DHV-Newsletter 12/2010

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Hochschulpolitik


Keine ideologischen Scheuklappen beim "Dipl-Ing."!

Absolventen der ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten in Mecklenburg-Vorpommern können künftig wieder den Titel "Diplom-Ingenieur" führen. Der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns hat am 15. Dezember 2010 eine entsprechende Gesetzesnovelle verabschiedet. Danach dürfen die Hochschulen auf Antrag auch die Bezeichnung "Dipl.-Ing."  vergeben. Im Vorfeld der Entscheidung hatten insbesondere Arbeitgeberverbände und  IG Metall die Landesregierung in Schwerin scharf kritisiert. Die Wiedereinführung des akademischen Grades "Diplom-Ingenieur" drohe einen "Flickenteppich der Qualifikationen" entstehen zu lassen und werde zu Problemen bei Anerkennung und Bewertung von Abschlüssen führen. 

"Die Anfeindungen gegen den 'Dipl.-Ing.' sind weder politisch noch sachlich richtig", betonte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Bernhard Kempen. "Mecklenburg-Vorpommern ist mit einer solchen Regelung kein Außenseiter, sondern gehört damit zur Avantgarde im Europäischen Hochschulraum." Kempen verwies darauf, dass der akademische Grad "Diplom-Ingenieur" sowohl in Sachsen als auch in Österreich verliehen werden könne. "Die Abschlussbezeichnung 'Dipl-Ing.' ist allem gegenteiligen Gerede zum Trotz vollständig bolognakonform", so Kempen.

Der DHV-Präsident warf den Wirtschaftsverbänden vor, sich in der Debatte um den Grad "Diplom-Ingenieur" ideologisch verrannt zu haben. Einer aktuellen Umfrage der Zeitung "Handelsblatt" und des Unternehmerverbandes "Die Führungskräfte" zufolge befürworteten 84 Prozent der 513 befragten Top-Manager eine weitere Verwendung der akademischen Bezeichnung "Diplom-Ingenieur". "Mercedes-Chef Dieter Zetsche hat vollkommen Recht, wenn er festhält: 'Ein 'Dipl-Ing.' vor dem Namen ist wie ein Stern auf der Haube: Ein Markenzeichen von höchster Qualität", erklärte Kempen. Man frage sich angesichts solcher Wertungsdifferenzen, wer welche Interessen vertrete.

Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände sollten ihre ideologischen Scheuklappen ablegen und mit den unerlässlichen Reformen der Bologna-Reform beginnen. Dazu gehöre nach Ansicht des DHV auch die Möglichkeit, die Bezeichnung "Dipl-Ing." weiter verleihen zu dürfen: "Ich bin zuversichtlich, dass weitere Länder beim 'Diplom-Ingenieur' den Vorreitern Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern folgen werden", erklärte Kempen abschließend.

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Quelle: istockphoto.com

Deutscher Hochschulverband will Masterzugang öffnen

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat Bund und Länder aufgefordert, Konsequenzen aus der aktuellen Diskussion über die Zulassungsmodalitäten für ein Masterstudium zu ziehen. "Die Verknappung an Master-Studienplätzen ist hausgemacht. Per Zielvereinbarungen zwingt die staatliche Hochschulpolitik die Hochschulen dazu, den Löwenanteil ihrer Ressourcen in die Bachelorprogramme zu investieren. Nur für jeden dritten Bachelorabsolventen steht daher ein Master-Studienplatz zur Verfügung", erklärte DHV-Präsident, Professor Bernhard Kempen.

Umfragen bezeugten aber, dass drei von vier Bachelorabsolventen ein Masterstudium anstrebten. Das führe zur absurden Situation, dass selbst Absolventen mit guten Bachelor-Abschlussnoten vergeblich an das Einlasstor zum Masterstudium klopften. "Die staatliche Hochschulpolitik bleibt widersprüchlich: Auf der einen Seite werden für beruflich Qualifizierte die Schleusen für ein Bachelorstudium geöffnet, auf der anderen Seite wird der Zugang zum Master durch Quotierungen verriegelt. Diejenigen, die sich mit einem Master auf dem Arbeitsmarkt profilieren wollen, werden im Stich gelassen", hob der DHV-Präsident hervor. Dies sei umso bedenklicher, als laut einer Studie der Universität des Saarlandes die Bachelor­absolventen häufig mit Praktikumsstellen oder Trainee-Positionen abgespeist würden. "Von einem Direkteinstieg in das Berufsleben, den ein per Gesetz berufsqualifizierender Abschluss erleichtern helfen sollte, kann beim Bachelor bislang nicht die Rede sein", so Kempen. "Die Deklaration des Gesetzgebers, der Bachelor sei berufsqualifizierend, und die soziale Wirklichkeit sind keineswegs deckungsgleich."

Vor diesem Hintergrund müsse der Master und nicht der Bachelor Regelabschluss werden. "Im Einzelfall mag auch der Bachelor berufseinmündend und -qualifizierend sein, in der Regel setzt aber eine vertiefte wissenschaftliche Bildung und Ausbildung, die das Ziel eines universitären Studiums sind ein Masterstudium voraus", betonte Kempen. Bund und Länder müssten hierfür bei dem Hochschulpakt nachbessern und zusätzliche Mittel bereitstellen.

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Quelle: TU München

Professor Erwin Emmerling ist "Hochschullehrer des Jahres"

Professor Erwin Emmerling, seit 1998 Lehrstuhlinhaber für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München, wird mit der diesjährigen Auszeichnung "Hochschullehrer des Jahres" geehrt. Gewürdigt wird eine Persönlichkeit, die berufliches und außerberufliches Engagement vorbildlich miteinander verbindet. "Kollege Emmerling setzt sich mit Leib und Seele für den Erhalt von Kulturdenkmälern ein. Dafür scheut er auch an den Brennpunkten dieser Erde keine Risiken. So betätigt er sich beispielsweise in Afghanistan als Wiederaufbauhelfer im Bamiyan-Tal und in Kabul, weil er weiß, dass mit dem Verlust des kulturellen Erbes eine Gesellschaft ihre Identität und damit Seele verliert", erläuterte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Bernhard Kempen, die Entscheidung. Emmerling habe sich damit in herausragender Weise um das Ansehen des Wissenschaftler- und Professorenberufes in der Öffentlichkeit verdient gemacht.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis "Hochschullehrer/-in des Jahres", der mit Unterstützung des ZEIT-Verlags Gerd Bucerius GmbH & Co.KG vergeben wird, wird Professor Emmerling am 11. April 2011 im Rahmen der dritten Wissenschaftsgala des DHV in Potsdam erhalten. Hier wird auch academics - das von der ZEIT und der Zeitschrift "Forschung & Lehre" getragene Karriereportal für die Wissenschaft  - den Preis für den/die "Nachwuchswissenschaftler/-in des Jahres" verleihen. Die mit 2.000 Euro prämierte Auszeichnung geht an die Biochemikerin und Molekularbiologin Dr. Monika Golas von der Universität Aarhus in Dänemark für ihre Forschungsleistungen und ihren außerordentlichen Einsatz in der universitären Lehre,  z. B. durch die Entwicklung eines E-Learning-Programms.

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Studierendenrekord

Im gerade begonnenen Wintersemester 2010/2011 liegt die Anzahl der Studierenden an den Hochschulen mit rund 2,2 Millionen um fünf Prozent über dem Stand des vorhergehenden Wintersemesters. An Universitäten oder vergleichbaren Hochschulen sind 1,5 Millionen, an Fach- sowie Verwaltungsfachhochschulen 0,7 Millionen Studierende immatrikuliert.

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahmen im Studienjahr 2010 (Sommersemester 2010 und Wintersemester 2010/2011) rund 442.600 Erstsemester ein Studium an Hochschulen in Deutschland auf. Die Studienanfängerquote, das heißt der Anteil der Studienanfänger an der gleichaltrigen Bevölkerung, liegt im Studienjahr 2010 bei 46 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr sind das drei Prozentpunkte mehr.

Deutlich mehr Studierende begannen ein Studium im Saarland (+ 13 Prozent), in Bayern (+ 9 Prozent) sowie in Berlin und Nordrhein-Westfalen (jeweils + 8 Prozent). Trotz des doppelten Abiturientenjahrgangs 2010 nahm die Zahl der Studienanfänger in Hamburg um lediglich zwei Prozent zu. In vier der neuen Bundesländer sank dagegen die Zahl der Studienanfänger im Vergleich zum Vorjahr - am stärksten in Mecklenburg-Vorpommern und in Sachsen (jeweils - 9 Prozent).
www.destatis.de

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Aufstockung des Hochschulpakts wegen Aussetzung der Wehrpflicht

Bund und Länder wollen mit zusätzlichen Mitteln den durch die Aussetzung der Wehrpflicht erwarteten Ansturm auf die Hochschulen auffangen. Die zusätzlichen Studienanfänger sollen über den bestehenden Hochschulpakt finanziert werden, entschied die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) in einem Eilverfahren.

Bund und Länder gehen demnach davon aus, dass durch das Aussetzen des Wehr- und Zivildienstes bis zu 59.000 zusätzliche Studienanfänger von 2011 bis 2015 an die Hochschulen drängen. Für den Hochschulpakt würde dadurch laut GWK ein Mehrbedarf von 0,9 bis 1,5 Milliarden Euro von 2011 bis 2018 entstehen, wenn weiterhin pro Studienplatz 26.000 Euro veranschlagt würden. Wie im System des Hochschulpakts mit den Auswirkungen einer Aussetzung umzugehen sei, werde Gegenstand weiterer Beratungen von Bund und Ländern sein.
http://www.gwk-bonn.de/

 

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Quelle: istockphoto.com

HRK will zusätzliche Milliardenspritze von Bund und Ländern

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) fordert von Bund und Ländern angesichts steigender Studierendenzahlen zusätzliche Finanzmittel von jeweils rund einer Milliarden Euro. Die Hochschulen hätten die Vorgaben des Hochschulpakts "bei weitem übertroffen" und "erhebliche finanzielle Vorleistungen" erbracht, erklärte HRK-Präsidentin Frau Professor Margret Wintermantel im Anschluss an die HRK-Mitgliederversammlung am 24. November 2010 in Berlin.  "Es geht für das kommende Jahr um einen Betrag in der Größenordnung von 200 bis 260 Millionen Euro, wenn man die im Hochschulpakt II angesetzten Kosten von 6.500 Euro pro Studierendem und Jahr zugrunde legt", erläuterte die HRK-Präsidentin. Sie verwies in diesem Zusammenhang aber erneut darauf, dass die tatsächlichen Durchschnittskosten bei 7.200 Euro lägen.

Alle Studierenden, die einen Master-Studiengang absolvieren möchten und dafür geeignet seien, müssten dies tun können. "Nur die Bachelor-Plätze auszubauen reicht nicht, das Master-Angebot muss damit Schritt halten", so Wintermantel. "Es gibt Berufe, deren Ausübung sogar zwingend einen Master-Abschluss voraussetzt; das betrifft etwa die Lehrerinnen und Lehrer. Hier müssen alle Studierenden nach dem Bachelor-Examen Zugang zum Master haben."

Die Studierenden müssten sich aber auch bewusst sein, dass der Master ein eigenständiges Studium darstelle. Einen Anspruch, an ein und derselben Hochschule beide Studiengänge unmittelbar hintereinander absolvieren zu können, gebe es nicht. Bisher lägen weder profunde Daten noch verlässliche Prognosen zum Studienübergang vor. Die Hochschulen müssten sich die Möglichkeit vorbehalten, diejenigen Studierenden für das Master-Studium auszuwählen, die die besten Erfolgsaussichten hätten.
http://www.hrk.de/de/presse/95_5787.php
http://www.hrk.de/de/presse/95_5788.php
http://www.hrk.de/de/presse/95_5791.php

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Akkreditierung: HRK fordert "Institutionelles Audit"

Die Hochschulleitungen haben am 23. November 2010 in Köln die Forderung erhoben, dass das Akkreditierungssystem in Deutschland erheblich verändert werden müsse. Neben hohem Aufwand und Kosten werde derzeit durch Anrufung des Bundesverfassungsgerichts in Frage gestellt, ob die derzeitigen landesrechtlichen Regelungen zur Akkreditierung zumindest in Nordrhein-Westfalen verfassungskonform seien (vgl. auch DHV-Newsletter 8/2010).

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) fordert ein "Institutionelles Audit", das beurteilt, ob die Strukturen und Prozesse einer Hochschule geeignet seien, die von ihr selbst gesteckten Qualitätsziele in Lehre und Studium zu erreichen. Auf die Agenturen komme damit die Aufgabe zu, die Hochschulen bei der Qualitätsentwicklung zu beraten. Das Qualitätsaudit gehe insofern über das Abprüfen von Mindeststandards hinaus.

"Die ersten Schritte auf dem Weg zu dem neuen Verfahren dienen der Verschlankung der Systemakkreditierung", betonte HRK-Präsidentin Frau Professor Margret Wintermantel. Die "Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland"  müsse nach einer Reform der Qualitätssicherung als ein Expertengremium fungieren, das die Koordinierung und das Monitoring des neuen Systems übernehme.
http://www.hrk.de/de/presse/95_5790.php

 

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Absolventenrekord in der Medizin

Im Prüfungsjahr 2009 haben 10.023 Humanmedizin-Studierende das Staatsexamen bestanden, so viele wie seit Anfang der neunziger Jahre nicht. 92 Prozent der Studienanfänger eines Jahrgangs haben damit ihr Studium auch abgeschlossen. Das geht aus einer Erhebung des Medizinischen Fakultätentags hervor, der damit erstmals zahlreiche Studien zum Thema widerlegen kann, die die hohe Abbrecherquote im Laufe des Medizinstudiums beklagen. Der größte Verlust von Medizinern trete nicht im Studium, sondern erst nach der fachärztlichen Weiterbildung auf. "Schwierigkeiten bei der Besetzung von Landarzt- und Chirurgenstellen können deshalb nicht durch eine Erhöhung von Studierendenzahlen gelöst werden", erklärte der Präsident des Medizinischen Fakultätentages, Professor Dieter Bitter-Suermann. Versorgungsprobleme ergäben sich insbesondere aus der Verteilung der Ärzte sowie den Arbeitsbedingungen. "Programme für Ärztinnen und Ärzte, die nach der Familienphase oder nicht kurativen Tätigkeiten wieder einsteigen wollen, könnten die Nachfragesituation entspannen," so Bitter-Suermann.
http://www.mft-online.de/dokument/2010_11_26_mft_pm_absolventenhoechststand.pdf

 

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Deutschlands Ausgaben für Bildungseinrichtungen unter OECD-Durchschnitt

Im Jahr 2007 wurden in Deutschland vom öffentlichen und privaten Bereich 204,1 Milliarden Euro für Bildung, Forschung und Wissenschaft ausgegeben. Das entspricht einem Anteil von etwa 8,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP). Nach vorläufigen Berechnungen betrug im Jahr 2008 das Budget 215,3 Milliarden Euro beziehungsweise 8,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Das geht aus dem Bildungsfinanzbericht hervor, den das Statistische Bundesamt  im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz erstellt. Von den Gesamtausgaben des Budgets für Bildung, Forschung und Wissenschaft entfielen im Jahr 2007 demnach 147,8 Milliarden Euro auf den Bildungsbereich (einschließlich der Ausgaben für Forschung und Entwicklung an Hochschulen in Höhe von 9,9 Milliarden Euro), 51,6 Milliarden Euro auf Forschung und Entwicklung in Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie 4,8 Milliarden Euro auf Museen, Bibliotheken, Fachinformationszentren und die außeruniversitäre Wissenschaftsinfrastruktur.

Der Bildungsfinanzbericht enthält auch eine Einordnung Deutschlands für den international vergleichbaren Teil des Bildungsbudgets. Danach entfielen in Deutschland im Jahr 2007 beispielsweise 114,2 Milliarden Euro auf die Ausgaben für Kindergärten, Schulen, Hochschulen und die Berufsbildung. Gemessen am BIP entsprach dies einem Anteil von 4,7 Prozent. Damit lag Deutschland bei den Ausgaben für diese Bildungseinrichtungen deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 5,7 Prozent.

Bund, Länder und Gemeinden haben für das Jahr 2010 Bildungsausgaben in Höhe von 102,8 Milliarden Euro veranschlagt, 4,5 Prozent mehr als im Haushaltsjahr 2009. Im Jahr 2007, dem letzten Jahr, für das endgültige Angaben aus der Finanzstatistik verfügbar sind, wurden von Bund, Ländern und Gemeinden insgesamt 92,4 Milliarden Euro für Bildung ausgegeben. Davon entfielen auf den Bund 7,2 Milliarden Euro, auf die Länder 66,1 Milliarden Euro und auf die Gemeinden 19,1 Milliarden Euro.
www.destatis.de

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Unternehmen investieren mindestens 2,2 Milliarden Euro für akademische Bildung

Unternehmen in Deutschland haben im Jahr 2009 mindestens 2,2 Milliarden Euro in die Hochschulbildung investiert. Damit wendeten die Unternehmen doppelt so viel Geld für die akademische Bildung auf wie für Forschungsprojekte an Hochschulen. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, in der erstmals der  Beitrag der Wirtschaft zu Studium und Lehre ermittelt wurde.

Insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro flossen demnach seitens der Betriebe in die Übernahme von Studiengebühren, die Betreuung von Studierenden, Praktikumsplätze, Freistellungen von studierenden Mitarbeitern und in Stipendien. Für die Ausstattung der Universitäten und Fachhochschulen wurden 2009  fast 642 Millionen Euro - also ein gutes Viertel der gesamten Förderung - aufgewendet. Davon waren allein 485 Millionen Euro für Stiftungsprofessuren,  den Bau neuer Gebäude oder als allgemeine Spende vorgesehen. Sachspenden beliefen sich auf 157 Millionen Euro.
http://www.stifterverband.de/

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Quelle: istockphoto.com

Drei-Prozent-Ziel verfehlt

Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2009 55,9 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Das sind nicht zuletzt auf Grund der Wirtschaftskrise 2,4 Prozent weniger als im Jahr 2008. Gleichwohl stieg die Quote der FuE-Aufwendungen der Wirtschaft gemessen am Bruttoinlandsprodukt auf 1,87 Prozent.Zusammen mit den staatlichen Aufwendungen beläuft sich die Quote auf 2,77 Prozent. Dies hat der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Rahmen der neuesten FuE-Erhebung festgestellt. Damit bleibt die Bundesrepublik erneut unter der dem selbst gesteckten Drei-Prozent-Ziel.

Für 2010 und 2011 sollen laut Stifterverband die FuE-Investitionen der Unternehmen in Deutschland voraussichtlich neue Rekordwerte erreichen. So soll 2011 erstmals die 60-Milliarden-Schwelle mit FuE-Aufwendungen von schätzungsweise 61 Mrd. Euro überschritten werden, 2010 investieren die Unternehmen voraussichtlich 58,4 Mrd. Euro in FuE.
http://www.stifterverband.de

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Deutschland nicht mehr erste Wahl für Hochqualifizierte

Deutschland ist als Einwanderungsziel für Hochqualifizierte aus dem Ausland nicht mehr erste Wahl. Im Wettbewerb um die besten Köpfe in Europa liege Deutschland inzwischen nur noch im Mittelfeld, heißt es in einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung (Gütersloh).

Demnach verlor Deutschland zwischen 2005 und 2009 unter dem Strich jährlich etwa 1.500 Führungskräfte und Wissenschafter an die westlichen EU-Länder (EU-15-Länder). Inzwischen seien Schweden, Spanien, Österreich, Großbritannien und Belgien an Deutschland vorbeigezogen.
http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_32641_32664_2.pdf

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Qualitätspakt für Lehre gestartet

Mit dem Qualitätspakt Lehre wollen Bund und Länder bis zum Jahr 2020 rund zwei Milliarden Euro in bessere Studienbedingungen investieren. Die Mittel sollen für zusätzliches Personal an Universitäten und Fachhochschulen oder eine bessere Qualifizierung der Professoren und Tutoren bereitstehen.

Bis zum 4. März 2011 können die staatlichen Hochschulen ihre Anträge einreichen, die von einem zwölfköpfigen Expertengremium aus Wissenschaft, Hochschulmanagement und Studierendenschaft bewertet werden. Förderbeginn ist zum Wintersemester 2011/12. Eine zweite Bewilligungsrunde (Stichtag für Anträge: 30. September 2011, Förderbeginn zum Sommersemester 2012) wird sich anschließen, um die Teilnahmechancen der Hochschulen zu erhöhen. Mit einer Förderdauer von bis zu fünf Jahren und einer Verlängerungsmöglichkeit bis zum Ende der Programmlaufzeit im Dezember 2020 erhalten die Hochschulen langfristige Planungssicherheit.

Weitere Informationen unter: http://www.bmbf.de/de/15375.php

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Karriere


Traumberuf Wissenschaftler?

Als interessant und erfüllend beschreiben junge Akademiker ihre berufliche Tätigkeit in der Wissenschaft. Dies geht aus einer neuen Studie des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF) hervor, für die mehr als 1.000 Nachwuchswissenschaftler an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland zu ihrer beruflichen Situation befragt wurden.

Die Antworten belegen, dass Projektarbeit und zeitlich befristete Arbeitsverträge die berufliche Situation junger Wissenschaftler in Deutschland bestimmen. In den Einschätzungen der befragten Nachwuchswissenschaftler wird deutlich, dass insbesondere die Planbarkeit der Karriere und die Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Wissenschaft kritisch beurteilt werden. Ähnliches gilt auch für die Möglichkeit, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren.

Trotzdem stellt der Beruf "Wissenschaftler" für viele Befragte ein erstrebenswertes und attraktives Ziel dar. Vor allem die Möglichkeit, eigenverantwortlich zu forschen, macht nach ihren Angaben die Attraktivität einer wissenschaftlichen Karriere aus. Immerhin rund drei Viertel der Nachwuchswissenschaftler sehen ihre Zukunft vorrangig in der Forschung - entweder an Hochschulen, an außeruniversitären Forschungseinrichtungen oder in der Wirtschaft.

Rund zwei Drittel der befragten Forscherinnen und Forscher sehen sich selbst zudem auf Tätigkeiten außerhalb des Wissenschaftssystems gut vorbereitet.
Zur Studie "Wissenschaftliche Karrieren":
www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201014.pdf

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Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Lehre in der Medizin

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft lobt gemeinsam mit dem Medizinischen Fakultätentag (MFT) zum zweiten Mal den "Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Lehre in der Medizin" aus. Der Preis wird an eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler - ggf. auch stellvertretend für ein Team - für herausragende und innovative Leistungen in Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung an Medizinischen Fakultäten verliehen. Für die Auszeichnung ist neben einer exzellenten Didaktik und Lehrqualität ausschlaggebend, inwieweit der Preisträger/die Preisträgerin über die eigenen Lehrveranstaltungen hinaus Impulse für die Weiterentwicklung der Lehre in der Hochschulmedizin gegeben hat. Für Eigenbewerbungen sowie für Vorschläge seitens der Fakultäten und Fachschaften gibt es Formulare, die unter http://www.mft-online.de abgerufen werden können. Bewerbungen für den mit 30.000 Euro dotierten Preis sind bis zum 15. März 2011 möglich.

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Neuer Lehrpreis für Ingenieure und Informatiker 

Der Dachverband der Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik (4ING) und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft loben erstmals den Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik aus.

Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 25.000 Euro dotiert. Er soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des Ingenieur- und Informatiknachwuchses sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren. Die Bewerbung erfolgt in der Regel auf Vorschlag der Fakultäten und Fachbereiche oder der Fachschaften der Ingenieurwissenschaften und der Informatik. Eigenbewerbungen sind zulässig. Bewerbungsschluss ist der 15. März 2011.

Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der zweiten gemeinsamen Plenarversammlung der 4ING-Fakultäten am 14. Juli 2011 in Hannover.
http://www.4ing.net/index.php?id=242

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Barometer


Quelle: istockphoto.com

Deutliche Mehrheit gegen neue Hochschultypen

Der Deutsche Hochschulverband hat die Newsletter-Leser in der November-Ausgabe gefragt, ob sie den Vorstoß des Wissenschaftsrates begrüßten, neue Hochschultypen vorzusehen, um die Vielzahl der Erwartungen erfüllen zu können, die an das Hochschulsystem gerichtet werden. 10,6 Prozent der Teilnehmer befürworteten die Idee, 89,4 Prozent lehnten sie ab.

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Quelle: istockphoto.com

"Dipl.-Ing.": Vorbild Mecklenburg-Vorpommern?

In Meckelnburg-Vorpommern hat der Landtag den Weg für den akademischen Grad "Dipl.-Ing." freigemacht. Halten Sie diesen Schritt für richtig?
Zur Abstimmung:
www.hochschulverband.de

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Recht aktuell


Bundesverfassungsgericht stoppt weitere Hierarchisierung

(Uf.) Das Bundesverfassungsgericht hat die Rechte von Hochschullehrern gestärkt. (Az. 1 BvR 748/06). Die Paragraphen 90 und 91 des Hamburgischen Hochschulgesetzes (HmbHG) seien teilweise verfassungswidrig. Die Regelungen über die Bestellungen und Kompetenzen des Dekanats würden in ihrem Zusammenwirken den Anforderungen der Wissenschaftsfreiheit nicht gerecht.

Verfassungsrechtlich unbedenklich seien nur solche Kompetenzen des Dekanats, bei denen dieses in weitem Umfang rechtliche Vorgaben und Beschlüsse von Kollegialorganen vollziehe (z. B. beim Unterbreiten von Vorschlägen zur leistungsorientierten Verteilung von Leistungsbezügen an das Präsidium der Hochschule, von Entscheidungen über Lehrverpflichtungen sowie Beschlüsse über die vom Berufungsausschuss vorgelegten Berufungsvorschläge). Allerdings seien die Kompetenzen des Dekanats, vom Präsidium zugewiesene Haushaltsmittel zu bewirtschaften, über die Zuordnung von Stellen innerhalb der Fakultät zu entscheiden sowie die zukünftige Verwendung der Stellen bei freien oder freiwerdenden Professuren und Juniorprofessuren zu überprüfen, nicht mit der Wissenschaftsfreiheit vereinbar. Solch weitreichende Steuerungsmöglichkeiten müssten mit entsprechenden Rechten von kollegialen Vertretungsorganen kompensiert werden. Die Verfassungswidrigkeit des durch die Paragraphen 90 und 91 HmbHG konstituierten hochschulorganisatorischen Gesamtgefüges in Hamburg ergebe sich abschließend aus den unzureichenden Rechten des Fakultätsrats bezüglich der Abwahl des Dekans.

 

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VG Münster: Nur erster akademischer Abschluss für Masterzulassung maßgeblich

Die Universität Münster verstößt bei der Vergabe ihrer Studienplätze im Master-Studiengang Betriebswirtschaftslehre gegen geltendes Recht. Das hat das Verwaltungsgericht Münster am 16. November 2010 entschieden (Az.: 9 L 529/10). Es verpflichtete die Universität, eine abgelehnte Bewerberin vorläufig zuzulassen. Die Bewerberin, die an einer anderen Hochschule ihr Diplom in Tourismuswirtschaft mit "Gut" abgeschlossen hatte, war im Münsteraner Auswahlverfahren nicht zum Zuge gekommen. Dagegen hatte sie geklagt. Im Bewerbungsverfahren müsse die Qualität des ersten Abschlusses den Ausschlag geben, entschied das Gericht. Dies sei mit dem in Münster angewandten Punktesystem nicht sichergestellt, welches auch Kriterien wie Abiturnoten und Motivationsschreiben für die Auswahl berücksichtige.

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Anhebung des Grundgehalts

(Det.) Nach Bayern hebt nun auch Baden-Württemberg außerplanmäßig die Grundgehaltssätze in der W-Besoldung an. Für Professoren der Besoldungsgruppen W 2 und W 3 gelten ab dem 1. Januar 2011 in Baden-Württemberg folgende Grundgehaltssätze: 4.488,96 Euro (W 2) und 5.420,53 Euro (W 3). Der Grundgehaltssatz für Juniorprofessoren (W 1 =  3.847,31 Euro) wird demgegenüber nicht angehoben. Auch sind Juniorprofessoren nach wie vor aus dem Vergabeverfahren der Leistungsbezüge grundsätzlich ausgeschlossen. Sie sollen jedoch in Zukunft (ebenso wie Juniordozenten) zur Gewinnung, zur Erhaltung und für besondere Leistungen eine nicht ruhegehaltfähige Zulage bis zur Höhe von 600 Euro pro Monat erhalten können. Demgegenüber entfällt die bisherige Bewährungszulage in Höhe von 270,84 Euro.

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Baden-Württemberg plant Reform der Hochschulmedizin

(Böh.) Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium hat im Oktober 2010 einen Gesetzentwurf zur Reform der Universitätsmedizin vorgelegt. Zentraler Bestandteil des Gesetzes ist der vorgesehene Zusammenschluss der Medizinischen Fakultäten und der Universitätsklinika zu Körperschaften für Universitätsmedizin (KUM), die jeweils eine Teilkörperschaft der jeweiligen Universität bilden sollen. Dieses sogenannte Integrationsmodell soll zum 1. Januar 2013 verwirklicht werden. Damit wendet sich das Land Baden-Württemberg von der seit 1998 bestehenden rechtlichen Verselbständigung der Universitätsklinika als selbständige Körperschaften des öffentlichen Rechts ab. Nach Maßgabe des Gesetzentwurfes soll die Rolle des Landes in der Hochschulmedizin deutlich hervorgehoben werden, indem eine Gewährträgerversammlung als staatliches Organ für alle Hochschulmedizinstandorte zuständig sein soll. Der Gewährträgerversammlung sollen nach Maßgabe des Gesetzentwurfes sowohl Mitglieder des Landtages als auch Vertreter der beteiligten Ministerien angehören.

Der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) hat in einer vom Wissenschaftsministerium initiierten Anhörung zum Gesetzentwurf Stellung genommen. Hierbei begrüßte der DHV die Intention des Gesetzgebers, die institutionelle Verbindung zwischen Universität und Universitätsmedizin weiter zu entwickeln und zu verstärken. Der Gesetzgeber habe aber dafür Sorge zu tragen, dass in dem verfassungsrechtlich sensiblen Bereich der Hochschulmedizin keine wissenschaftsinadäquaten Entscheidungen getroffen werden könnten. Diesem Petitum werde der Anhörungsentwurf zum Universitätsmedizingesetz derzeit noch nicht gerecht. Insbesondere die vorgesehene Möglichkeit der Entlassung von Vorstandsmitgliedern der KUM durch den Wissenschaftsminister sei - zumindest was den Dekan als wissenschaftlichen Vorstand der KUM beträfe - verfassungswidrig. Denn die Wahl des Dekans stehe in der autonomen Entscheidungskompetenz der Fakultät, die nicht vom Wissenschaftsminister übergangen werden könne.

 

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Weihnachtsgeld in Hamburg wackelt

(Böh.) Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat im September 2010 den Entwurf eines Doppelhaushaltes 2011/2012 beschlossen. Dieser Entwurf sieht Einsparungen im Haushalt zwischen 406 Mio. Euro im nächsten Jahr und 510 Mio. Euro in 2014 vor. Bei sämtlichen Beamten der Hansestadt soll die Sonderzuwendung ("Weihnachtsgeld") ersatzlos entfallen.

Der Landesverband Hamburg des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) hatte sich deshalb an die Hamburger Abgeordneten gewandt und auf die ohnehin nicht wettbewerbsfähige Besoldung der Hamburger Hochschullehrer hingewiesen. So nimmt Hamburg in Bezug auf die Höhe der Monatsgehälter den viertletzten Platz ein; schlechter besoldet wird nur noch in Sachsen, Brandenburg und Berlin.

Zudem hat sich der Präsident des DHV, Professor Bernhard Kempen, an den Ersten Bürgermeister, Herrn Ahlhaus, gewandt und um eine Aufhebung dieser sinnlosen und kontraproduktiven Vorschläge im Gesetzgebungsverfahren gebeten. Der DHV als Interessenvertretung aller Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verkenne selbstverständlich nicht den Umstand, dass auch die Freie und Hansestadt Hamburg unter erheblichen strukturellen Defiziten des öffentlichen Haushalts leide. Insoweit sei eine Finanzreform zwingend vonnöten. Diese notwendigen Einsparungen dürften aber nicht zu evident einseitigen Belastungen führen. Hiervon sei aber auszugehen, wenn von den für das nächste Jahr vorgesehenen Einsparungen in Höhe von 406 Mio. allein 100 Mio. Euro durch Wegfall der Sonderzuwendung durch die Beamtinnen und Beamten der Freien und Hansestadt Hamburg erbracht werden sollen. Einen beträchtlichen Anteil an dieser Summe würden die beamteten Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer Hamburgs zu erbringen haben. Dieses Sparkonzept stelle sich als eindeutig kontraproduktiv für die Weiterentwicklung des Hochschulstandorts Hamburg dar. Denn die ersatzlose Streichung der Sonderzuwendung sei im Ergebnis nichts anderes als eine fünfprozentige Besoldungskürzung für die Betroffenen. Dies könne nur als uneingeschränkt leistungsfeindlich bezeichnet werden. Weiterhin gelte es zu bedenken, dass Hochschullehrer, aber auch der beamtete akademische Mittelbau ihre Dienstaufgaben regelmäßig weit über Gebühr und mit besonderem Engagement wahrnehmen.

Bürgermeister Ahlhaus kündigte inzwischen an, dass er im Falle seiner Wiederwahl nach der Steuerschätzung im Mai 2011 die möglichen Mehreinnahmen nutzen würde, um die Weihnachtsgeld-Streichung zurückzunehmen.

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Quelle: istockphoto.com

Jahressteuergesetz 2010/Häusliches Arbeitszimmer

(Uf.) Zahlreiche Änderungen im Steuerrecht sind wie jedes Jahr, so auch in 2010, im Jahressteuergesetz festgelegt worden. Insgesamt enthält das Jahressteuergesetz 180 Änderungen im Steuerrecht, wobei dies jedoch oftmals nur Klarstellungen, Korrekturen fehlerhafter Verweise oder ähnliche Glättungsregelungen sind.

Für das häusliche Arbeitszimmer ist im Jahressteuergesetz jetzt folgende Regelung in § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6 b EStG enthalten: "Die folgenden Betriebsausgaben dürfen den Gewinn nicht mindern: Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der Ausstattung. Dies gilt nicht,  wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein  anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. In diesem Fall wird die Höhe der abziehbaren Aufwendungen auf 1.250 Euro begrenzt; die Beschränkung der Höhe nach gilt nicht, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet."

Das Bundesfinanzministerium hat am 15. Dezember 2010 ein Schreiben herausgegeben, in dem es erläutert, wie Finanzämter nun verfahren sollen und dass ab 2007 Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer ohne Begrenzung abziehbar sind, wenn das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen oder beruflichen Bestätigung bildet oder für die berufliche oder betriebliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht (dann sind die Aufwendungen allerdings begrenzt auf 1.250,- Euro).

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Steuervereinfachung

(Uf.) Der Koalitionsausschuss hat am 9. Dezember 2010 im Bundeskanzleramt ein Maßnahmenpaket mit verschiedenen steuervereinfachenden und bürokratieentlastenden Maßnahmen getroffen.  Zuerst einmal wird ab 2011 der Werbungskostenpauschbetrag von 920 auf 1.000 Euro im Jahr erhöht. Die damit vorgesehene Erleichterung für den Steuerpflichtigen, dass er keine Belege mehr sammeln muss, trifft aber für viele Steuerpflichtige, die höhere Werbungskosten haben, leider nicht zu. Dies sind immerhin errechnet etwa 33 Prozent der Steuerpflichtigen. Es wird für nicht unternehmerisch tätige Steuerpflichtige die Möglichkeit geben, die Steuererklärung künftig nur noch alle zwei Jahre abzugeben. Die Unterscheidung, dass Kinderbetreuungskosten gezahlt werden, wenn sie durch die Berufstätigkeit bedingt sind oder privat veranlasst sind, fällt ab 2011 weg. Außerdem wird der Erklärungsaufwand bei der Anlage Kind durch Wegfall einer Seite des Erklärungsvordrucks reduziert. Bei der Gewährung von Kindergeld und Kinderfreibeträgen bei volljährigen Kindern, u. a. in Schul- und Berufsausbildung, soll künftig auf die Einkommensüberprüfung bei volljährigen Kindern verzichtet werden und somit das Besteuerungsverfahren vereinfacht werden. Vorgesehen ist auch, Arbeitnehmer mit geringem Jahresarbeitslohn von der Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung allein wegen einer beim Lohnsteuerabzug berücksichtigten zu hohen Mindestvorsorgepauschale für die Kranken- und Pflegeversicherung zu befreien. Der begünstigte Personenkreis bei steuerfreien Stipendien soll künftig auch für lediglich mittelbar aus öffentlichen Mitteln geleistete Zahlungen gelten, also z. B. auch für Empfänger indirekter Zahlungen aus EU-Förderprogrammen erweitert werden, um hier die Verwaltungspraxis zu vereinfachen. Ab 2012 kann der Arbeitgeber die elektronische Lohnsteuerkarte abrufen und so den jeweils aktuell zutreffenden Lohnsteuerabzug vornehmen. Für 2011 ist keine neue Lohnsteuerkarte ausgestellt worden, so dass die Lohnsteuerkarte 2010 ihre Gültigkeit behält. Die gesetzlichen Maßnahmen und weitere Vorhaben im Einzelnen können auf der Seite www.bundesfinanzministerium.de abgerufen werden.

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ELENA

(Uf.) Die Bundesregierung hat die Einführung des Elektronischen Einkommensnachweises ELENA verschoben. Zwar werden bereits seit Anfang 2010 Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, monatlich die entsprechenden Entgeltdaten der Beschäftigten an eine zentrale Speicherstelle zu übermitteln (dies ist der Start von ELENA); das Abrufen der Daten befindet sich jedoch noch in der Testphase, so dass der tatsächliche Einsatz des Systems, der ursprünglich für 2012 geplant war, zeitlich verschoben werden müsse. Hintergrund sind  erhebliche Kosten durch die Einführung.

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Einspruchsrücknahme

(Uf.) Ein Steuerpflichtiger, der sich gegen seinen Steuerbescheid zur Wehr setzt, erledigt dies mit einem Einspruch. Nimmt der Steuerpflichtige den Einspruch später zurück, z. B. weil er nicht mehr von der Erfolgsaussicht überzeugt ist, wird der Bescheid bestandskräftig und kann im Regelfall nicht mehr geändert werden. Das gilt nur dann nicht, wenn die Rücknahme des Einspruchs unwirksam ist, wobei hier jedoch hohe Anforderungen an die Unwirksamkeit gestellt werden. Dies ergibt sich aus einem aktuellen Urteil des Finanzgerichtes Berlin-Brandenburg (Az.: 12 K 12126/10).

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Merkblatt zur Steuerklassenwahl

(Uf.) Das zwischen dem Bundesfinanzministerium und den Obersten Finanzbehörden der Länder abgestimmte "Merkblatt zur Steuerklassenwahl bei Arbeitnehmer-Ehegatten für das Jahr 2011" ist herausgegeben worden. Es erläutert für Ehegatten, die beide unbeschränkt steuerpflichtig sind, nicht dauernd getrennt leben und beide Arbeitslohn beziehen, dass sie für den Lohnsteuerabzug wählen können, ob sie beide in die Steuerklasse IV eingeordnet werden wollen oder ob einer von ihnen (der Höherverdienende) nach Steuerklasse III und der andere nach Steuerklasse V besteuert werden will. Zudem erläutert es die Möglichkeit, die Steuerklassenkombination IV/IV mit Faktor zu wählen (das sogenannte Faktorverfahren). Das Bundesfinanzministerium hat Tabellen ausgearbeitet, um die Steuerklassenwahl zu erleichtern; zu finden unter www.bundesfinanzministerium.de.

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Nicht zugelassene Therapie steuerlich anerkannt

(Uf.) Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Aufwendungen für eine immunbiologische Krebsabwehrtherapie als außergewöhnliche Belastung steuerlich nach § 33 Abs. 1 EStG abgezogen werden können (Az.: VI R 11/09) . Obwohl ein solches Präparat weder in Deutschland noch in anderen europäischen Ländern als Arzneimittel zugelassen ist, hat der Bundesfinanzhof diese Kosten steuerlich anerkannt.

Dieses Urteil stellt eine Abkehr von der bisherigen Rechtsprechung dar, dass auch Kosten für eine objektive nicht zur Heilung oder Linderung geeignete Behandlung zwangsläufig erwachsen können, wenn eine Erkrankung mit einer nur noch begrenzten Lebenserwartung besteht. Die Grenze bei diesem "Griff nach jedem Strohhalm" finde sich jedoch darin, wenn die Behandlung von einer Person vorgenommen werde, die nicht zur Ausübung der Heilkunde zugelassen sei.

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Verpflegungsmehraufwendungen bei doppelter Haushaltsführung

(Uf.) Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass die zeitliche Begrenzung des Abzugs von Mehraufwendungen für Verpflegung bei Begründung einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung auf drei Monate verfassungsgemäß sei (Az.: VI R 10/08 ). Das Gesetz lässt den Abzug von Verpflegungsmehraufwendungen für jeden Kalendertag der Abwesenheit vom eigenen Hausstand als Werbungskosten zu. Die Pauschbeträge sind dabei für Verpflegungsmehraufwendungen in Deutschland in 8, 12 oder 14 Euro je nach Abwesenheitsdauer gestaffelt und auf einen Zeitraum von drei Monaten nach Bezug der Wohnung am neuen Beschäftigungsort begrenzt. In der Begründung des Urteils heißt es, dass der Gesetzgeber hierbei typisierend unterstelle, dass die bei Beginn einer doppelten Haushaltsführung überwiegende berufliche Veranlassung nach drei Monaten entfalle bzw. der Arbeitnehmer dann regelmäßig eine andere Verpflegungssituation vorfinde, die keinen beruflich veranlassten Mehraufwand verursache. In dieser Typisierung liege kein Verstoß gegen den allgemeinen Gleichheitssatz. Ebenso wenig liege ein Verstoß gegen den Schutz der Ehe vor, da durch die Begrenzung auf drei Monate im Rahmen einer sogenannten "Doppelverdienerehe" keine "ökonomische Entwertung der beiderseitigen Berufstätigkeit" verursacht werde.

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Ehegattenzuschlag bei eingetragener Lebenspartnerschaft

(Hof.) Das Bundesverwaltungsgericht hat am 28. Oktober 2010 in zwei Fällen entschieden, dass Beamtinnen und Beamte, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, seit Juli 2009 Anspruch auf Zahlung des Familienzuschlags der Stufe 1 (sog. Ehegattenzuschlag) haben. Nach deutschem Recht bestand bislang die Vergleichbarkeit von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft im Hinblick auf den Familienzuschlag der Stufe 1 nicht, solange der Gesetzgeber befugt war, diesen Zuschlag auch im Blick darauf zu gewähren, dass Eheleute in ihrer Erwerbsbiografie typischerweise Nachteile erleiden, wenn in der Ehe Kinder vorhanden sind. Art. 6 Abs. 1 Grundgesetz erlaubte eine derartige Differenzierung im Sinne des Gleichheitssatzes jedoch nur bis zum Juni 2009. Seit Juli 2009 steht auf Grund der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts fest, dass Ehe- und Lebenspartnerschaft im Hinblick auf den Familienzuschlag der Stufe 1 als vergleichbar anzusehen sind. Seitdem gebietet Europäisches Gemeinschaftsrecht, den Anspruch auch Beamten in einer Lebenspartnerschaft zu gewähren.

Allen Beamten, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben und die die entsprechenden Zulagen noch nicht erhalten haben, ist deshalb zu raten, noch in diesem Jahr einen Antrag auf Gewährung des Familienzuschlags der Stufe 1 zu stellen, soweit die übrigen Voraussetzungen dafür vorliegen.

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Personalia


Neuer KMK-Präsident

Mit Beginn des Jahres 2011 übernimmt der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz. Erste bzw. zweite Vizepräsidentin wird Senatorin Herlind Gundelach (Hamburg) bzw. Frau Ministerin Professor Birgitta Wolff (Sachsen-Anhant). Dritter Vizepräsident wird Staatsminister  Ludwig Spaenle (Bayern), der in diesem Jahr auch die Präsidentschaft inne hatte.

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Leibniz-Preise 2011

 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Preisträger der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise 2011 bekanntgegeben. Vier Wissenschaftlerinnen und sechs Wissenschaftlern werden am 16. März 2011 in Berlin geehrt. Sie erhalten je ein Preisgeld von 2,5 Millionen Euro. Von den zehn neuen Leibniz-Preisen gehen vier in die Lebenswissenschaften, drei in die Natur-, zwei in die Ingenieur- und einer in die Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Preisträger sind:

- Frau Professor Ulla Bonas, Mikrobiologie/Molekulare Phytopathologie, Universität Halle-Wittenberg
- Professor Christian Büchel, Kognitive Neurowissenschaften, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
- Frau Professor Anja Feldmann, Informatik/Computer-Netzwerke/Internet, Technische Universität Berlin
- Professor Kai-Uwe Hinrichs, Organische Geochemie, Universität Bremen
- Professor Anthony A. Hyman, Zellbiologie/Mikrotubuli und Zellteilung, Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik, Dresden
- Professor Bernhard Keimer, Experimentelle Festkörperphysik, Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart
- Professor Franz Pfeiffer, Lasermedizin, Technische Universität München
- Professor Joachim Friedrich Quack, Ägyptologie, Universität Heidelberg
- Frau Professor Gabriele Sadowski, Technische Thermodynamik, Technische Universität Dortmund
- Frau Professor Christine Silberhorn, Quantenoptik, Universität Paderborn

 

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Wiederwahl

Professor Günter Stock steht für weitere drei Jahre an der Spitze der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Auf der Präsidiumssitzung der in der Akademienunion zusammengeschlossenen acht Wissenschaftsakademien am 3. Dezember 2010 in München wurde der Physiologe einstimmig wiedergewählt. Stock ist seit 2008 Präsident der Akademienunion.

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Niedersächsischer Staatspreis 2010

Wilhelm Krull hat am 30. November 2010 den Niedersächsischen Staatspreis 2010 überreicht bekommen. Die mit 35.000 Euro dotierte Auszeichnung teilt sich der Generalsekretär der VolkswagenStiftung mit dem Schauspieler Ulrich Tukur. Krull wird für seine Verdienste um die Wissenschaftsförderung und sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet, Tukur als herausragender Schauspieler, Musiker und Autor.

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Quelle: Universität Potsdam

Hochschulmanagerin des Jahres

Frau Professor Sabine Kunst ist Hochschulmanagerin des Jahres 2010. Den Titel verliehen der Präsidentin der Universität Potsdam die Zeitung "Financial Times Deutschland" und das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) am 17. November 2011 in Berlin. Kunst habe weitreichende Reformen vorangetrieben und sich im Wettbewerb um Studierende und Professoren, Drittmittel und Kooperationen professionell positioniert, hieß es zur Begründung.

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DHV-Seminare


Ausgewählte Seminare im Januar 2011:

 

Dekane und ihre Leitungsaufgaben
Wissenschaftszentrum Bonn, Freitag , 14. Januar 2011, 11:00-16:00 Uhr
Dekane und Dekanate stehen in finanzieller, arbeits- und dienstrechtlicher Verantwortung. Diese Verantwortung ist eine akademische, eine juristische und eine faktische zugleich. Dekane/Dekanate entscheiden über das Profil der Fakultät, erhalten neuerdings nennenswerte Funktionszulagen (W-Besoldung) und sind diversen Haftungsrisiken ausgesetzt. Das praxisorientierte Seminar trägt dazu bei, die immer wichtiger werdenden Leitungsaufgaben im Spannungsfeld zwischen den Kollegen und der Hochschulleitung geschickt meistern zu können.
http://www.karriere-und-berufung.de/cms1/637.html

Potentiale nutzen!
Individuelles Bewerbungstraining für Berufungsverfahren für Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen
FFFZ Düsseldorf, Donnerstag/Freitag, 20./21. Januar 2011
Das Bewerbungs- und Berufungsverfahren im Hinblick auf eine Hochschulprofessur ist für Nachwuchswissenschaftlerinnen, gerade vor der Erstberufung, eine entscheidende Schnittstelle ihrer Karriere. Neben den "hard factors" der wissenschaftlichen Qualifikation spielen die "soft factors" des persönlichen Auftretens eine maßgebliche Rolle für den Erfolg der Bewerbung. Die Selbstpräsentation in den Bewerbungsunterlagen, während des Bewerbungsauftritts und im Gespräch mit der Berufungskommission muss daher sorgfältig vorbereitet werden. Diese Möglichkeit bieten wir Ihnen in einem zweitägigen Bewerbungstraining in geschützter Atmosphäre und unter professioneller Leitung.
http://www.karriere-und-berufung.de/cms1/617.html

Drittmitteleinwerbung und -verwaltung
Universität Mannheim, Montag, 24. Januar 2011, 10:00-18:00 Uhr
Das Seminar zeigt im ersten Teil Wege zu Drittmitteln im Bereich der EU (7. Forschungsrahmenprogramm) und in Deutschland auf, erläutert das Verfahren der Drittmitteleinwerbung und dient somit als Leitfaden zur Chancenoptimierung. Im zweiten Seminarteil werden der rechtlich ordnungsgemäße und strategisch günstigste Umgang mit eingeworbenen Drittmitteln thematisiert und typische Fallstricke praxisnah vorgestellt.
http://www.karriere-und-berufung.de/cms1/629.html

Alle Termine und Programme finden Sie auch unter www.karriere-und-berufung.de

 

 

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Publikationen

Glanzlichter der Wissenschaft 2010 - Ein Almanach

Der Sammelband "Glanzlichter der Wissenschaft" vereinigt herausragende wissenschaftliche Veröffentlichungen und Vorträge renommierter Autoren, die im Laufe des Jahres 2010 entstanden sind. Sie spiegeln Entwicklungen, die über den Tag und das Jahr ihrer Veröffentlichung hinaus Bedeutung behalten - als Beispiele für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Themen unserer Zeit. Mit Beiträgen u. a. von Otto Depenheuer,  Udo Di Fabio, Frank Donoghue, Julia Fischer, Jürgen Fohrmann, Wolfgang Frühwald, Hans Ulrich Gumbrecht, Dieter Henrich, Peter Graf Kielmansegg, Gudrun Krämer, Jutta Limbach, Hubert Markl, Herfried Münkler, Bernhard Schlink, Ulrich Schollwöck, Andreas Speer.

Glanzlichter der Wissenschaft 2010 Ein Almanach Herausgegeben vom Deutschen Hochschulverband 2010. 168 S., geb.  25,90 Euro inkl. Porto (für Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes 19,90 Euro inkl. Porto).  ISBN 978-3-8282-0522-2.

Ihre Bestellung richten Sie bitte an:

Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18, 53173 Bonn oder per Email: dhv@hochschulverband.de oder per Fax: 0228-90 266 80 oder telefonisch 0228-9026666.

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Ratgeber für die Lehre

Wie kann ich meine Lehre anregend gestalten? Welche Methoden und Ansätze gibt es jenseits der klassischen Lehrkonzepte? Wie kann ich Ideen und Erfahrungen der Studierenden in die Seminargestaltung einbeziehen? Das sind Fragen, die sich Lehrende nicht nur zu Beginn ihrer Tätigkeit stellen. Der Ratgeber "Wissen, was zählt - Ideen für die Lehre" soll sie begleiten und praxisorientierte Ideen zur Gestaltung des Lehralltags bieten. Die Stabsstelle Interne Fortbilldung und Beratung (IFB) der Ruhr-Universität hat zahlreiche didaktische Anregungen, Konzepte und Methoden von engagierten Lehrenden der RUB zusammengetragen. Ergänzt um die Beiträge von erfahrenen Trainer/innen sowie Impulsen von Studierenden entstand ein Ideenpool, aus dem Lehrende Anregungen für die eigene Lehre schöpfen können.

Mehr Informationen unter:
http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2010/pm00308.html.de

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Termine

Einladung zum DHV-Tag 2011 an junge Mitglieder

(Uf.) Der nächste DHV-Tag am 11./12. April 2011 in Potsdam wird sich dem Thema "Wie frei ist die Wissenschaft? - Forschung und Lehre zwischen Autonomie und Steuerung" widmen. Der Deutsche Hochschulverband nimmt die Tagung zum Anlass für eine besondere Aktion: 50  Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler  werden die Gelegenheit erhalten, auf Einladung des Hochschulverbandes am nächsten DHV-Tag - kostenfrei - teilzunehmen und als Gäste mitzudiskutieren, ohne Funktionsträger zu sein. Unter allen Habilitanden, Juniorprofessoren, Privatdozenten oder vergleichbar Qualifizierten ohne dienstrechtliche Professur, die im Kalenderjahr 2010 Mitglied im DHV geworden sind, werden die insgesamt 50 Gewinnerinnen und Gewinner per Los ermittelt und im Januar 2011 eingeladen.

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Vorschau F&L


Schwerpunkt: Humor und Wissenschaft

Volker Gerhardt: Wer zuletzt lacht, lacht am besten
Humor und Lachen in philosophischer Perspektive

Barbara Wild: Es gibt im Gehirn kein "Humorzentrum"
Fragen an eine Neurologin und Psychiaterin

Michael Suda: Humor in der Lehre?!
Plädoyer für ein Lächeln im Hörsaal

"Kennen Sie den?"
Sammelsurium aus der Welt des Humors und der Wissenschaft

Weitere Beiträge

Norbert Bolz: Die Austreibung Humboldts
Anmerkungen eines Gestrigen

Hubert Detmer: Black Box und Mythos W
Auswertung einer DHV-Befragung

Dieter Bitter-Suermann: Ärzteschwund und Ärztemangel
Wo liegen die Probleme?

Hermann Simon: Aufruf zur Fahnenflucht
Warum mehr Professoren Unternehmer werden sollten

Dieter Dohmen: Von Hoch zu Höher
Die Studienanfängerzahlen der kommenden Jahre

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DHV-Ticker


platzstifter gesucht

(Kl.) Was haben die Professoren Gerhard Ertl, Wolfgang Frühwald, Theodor Hänsch, Klaus von Klitzing und Peter Sloterdijk gemeinsam? Sie sind platzstifter in der Rheinallee 20 in Bonn, der Heimat der Deutschen Universitätsstiftung und des Deutschen Hochschul­ver­bandes.

Und was haben Sie gemeinsam mit diesen platzstiftern? Einen Platz in einer Reihe mit  den Leuchttürmen der deutschen Wissenschaft. Machen Sie sich und dem Deutschen Hochschul­verband zu seinem 60. Geburtstag ein Geschenk und unter­stützen Sie gleichzeitig die Deutsche Universitätsstiftung. Stiften Sie einen Seminarplatz mit Ihrem Namen, mit einer gut sichtbaren Stifterplakette auf einem der 40 Seminarplätze. Ab 2011 wird die Rheinallee 18/20 Veranstaltungsort für einen Großteil der DHV-Seminare mit über 1.700 Teilnehmern pro Jahr. Die Sitzungssäle werden für alle wichtigen Veranstaltungen des DHV und der Deutschen Universitäts­stiftung genutzt. Ihr guter Name wird vieltausendfach präsent sein und wahrgenommen. Für Ihre Spende von 1.000,- Euro erhalten Sie eine Spendenbescheinigung, Einladungen zu Veranstaltungen der Universitätsstiftung und werden auf der Wall of Fame im Foyer des Hauses geehrt.

Neben den 40 Plätzen können Sie auch den vier wichtigsten Veranstaltungssälen, Seminar- und Coachingräumen mit Ihrem guten Namen zusätzlichen Glanz verleihen. Bitte sprechen Sie uns an, um weitere Informationen zu erhalten.

Nähere Informationen: Cornelia Kliment | Deutsche Universitätsstiftung | Rheinallee 18 | 53173 Bonn, Tel. 0228 / 902 66 43 oder unter kliment@deutsche-universitaetsstiftung.de
www.deutsche-universitaetsstiftung.de

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Vermischtes


Quelle: istockphoto.com

Schokoladenkuchen in drei Minuten

Wer Lust auf Süßes hat, kann sich möglicherweise bald einen Blitzkuchen in der Mikrowelle backen. Gunnar Bosse, Ramona Danz und Raphael Naring, drei Studierende  der Technischen Universität Berlin, gewannen mit dieser schmackhaften Idee den mit 8.000 Euro dotierten europäischen Innovationspreis Trophelia für Studierende der Lebensmittelwissenschaften in Paris.

Die Backmischung für "Mr. Chocolate" besteht aus Vollkornmehl, Rapsölpulver, Vollmilch- und Volleipulver, Zucker und Kakao. Hinzu kommt pures Natron, das auch Bestandteil von herkömmlichem Backpulver ist. Mit etwas Wasser vermengt wird die Backmischung dank des Natrons in der Mikrowelle in drei Minuten zu einem locker-leichten Schokoladenkuchen. "Mr. Chocolate" kommt ohne Konservierungs- oder Zusatzstoffe aus.

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Kooperationspartner des DHV



DHV und Artes

(Gü.) Sie stöbern gerne online und lassen sich verzaubern? Dann sind Sie bei ARTES genau richtig: Mit diesem Newsletter möchten wir Sie auf unsere Kategorie "Raritäten zu Sonderpreisen" unter www.kunsthaus-artes.de aufmerksam machen.

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In diesem Sinne wünscht Ihnen Ihr Team vom Kunsthaus ARTES zum Jahresausklang eine besinnliche Vorweihnachtszeit und ein geruhsames Weihnachtsfest mit Erholung und Genuss an der Kunst.

 

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Quelle: Viertlböck

"The Dahlem Cube" - DIE Adresse für Konferenzen und Tagungen aus Wissenschaft und Forschung

 

(Gü.) Ein langehegter Wunsch der Freien Universität Berlin erfüllte sich im Frühjahr 2009: Am 1. Mai 2009 wurde Deutschlands erstes CampusHotel mit Wissenschaftskonferenzzentrum auf dem Campus der exzellenten Netzwerk-Universität offiziell eröffnet. Das Haus in Berlin-Dahlem steht aber nicht nur der Freien Universität Berlin zur Verfügung, sondern auch allen umliegenden Einrichtungen für Forschung, Wissenschaft und Life Science. Viele Kunden aus Wirtschaft, Verbänden haben das Haus bereits für sich entdeckt und schätzen die exzellenten Tagungs- und Übernachtungsmöglichkeiten des Seminaris CampusHotel Berlin - Science & Conference Center.

Das vom deutsch-amerikanischen Stararchitekten Helmut Jahn entworfene Haus stellt sich in eine Reihe weiterer architektonischer "Highlights", wie z.B. die von Lord Norman Forster entworfene Philologische Bibliothek, im Volksmund "The Brain" genannt, die nur 300 m entfernt liegt.

Der spektakuläre Baukörper fügt sich harmonisch in das architektonische Bild des Nobelstadtteils Dahlem ein. Das Wissenschaftkonferenzzentrum trägt den Namen "The Dahlem Cube" und beherbergt den tageslichtdurchflutete Plenar- und Bankettsaal "Domus Variabilis", dessen 700 qm bei Bedarf in fünf Räume flexibel unterteilbar sind und Tagungen und Kongresse bis zu 700 Personen zulässt. Weitere zehn Seminar-, Tagungs- und Konferenzräume sowie großzügige Ausstellungsflächen ergänzen das Angebot. Alle Räume sind mit modernster Kommunikations-, Medien- und Projektionstechnik ausgestattet.

Das internationale Design-Hotel im 4-Sterne-Komfort verfügt über 186 helle, klimatisierte Zimmer und Suiten, einen Fitness- und Wellnessbereich, zwei Restaurants, einen "Faculty Club" mit Bar und Lounge, eine große Freiterrasse im rankbegrünten Innenhof sowie eine Tiefgarage mit 140 Plätzen.

 

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DHV und Metternich

(Gü.) Als Jahrespartner des Deutschen Hochschulverbandes wurde die von dem Partner Waterkotte gesponserte Wärmepumpe von der Firma Metternich Haustechnik eingebaut. Als starker Partner für Umwelttechnik freuen wir uns auf Ihre Anfragen, die wir kompetent und zuverlässig bearbeitet werden. Sie finden nähere Informationen auf der Homepage des DHV unter Jahrespartner sowie unter kooperationen@hochschulverband.de.

Eine genaue Dokumentation wird in Kürze zur Verfügung stehen.

 

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Impressum

Redaktion

Dr. Michael Hartmer
Dr. Matthias Jaroch

presse@hochschulverband.de

Weitere Mitarbeiter dieser Ausgabe

Dr. Dirk Böhmann (Böh.)
Dr. Hubert Detmer (Det.)
Jacqueline Güldenring (Gü.)
Dr. Kathrin Hofmann (Hof.)
Cornelia Kliment (Kl.)
Birgit Ufermann (Uf.)

Verweis auf andere Webseiten

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