Newsletter 03/2010

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Hochschulpolitik


Qualität statt Quantität

Ab dem 1. Juli 2010 gelten neue Regelungen für Publikationsangaben in Förderanträgen und Abschlussberichten an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen  in ihren Anträgen und Berichten an die DFG künftig statt beliebig vieler Veröffentlichungen nur noch wenige, besonders aussagekräftige Publikationen als Referenz nennen dürfen. Damit will die DFG die Bedeutung von Publikationsverzeichnissen und numerischen Indikatoren verringern.

Bei ihrem wissenschaftlichen Lebenslauf dürfen Antragsteller künftig insgesamt maximal fünf Veröffentlichungen nennen. Bei den Publikationen mit direktem Bezug zum jeweiligen Projekt dürfen künftig pro Jahr der Förderperiode nur zwei Veröffentlichungen angeführt werden. Bei mehreren Antragstellern können pro Jahr bis zu drei Veröffentlichungen angegeben werden.

In allen Fällen sollen nur Publikationen genannt werden, die bereits veröffentlicht sind oder deren Veröffentlichung unmittelbar und nachweisbar bevorsteht. Manuskripte, die nur zur Veröffentlichung eingereicht, aber noch nicht angenommen wurden, dürfen nicht mehr aufgeführt werden.

Die Schilderung dessen, was Antragsteller erreichen wollen und hierzu bereits an eigenen Arbeiten geleistet haben, soll wichtiger werden und zur Grundlage für die Begutachtung und Bewertung des Forschungsprojekts werden.

http://www.dfg.de/

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Kempen: "Qualität statt Quantität - auch in Berufungsverfahren"       

 

"Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat eine begrüßenswerte und beispielhafte Initiative zur Eindämmung der Publikationsflut in der Wissenschaft ergriffen", so der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Bernhard Kempen. "Nun sind die Universitäten am Zug."

Diese seien aufgefordert, vergleichbare Regelungen in ihre Berufungsordnungen aufzunehmen. "Auch für die Qualitätsfeststellung in Berufungsverfahren muss gelten: Allein die Inhalte vorgelegter Publikationen entscheiden über die Berufbarkeit, nicht ihre Zahl", betonte Kempen. Die Beurteilung wissenschaftlicher Leistungen müsse sich aus der Fixierung auf numerische Indikatoren lösen. Nur auf diese Weise könne der derzeit vorherrschenden Devise "Publish or Perish" entgegengewirkt werden. "Die Beschränkung der Publikationsangaben bei Berufungsbewerbungen ist dazu ein wichtiger Beitrag", erklärte Kempen. "Die DFG-Initiative fordert die deutsche Wissenschaft auf, sich darüber Gedanken zu machen, wie sie einer unnützen Publikationsflut Einhalt gebieten kann. Andernfalls wird am Ende stehen, dass alle schreiben und kaum noch einer liest. Das ist keine Wissenschaft mehr."

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Bologna-Nachfolgekonferenz in Budapest und Wien

Zehn Jahre nach dem Start des Bologna-Prozesses zur Errichtung eines europäischen Hochschulraumes haben die zuständigen Minister aus den 46 Bologna-Staaten am 11. und 12. März 2010 in Budapest und Wien Bilanz gezogen. Zum Auftakt der Bologna-Nachfolgekonferenz wurde Kasachstan als 47. Signatarstaat der Bologna-Erklärung aufgenommen. Trotz einer überwiegend positiven Würdigung wurden in allen Signatarstaaten Umsetzungsschwierigkeiten eingeräumt, die nunmehr unter Hinzuziehung von Lernenden und Lehrenden angegangen werden müssten.

Laut Bundesministerin Schavan ist es wichtig, dass der Bund den Ländern eine dritte Säule des Hochschulpakts anbietet, mit der die Hochschulen auch durch den Einsatz zusätzlichen Personals bei der Verbesserung ihrer Lehr- und Studienbedingungen unterstützt werden. Zudem sollen Zentren für Studium und Lehre etabliert werden, die neue Impulse zur Professionalisierung und Qualitätssicherung der Lehre geben. Um die Mobilität der Studierenden in den neuen Studiengängen zu steigern, wolle das Bundesministerium für Bildung und Forschung seine Maßnahmen zur Mobilitätsförderung weiter ausbauen. Hochschulkooperationen und Studienprogramme mit gemeinsamen Abschlüssen sollen verstärkt gefördert werden. Gegenüber dem Deutschlandradio Kultur plädierte die Bundesministerin dafür, 15 Prozent der Studieninhalte als "Studium generale" anzulegen.

Schavan will am 17. Mai 2010 eine nationale Bologna-Konferenz einberufen, bei der alle Akteure an einen Tisch gebracht werden sollen, um konkrete Maßnahmen zur Behebung von Defiziten bei der Umsetzung zu beschließen.
www.bmbf.de/press/2811.php

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Mehr Kompetenzen für den Bund und Qualitätsoffensive für die Lehre

Für eine bessere Hochschullehre will der Bund den Ländern bis 2020 jährlich 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Dies kündigte Bildungsministerin Annette Schavan  in der Wochenzeitschrift "Die Zeit" vom 25. Februar 2010 an. Mit dem Geld sollen zehn hochschuldidaktische Zentren entstehen. Zugleich könnten bis zu 80 Unis mit guten Lehrkonzepten gefördert werden. Denkbar seien Juniorprofessuren mit dem Schwerpunkt Lehre, um die dann Mentoren oder Tutoren gruppiert werden.

Vier Jahre nach der Föderalismusreform zeigte sich Schavan zudem für eine erneute Grundgesetzänderung im Bildungsbereich offen. Es müsse ein Weg gefunden werden, wie der Bund bei der Bildung tätig werden könne, ohne in eine Grauzone zu geraten, erklärte die Ministerin. Wenn dazu eine Verfassungsänderung nötig sei, "sollten wir sie nicht scheuen", so Schavan.

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Reform der Reform angemahnt

Die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) sieht erheblichen Nachbesserungsbedarf bei der Bologna-Reform. In ihrem Gutachten 2010, das am 24. Februar 2010 in Berlin übergeben wurde, gelangt sie zu dem Fazit, dass wichtige Reformziele verfehlt worden seien. Ein Studium sei für junge Leute kaum attraktiver geworden, die Zahl der Studienabbrüche nicht gesunken. Weder sei es geglückt, Schüler aus bildungsfernen Schichten für ein Studium zu gewinnen noch die internationale Mobilität zu verbessern. Gründe dafür lägen in der mangelnden Anpassung der Lehrinhalte an das neue Studiensystem und die Einschränkung der Wahlmöglichkeiten der Studierenden. Den Dozenten fehle aufgrund der höheren Lehrbelastung nicht nur Zeit für eine individuelle Beratung von Studierenden, sondern auch für Forschung. Neben einem größeren Gestaltungsspielraum für die Hochschulen bei der Gestaltung von Studiengängen, einer besseren Studienorganisation sowie stärkeren finanziellen Förderungsmöglichkeiten für Studierende regt das EFI an, die Personalausstattung der Hochschulen zu erhöhen, um in Deutschland Forschung und Lehre auf international wettbewerbsfähigem Niveau zu ermöglichen.
www.e-fi.de/index.php

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Exzellenzinitiative I: Neue Runde beginnt

Die Förderung der Spitzenforschung im Rahmen der Exzellenzinitiative geht in eine neue Runde. Bund und Länder stellen hierfür bis zum Jahr 2017 insgesamt 2,7 Milliarden Euro bereit. Die am 12. März 2010 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Wissenschaftsrat vorgestellten neuen Kriterien sehen erstmals auch vor, die Hochschullehre mit in den Blick zu nehmen.

Mit der Veröffentlichung werden die Hochschulen in Deutschland eingeladen, bis zum 1. September 2010 Skizzen für Neuanträge einzureichen. Nach einer wissenschaftlichen Begutachtung werden voraussichtlich im März 2011 ausgewählte Skizzen für Neuanträge und bereits in den ersten beiden Runden geförderte Projekte zur Einreichung von Vollanträgen aufgefordert. Die endgültige Entscheidung fällt im Sommer 2012.

Höher als zuvor gefördert werden Forschungscluster mit drei bis acht Millionen Euro pro Jahr und Graduiertenschulen mit ein bis 2,5 Millionen Euro per annum. Universitäten, die den Elitestatus anstreben, müssen wie bisher mindestens ein Cluster und eine Graduiertenschule vorweisen, können jedoch für beide Förderlinien gemeinsame Anträge einreichen. Für die Zukunftskonzepte zur Förderung der Spitzenforschung sind insgesamt rund 142 Millionen Euro jährlich eingeplant.

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Exzellenzinitiative II: Warnung vor ungewollten Nebenwirkungen

Der durch die Exzellenzinitiative eingeleitete Dauerwettbewerb in Hochschule und Forschung kann trotz vielerlei positiver Aspekte ungwollte Nebenwirkungen haben. Dies geht aus einer vorläufigen Bilanz der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) hervor.

Eine Überspezialisierung einer ganzen Generation von Wissenschaftlern drohe besonders dann, wenn die Förderung durch die Exzellenzinitiative in bestimmten Forschungsbereichen oder Universitäten auslaufe, heißt es in der am 8. März 2010 in Berlin vorgestellten Studie mit dem Titel "Die Exzellenzinitiative - Zwischenbilanz und Perspektiven". So drohten im Zuge der Exzellenzinitiative vor allem kleinere Fächer an den Rand gedrängt zu werden. Nicht behoben werde die chronische Unterfinanzierung der Lehre. Durch die Förderung der Spitzenforschung könnten sich die Lehrbedingungen sogar weiter verschlechtern. Das Ungleichgewicht von unterfinanzierter Lehre und selektiv geförderten Forschungsbereichen begünstige konfliktträchtige Parallelstrukturen innerhalb von Hochschulen. Wichtig sei, die Übergänge zwischen exzellenten und nicht geförderten Universitäten und Forschungsbereichen offen zu halten, um den Wettbewerb auch nachhaltig zu fördern und zu verhindern.

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Modifikation des Qualifikationsrahmens gefordert

Der Senat der Hochschulrektorenkonferenz hat den von Bund und Ländern erarbeiteten Entwurf eines Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (DQR) kritisiert. Ziel des DQR ist es, durch die Zuordnung in acht Kompetenzstufen Transparenz im gesamten Bildungssektor  zu schaffen und dadurch Mobilität sowie Durchlässigkeit im deutschen und europäischen Bildungsraum zu erhöhen.

Nach Ansicht des HRK-Senats würden die wissenschaftlichen Qualifikationen im derzeitigen DQR nicht angemessen abgebildet, so dass sachgerechte Aussagen über ihren Platz im Bildungssystem nicht möglich seien. Wenn der DQR in seiner derzeitigen Form in Kraft träte, werde der Stellenwert von forschungs- und entwicklungsbezogenen Kompetenzen gegenüber unmittelbar anwendungsbezogenen Qualifikationen sinken. In der Folge würden falsche Vorstellungen von den Ansprüchen eines Studiums und den nötigen Vorqualifikationen vermittelt.

Um die Profile der unterschiedlichen Bildungsbereiche realistisch zu erfassen und vergleichbar zu machen, solle für den Hochschulbereich der bereits vorliegende Qualifikationsrahmen für die deutschen Hochschulabschlüsse genutzt werden. Dieser benenne übergreifende Standards, die international mit 46 Bologna-Staaten abgestimmt seien und für mehr als 10.000 deutsche Studiengänge sowie für die Promotion gälten. Ihre Einhaltung werde in aufwändigen Akkreditierungsverfahren für jedes Programm an jeder Hochschule überprüft. Ähnliche Rahmenwerke könnten für die Schul- und die berufliche Bildung erarbeitet werden, um auf dieser Grundlage die unterschiedlichen Qualifikationen sachgerecht und dem jeweiligen Bildungsverständnis entsprechend in einen künftigen Deutschen Qualifikationsrahmen einzuordnen.
http://www.hrk.de/de/presse/95_5438.php

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4,80 Euro Stundenlohn für Lehrbeauftragte

Mit einem offenen Brief machen Lehrbeauftragte der Universität Potsdam auf ihre prekäre Lage aufmerksam. So erhielten Lehrbeauftragte am Institut für Germanistik  für die Leitung eines Proseminars eine einmalige Zahlung von 540 Euro, berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf die Initiative "Intelligenzija Potsdam".

Damit seien 30 Stunden Lehre, mindestens 15 Sprechstunden, die Vor- und Nachbereitung des Seminars sowie die Bewertung von Klausuren, mündlichen Prüfungen oder Hausarbeiten abgegolten. Während der offizielle Stundenlohn lediglich die 30 Stunden Unterricht vergüte, liege der tatsächliche Stundenlohn demnach bei höchstens 4,80 Euro und damit unterhalb des gewerkschaftlich geforderten Mindestlohns von 7,50 Euro pro Stunde. Die Potsdamer Initiative fordert daher die Verdoppelung der Entlohnung für Lehrbeauftragte auf 1080 Euro pro Semester und die Anerkennung der Lehrbeauftragten als Mitglieder der Universität.

An Brandenburgs Hochschulen habe sich die Zahl der Lehrbeauftragten zwischen 1999 und 2008 fast verdoppelt: von 704 auf 1331, teilte die Initiative mit.

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Plädoyer für Deutsch als Wissenschaftssprache

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat am 25. Februar 2010 ein Memorandum zur Förderung von Deutsch als Wissenschaftssprache vorgelegt. Darin fordert er, dass die deutsche Sprache in der zunehmend vom Englischen dominierten internationalen Wissenschaft ihre traditionsreiche Stellung bewahren müsse. Während der Status des Englischen als "lingua franca" anzuerkennen sei, müsse Deutsch als Wissenschafts- und Kultursprache gepflegt werden. So müsse deutschen Wissenschaftlern die Möglichkeit erhalten bleiben, ihre Erkenntnisse in der eigenen Muttersprache und der entsprechenden sprachlichen Nuancierung zu formulieren.

Zugleich ist der DAAD der Überzeugung, dass die Vorteile des Erwerbs der deutschen Sprache - wie der Zugang zu einem der bedeutendsten Standorte für Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur - stärker hervorgehoben werden sollten. In englischsprachigen Studiengängen soll deswegen verstärkt auf studienbegleitende Deutschlern-Angebote hingewirkt werden, um die soziale Integration der ausländischen Gäste an den Hochschulen zu gewährleisten.
http://www.daad.de/portrait/de/1.2.4.html

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Quelle: istockphoto.com

Berlin Academic

Der Berlin-Verlag hat mit "Berlin Academic" einen eigenen Internet-Wissenschaftsverlag gegründet. Auf einer Onlineplattform soll das Programm nach den Prinzipien des Open Access publiziert werden. Kostenfreies Lesen am Bildschirm soll möglich sein. Gleichzeitig sollen alle Titel kostenpflichtig über Print on Demand und in verschiedenen E-Book-Formaten vertrieben werden. Freigeschaltet werden soll die Plattform im Sommer dieses Jahres.

Zu den Schwerpunkten des Wissenschaftsprogramms gehören Zeitgeschichte, Soziologie und Philosophie. Auf der Plattform erhalten zudem wissenschaftliche Institutionen und Universitäten die Möglichkeit, ihre Schriften zu veröffentlichen.

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Mehr Studienberechtigte

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes haben im Jahr 2009  rund 447.200 Schülerinnen und Schüler in Deutschland die Hochschul- oder Fachhochschulreife erworben. Das waren 5.200 ( +1,2 Prozent) mehr als im Vorjahr. Mit einem Anteil von 70 Prozent erwarb die Mehrheit der Studienberechtigten die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife (313.300); 133.900 Absolventen erlangten die Fachhochschulreife.

Aufgrund der Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre nahm die Anzahl der Studienberechtigten im Saarland um fast die Hälfte (+47 Prozent) zu. In Mecklenburg-Vorpommern, das bereits im Jahr 2008 zwei Schuljahrgänge aus den Gymnasien entlassen hatte, war demgegenüber ein Rückgang um 46,2 Prozent zu verzeichnen. In Sachsen-Anhalt, wo bereits 2007 gleichzeitig Absolventen der 12. und 13. Jahrgangsstufe das Gymnasium verlassen hatten, war der Rückgang mit 17,4 Prozent im Jahr 2009 gegenüber 2008 noch immer spürbar.

In den Ländern, die keine doppelten Entlassungsjahrgänge in den Jahren 2007 bis 2009 hatten, lag die Zahl der Studienberechtigten um 2,6 Prozent (+ 10.700) über der des Vorjahres. Während in Thüringen (- 9,1 Prozent) und Sachsen (- 7,2 Prozent) die Studienberechtigtenzahlen rückläufig waren, stiegen sie vor allem in Hamburg (+ 9 Prozent), Baden-Württemberg (+ 7,3 Prozent) und Rheinland-Pfalz (+ 7 Prozent).
www.destatis.de

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Mehr Kinder aus nichtakademischen Elternhäusern wollen studieren

Ein halbes Jahr nach Erwerb der Hochschulreife haben knapp drei Viertel aller Studienberechtigten des Jahrgangs 2008 ein Hochschulstudium entweder bereits begonnen (44 Prozent) bzw. planen diesen Schritt  für die Folgezeit (28 Prozent). Die Studierquote für die Studienberechtigten 2008 liegt somit bei 72 Prozent. Das geht aus der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Befragung der Studienberechtigten 2008 hervor, die die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) durchgeführt hat.

Damit ist der Negativtrend der Vorjahre gestoppt. Zwischen 2002 und 2006 sank der Anteil der studienberechtigten Schulabgänger, die sich für ein Hochschulstudium entschieden haben, kontinuierlich von 73  auf zuletzt 68 Prozent. Während die Studierquote der Studienberechtigten, deren Eltern selber keinen Hochschulabschluss haben, gegenüber dem Vergleichsjahr 2006 um sechs Prozentpunkte auf 65 Prozent angestiegen ist, ist bei den Studienberechtigten aus akademischen Elternhäusern im selben Zeitraum ein Zuwachs um drei Prozentpunkte auf 78 Prozent zu verzeichnen. Bei den männlichen Studienberechtigten fällt die Studierquote mit 78 Prozent weiterhin deutlich höher aus als bei den weiblichen Studienberechtigten mit 66 Prozent.

Die beliebteste Studienrichtung bleiben die Wirtschaftswissenschaften, für die sich 13 Prozent aller Studienberechtigten interessierten. Jeweils neun Prozent der Studienberechtigten entscheiden sich für einen Lehramtsstudiengang oder ein Maschinenbaustudium, während die anderen ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen Elektrotechnik und Bauwesen/Architektur mit jeweils drei Prozent nach wie vor erheblich seltener gewählt werden.
http://www.his.de/presse/news/ganze_pm?pm_nr=632

Zur Studie "Studienberechtigte 2008 ein halbes Jahr nach Schulabschluss - Übergang in Studium, Beruf und Ausbildung":
http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201003.pdf

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Bessere Noten für G8-Schüler?

Klaus Wenzel, der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), hat schwere Vorwürfe gegen das bayerische Kultusministerium erhoben: Auf Druck der Behörde sollen Schüler des achtjährigen Gymnasiums (G8) besser benotet werden. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" am 25. Februar 2010. Kultusminister Spaenle wies die Anschuldigungen zurück.

Anlass für Wenzels Kritik war eine Erhebung des bayerischen Kultusministeriums: Danach schnitten die Elftklässler des G8 in den Halbjahreszeugnissen etwas besser ab als die Zwölftklässler des letzten neunjährigen Gymnasialjahrgangs (G9). Damit G8-Schüler besser abschneiden, seien auch die mündlichen Noten aufgewertet worden, so Wenzel. Bei den G8-Schülern wird die Gesamtnote zu gleichen Teilen aus mündlicher und schriftlicher Teilnote errechnet, bei den G9-Schülern zählt die schriftliche Note weiterhin doppelt. Mündliche Noten fielen aber erfahrungsgemäß immer besser aus, deshalb seien die G8-Schüler im Vorteil, betonte der Präsident der BLLV.

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Karriere


Nachwuchsförderung

Um die besten Postdoktorandinnen und -doktoranden in Deutschland zu halten oder aus dem Ausland zu gewinnen, fordern die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Alexander von Humboldt-Stiftung  eine leistungsgerechte Entlohnung. Viel zu häufig seien die deutschen Universitäten in diesem Punkt nicht konkurrenzfähig. Zu diesem Ergebnis kamen HRK-Senat und der Präsident der Humboldt-Stiftung, Professor Helmut Schwarz, nach einem Meinungsaustausch am 24. Februar 2010 in Berlin. Vor allem müsse Nachwuchswissenschaftlern durch "tenure track"-Stellen ein verlässlicher und planbarer Karriereweg angeboten werden, der nach positiven Begutachtungen auch tatsächlich zur Professur führe. Über mehr Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf könne die Zahl der weiblichen Nachwuchskräfte gesteigert werden. Ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollten sich zukünftig verstärkt als Mentoren für Nachwuchsforscher zur Verfügung stellen.
http://www.hrk.de/de/presse/95_5437.php

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Barometer


Quelle: istockphoto.com

Mehrheit für Imame mit Universitätsabschluss

Der Deutsche Hochschulverband hat die Newsletter-Leser zuletzt gefragt, ob Sie die Empfehlung des Wissenschaftsrats begrüßen, die Ausbildung islamischer Gelehrter und Religionslehrer künftig an deutschen Universitäten vornehmen zu lassen. 217 Personen nahmen an der Abstimmung teil. 58,5 Prozent stimmten mit Ja, 41,5 Prozent mit Nein.

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Quelle: istockphoto.com

Mehr Kompetenzen für den Bund?

Bundesministerin Schavan hat in einem Interview mit der "Zeit" angedeutet, notfalls per Grundgesetzänderung dem Bund mehr Mitspracherecht in der Hochschulpolitik zu ermöglichen (Vgl. Hochschulpolitik). Braucht der Bund mehr Kompetenzen in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik?
Zur Abstimmung:
www.hochschulverband.de

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Recht aktuell


Erhöhte Grundgehälter werden nicht auf Leistungsbezüge angerechnet

(Det.) Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat sich mit seiner Forderung, die in Bayern geplante Erhöhung der Grundgehälter in der Besoldungsordnung W nicht auf individuell gewährte Leistungsbezüge anzurechnen, durchgesetzt. Der DHV hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass eine derartige Verrechnung des Erhöhungsbetrags mit gewährten Leistungsbezügen sowohl hochschulpolitisch als auch beamtenverfassungsrechtlich untragbar sei. Im ursprünglichen Entwurf zur Novellierung des Dienstrechts im Freistaat Bayern war ein solcher Verrechnungsmodus vorgesehen. Dieser sei nun vom Tisch, erklärten sowohl Professor Winfried Bausback, zuständiger Berichterstatter im Ausschuss für Fragen des öffentlichen Dienstes, als auch Ingrid Aigner, Vorsitzende des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes. Man habe von der ursprünglichen Planung Abstand genommen, da eine Verrechnungsregelung die Verlässlichkeit der Berufungs- und Leistungsbezüge an den bayerischen Hochschulen in Frage gestellt hätte und zudem eine solche Kürzung nur schwer mit der Stärkung des Leistungsgedankens vereinbar gewesen sei.

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Gesetzentwurf zur Änderung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes

(Ra.) Anfang März 2010 fand im Niedersächsischen Landtag eine Expertenanhörung zur geplanten Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes statt, in der auch der Deutsche Hochschulverband (DHV) - Landesverband Niedersachsen - Stellung bezogen hat. Der DHV wendet sich insbesondere gegen die intendierte Stärkung des präsidialen Berufungsrechts. Nach dem Gesetzentwurf soll das Präsidium etwa das Recht erhalten, die Berufungskommissionen für Professuren in Exzellenzinitiativen ausschließlich mit Externen zu besetzen. Darüber hinaus ermöglicht es der Entwurf in Fällen, in denen für eine Professur "eine in besonderer Weise qualifizierte Persönlichkeit gewonnen werden soll, an der die Hochschule zur Verbesserung ihrer Qualität und zur Stärkung ihres Profils ein besonderes Interesse hat," auf die öffentliche Ausschreibung der Professur zu verzichten. Der DHV wendet sich ferner gegen die geplante Regelung, wonach in Ausstattungszusagen künftig festgelegt werden kann, dass Hochschullehrer die ihnen gewährten "geldwerten Vorteile" zurückerstatten müssen, wenn sie vor Ablauf einer individuell vereinbarten Zeitspanne an eine andere Universität wechseln.

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Streit um Google Book Settlement geht weiter

In der Auseinandersetzung um das Google Book Settlement ist weiterhin kein Ende absehbar. Die am 18. Februar 2010 stattgefundene mündliche Anhörung am zuständigen Bezirksgericht in New York führte zu keiner Entscheidung. Der zuständige Richter ließ verlauten, noch kein Urteil sprechen zu können, da zuvor noch das umfangreiche Material gesichtet werden müsse. Insgesamt wurden über 500 schriftliche Stellungnahmen zu dem Verfahren eingereicht.

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Quelle: istockphoto.com

Studiengebühr steuerlich nicht absetzbar

(Uf.) Die Studiengebühren für den Besuch einer (privaten) Hochschule  ihrer Kinder können Eltern nicht steuerlich als außergewöhnliche Belastung absetzen. Der Bundesfinanzhof wies mit einer Presseerklärung Ende Februar auf ein aktuelles Urteil vom 17. Dezember 2009 unter dem Aktenzeichen VI R 63/08 hin. Darin heißt es, dass es sich bei Studiengebühren nicht um außergewöhnlichen, sondern um üblichen Ausbildungsbedarf handele, selbst dann, wenn die Aufwendungen im Einzelfall außergewöhnlich hoch seien und für die Eltern unvermeidbar seien. Der übliche Ausbildungsbedarf werde in erster Linie durch das Kindergeld und den Kinderfreibetrag abgegolten, so dass eine zusätzliche steuerliche Berücksichtigung gemäß § 33 EStG ausgeschlossen sei.

 

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Kindergeld und Steuerhinterziehung

(Uf.) Den doppelten Bezug von Kindergeld für ein und dasselbe Kind hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (mit seinem aktuellen Urteil unter dem Aktenzeichen 4 K 1507/09) als Steuerhinterziehung gewertet. Im Rahmen eines Datenabgleichs von Kindergeldbeziehern fiel im vorliegenden Fall die Doppelzahlung 2008 auf. Die Familienkasse hob daraufhin die Kindergeldfestsetzung ab 1999 auf und forderte von 1999 bis 2008 das gezahlte Kindergeld in Höhe von ca. 17.000 Euro zurück. Auch wenn bei der Doppelzahlung auf den Kontoauszügen nicht ausdrücklich von Kindergeld die Rede gewesen sei, ging das Gericht davon aus, dass der Kläger hätte wissen müssen, dass er nur an einer Stelle hätte Kindergeld beantragen dürfen. Wegen der Wertung als Steuerhinterziehung können die überzahlten Beträge zehn Jahre lang zurückgefordert werden.

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Warnung vor gefälschtem Schreiben

(Uf.) Die Deutsche Rentenversicherung Bund warnt ihre Versicherten und Rentner vor im Umlauf befindlichen gefälschten Schreiben mit dem Betreff "Überprüfung Versicherungskonto". Es handelt sich hier um den Versuch von Trickbetrügern, sensible persönliche Daten zu erlangen. Die Deutsche Rentenversicherung empfiehlt in solchen Fällen, den Rentenversicherungsträger unter der Servicenummer 0800 1000 4800 entsprechend zu befragen. Die in dem gefälschten Schreiben aufgeführte Einrichtung sei keine Außenstelle der Deutschen Rentenversicherung (RV-Datencenter, Libanonstraße 84, 70186 Stuttgart).

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Personalia


Quelle: spdsachsen.de

DHV-Ministerranking: Ex-Ministerin Stange vor Olbertz und Pinkwart

Eva-Maria Stange (SPD), ist "Ministerin des Jahres". Ihre hochschul- und wissenschaftspolitischen Leistungen wurden im diesjährigen DHV-Ministerranking mit der Note "Befriedigend" am besten bewertet. Gewählt werden konnten nur Minister, die zu Beginn der Abstimmung mindestens 100 Tage im Amt waren. Andernfalls stand der Amtsvorgänger zur Abstimmung. Stange lag vor dem Vorjahressieger und sachsen-anhaltinischen Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) und dem nordrhein-westfälischen Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP), deren Arbeit mit der Note "Noch befriedigend" beurteilt wurde.

Erstmals wurde der "Minister des Jahres" in einer Online-Umfrage unter den 25.000 Mitgliedern des Verbandes ermittelt. Anhand eines Eigenschaftskatalogs konnten die DHV-Mitglieder die Kompetenzen und Fähigkeiten der Landeswissenschaftsminister und der Bundesministerin für Bildung und Forschung umfassend beurteilen. An der Abstimmung vom 10. November bis 20. Dezember 2009 nahmen 2.264 Wissenschaftler teil.

Bundesministerin Annette Schavan (CDU) landete mit der Note "Ausreichend" im Mittelfeld. In dem Notenspektrum zwischen Drei Minus und Vier befinden sich auch der bayerische Minister Wolfgang Heubisch (FDP), seine rheinland-pfälzische Kollegin Doris Ahnen (SPD), Berlins Senator Jürgen Zöllner (SPD), Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU), Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsminister Henry Tesch (CDU), dessen ehemaliger Thüringer Kollege Bernward Müller (CDU) und die Hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU). Das Schlusstrio bilden die Minister der CDU-geführten Nordländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Die Leistungen von Lutz Stratmann, dem Ex-Minister Jörn Biel und Herlind Gundelach wurden mit Vier Minus und Mangelhaft bedacht.

In die Bewertung kamen nur Minister, für die mindestens 50 Bewertungen abgegeben wurden. Wissenschaftlich begleitet wurde das Ranking vom Zentrum für Evaluation und Methoden der Universität Bonn. Das detaillierte Ergebnis ist in der März-Ausgabe der Zeitschrift "Forschung & Lehre" zu finden.

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Professor Wolfgang Schareck ist "Rektor des Jahres"        

Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, hat die Auszeichnung "Rektor/Präsident des Jahres" errungen, die der Deutsche Hochschulverband (DHV) mit Unterstützung der Deutschen Privatvorsorge AG zum zweiten Mal ausgelobt hat. Mit dem Preis würdigt die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine vorbildliche Amtsführung. Der Preisträger wurde in einer Online-Umfrage unter den 25.000 Mitgliedern des Verbandes ermittelt. Anhand eines Eigenschaftskatalogs wurden die Kompetenzen und Fähigkeiten der Rektoren und Präsidenten der wissenschaftlichen Hochschulen Deutschlands umfassend beurteilt. An der Abstimmung vom 10. November bis 20. Dezember 2009 nahmen 2.515 Wissenschaftler teil. Mit dem Gesamtprädikat "Voll Gut" erhielt Professor Schareck die Bestbewertung. Knapp dahinter folgte der Rektor der Universität Wuppertal, Professor Lambert T. Koch, und der Vorjahressieger und Rektor der Ruhr-Universität Bochum, Professor  Elmar Weiler. Über alle Teilnehmer gemittelt erhielten die deutschen Rektoren von den Wissenschaftlern als Durchschnittsnote eine gute Drei.

In die Bewertung kamen nur Hochschulen mit Präsidenten und Rektoren, die zu Beginn der Abstimmung mindestens 100 Tage im Amt waren und für die mindestens 30 Bewertungen abgegeben wurden. Die wissenschaftliche Leitung und Durchführung des Rankings, das 37 Hochschulen erfasst, lag in den Händen des Zentrums für Evaluation und Methoden der Universität Bonn. Das detaillierte Ergebnis ist in der März-Ausgabe der Zeitschrift "Forschung & Lehre"  zu finden.

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Trauer um Professor Stefan Hormuth

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) trauert um seinen Präsidenten Professor Stefan Hormuth, der am 21. Februar 2010 nach langer schwerer Krankheit in  Heidelberg verstorben ist. Professor Hormuth war seit Januar 2008 Präsident des DAAD. Bis Dezember 2009 leitete er zwölf Jahre lang als Präsident die Universität Gießen. Während dieser Zeit war er von 2001 bis 2007 Vizepräsident für Internationale Angelegenheiten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Bis zur Neuwahl eines Nachfolgers wird der langjährige Vizepräsident Professor Max Huber, ehemaliger Rektor der Universität Bonn, die Amtsgeschäfte des DAAD-Präsidenten führen.

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Quelle: uni-goettingen.de

Neue Präsidentin I

Frau Professor Ulrike Beisiegel wird ab dem 1. Januar 2011 neue Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen. Damit wird die niedersächsische Hochschule seit ihrer Gründung im Jahr 1737 künftig erstmals von einer Frau geführt. Stiftungsrat und Senat entschieden sich am 10. März 2010 einstimmig für die Hamburger Biochemikerin. Beisiegel wird Nachfolgerin von Professor Kurt von Figura, der auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte.

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Neue Präsidentin II

Frau Professor Helga Nowotny ist am 18. Februar 2010 einstimmig zur neuen Präsidentin des European Research Council (ERC; Europäischer Forschungsrat) sowie zur Vorsitzenden des wissenschaftlichen ERC-Beirats gewählt worden. Die österreichische Wissenschaftstheoretikerin und bisherige ERC-Vizepräsidentin, die zuletzt an der ETH Zürich lehrte, folgte am 1. März 2010 auf Professor Fotos C. Kafatos.

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Drei neue Alexander von Humboldt-Professuren ausgewählt

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung  und die Alexander von Humboldt-Stiftung haben die ersten drei Preisträger des Jahres 2010 für die Alexander von Humboldt-Professur bekanntgegeben. Der mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotierte internationale Preis zeichnet weltweit führende und im Ausland tätige Forscher aller Disziplinen aus. Sie sollen langfristig zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen durchführen.

Die ausgewählten Preisträger treten nun in Berufungsverhandlungen mit den deutschen Universitäten, die sie für den Preis nominiert haben: Der aus Österreich stammende Philosoph Professor Hannes Leitgeb von der University of Bristol soll künftig an der Universität München forschen. Der Quantenoptiker Professor Dietrich Leibfried vom National Institute of Standards and Technology in Boulder  soll künftig an der Universität Ulm arbeiten. Der amerikanische Chemiker Professor Alec Wodtke von der  University of California in Santa Barbara soll in Zukunft in Göttingen wirken.
www.humboldt-foundation.de/web/pressemitteilung-2010-03.html

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Beste Doktormutter, bester Doktorvater

Im Rahmen der Tagung "Lust auf wissenschaftliche Karriere in Deutschland! Wege, Förderungen und Netzwerke im Überblick" wurde am 25. Februar 2010 in Berlin erstmals der KISSWIN-Preis 2010 "Beste Doktormutter, bester Doktorvater" verliehen. Als beste Doktormutter Deutschlands erhielt Frau Professor Simone Winko, Fachbereich für deutsche Philologie an der Georg-August-Universität Göttingen, ein Preisgeld von 5.000 Euro, das für die Doktoranden ihres Fachbereichs eingesetzt werden soll. Auf dem zweiten Platz folgte Professor Malte Brettel vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften für Ingenieure und Naturwissenschaftler an der RWTH Aachen mit einem Preisgeld von 3.000 Euro. Als Dritter wurde mit einem Preisgeld von 2.000 Euro Professor Michael Wegener vom Institut für Raumplanung an der Universität Dortmund ausgezeichnet.

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DHV-Seminare


Aktuelle DHV-Seminare

Nebentätigkeitsrecht

Berlin, Dienstag, 20. April 2010, 11:00-16:00 Uhr

Das Nebentätigkeitsrecht ist ein für den Hochschullehrer gleichermaßen attraktives wie juristisch schwer zu überschauendes Terrain. Gerade deshalb ist es notwendig, bereits im Vorfeld der Aufnahme einer Nebentätigkeit in Erfahrung zu bringen, welche dienstlichen Rechte und Pflichten mit der zukünftigen Tätigkeit verbunden sind. Das Seminar bietet umfassende Informationen zu den Rahmenbedingungen der Nebentätigkeit. Neben den Voraussetzungen von Nebentätigkeitsgenehmigungen werden insbesondere aktuelle Praxisprobleme, wie etwa die Gründung einer GmbH oder die Nebentätigkeit im Bereich der Hochschulmedizin, erläutert.
http://www.hochschulverband.de/cms1/643.html

 

Berufung auf eine Professur im Angestelltenverhältnis
Bonn, Montag, 26. April 2010, 11:00-16:00 Uhr

Dieses neue DHV-Seminar thematisiert die besondere Situation bei Berufungen im Angestelltenverhältnis. Wie sieht ein solcher Angestelltenvertrag aus? Welche Unterschiede bestehen zwischen der Begründung einer Professur in einem Beamten- oder Angestelltenverhältnis bezüglich der Rechte und Pflichten des Professors, der Vergütung, der Sozial- und Rentenversicherung? Wie verhandelt der Professor mit der Hochschule zur Erzielung einer guten Ausstattung und Vergütung im Angestelltenverhältnis?
http://www.hochschulverband.de/cms1/758.html

Wissenschaftliche Mitarbeiter an der Hochschule
Dienstrecht - Wissenschaftszeitvertragsgesetz - TV-L
Mannheim, Dienstag, 4. Mai 2010, 10:00-18:00 Uhr

Wissenschaftliche Mitarbeiter an der Hochschule sind einer Vielzahl von dienst- und arbeitsrechtlichen Regelungen unterworfen, über die oft Unsicherheit besteht. Neben grundlegenden dienstrechtlichen Fragen informiert das Seminar über die Möglichkeiten, Wissenschaftler nach dem neuen Wissenschaftszeitvertragsgesetz an der Hochschule zu beschäftigen. Zwei weitere Themenblöcke fokussieren die Einführung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) an den Hochschulen und die damit verbundenen vielfältigen Fragen und Folgen.
http://www.hochschulverband.de/cms1/624.html

Die Professur - Rechte und Pflichten
Berlin, Dienstag, 11. Mai 2010, 10:00-18:00 Uhr

Das Seminar vermittelt einen umfassenden Überblick über das spezifische Professorendienstrecht sowie die Rechte und Pflichten des Hochschullehrers in seiner Hochschule. Dabei werden die Dienstaufgaben Forschung und Lehre sowie weitere Aufgaben, aber auch Abwehrrechte im Amt profunde analysiert. Das Seminar dient insofern auch als Orientierung über die Rechte und Pflichten als Hochschullehrer - auch über die "ersten 100 Tage" im Amt hinaus.
http://www.hochschulverband.de/cms1/659.html

 

Weitere Termine:

Bewerbung und Berufung- für Natur- und Technikwissenschaftler
Bonn, Donnerstag/Freitag, 6./7. Mai 2010
http://www.hochschulverband.de/cms1/618.html

Zeit- und Selbstmanagement
Mannheim, Montag, 17. Mai 2010, 10:00-18:00 Uhr
http://www.hochschulverband.de/cms1/638.html

Die aktuelle Seminarbroschüre des Deutschen Hochschulverbandes mit allen Termine bis Ende 2010 kann kostenlos angefordert werden bei Dr. Ulrich Josten, Tel.: 0228/902-6634, E-Mail: josten@hochschulverband.de

Alle Termine und Programme gibt es auch unter:
www.karriere-und-berufung.de

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Termine


Ingenieurwissenschaften - Sprungbrett für Menschen mit Migrationshintergrund

Trotz Wirtschaftskrise herrscht in Deutschland schon heute ein Fachkräftemangel. Das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) geht davon aus, dass den deutschen Firmen in zehn Jahren rund 200.000 Ingenieure fehlen werden. Der Dachverein Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten (4ING) e.V. befasst sich dieses Jahr besonders mit den Themen "Verborgene Talente" und "Durchlässigkeit der Bildungssysteme". Die Studie "Ingenieurwissenschaften - Attraktive Studiengänge und Berufe auch für Menschen mit Migrationshintergrund?" wird am Donnerstag, 20. Mai 2010 von 10.00 bis 15.30 Uhr in der Katholischen Akademie in Berlin vorgestellt. Die umfassende Recherche und ergänzende Interviews vom Fachgebiet Gender Studies in Ingenieurwissenschaften der TU München zeigen, dass das Potenzial der Menschen mit Migrationshintergrund für die Ingenieurberufe bisher kaum berücksichtigt wird.
Das Programm zur Tagung gibt es unter:
www.4ing.net.

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Quelle: istockphoto.com

V. Hochschulrechtstag

Der fünfter Deutsche Hochschulrechtstag findet am 19. Mai 2010 in Köln zum Thema : "Neue Leitungsstrukturen an den Hochschulen - Eine Zwischenbilanz" statt. Tagungsort wird Schloß Wahn sein. Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr, sie endet gegen 16.00 Uhr.

Der Hochschulrechtstag verfolgt das Ziel, aktuelle Fragen des Hochschulrechts aufzugreifen, an der Hochschule zu diskutieren und Lösungskonzepte zu entwickeln. Dabei soll auch ein Forum zum Gedankenaustausch zwischen Theorie und Praxis auf den Gebieten des Hochschulrechts eröffnet werden.
Zum Programm:
www.uni-koeln.de/jur-fak/instwiss/hrt/page7/files/ProgrammHRT2010.pdf

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Vorschau F&L


Hochschulmedizin

Reinhard Putz: In Einklang bringen
Wandel des Arztbildes in der Hochschulmedizin

Interview mit Gerhard Gaedicke: "Die bisher mutigste Reform des Medizinstudiums"
Über den Reformstudiengang Medizin an der Charité

Anthony Weetman: Die ärztliche Ausbildung in Großbritannien und der Bologna-Prozess

Gerhard von Jagow: Synergien schaffen
Strukturen für Forschungskonsortien am Beispiel Deutscher Zentren der Gesundheitsforschung

u.a.

Weitere Beiträge:

Olaf Jann: Fatale Mobilmachung
Die neue Wissenspolitik und die Universitäten

Christian Bickenbach: Wissenschaftsfreiheit begrenzt Gleichstellungsstandards
Über die Grenzen von Zielvereinbarungen

Gerd Schwerhoff: Willkommen in der Fernuniversität!
Über Präsenzpflicht in den Zeiten der Bologna-Reform

Thomas Vilgis: Das Drama des übergarten Eigelbs
Das hat man doch im Gefühl! Fünf Minuten Zeit für das Frühstücksei

u.a.

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DHV-Ticker

Gewinner der DHV-Aktion "Mitglieder werben Mitglieder 2009"

(Wi.) Je einen Betrag von 500 Euro zur freien Verfügung erhielten aufgrund ihrer Mitgliederwerbung im Jahr 2009 Profesor Alfred Meixner (Universität Tübingen, Physikalische und Theoretische Chemie), Frau Professor Virginia Richter (Universität Bern, Department of English) und Frau Professor Tanja Thomas (Universität Lüneburg, Kommunikationswissenschaft und Medienkultur). Die
Gewinner wurden per Los ermittelt.

Darüber hinaus ging ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro an Profesor Bernd Haubitz (Medizinische Hochschule Hannover, Zentrum Radiologie), der die meisten Mitglieder für den DHV geworben hatte.

An der Werbeaktion beteiligten sich insgesamt 530 Mitglieder.

Auch im Jahr 2010 werden im Rahmen der Aktion "Mitglieder werben
Mitglieder" wieder dreimal 500 Euro sowie ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro verlost. Interessierte Mitglieder können weitere Informationen sowie das entsprechende Formular bei der Geschäftsstelle anfordern oder auf der Homepage des DHV abrufen.

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Neuwahlen DHV-Gruppe Fernuniversität Hagen

(Wi.) Am 10. März 2010 hat die DHV-Gruppe einen neuen Vorstand gewählt: Sprecher bleibt Professor Christoph Beierle (Lehrgebiet Wissensbasierte Systeme). Stellvertretender Vorsitzender ist ab sofort Professor Thomas Hering (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge).

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Zu guter Letzt...


Quelle: istockphoto.com

Besseres Gedächtnis dank Mittagsnickerchen

Ein anderthalbstündiges Nickerchen in der Mittagszeit erhöht die Lernfähigkeit. Das haben Forscher der Universität von Kalifornien in Berkeley herausgefunden, die Probanden Gedächtnisaufgaben um 12 und um 18 Uhr stellten. Bei der Mittagsrunde schnitten alle Versuchspersonen noch ähnlich gut ab. Abends erzielten jedoch diejenigen, die eine Mittagssiesta  gehalten hatten, um 20 Prozent bessere Resultate. Durchschnittlich waren ihre Ergebnisse sogar um zehn Prozent besser als beim Mittagstest.

 

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Impressum

Redaktion

Dr. Michael Hartmer
Dr. Matthias Jaroch

presse@hochschulverband.de

Weitere Mitarbeiter dieser Ausgabe

Dr. Hubert Detmer (Det.)
Dr. Christine Wiltrud Radau (Ra.)
Birgit Ufermann (Uf.)
Angelika Wirth, M.A. (Wi.)

Versandte Exemplare

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