeführerin mit seinem Einkommen nur geringfügig über der Einkommensgrenze liege.

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Personalia

HRK-Präsidiumswahlen

Professor Margret Wintermantel bleibt für weitere drei Jahre Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Sie wurde von der HRK-Mitgliederversammlung am 21. April 2009 in Aachen im Amt bestätigt. Wiedergewählt wurden auch der Vizepräsident für Internationale Angelegenheiten, Professor Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin, und der im Präsidium für Lehre, Studium und Zulassung zuständige Rektor der Universität Bremen, Professor Wilfried Müller.

 

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Neuer Präsident an der KU Eichstätt

Professor Reinhard Hütter von der Duke University in Durham (USA) soll zum 1. August 2009 neuer Präsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) werden. Hütter folgt auf Professor Rudolf Fisch, der die KU zuletzt kommissarisch leitete, nachdem sich der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke vor einem Jahr geweigert hatte, den bereits gewählten Präsidenten Professor Ulrich Hemel zu ernennen.

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Neuer Rektor der Kunstakademie Düsseldorf

Neuer Rektor der Kunstakademie in Düsseldorf wird der britische Bildhauer Tony Cragg. Professor Cragg folgt Professor Markus Lüpertz, der die Leitung der Hochschule  am 30. Juli 2009 niederlegen wird.

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DHV-Intern

Landesverband Mecklenburg-Vorpommern

(Wi.) Professor Günther Wildenhain, Universität Rostock (Mathematik) wurde in der Landeskonvents-Sitzung vom 22. April 2009 für weitere zwei Jahre in seinem Amt als Landesverbandsvorsitzender Mecklenburg-Vorpommerns bestätigt.

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Mitglieder werben Mitglieder 2009

(Wi.) Auch im Jahr 2009 werden im Rahmen der Aktion "Mitglieder werben Mitglieder" wieder dreimal 500 Euro verlost. Darüber hinaus gehen 1.000 Euro als Sonderpreis an das Mitglied, das im Jahr 2009 die meisten neuen Mitglieder für den DHV geworben hat. Interessierte Mitglieder können weitere Informationen sowie das entsprechende Formular bei der Geschäftsstelle anfordern oder auf der Homepage des DHV abrufen unter: http://www.hochschulverband.de/Mdh-werben-Mdh.pdf

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Sixt-Firmenkonditionen für Mitglieder des DHV

(Uf.) Ab 1. Mai 2009 bietet der Deutsche Hochschulverband (DHV) über die Sixt GmbH und Co. Autovermietung KG neue Mietwagenkonditionen auf Grund der bestehenden Firmenver­einbarung an. DHV-Mitglieder können bei der Buchung eins PKWs in Deutschland, ob für kurze oder lange Zeit, entscheiden, ob sie Tagespreise mit bestehender Vollkaskoversicherung mit einer Selbstbeteiligung in Höhe von 550,00  bzw. 800,00 Euro je nach Fahrzeugtyp wünschen oder nicht. Die gewählten Konditionen werden für alle weiteren Buchungen auf der Kundennummer entsprechend angelegt. Außerdem können DHV-Mitglieder einen LKW in Deutschland, aber auch einen PKW in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Österreich, Niederlande, Spanien oder der Schweiz zu Sonderkonditionen buchen. Weitere Informationen gibt die Geschäftsstelle des DHV.

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Erfolgsgeschichten

(Uf.) In der Schriftenreihe der Landesstiftung Baden-Württemberg ist das Buch "Erfolgsgeschichten" neu erschienen, das aufzeigt, warum das Eliteprogramm für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden in Baden-Württemberg als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden kann. Es stellt die individuellen "Erfolgsgeschichten" der Post-Docs des ersten Jahrgangs dar. Das Eliteprogramm zielt darauf ab, den wissenschaftlichen Nachwuchs über die Durchführung von Forschungsprojekten zu qualifizieren. Ein besonderes Element des Programms ist die Gründung eines Netzwerks aller Post-Docs, das aktuelle und ehemalige Nachwuchswissenschaftler miteinander in Verbindung bringt. Das Buch kann bei der Landesstiftung Baden-Württemberg gGmbH, Im Kaisermer 1, 70191 Stuttgart oder unter www.landesstiftung-bw.de zum Unkostenbeitrag von 5,00 Euro angefordert werden.

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DHV-Seminare

 

DHV- Seminartermine im Juni 2009

 
Schreiben in der Wissenschaftssprache Englisch
Wissenschaftszentrum Bonn, Montag, 8. Juni 2009, 10:00-18:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/640.html

 

Nebentätigkeitsrecht
Universität Mannheim, Montag, 15. Juni 2009, 11:00-16:00 Uhr
www.hochschulverband.de/cms1/643.html
 

Drittmitteleinwerbung und -verwaltung
Wissenschaftszentrum Bonn, Donnerstag, 18. Juni 2009, 10:00-18:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/629.html

 

Berufungsverhandlungen effektiv führen
Hotel Bristol Bonn, Montag, 22. Juni 2009, 10:00-18:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/647.html

 

Zeit- und Selbstmanagement
Hotel Bristol Bonn, Dienstag, 23. Juni 2009, 10:00-18:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/638.html

 

Wissenschaftliche Mitarbeiter an der Hochschule
Wissenschaftszentrum Bonn, Donnerstag, 25. Juni 2009, 10:00-18:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/624.html

 

 

Dekane und ihre Leitungsaufgaben
Kaiserin-Friedrich-Haus Berlin, Freitag, 26. Juni 2009, 11:00-16:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/637.html

 

Karriere und Berufung
Wissenschaftszentrum Bonn, Montag, 29. Juni 2009, 10:00-18:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/602.html

 

Die W-Besoldung
Wissenschaftszentrum Bonn, Donnerstag, 2. Juli 2009, 10:30-17:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/632.html

 

Die aktuelle Seminarbroschüre des Deutschen Hochschulverbandes kann kostenlos angefordert werden bei Dr. Ulrich Josten, Tel.: 0228/902-6634, E-Mail: josten@hochschulverband.de.

Alle Termine und Programme finden Sie auch unter www.karriere-und-berufung.de

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Vorschau F&L

Zehn Jahre Bologna-Reform

Gemischte Bilanz

Die Präsidenten von Wissenschaftsorganisationen im Gespräch über "Zehn Jahre Bologna-Reform"

Martin Winter
Bologna 2.0? Vermeintliche, vermeidbare und echte Probleme der Studienstrukturreform

Marius Reiser
Standardisierung auf einem niedrigen Standard
Warum die Bologna-Reform ein Irrweg ist und was man besser machen müsste

Umfrage unter Studierenden zu den Vor- und Nachteilen der Bologna-Reform

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Contra: Elsbeth Stern

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Zu guter Letzt...

Raumpatrouille Kassel

Im Kampf gegen die Raumnot schickt die Universität Kassel Ein-Euro-Jobber durch Hörsäle und Seminarräume. Im Schichtdienst prüfen zwei Langzeitarbeitslose täglich von früh bis spät, ob Säle nicht genutzt oder kleine Gruppen in zu großen Räumen tagen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" am 27. April 2009. Die Regeln seien streng: Nutze ein Professor den für ihn reservierten Hörsaal drei Mal nicht, sei der Raum für ihn gesperrt. Habe ein Dozent 100 Teilnehmer angekündigt, aber nur 15 Studenten für sich und sein Lehrangebot begeistern können, müsse er den Raum mit den Teilnehmern einer überlaufenen Vorlesung tauschen.

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Impressum

Redaktion

Dr. Michael Hartmer
Dr. Matthias Jaroch

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Birgit Ufermann (Uf.)
Angelika Wirth, M.A. (Wi.)

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