Newsletter 12/2009

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Hochschulpolitik


Kempen: "Schluss mit der Bologna-Bürokratie"

Der Deutsche Hochschulverband (DHV), dem rund 25.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angehören, empfiehlt seinen Mitgliedern, sich ab sofort nicht mehr als Gutachter an Akkreditierungsverfahren zu beteiligen. Lediglich begonnene Akkreditierungsverfahren sollten noch zu Ende geführt werden.

"Für die Bologna-Misere in Deutschland ist eine administrative Überregulierung verantwortlich, die besonders im Akkreditierungswahn zum Ausdruck kommt", erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. "Es wäre ein verhängnisvoller Fehler, den Akkreditierungsrat und die Akkreditierungsagenturen so wie bisher weitermachen zu lassen. Wir brauchen einen radikalen Neuanfang der Qualitätssicherung von Studiengängen. Ohne eine funktionierende Qualitätssicherung kann die Bologna-Reform nicht gelingen."

Kempen erinnerte daran, dass die Akkreditierungsagenturen bei der Überprüfung der Studierbarkeit von Studiengängen versagt haben. So hätten die Akkreditierungsstellen unter Hinweis auf die vermeintlich erforderliche Profilbildung hochspezialisierte Studiengänge verlangt. Dies habe die studentische Mobilität im Bachelor-Studium nahezu unmöglich gemacht.

Die bisherige Arbeitsbilanz der Akkreditierungsagenturen sei im Übrigen dürftig: Zwei Drittel aller Bachelor-Studiengänge und etwa die Hälfte aller Master-Studiengänge liefen an Deutschlands Universitäten trotz fehlender Akkreditierung ohne jede Beanstandung. "Die Universitäten zahlen also mindestens 15.000 Euro für ein ineffizientes Gütesiegel, das weder Wert noch Aussagekraft hat, dafür aber unnötigen Aufwand bereitet und fortlaufend Personal bindet", so Kempen.

Zur Hochschulautonomie gehöre, dass Universitäten ihre Studieninhalte selbst festlegen dürfen. "Eine zusätzliche Lizensierung, die regelmäßig kostenpflichtig erneuert werden muss, braucht niemand. Daher sollten sich alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Farce durch Verweigerung entziehen.", betonte Kempen.

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Quelle: www.boxgirls.org

Professor Heather Cameron ist "Hochschullehrerin des Jahres"

Frau Professor Heather Cameron, seit 2008 Juniorprofessorin für Integrationspädagogik an der FU Berlin, wird mit der diesjährigen Auszeichnung "Hochschullehrer/-in des Jahres" geehrt. Mit der britischen und kanadischen Staatsbürgerin erhält zum ersten Mal ein nichtdeutscher Wissenschaftler den Preis, den die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland zum vierten Mal ausgelobt hat.

Gewürdigt wird eine Persönlichkeit, bei der berufliches und außerberufliches Engagement Hand in Hand gehen. "Die leidenschaftliche Sozialwissenschaftlerin und passionierte Sportlerin hilft mit dem Projekt ,Boxgirls' sozial benachteiligten Mädchen und jungen Frauen durch den Boxsport, Aggressionen abzubauen und das Selbstwertgefühl zu stärken. Ihre Idee, junge Frauen zu einem selbstbestimmten Leben und zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe zu befähigen, hat 2005 in Berlin-Kreuzberg begonnen und ihren Siegeszug mit ,Boxgirls International' 2007 in Nairobi und 2009 in Kapstadt fortgesetzt", erläuterte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Bernhard Kempen, die Entscheidung. Frau Professor Cameron habe sich damit in herausragender Weise um das Ansehen ihres Berufsstandes in der Öffentlichkeit verdient gemacht.

Der mit 10.500 Euro dotierte Preis, der mit Unterstützung des ZEIT-Verlags Gerd Bucerius GmbH & Co.KG vergeben wird, wird Frau Professor Cameron am 22. März 2010 im Rahmen der Wissenschaftsgala des DHV in Hamburg verliehen, auf der auch academics - das von der ZEIT und der Zeitschrift "Forschung & Lehre" getragene Karriereportal - den Preis für den/die "Nachwuchswissenschaftler/-in des Jahres" vergeben wird. Preisträgerin ist Frau Dr. Julia Heidemann von der Universität Augsburg. Die mit 2.000 Euro prämierte Auszeichnung erhält die Betriebswirtin für ihre Forschungsleistung und ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement, z. B. als Jurorin im bundesweiten Ideenwettbewerb "Generation Deutschland" oder als Initiatorin der Veranstaltungsreihe "Erfolgreiche Frauen in Führungspositionen".

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Quelle: istockphoto.com

Gute Noten für Rektoren, Präsidenten und Minister?

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) ruft seine Mitglieder einmal im Jahr dazu auf, die Fähigkeiten und Kompetenzen des Rektors bzw. Präsidenten ihrer Hochschule sowie ihres jeweiligen Landesministers und der Bundesministerin für Bildung und Forschung zu bewerten. Wie ist es um Medien-, Führungskompetenz oder auch soziale Kompetenz der Entscheidungsträger bestellt? Verfügen sie über Verhandlungsgeschick, Durchsetzungsvermögen und Kenntnis des Universitätsbetriebs? Zeichnen sie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Fairness, Offenheit und Mut zu Entscheidungen aus? Unterhalten Rektor bzw. Präsident gute Kontakte zu Politik und Wirtschaft? Und machen die Minister eine gute Politik für die Universitäten? Setzen sie sich für eine angemessene Vergütung ein? Was ist von ihrer Bologna- und Akkreditierungspolitik zu halten?

Bis zum 20. Dezember 2009 haben die Verbandsmitglieder Gelegenheit, sich mittels eines geschützten Passwortes an den beiden Rankings zu beteiligen, die in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Evaluation und Methoden der Universität Bonn entwickelt wurden.

Die Auszeichnung "Minister des Jahres" und der Preis "Rektor/Präsident des Jahres" werden im Rahmen der Wissenschaftsgala des DHV am 22. März 2010 in Hamburg verliehen. Am 30. März 2009 wurden in Düsseldorf der sachsen-anhaltinische Kultusminister Professor Jan-Hendrik Olbertz sowie der Rektor der RUB Bochum, Professor Elmar Weiler, geehrt. Mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Privatvorsorge AG ist der Preis "Rektor des Jahres" mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert, das der Preisträger zweckgebunden für ein hochschulbezogenes Projekt verwenden soll.

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Quelle: BMBF

Bologna-Gipfel im April 2010

Nach den wochenlangen Protesten gegen die verschulten Bachelor- und Masterstudiengänge hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, einen Bologna-Gipfel in Berlin angekündigt. Damit greift sie eine Anregung der Hochschulrektorenkonferenz auf. Stattfinden soll der Gipfel im April 2010. Teilnehmen sollen die Wissenschaftsminister der Länder sowie Vertreter der Landesrektoren- und der Hochschulrektorenkonferenz. Vertreter des "Bildungsstreiks" und der Allgemeinen Studentenausschüsse sollen ebenfalls eingeladen werden.

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Quelle: istockphoto.com

Korrekturen an der Bologna-Reform

Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz haben sich am 10. Dezember 2009 auf Nachbesserungen bei der Studienreform verständigt. Prüfungen sollen reduziert, die Arbeitsbelastung der Studierenden überprüft, Studienleistungen national und international besser anerkannt werden und dadurch der Studienortwechsel erleichtert werden. Zudem sollen die Hochschulen größere Gestaltungsfreiheit bekommen und die Vorgaben für Bachelor- und Masterstudiengänge flexibler werden. Bachelor-Studiengänge sollen auch sieben oder acht Semester dauern dürfen, die Gesamtdauer inklusive des Masterstudiums wird jedoch bei zehn Semestern bleiben.
www.hrk.de/95_5235.php
www.kmk.org

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Weniger Prüfungen

Studierende in Deutschland sollen künftig deutlich weniger Prüfungen ablegen müssen. Das geht aus den überarbeiteten Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen hervor, die der Akkreditierungsrat am 8. Dezember 2009 beschlossen hat. Danach sollen für ein Modul, das mehrere Veranstaltungen umfasst, nicht mehr Prüfungen am Ende jeder Veranstaltung erforderlich sein, sondern nach dem Prinzip "nur eine Prüfung pro Modul" verfahren werden.

"Alle bereits bestehenden Studiengänge werden in den kommenden zwei Jahren reakkreditiert, dann wird die Vorgabe auch hier angewandt", erklärte der Vorsitzende des Akkreditierungsrats, Professor Reinhold Grimm,  gegenüber der Tageszeitung "Die Welt".

Im Akkreditierungsverfahren für Studiengänge soll künftig verstärkt auf die Interessen der Studierenden geachtet werden. Die Studierbarkeit eines Studiengangs soll zum eigenständigen Kriterium erhoben werden und insbesondere bei der Reakkreditierung von Studiengängen eine größere Rolle spielen.
www.akkreditierungsrat.de

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Quelle: istockphoto.com

Bildungsgipfel: Finanzierungsfragen auf Wiedervorlage im Juni 2010

Die Finanzierung zusätzlicher Ausgaben für Bildung und Forschung bleibt nach dem Spitzentreffen der Ministerpräsidenten der Länder bei Bundeskanzlerin Angela Merkel am 16. Dezember 2009 strittig. Bund und Länder verständigten sich zwar darauf, die Bildungsausgaben bis 2015 um mindestens 13 Milliarden Euro zu steigern. Davon wird der Bund 40 Prozent und damit einen vier Mal so hohen Anteil wie bisher übernehmen. Der Bund will dieses Geld aber nur zweck- und projektgebunden zahlen. Die Länder fordern hingegen einen höheren Anteil an den Mehrwertsteuereinnahmen. Eine Entscheidung wurde auf Juni vertagt.

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Hochschulsonderprogramm für 5.000 neue Stellen?

Die FDP will mit einem Hochschulsonderprogramm bis zum Jahr 2020 5.000 neue Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter und Juniorprofessuren an den Hochschulen schaffen. Vier Milliarden Euro sollen dafür vom Bund kommen, beschloss das Präsidium am 7. Dezember 2009. Zudem will die FDP die Länder mit weiteren Finanzspritzen des Bundes zu höheren eigenen Bildungsausgaben ermutigen.  Um dem drohenden Ärztemangel zu entgehen und nach der Schulzeitverkürzung den Abiturienten aus den Doppeljahrgängen auch im Fach Medizin ausreichend Studienplätze anzubieten, sollte die Ausbildungskapazität für die Jahre 2011 bis 2017 um zehn Prozent angehoben werden. Nach Vorstellung der FDP soll der Bund dafür die volle Finanzierung übernehmen, sofern sich die Länder verpflichten, mindestens fünf Prozent dieser Studienangebote ab 2017 fortzuführen. 

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Quelle: BPA

Bundespräsident liest Ländern Leviten

Bundespräsident Horst Köhler hat Verbesserungen in Forschung und Lehre an den Hochschulen angemahnt. Vor allem die Länder müssten Bildung nach der Föderalismusreform zur "Chefsache" machen und könnten die Verantwortung nicht einfach weiterreichen an die Hochschulen, denen sie zwar mehr Freiheit gewährt hätten, ohne das aber wirklich mit einem neuen Aufbruchsimpuls und mit den nötigen Ressourcen zu unterlegen.

In einem Grußwort zum 600-jährigen Bestehen der Universität Leipzig führte Köhler am 2. Dezember 2009 aus, dass man zehn Jahre nach Einführung des Bologna-Prozesses "wohl nicht da" sei, "wo wir sein sollten". Dies fange schon bei der Finanzierung an: "Wer im Bund und vor allem in den Ländern geglaubt hat, man könnte das Hochschulwesen kostenneutral umbauen, ja vielleicht sogar durch die Einführung der Bachelor-Studiengänge Geld sparen, der sei daran erinnert: Deutschlands Aufwendungen für den Hochschulbereich sind seit Jahren unterdurchschnittlich, die chronische Unterfinanzierung wird in schlechten Betreuungsquoten, maroden Gebäuden und mangelnder Infrastruktur für Forschung und Lehre sichtbar. Das ist eine Botschaft auch an die Studierenden - und es ist die falsche Botschaft", so der Bundespräsident.

Wenn die Hochschulen mehr jungen Menschen auch ohne Abitur offenstehen sollten, seien mehr engagierte Lehrende notwendig. Es müsse daher zu denken geben, dass die Zahl der Professoren in den vergangenen Jahren keineswegs im gleichen Verhältnis wie die der Studierenden gewachsen sei. Eine gute Betreuung und eine aktive Teilhabe der Studierenden an der Forschung seien so nicht möglich.
www.bundespraesident.de/-,11057/Reden-und-Interviews.htm

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Bildungsausgaben von Zehn-Prozent-Marke noch weit entfernt

Deutschland ist trotz steigender Ausgaben für Bildung noch weit vom selbst gesteckten Ziel entfernt, die gesamtstaatlichen Aufwendungen für Bildung und Forschung bis 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu steigern. Das geht  aus dem Bildungsfinazbericht hervor, den das Statistische Bundesamt am 9. Dezember 2009 veröffentlicht hat.

Demnach beliefen sich die Gesamtausgaben für Bildung und Forschung, zu denen neben den staatlichen Bildungsausgaben von fast 100 Milliarden Euro auch die Ausgaben privater Haushalte etwa für Kindergärten, die Aufwendungen von Unternehmen sowie die Leistungen für reine Forschung zählen, im Jahr 2007 auf 203,9 Milliarden Euro. Der Anteil am BIP sank damit trotz Mehrausgaben von ca. fünf Milliarden Euro von 8,5 auf 8,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2006.
www.destatis.de

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Frauenquote bei 30 Prozent

Auch wenn die Zahl der Frauen in der Forschung schneller wächst als die der Männer und der Anteil der weiblichen Promovierten steigt, bleibt die Unterrepräsentierung von Frauen in Wissenschaft und Forschung eine ernsthafte Herausforderung für Europa. Nur 30 Prozent der Wissenschaftler in der EU sind weiblich, lediglich 18 Prozent der Professorenstellen, zumeist in den Geistes- und Sozialwissenschaften, sind mit Wissenschaftlerinnen besetzt. Das geht aus der aktuellen Ausgabe "Schlüsseldaten zu Frauen in der Forschung 2009" hervor, die die EU-Kommission am 25. November 2009 in Brüssel vorgestellt hat. In Litauen und Lettland sind demnach fast die Hälfte aller Forscher Frauen. Deutschland liegt mit einer Quote von 21 Prozent weit unter dem Durchschnitt.

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Outsourcing der Labormedizin

(Böh.) Die Charité-Universitätsmedizin Berlin plant, zusammen mit dem städtischen Krankenhausbetreiber Vivantes ein gemeinsames Zentrallabor zu gründen. In dieses sollen sämtliche labormedizinischen universitären Fächer der Charité outgesourct werden. Der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes  (DHV), Professor Bernhard Kempen, hat sich an den Vorstandsvorsitzenden der Charité gewandt, um die erheblichen Bedenken des DHV gegen dieses Projekt darzustellen. Der DHV verkenne keineswegs, dass die Finanzierung der Charité durch das Land Berlin absolut unzureichend sei. Dies dürfe jedoch nicht dazu führen, dass die Charité statt auf exzellente Wissenschaft nunmehr auf scheinbar schnelles ökonomisches Einsparpotential setze. Für die Charité stelle dieses avisierte Outsourcing nach Überzeugung des DHV eine katastrophale Perspektive für die wissenschaftliche Entwicklung der betroffenen universitären Fächer dar. Es gelte aus der Sicht des DHV primär darauf abzustellen, dass die Methodenkompetenz und die Möglichkeit zur Methodengenerierung der labormedizinischen Fächer von einem universitären Umfeld abhänge. Die Zerschlagung dieses akademischen Umfeldes würde unvermeidlich das wissenschaftliche Niveau der Charité senken. Weiterhin stünden der geplanten Zentralisierung auch hochschulrechtlich erhebliche Bedenken entgegen. So sei bis dato inhaltlich absolut unklar, welche Rechte und Pflichten die betroffenen Hochschullehrer im Kontext eines Zentrallabors haben sollten. Ein Eingriff in die Rechte der betroffenen Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer durch die Geschäftsführung eines privaten Zentrallabors sei auch aus hochschulverfassungsrechtlichen Gründen unzulässig.

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Kritik an phantasieloser Verwendung von Studiengebühren

Die staatlichen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen verwenden die Studienbeiträge zweckgemäß für eine bessere Lehre und bessere Studienbedingungen. Gegenüber den zahlenden Studierenden müssen die Hochschulen aber besser und transparenter kommunizieren, wofür sie die Studienbeiträge konkret verwenden.  Zu diesen Schlüssen kommt eine gemeinsame Studie des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und des Deutschen Studentenwerks, die am 10. Dezember 2009 in Düsseldorf vorgestellt wurde. Der nordrhein-westfälische Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Professor Andreas Pinkwart, hatte die beiden Organisationen zum zweiten Mal  damit beauftragt, die Verwendung der Studienbeiträge an den Landeshochschulen zu überprüfen.

Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, forderte die Hochschulen dazu auf, die Einnahmen noch stärker für zusätzliches Lehrpersonal und eine zusätzliche Lehrinfrastruktur zu verwenden. Angesichts von teils hohen Rückstellungen sollten die Studienbeiträge noch aktiver eingesetzt werden, damit der Gegenwert der Studienbeiträge den Studierenden auch langfristig zugute komme.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, bemängelte, dass sich die Studierenden auch fünf Semester nach Einführung der Studienbeiträge trotz erheblicher Mitwirkungsrechte "nicht als wirkmächtige Partner" fühlten, "die auf die Gestaltung der Lehr- und Studiensituation an der eigenen Hochschule entscheidend Einfluss nehmen". Die Mittel sollten noch phantasievoller zugunsten der Studierenden und einer Lehrverbesserung genutzt werden.
www.studentenwerke.de/pdf/Bericht_Studienbeitraege_2009.pdf

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Rekord bei Studienanfängerzahlen - auch in Ländern mit Studiengebühren

In Deutschland gibt es so viele Studienanfänger wie nie: Im Jahr 2009 haben insgesamt 423.400 junge Menschen ein Hochschulstudium aufgenommen. Das sind gut sieben Prozent mehr als im letzten Jahr. An den Universitäten immatrikulierten sich im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozent mehr Studienanfänger, an den Fachhochschulen erhöhte sich ihre Anzahl um neun Prozent. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Studienanfängerquote, also der Anteil der Studierenden an einem Altersjahrgang, damit von 40,3 Prozent (2008) auf 43,3 Prozent gestiegen. 

Zu Beginn des Wintersemesters 2009/2010 gab es rund 2,129 Millionen Studierende. An Universitäten oder vergleichbaren Hochschulen sind 1,455 Millionen (68 Prozent), an Fach- sowie Verwaltungsfachhochschulen 673.500 (32 Prozent) Studierende immatrikuliert.

Deutlich mehr Studierende begannen ein Studium im Saarland (+ 15 Prozent), das in diesem Jahr die Gymnasialzeit auf acht Jahre verkürzt hat, sowie in Bayern und Berlin (jeweils + neun Prozent). Relativ geringe Zunahmen verzeichneten Bremen (+ drei Prozent) sowie Brandenburg und Sachsen (jeweils + zwei Prozent). In Sachsen-Anhalt, das bereits im Jahr 2007 auf das achtjährige Gymnasium umgestellt hatte, wurde dagegen ein Rückgang um ein Prozent beobachtet.

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, hat die Einführung von Studiengebühren in Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Hessen bislang keinen Einfluss auf die Mobilität von Studienanfängern ausgeübt. Bundesländer mit Studiengebühren verzeichnen ebenso Zu- und Abwanderungen von Studierenden wie Länder, die keine Studienbeiträge eingeführt haben.
www.destatis.de

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Preis für bestes Studierendenmarketing

Die Universität Duisburg-Essen hat unter 40 Bewerbern den Preis für Hochschulkommunikation 2009 zugesprochen bekommen, den die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der ZEIT Verlag am 24. November 2009 in Leipzig zum dritten Mal verliehen haben. Das von der Robert-Bosch-Stiftung gestiftete Preisgeld von 25.000 Euro geht an das Akademische Beratungszentrum Studium und Beruf der Universität für das Projekt "UNI-Trainees", das Lehrern auf einer speziellen Netzseite Unterrichtsmaterialien für die Studienorientierung zur Verfügung stellt. Schüler werden auf diese Weise zum Studium ermutigt und bei der Wahl des richtigen Studienfaches und -ortes unterstützt. Das Projekt trage dazu bei, die Studierneigung zu erhöhen und die Abbrecherquote zu senken, befand die Jury.
www.hrk.de/95_5191.php

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Karriere


Neue Plattform für europäische Spitzenwissenschaftler

Unter dem Namen Atomium Culture haben sich führende europäische Universitäten, Unternehmen und Medien zusammengeschlossen, um eine neue Plattform für Spitzenforscher zu schaffen und so die innovativsten Ideen in der gesamten europäischen Wissensgesellschaft zu verbreiten. Ziel ist es, insbesondere jungen Wissenschaftlern aus den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften ein gemeinsames Kommunikationsforum zu bieten. Exklusiver Medienpartner von Atomium Culture in Deutschland ist die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die Forscher sollen ihre Ideen, Ziele und Ergebnisse im Internet sowie in den an der Initiative beteiligten Medien vorstellen können.

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Gerda Henkel Preis 2010

Die Gerda Henkel Stiftung vergibt zum dritten Mal den internationalen Gerda Henkel Preis. Bis zum 1. März 2010 können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorgeschlagen werden, die in den Historischen Geisteswissenschaften herausragende Forschungsleistungen erzielt haben. Der Gerda Henkel Preis ist mit 100.000 Euro dotiert.
http://www.gerda-henkel-stiftung.de/preis

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Deutscher Studienpreis 2010

Für Beiträge junger Forscher von herausragender gesellschaftlicher Bedeutung vergibt die Körber-Stiftung jährlich Preise im Gesamtwert von über 100.000 Euro, darunter drei Spitzenpreise in Höhe von 30.000 Euro.

Die Ausschreibung richtet sich an Promovierte aller wissenschaftlichen Disziplinen, die mit magna oder summa cum laude promoviert worden sind. Einzureichen ist ein Text von maximal 40.000 Zeichen, in dem Bewerber die zentralen Forschungsergebnisse der Dissertation und deren gesellschaftliche Bedeutung spannend und verständlich darstellen.

Der Deutsche Studienpreis wird jährlich ausgeschrieben und richtet sich jeweils an alle Promovierte eines Jahrgangs. Einsendeschluss ist der 1. März 2010.
http://www.koerber-stiftung.de/index.php?id=1137

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Barometer


Quelle: istockphoto.com

Viel Zustimmung für neue Exzellenzkriterien

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat die Newsletter-Leser zuletzt gefragt,  ob sie den Vorschlag des baden-württembergischen Wissenschaftsministers, Professor Peter Frankenberg, begrüßen, Mittel der Exzellenzinitiative nicht mehr auf der Grundlage von Zukunftskonzepten, sondern auf der Grundlage von erbrachten Forschungsleistungen zu vergeben. 230 Personen gaben Ihre Stimme ab. 77,8 Prozent stimmten mit Ja, 22,2 Prozent mit Nein.

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Quelle: istockphoto.com

Hinreichende Korrekturen?

Kultusminister- und Hochschulrektorenkonferenz haben sich auf Korrekturen am Bologna-Prozess geeinigt (vgl. Hochschulpolitik). Reichen die vorgeschlagenen Maßnahmen?
Zur Abstimmung:
www.hochschulverband.de

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Recht aktuell


Neues "Google Book Settlement"

Der Internet-Konzern Google hat seine Pläne, eine digitale Weltbibliothek im Netz aufzubauen, abgemildert. Nach dem überarbeiteten Entwurf des "Google Book Settlement", den der Konzern zusammen mit den Verbänden der amerikanischen Autoren und Verleger am 14. November 2009 in New York vorstellte, sollen nun nur noch Bücher digitalisiert werden, die in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien erschienen sind.

Nach dem neuen Entwurf soll auch ein unabhängiger Treuhänder eingesetzt werden, der über den Umgang mit vergriffenen Büchern wacht, deren Rechteinhaber unbekannt oder nicht kontaktierbar sind. Vorgesehen ist, dass Google-Konkurrenten wie Amazon oder Microsoft der Zugang zu eingescannten Büchern erleichtert wird.

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Quelle: istockphoto.com

Digitale Bibliothek als Antwort auf Google

Das Bundeskabinett hat am 2. Dezember 2009 beschlossen, die Datenbanken von 30.000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) miteinander zu vernetzen und ab 2001 in einem Internetportal zugänglich zu machen. Die DBB soll digitale Kopien von Büchern, Bildern, Musik und Filmen umfassen, die Urheberrechte wahren und keinem kommerziellem Nutzen dienen. Sie ist damit eine Antwort auf die vielfach kritisierten Bestrebungen des Internet-Konzerns Google, mit Hilfe von "Google Books" weltweit Bücher zu digitalisieren.

Der Aufbau der DDB soll als Gemeinschaftsvorhaben von Bund, Ländern und Kommunen aus Mitteln des Konjunkturprogramms II finanziert werden. Die Kosten des Betriebs wollen sich Bund und Länder je zur Hälfte teilen. Die DDB ist der deutsche Beitrag zur Europäischen Digitalen Bibliothek Europeana.

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Mehr Autonomie und Tenure Track

Der Bremer Senat hat am 24. November 2009 dem Entwurf des Zweiten Hochschulreformgesetzes zugestimmt, das die  Autonomie der Hochschulen im Land stärken soll. Die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen sollen den Hochschulen die Profilbildung erleichtern und ihnen eine erfolgreiche Behauptung im überregionalen und internationalen Wettbewerb ermöglichen. Nach neuem Recht soll es künftig nicht mehr erforderlich sein, die Zulassungszahlen für Hochschulstudiengänge durch das Kapazitätsrecht des Bundes festzusetzen.

Besonders qualifizierten Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren wird zudem die Option eines sogenannten tenure tracks, d.h. einer Berufung auf eine ordentliche Professur ohne erneute Ausschreibung der Professorenstelle, eröffnet. Juniorprofessorinnen und -professoren sollen - nach sechs  Jahren befristeter Tätigkeit - nach einer Leistungs- und Qualitätsprüfung unbefristet weiterbeschäftigt werden können. Beruflich Qualifizierten wird durch die Gesetzesänderung der Hochschulzugang deutlich erleichtert. So wird Studieninteressierten mit Meisterabschluss oder vergleichbarer Qualifikation sowie Inhabern von Fortbildungsabschlüssen eine direkte und allgemeine Hochschulzugangsberechtigung zuerkannt.

Das Gesetz wird Ende Januar die Bürgerschaft zur ersten Lesung erreichen, die zweite Lesung ist für März 2010 vorgesehen.

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Erleichterungen bei Anerkennung von ausländischen Qualifikationen

Das Bundeskabinett hat am 9. Dezember 2009 in Berlin ein Eckpunktepapier beschlossen, mit dem die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse erleichtert werden soll. Demnach ist ein gesetzlicher Anspruch auf ein Anerkennungsverfahren für alle im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse und Qualifikationen vorgesehen. Ziel ist es, dass ausländische Fachkräfte auf ihrem Leistungsniveau arbeiten können. Dadurch soll auch dem Fachkräftemangel in Deutschland begegnet werden.

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Quelle: istockphoto.com

Solidaritätszuschlag

(Uf.) Das Bundesfinanzministerium hat mit einer Verwaltungsanweisung festgelegt, dass der Solidaritätszuschlag nur noch vorläufig festgesetzt wird (Schreiben IV A 3 - S 0338/07/10010). Die vorläufige Festsetzung gilt für die Festsetzungszeiträume ab 2005. Für Steuerzahler bedeutet dies, dass künftig kein Einspruch mehr eingelegt werden muss, wenn der Vorläufigkeitsvermerk auf dem Steuerbescheid entsprechend enthalten ist. So bleiben die Steuerbescheide offen und können nach einer endgültigen Bundesverfassungsgerichtsent­scheidung gegebenenfalls geändert werden. Hintergrund ist die Vorlage des Niedersächsischen Finanzgerichtes an das Bundesverfassungsgericht, in der die Richter die Überzeugung äußerten, dass der Solidaritätszuschlag nach dem entsprechenden Gesetz spätestens ab dem Jahr 2007 seine verfassungsrechtliche Berechtigung verloren habe. Das Finanzgericht Münster sieht dies laut aktueller Entscheidung allerdings anders (Az.: 7 K 143/08). Es bleibt abzuwarten, wie das Bundesverfassungsgericht entscheidet.

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Quelle: istockphoto.com

Kein Arbeitsunfall

(Uf.) Das Sozialgericht Detmold hat in einer aktuellen Entscheidung (Az.: S 14 U 3/09) festgelegt, dass ein Arbeitsunfall nur vorliegt bei dem Weg zur Arbeit und von dort wieder nach Hause. Sofern die Fahrt jedoch unterbrochen wird (z. B. zum Tanken) und sich dann ein Unfall ereignet, besteht nur Versicherungsschutz, wenn der Grund für die Unterbrechung einen besonders engen sachlichen, örtlichen und zeitlichen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit aufweist. Das Auftanken des für den Weg zur Arbeit benutzten Fahrzeugs ist grundsätzlich dem persönlichen Lebensbereich des Versicherten zuzurechnen und damit nicht geschützt. Etwas anderes könne in unvorhersehbaren Fällen vorliegen, wenn der Versicherte den Grund nicht zu vertreten hat (z. B. Verkehrsumleitung, Stau). Insofern hat im vorliegenden Fall die beklagte Berufsgenossenschaft den Unfall nicht als Arbeitsunfall angesehen und die Leistungen verweigert, und das Sozialgericht hat dies für rechtens erklärt.

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Personalia


Lehrpreis für DHV-Präsidenten

Der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Professor Bernhard Kempen, ist von der Fachschaft Jura der Universität zu Köln wegen seiner fakultätsweit besten Lehrevaluationsergebnisse am 11. November 2009 der Lehrpreis für das Jahr 2009 überreicht worden. Gewürdigt wurden Kempens besondere Verdienste um die Förderung der Lehre an der Universität zu Köln.

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Quelle: Humboldt-Stiftung

Neuer Staatssekretär im BMBF

Georg Schütte soll neuer beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) werden. Der Generalsekretär der Alexander von-Humboldt-Stiftung  folgt im Ministerium Staatssekretär Professor Frieder Meyer-Krahmer, der dem BMBF seit 2005 angehört.

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Quelle: Deutscher Bundestag

Burchardt bleibt Ausschussvorsitzende

Die SPD-Abgeordnete Ulla Burchardt bleibt Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Stellvertretender Vorsitzender ist Eberhard Gienger (CDU/CSU).

Dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung gehören in der neuen Legislaturperiode 13 Unions- und acht SPD-Abgeordnete als ordentliche Mitglieder an. Die FDP-Fraktion ist in dem Ausschuss mit fünf Mitgliedern vertreten. Die Fraktionen von Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen stellen jeweils vier Mitglieder.

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Quelle: Kultusministerium Bayern

Neuer Präsident I

Der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle wird im kommenden Jahr neuer Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK). Er wird das Amt am 22. Januar 2009 von Henry Tesch übernehmen.

Der Kultusminister von Mecklenburg-Vorpommern ist künftig einer von drei Vizepräsidenten der KMK. Zu weiteren Vizepräsidenten wurden die Ministerkollegen aus Hamburg und Sachsen-Anhalt, Christa Goetsch und Professor Jan-Hendrik Olbertz, gewählt.

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Quelle: FU Berlin/Uta Rademacher

Neuer Präsident II

Professor Dieter Lenzen wird neuer Präsident der Universität Hamburg. Der Hochschulrat und der Akademische Senat hatten dem Vorschlag der Findungskommission bereits am 20. November 2009 zugestimmt. Der amtierende Präsident der FU Berlin nahm die Wahl am 11. Dezember 2009 an. Der Erziehungswissenschaftler tritt voraussichtlich im März 2010 die Nachfolge von Frau Professor Monika Auweter-Kurtz an, die nach Protesten von Studenten und Professoren ihren Posten abgeben musste.

 

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Quelle: Yale University

Neuer Präsident III

Professor Karl Ulrich Mayer wird neuer Präsident der Leibniz-Gemeinschaft. Die Mitgliederversammlung der Leibniz-Gemeinschaft wählte den Soziologen am 27. November 2009 anlässlich der Jahrestagung in Rostock. Mayer, der derzeit  an der Yale University (USA) forscht und lehrt,  wird zum 1. Juli 2010 den derzeitigen Amtsinhaber Ernst Theodor Rietschel ablösen.

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Quelle: Universität Marburg

Neue Präsidentin I

Die Medizinerin und Vizepräsidentin der Universität Marburg, Frau Professor Babette Simon, wird neue Präsidentin der Universität Oldenburg. Sie setzte sich gegen ihren Konkurrenten Professor Wolfgang Osten, Physiker und Prorektor der Universität Stuttgart, durch.

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Quelle: Universität Marburg

Neue Präsidentin II

Frau Professor Katharina Krause ist am 30. November 2009 zur neuen Präsidentin der Universität Marburg gewählt worden. Mit der Kunsthistorikerin und bisherigen Vizepräsidentin steht erstmals eine Frau an der Spitze der Hochschule. Krause folgt Professor Volker Nienhaus nach, der seit 2004 Präsident ist und sich nicht zur Wiederwahl gestellt hatte.

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Quelle: TU München

Hochschulmanager des Jahres

Professor Wolfgang A. Herrmann, Präsident der Technischen Universität München, ist "Hochschulmanager des Jahres". Die Auszeichnung hat die Financial Times Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) zum zweiten Mal vergeben.

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Leibniz-Preisträger 2010

Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am 3. Dezember 2009 aus 170 Vorschlägen über die Preisträger im Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm entschieden. Danach erhalten eine Wissenschaftlerin und neun Wissenschaftler die mit jeweils bis zu 2,5 Millionen Euro dotierten Auszeichnungen. Zu den ausgewählten Preisträgern gehören drei Geistes- und Sozialwissenschaftler, vier Biowissenschaftler, ein Naturwissenschaftler und zwei Ingenieurwissenschaftler. In Berlin werden am 15. März 2010 ausgezeichnet: Professor Jan Born von der Universität zu Lübeck, Professor Peter Fratzl vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam, Professor Roman Inderst von der Universität Frankfurt/Main, Professor Christoph Klein von der Medizinischen Hochschule Hannover, Professor Ulman Lindenberger vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, Professor Frank Neese von der Universität Bonn, Professor Jürgen Osterhammel von der Universität Konstanz, Frau Professor Petra Schwille von der Technischen Universität Dresden, Professor Stefan Treue vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen und Professor Joachim Weickert von der Universität des Saarlandes.
www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen/2009/presse_2009_65.html

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Physik-Preisträger 2010

Professor Dieter Vollhardt von der Universität Augsburg erhält die "Max-Planck-Medaille für theoretische Physik"  für seine Beiträge zur Festkörperphysik. Das gab die Deutsche Physikalische Gesellschaft am 19. November 2009 in Bad Honnef bekannt. Die "Stern-Gerlach-Medaille für experimentelle Physik" geht an Professor Horst Schmidt-Böcking von der Universität Frankfurt am Main.
www.dpg-physik.de/index.html

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DHV-Ticker

Einladung zum DHV-Tag 2010 an junge Mitglieder

(Uf.) Der nächste DHV-Tag am 22./23. März 2010 in Hamburg wird sich dem Thema "Wissenschaft und Ethik" widmen.

Der Deutsche Hochschulverband nimmt die Tagung zum Anlass für eine besondere Aktion: 50  Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler  werden die Gelegenheit erhalten, auf Einladung des Hochschulverbandes am nächsten DHV-Tag - kostenfrei - teilzunehmen und als Gäste mitzudiskutieren, ohne Funktionsträger zu sein. Unter allen Habilitanden, Juniorprofessoren, Privatdozenten oder vergleichbaren Qualifizierten ohne dienstrechtliche Professur, die im Kalenderjahr 2009 Mitglied im DHV geworden sind, werden die insgesamt 50 Gewinnerinnen und Gewinner per Los ermittelt und im Januar 2010 eingeladen.

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Glanzlichter der Wissenschaft 2009

(Gri.) Der Sammelband "Glanzlichter der Wissenschaft" vereinigt herausragende wissenschaftliche Veröffentlichungen und Vorträge renommierter Autoren, die im Laufe des Jahres 2009 entstanden sind. Sie spiegeln Entwicklungen, die über den Tag und das Jahr ihrer Veröffentlichung hinaus Bedeutung behalten - als Beispiele für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Themen unserer Zeit.

Mit Beiträgen von Josef Ackermann und Hans Christoph Binswanger, Benedikt XVI, Norbert Bolz, Lord Ralf Dahrendorf, Udo Di Fabio, Andreas Dörpinghaus, Ute Frevert, Wolfgang Frühwald , Detlev Ganten, Max-Emanuel Geis u. v. a.

Glanzlichter der Wissenschaft 2009. Ein Almanach. Herausgegeben vom Deutschen Hochschulverband 2009. 180 S., geb. Euro 25,90 plus Porto (für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes 19,90 Euro plus Porto).  ISBN 978-3-8282-0488-1

Zu bestellen bei: Deutscher Hochschulverband . Rheinallee 18 . 53173 Bonn E-Mail: dhv@hochschulverband.de . Fax: 0228 / 902 66 80

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Mitgliedsbeiträge

(Wi.) Aufgrund der tariflich vereinbarten Regelung der Anpassung Ost an 100 Prozent West werden die DHV-Mitgliedsbeiträge Ost und West bei den Hochschullehrern im aktiven Dienst vereinheitlicht. Darüber hinaus erhöhen sich nach Maßgabe der Entscheidung des 59. DHV-Tages 2009 in Düsseldorf die Mitgliedsbeiträge zum 1. Januar 2010 um 1,9 Prozent.

Je nach dienstrechtlicher Stellung belaufen sich damit die Mitgliedsbeiträge ab 2010 zwischen 167,- Euro und 24,- Euro im Jahr. Die einzelnen Beiträge lassen sich auf der Homepage des DHV unter

http://www.hochschulverband.de/cms1/mitgliedschaft.html

abrufen.

Jedes Mitglied wird gebeten, beitragswirksame Änderungen der dienstrechtlichen Stellung der Geschäftsstelle frühzeitig mitzuteilen. Nach der Satzung des Deutschen Hochschulverbandes ist eine Rückzahlung zuviel gezahlter Beiträge ausgeschlossen, wenn die Überzahlung auf eine fehlende Anzeige zurückzuführen ist. Die Mitgliederdaten umfassen erst seit einigen Jahren das Geburtsdatum. Darüber hinaus gibt es aufgrund der individuellen Entscheidung bei der Emeritierung, Pensionierung oder Verrentung einen zeitlichen Spielraum von mehreren Jahren. Deshalb ist die Geschäftsstelle auf diese Mitteilung angewiesen.

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Landesverband Berlin

(Wi.) In der Sitzung des Landeskonventes Berlin vom 3. November fanden Neuwahlen statt: Als Nachfolgerin von Professor Schaffartzik (Charité, Klinik für Anästhesiologie) wurde Frau Professor Fontaine (UdK, Institut für Musikwissenschaft) zur neuen Landesverbandsvorsitzenden gewählt.
Stellvertretende Landesvorsitzende sind Frau Professor Favreau-Lilie (FU,
Friedrich-Meinecke-Institut) und Privatdozent Bernd Viehweger (HU, Institut für Wirtschaftsinformatik). Frau Professor Gerlind Lehmann (FU, Institut für Zoologie) wurde in ihrer Funktion als kooptierendes Mitglied bestätigt.

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Neuwahl DHV-Gruppe Bochum

(Wi.) In Nachfolge von Professor Wank (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht) wurde im Rahmen einer Mitgliederversammlung am 18. November 2009 Professor Windel (Lehrstuhl für Prozessrecht und Bürgerliches Recht) in den Vorstand der DHV-Gruppe Bochum gewählt. Professor Schaub (Lehrstuhl für Spezielle Zoologie und Parasitologie) bleibt als zweiter DHV-Vertreter im Amt.

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Bis zu 500 Euro für einen Depotwechsel

Die Deutsche Privatvorsorge AG, Premiumpartner des Deutschen Hochschulverbands (DHV), fördert seit Januar 2009 den Wissenschaftspreis "Rektor/Präsident des Jahres". Wechselwilligen Inhabern von Investmentdepots bietet sie jetzt eine Prämie von bis zu 500 Euro. Wer als Neukunde bis zum 31. März 2010 über die Deutsche Privatvorsorge AG ein Investmentdepot eröffnet, erhält ein Prozent seines Depotvolumens als Prämie gutgeschrieben - maximal 500 Euro. Dies gilt ab einem Depotvolumen von mindestens 20.000 Euro bis maximal 50.000 Euro. Dabei spielt es keine Rolle, ob Bestände übertragen werden oder ob es sich um Neuanlagen handelt. Berücksichtigt wird das gesamte Depotvermögen mit Geldanlagen wie Fonds, Aktien oder Zertifikaten. Nur Guthaben auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten sind von der Aktion ausgeschlossen. Die Deutsche Privatvorsorge möchte Anleger mit diesem Angebot dazu anregen, ihr Depot von den kompetenten Anlageberatern der Deutschen Privatvorsorge kritisch überprüfen und - wenn nötig - optimieren zu lassen.

www.deutsche-privatvorsorge.de/content.php/coPath/0_7_9/coID/6/content/Depotwechsel

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DHV-Seminare


DHV-Seminare im Januar und Februar 2010

Chefärzte 2010

Konferenzzentrum München, Freitag, 15. Januar 2010, 10:00-17:30 Uhr

http://www.hochschulverband.de/cms1/626.html

 

Potentiale nutzen! - Individuelles Bewerbungstraining für Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen
Düsseldorf, Donnerstag/Freitag, 21./22. Januar 2010
http://www.hochschulverband.de/cms1/617.html

Drittmitteleinwerbung und -verwaltung

Universität Mannheim, Donnerstag, 28. Januar 2010, 10:00-18:00 Uhr

http://www.hochschulverband.de/cms1/629.html

 

Problemorientiertes Lernen

Wissenschaftszentrum Bonn, Montag, 8. Februar 2010, 10:00-18:00 Uhr

http://www.hochschulverband.de/cms1/621.html

 

Die W-Besoldung

Wissenschaftszentrum Bonn, Dienstag, 9. Februar 2010, 10:00-17:00 Uhr

http://www.hochschulverband.de/cms1/632.html

 

Fundraising für Hochschulen

Kaiserin-Friedrich-Haus Berlin, Freitag, 19. Februar 2010, 10:00-17:30 Uhr

http://www.hochschulverband.de/cms1/633.html

 

Berufungsverhandlungen effektiv führen

Universität Mannheim, Freitag, 19. Februar 2010, 10:00-18:00 Uhr

http://www.hochschulverband.de/cms1/647.html

 

Vorträge und Selbstpräsentation in den USA

Hotel Bristol Bonn, Donnerstag/Freitag, 25./26. Februar 2010

http://www.hochschulverband.de/cms1/641.html

Neu im Programm:

Berufung auf eine Professur im Angestelltenverhältnis
Wissenschaftszentrum Bonn, Montag, 26. April 2010, 11:00-16:00 Uhrhttp://www.hochschulverband.de/cms1/758.html

Die neue Seminarbroschüre des Deutschen Hochschulverbandes mit allen Termine bis Ende 2010 kann kostenlos angefordert werden bei Dr. Ulrich Josten, Tel.: 0228/902-6634, E-Mail: josten@hochschulverband.de.

Alle Termine und Programme finden Sie auch unter www.karriere-und-berufung.de

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Vorschau F&L


Altern

Andreas Speer: Von der Freiheit des Alters
Unzeitgemäße Betrachtungen aus philosophischer Sicht

Interview mit Axel Börsch-Supan
Ein Geschenk, keine Katastrophe
Über die ökonomischen Folgen des demographischen Wandels

Florian Schmieder : Für einen aktiven Lebensstil
Geistige Leistungsfähigkeit im Alter aus kognitionswissenschaftlicher Sicht

u.a.

Bologna-Reform

Felix Grigat: Die Gejagten
Über Reform, Reformer und Studentenproteste

Harro Müller-Michaels: Weiterbauen an Bologna
Ein Plädoyer

Medizin und Programmforschung

Josef Pfeilschifter: Das Rätsel des Jungbrunnens ist noch nicht gelöst
Die „Gesundheitsforschungsinitiative“ der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF)

Fragen an Jürgen Schölmerich zur Gesundheitsforschungsinitiative der HGF
u.a.

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Zu guter Letzt...


Quelle: istockphoto.com

Geld allein macht nicht glücklich

Wirtschaftswachstum führt nicht automatisch zu mehr Lebenszufriedenheit. Das geht aus dem ersten deutschen "Glücks-Bruttoinlandsprodukt" hervor, das Münsteraner Forscher im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt haben. Darin sind klassische Wohlstandsparameter wie Einkommen und Vermögen durch weitere, nachweislich glücksrelevante Indikatoren wie z. B. Arbeitsplatzsicherheit, Einkommensverteilung, Gesundheit und Familienstatus ergänzt.

In Deutschland, so das Ergebnis, ist die Lebenszufriedenheit seit Beginn der 1990er Jahre insgesamt konstant geblieben, zeigt jedoch durchaus konjunkturelle Schwankungen. So markieren die Jahre 1997 und 2004 relative Tiefpunkte, während 2001 die Lebenszufriedenheit einen Höhepunkt erreichte. Dieses Muster folgt der eigentlichen Konjunktur mit etwa einem Jahr Zeitverzögerung. So hat sich die Wirtschafts- und Finanzkrise bis 2008 noch nicht negativ in der Lebenszufriedenheit bemerkbar gemacht, weil die positive Arbeitsmarktlage nachwirkt.

Ein steigendes Einkommen wirkt sich zwar glückssteigernd aus, allerdings konnte in dieser Studie kein Beleg dafür gefunden werden, dass die zunehmende Einkommensungleichheit unglücklich macht. Materielle und soziale Sicherheit werden um so wichtiger, je besser es den Menschen bereits geht, lautet ein Fazit der Studie.

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Impressum

Redaktion

Dr. Michael Hartmer
Dr. Matthias Jaroch

presse@hochschulverband.de

Weitere Mitarbeiter dieser Ausgabe

Dr. Dirk Böhmann (Böh.)
Felix Grigat, M.A. (Gri.)
Birgit Ufermann (Uf.)
Angelika Wirth, M.A. (Wi.)

Versandte Exemplare

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