DHV-Newsletter 11/2011

hochschulverband.de

 
Deutscher Hochschulverband - Köpfe die Wissen schaffen

Deutscher Hochschulverband
Rheinallee 18-20
53173 Bonn
Tel.: 0228-90 266 66
Fax: 0228-90 266 80
Neue Servicenummer für Rechtsberatung:
0228-90 266 77

E-Mail senden
hochschulverband.de

  

Hochschulpolitik


Quelle: istockphoto.com

Gute oder schlechte Zeugnisse für Rektoren, Präsidenten und Wissenschaftsminister?

Wen wählen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum  "Wissenschaftsminister des Jahres" und wen zum "Präsident/Rektor des Jahres"? Fühlen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gut "regiert"? Wie ist es um Medien-, Führungskompetenz oder auch soziale Kompetenz der Entscheidungsträger bestellt? Verfügen sie über Verhandlungsgeschick, Durchsetzungsvermögen und Kenntnis des Universitätsbetriebs? Zeichnen sie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Fairness, Offenheit und Mut zu Entscheidungen aus? Haben Rektor bzw. Präsident gute Kontakte zu Politik und Wirtschaft? Und machen die Wissenschaftsminister eine gute Politik für die Universitäten?

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) ruft seine Mitglieder einmal im Jahr dazu auf, die Führungsqualitäten des Rektors bzw. Präsidenten ihrer Hochschule sowie ihres jeweiligen Landeswissenschaftsministers und der Bundesministerin für Bildung und Forschung zu bewerten.

Bis zum 14. Dezember  2011 haben alle DHV-Mitglieder Gelegenheit, sich mittels eines geschützten Passwortes an den Abstimmungen zu beteiligen. Das Bewertungsverfahren wurde in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Evaluation und Methoden der Universität Bonn entwickelt.

Die Auszeichnung "Wissenschaftsminister des Jahres" und der Preis "Rektor/Präsident des Jahres" werden im Rahmen der Wissenschaftsgala des DHV am 19. März 2012 in Hannover verliehen. Am 11. April 2011 wurden in Potsdam Frau Professor Birgitta Wolff, Kultusministerin in Sachsen-Anhalt, sowie der Rektor der Universität Wuppertal, Professor Lambert T. Koch, geehrt. Der Preis "Rektor des Jahres" ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert, das der Preisträger zweckgebunden für ein hochschulbezogenes Projekt verwenden soll. 

 

Zum Seitenanfang



DHV fordert Ende des Studienplatzchaos durch Bundesregelung

Der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Bernhard Kempen, hat die Verantwortlichen in Bund und Ländern zu Beginn des Wintersemesters dazu aufgerufen, das absurde Theater um die Vergabe von Studienplätzen zu beenden. Es bleibe "desaströs", so Kempen, dass sich das alljährliche Chaos bei der Hochschulzulassung fortsetze. Bereits im Wintersemester 2009/10 seien 18.000 Studienplätze in zulassungsbeschränkten Fächern unbesetzt geblieben, weil Bund und Länder bei der Etablierung eines geordneten Nachrückerverfahrens versagten. Leidtragende seien Studierwillige, die den Lockrufen der Hochschulpolitik folgten und sich eventuell sogar für ein Mangelfach entschieden, dann jedoch einem undurchsichtigen bürokratischen Hindernislauf gegenüberstünden. "Dass der für dieses Wintersemester geplante Start einer ohnehin abgespeckten Version des neuen Studienplatz-Vergabesystems wegen technischer Probleme verschoben werden musste, ist eine Blamage bis auf die Knochen, insbesondere für die selbsternannte "Bildungsrepublik", die sich ihrer High-Tech-Offensiven rühmt," betonte  Kempen.

Beschämend sei, dass die Verantwortlichen die bislang erfolglose Investition von 15 Millionen Euro mit "einem müden Schulterzucken" quittierten. "Bei dem nunmehr anvisierten Start zum Wintersemester 2012/13 muss es bleiben. Bund und Länder müssen ein Vertragswerk schnüren, dass diejenigen, die für Verzögerung verantwortlich zeichnen, auch in Regress nimmt," forderte Kempen.

Angesichts des angerichteten Chaos müsse der Bund die Reißleine ziehen und von der ihm verbliebenen Regelungskompetenz Gebrauch machen. "Es ist vollkommen unverständlich, dass die Bundesministerin nach all den Debakeln um die Hochschulzulassung bislang nicht einmal den Versuch unternommen hat, ihre Zuständigkeit wahrzunehmen oder als Trumpfkarte gegenüber den Beteiligten auszuspielen. Wenn sie weiterhin die Verantwortung von sich schiebt, sollte sie lieber auf der Auswechsel- statt auf der Regierungsbank Platz nehmen," so Kempen.  An einem geordneten Zulassungsverfahren sollten sich alle Hochschulen beteiligen. Es sei "inakzeptabel, dass der Wissensdrang junger Menschen auf bürokratisches Unvermögen und kleinkariertes Denken stößt", betonte Kempen.

Zum Seitenanfang



Quelle: istockphoto.com

Wissenschaftsrat will kollegiale Verantwortung für Promotionen

Der Wissenschaftsrat schlägt vor, die Doktorandenausbildung künftig stärker in kollegialer Verantwortung wahrnehmen zu lassen. Konkret spricht sich das Beratungsgremium dafür aus, Doktorandinnen und Doktoranden einen einheitlichen Status zu geben und zusätzlich zu den Betreuerinnen und Betreuern durch ein fachnahes Promotionskomitee zu begleiten. Zudem regt der Wissenschaftsrat an, Betreuungsaufwand und Betreuungskapazitäten in ein angemessenes Verhältnis zu bringen, flächendeckend Betreuungsvereinbarungen einzuführen und externe Doktorandinnen und Doktoranden besser in Arbeitsgruppen und Forschungskontexte zu integrieren.

Kritisch mahnt der Wissenschaftsrat die Unabhängigkeit von Begutachtungen bei Dissertationen an. Zudem fordert er, gerade bei sogenannten publikationsbasierten Promotionen Standards zu bilden. Aus der zu geringen Ausschöpfung der vorhandenen Notenskala folgert der Rat, dass die Beschränkung auf die Notenstufen "Bestanden" und "Mit Auszeichnung" ausreiche.
http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/1704-11.pdf

 

Zum Seitenanfang



Mehr Augenmaß bei der Bewertung von Forschungsleistungen

Der Wissenschaftsrat hat sich dafür ausgesprochen, die in den letzten Jahren eingeführten Verfahren zur Bewertung von Forschungsleistungen weiter anzupassen, damit sie die Ansprüche von Politik und Gesellschaft nach Rechenschaftslegung aufgreifen und die notwendigen Freiräume für gute Forschung wahren. Um ungewollte Fehlentwicklungen zu vermeiden, sollte die Steuerung von Forschung auf ein breitgefächertes Repertoire an Instrumenten setzen. Monetäre Anreize, denen wenige Kennzahlen zugrunde lägen, sollten nicht das vorrangige Steuerungsmittel sein. Vermieden werden müsse eine "Tonnenideologie", nach der ein Zuwachs an Quantität pauschal mit einem Zuwachs an Leistung oder gar an Qualität gleichgesetzt würde. Generell müsse das Bemühen im Vordergrund stehen, den Aufwand in Grenzen zu halten und die Belastung aller Beteiligten zu reduzieren. Ein wichtiger Beitrag dazu ist nach Ansicht des Wissenschaftsrats, die Zeittakte von Bewertungsprozessen zu vergrößern, um sie dadurch für alle Beteiligten zu entschleunigen.
http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/1656-11.pdf

Zum Seitenanfang



Erneute Kritik an DFG

In einem ganzseitigen Beitrag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 19. Oktober 2011 mit dem Titel "Die freie Wissenschaft ist bedroht" haben der Germanist Professor Roland Reuß von der Universität Heidelberg und der Jurist Professor Volker Rieble von der LMU München ihre Kritik an der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erneuert (vgl. Newsletter 7/2011). "Von der Wissenschaftswiege bis zur -bahre befindet die DFG, was gute Wissenschaft sei. Das bedroht die individuelle Wissenschaftsfreiheit und das Fundament von Forschung und Lehre", so die beiden Autoren.

Weder die Finanzpolitik des größten deutschen Forschungsförderers noch die Bestellung seiner Gutachter und die Bewertung seiner Förderentscheidungen seien öffentlich nachvollziehbar. Überdies kämen zahlreiche Amtsträger der DFG selber in Genuss ihrer Förderung, die Gefahr der Selbstbedienung sei durch die Strukturen der DFG nicht ausgeschlossen. Reuß und Rieble fordern eine neutrale und öffentliche Prüfung der DFG, die jährlich 2,5 Milliarden Euro an staatlichen Mitteln vergibt.

DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner wies die Kritik scharf zurück: "Unrichtige und unsachliche Anwürfe werden dadurch nicht richtiger und sachlicher, dass sie nach dreieinhalb Monaten nur ausführlicher an prominenter Stelle wiederholt werden dürfen." Die DFG sei weder intransparent noch geheimbündlerisch, an öffentlich abgelegter Rechenschaft mangele es bei ihr ebenso wenig wie an Kontrolle. Am 27. Oktober 2011 legte die DFG als Erwiderung auf den FAZ-Beitrag eine fünfzehnseitige Stellungnahme vor, die sie als "Richtigstellung haltloser Kritik" verstanden wissen will. Die Anonymität erhöhe die Bereitschaft von Wissenschaftlern, sich als Gutachter zur Verfügung zu stellen. Insbesondere abgelehnte Antragsteller erhielten die eingeholten Gutachten im Wortlaut, betonte die DFG. DFG-Mitglieder seien bei ihren eigenen Anträgen von dem Bewertungs- und Entscheidungsprozess ausgeschlossen. Gegen "Ideenklau" durch Gutachter gehe die DFG entschieden vor. Allein schon die in solchen Fällen ausgesprochene Rüge könne die Karriere eines Wissenschaftlers nachhaltig beeinträchtigen.

 

www.dfg.de/dfg_profil/reden_stellungnahmen/2011/111019_stellungnahme_kleiner_faz_beitrag/index.html

www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/2011/stellungnahme_zu_faz_artikel_111027.pdf

Zum Seitenanfang



Quelle: istockphoto.com

Zweitverwertung: CDU-Politiker Krings contra DFG

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Günter Krings, hat mit einem Namensbeitrag vom 26. Oktober 2011 in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" unter der Überschrift "Das wird die Politik nicht mittragen!" die Debatte um "Open Access" befeuert. Die meisten Wissenschaftler wollten die Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Zeitschrift und schätzten die Kompetenz der Verlage und auch ihre Qualitätskontrolle, so Krings. 

Ein "verbindliches Zweitverwertungsrecht" nähme den Wissenschaftlern dagegen das Recht, Verlagen ihr ausschließliches Nutzungsrecht abzutreten. Der DFG gehe es weniger um den freien als um den kostenlosen Zugang zu Forschungsergebnissen. Dafür wolle sie insbesondere "den akademischen Mittelbau und die Wissenschaftsverlage zum Teil enteignen".

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen, zu der auch die DFG gehört, antwortete am 31. Oktober 2011. Krings lasse die Vorteile von Open Access "völlig außer Acht", darunter die erst durch die Online-Publikation mögliche rasche Diskussion aller Forschungsergebnisse sowie interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit. Es gebe Open-Access-Modelle, die es den Verlagen erlaubten, "zum Teil auch weiterhin Geld zu verdienen". Derzeit seien Wissenschaftler "gegenüber Verlagen und deren Quasi-Monopolstellung in einer stark benachteiligten Situation". Das "unabdingbare Zweitveröffentlichungsrecht" käme wissenschaftlichen Autoren zugute: Damit könnten Autoren nicht mehr verpflichtet werden, ihr Recht exklusiv an die Verlage abzutreten. Ob sie es aber für eine Zweitpublikation mit Open Access selbst wahrnähmen, bleibe ihnen überlassen.
http://www.wgl.de/?nid=alli&nidap=&print=0

Zum Seitenanfang



240.000 Euro Drittmittel je Universitätsprofessur

Im Jahr 2009 warben die Professorinnen und Professoren an deutschen Universitäten  im Durchschnitt Drittmittel in Höhe von 240.400 Euro ein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes  waren dies 8,9 Prozent mehr als im Jahr 2008. An den Fachhochschulen betrugen die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen dagegen 20.700 Euro (+ 1,0 Prozent gegenüber 2008), an den Kunsthochschulen 13.000 Euro (+ 20,8 Prozent gegenüber 2008).

Die höchsten Drittmitteleinnahmen erzielten Universitätsprofessoren im Bereich der Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften mit durchschnittlich rund 474.500 Euro (+ 7,3 Prozent gegenüber 2008) je Professor. An zweiter Stelle folgten die Universitätsprofessoren im Bereich der Ingenieurwissenschaften mit Einnahmen in Höhe von circa 454.400 Euro (+ 12,8 Prozent gegenüber 2008). Mit rund 70.200 Euro (+ 12,0 Prozent gegenüber 2008) waren die Drittmitteleinnahmen je Universitätsprofessor in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften deutlich niedriger. In den Sprach- und Kulturwissenschaften warben die Professorinnen und Professoren durchschnittlich 66.300 Euro (+ 14,7 Prozent gegenüber 2008) ein.

Die höchsten Drittmitteleinnahmen im Jahr 2009 wiesen die Technische Hochschule Aachen (221 Millionen Euro), die Technische Universität München (182 Millionen Euro) und die Technische Universität Dresden (127 Millionen Euro) vor. Die höchsten Drittmitteleinnahmen je Professor erzielten die Technische Hochschule Aachen (714.300 Euro) und die Technische Universität München (542.100 Euro).
http://www.destatis.de

Zum Seitenanfang



Bachelorabsolventen: Lieber Master statt Berufseinstieg

Bachelorabsolventen steigen selten direkt in den Beruf ein, sondern hängen in der Regel ein Masterstudium an: 77 Prozent der Bachelors von Universitäten und 53 Prozent der Bachelors von Fachhochschulen haben ein Jahr nach dem Abschluss ein weiteres Studium aufgenommen. Das geht aus der Absolventenstudie des HIS-Instituts für Hochschulforschung (HIS-HF) unter mehr als 10.000 Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2009 hervor. Von den Bachelors haben ein Jahr nach dem Abschluss sieben Prozent der Fachhochschul- und 15 Prozent der Universitätsabsolventen eine Stelle unterhalb ihres Qualifikationsniveaus angenommen. Bei Absolventen mit Diplom oder Master sind es hingegen nur drei bzw. fünf Prozent.
http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201117.pdf

Zum Seitenanfang



Mehr Praxisbezug von Fachhochschulen gefordert

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI ) beobachtet mit Sorge, dass die Fachhochschulen ihr erfolgreiches Profil der Praxisorientierung aufgäben: "Statt der Wissenschaftsorientierung der Universitäten nachzueifern und das Promotionsrecht einzufordern, sollten sie gerade im Ingenieurbereich ihre Anwendungsorientierung bewahren und ausbauen sowie Angebote der berufsbezogenen Weiterbildung entwickeln", so der VDI-Präsident, Professor Bruno Braun. Die Kooperationen mit Unternehmen, zum Beispiel bei Studien- und Abschlussarbeiten, verlören in Zeiten von Bachelor und Master an Gewicht. Aus Sicht des VDI sollten es auch die Universitäten trotz aller notwendigen und wichtigen Forschungsorientierung als ihre Aufgabe verstehen, Bachelorabsolventen für eine qualifizierte Beschäftigung auszubilden. Ebenso sollten sie exzellenten Masterabsolventen von Fachhochschulen die Möglichkeit kooperativer Promotionen bieten.
http://www.vdi.de/44033.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=55727&cHash=707beffe67592bd6b5b3f2ad27196e4a

Zum Seitenanfang



EU hinkt "Lissabon-Ziel" hinterher

Die Europäische Union verfehlt ihr "Lissabon-Ziel" vom Jahr 2000, wonach die Mitgliedstaaten ab 2010 drei Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Forschung und Entwicklung aufwenden sollen. Im Jahr 2009 lag der Anteil am BIP erst bei 2,01 Prozent. Das geht aus dem Fortschrittsbericht der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern hervor. Deutschland gibt einen Anteil von 2,8 Prozent am BIP für Forschung und Entwicklung aus. Das entspricht 67,01 Milliarden Euro und einem Aufwuchs von 16,4 Milliarden Euro gegenüber dem Jahr 2000.
www.gwk-bonn.de

Zum Seitenanfang



Bundesengagement für Berlin

Die Berliner Universitätsklinik Charité wird dauerhaft vom Bund gefördert. Diese Absicht hat Bundesforschungsministerin Annette Schavan gegenüber dem "Tagesspiegel" bekräftigt. Dazu soll die Berliner Charité ihre Forschungsaktivitäten künftig mit dem Max-Delbrück-Centrum im Stadtteil Buch in einer gemeinsamen Gesellschaft zusammenführen. Dieser Weg soll es der Bundesregierung ermöglichen, Spitzenforschung auch an Universitäten nach dem Auslaufen der Exzellenzinitiative finanziell zu fördern.

Die gemeinsame Einrichtung soll 2013 ihre Arbeit aufnehmen. Der Bund will dafür jedes Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag zur Verfügung stellen. Das Land Berlin muss sich im Gegenzug dazu verpflichten, dadurch frei werdende Mittel für seine Universitäten auszugeben. Die Kooperation ist zunächst bis 2018 befristet. Dann soll auch bewertet werden, ob ein solches Modell für andere Einrichtungen in Frage kommt.

Zum Seitenanfang



Universitätsklinika pochen auf Mitsprache bei der Auswahl von Lehrkrankenhäusern

Die mit der Änderung der Approbationsordnung geplanten Änderungen für das praktische Jahr (PJ) haben die Deutsche Hochschulmedizin, der Dachverband der medizinischen Fakultäten und Universitätsklinika, der Medizinische Fakultätentag (MFT) und der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) kritisiert.

Ab 2013 sollen demnach die Universitäten nicht mehr im Einvernehmen mit den Ländern Lehrkrankenhäuser auswählen, sondern die Länderbehörden alleine ein Verzeichnis der Stätten erstellen, in denen Medizinstudierende ihr PJ absolvieren können. "Dennoch sollen die Universitäten aber die Aufsicht über die Ausbildung von in ganz Deutschland verteilten Studierenden übernehmen. Dies lehnen wir ab", so Professor Dieter Bitter-Suermann, Präsident des MFT. Er wies darauf hin, dass es bereits heute ein Überangebot an Plätzen für die klinische Ausbildung im PJ gebe. Landarztmangel lasse sich nicht durch eine andere Verteilung von Studierenden beseitigen. Ländergrenzen stellten ohnehin kein Hindernis für Lehrkooperationen dar. Die Anwesenheit einer Medizinischen Fakultät in einer Region sei unerheblich für die Dichte an praktizierenden Ärzten.
http://www.mft-online.de/files/kurzfassung_ao-stellungnahme_hochschulmedizin_18_10_11.pdf

Zum Seitenanfang



KMK: Abitur höherwertiger als berufliche Lehre

Das Abitur in Deutschland ist nach Auffassung der Kultusminister in der Regel höherwertiger als eine abgeschlossene Lehre. Deshalb soll es künftig auf der Stufe fünf im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) rangieren, der zur Vergleichbarkeit deutscher Qualifikationen in Europa beitragen soll (vgl. Newsletter 3/2010). Berufsbildungsabschlüsse sollen dagegen je nach Dauer und Bedeutung auf den Stufen drei bis fünf eingeordnet werden. Das hat die Kultusministerkonferenz (KMK) auf ihren Sitzungen am 20./21. Oktober 2011 in Berlin beschlossen. Die Kultusminister stellten sich damit gegen die Bundesregierung, Wirtschaftsvertreter und Gewerkschaften, die das Abitur wie eine erfolgreich abgeschlossene dreijährige Lehre auf Stufe vier im DQR setzen wollten.

Der DQR ist die nationale Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen und soll die Besonderheiten des deutschen Bildungssystems auf einer achttufigen Skala abbilden. Unstrittig war, dass der Bachelorabschluss und der Meisterbrief gleichwertig der Stufe sechs, der Masterabschluss oder das klassische Hochschuldiplom der Stufe sieben und die Promotion der Stufe acht zugeordnet werden sollen.

 

www.kmk.org/presse-und-aktuelles/pressemitteilungen.html

Zum Seitenanfang



Hochschulbibliotheken unter Sparzwang

Die deutschen Bibliotheken müssen erhebliche Einsparungen hinnehmen. Das geht aus dem "Bericht zur Lage der Bibliotheken" hervor, der am 20. Oktober 2011 in Göttingen vorgestellt wurde und auf einer Umfrage unter 1.555 hauptamtlich geführten öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken beruht. Etwa die Hälfte aller Hochschulbibliotheken müssten trotz Studierendenrekorden Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung hinnehmen. 13 Prozent der wissenschaftlichen Bibliotheken hätten dauerhafte Stellenstreichungen akzeptieren müssen, bei ebenso vielen stehe dies bevor. Fast ein Drittel von ihnen müsse mit einem verminderten Erwerbungsetat auskommen. Die Kürzungen beträfen - neben dem reduzierten Medienetat - in erster Linie die Weiterentwicklung von Dienstleistungen und Angeboten: 16 Prozent  der Bibliotheken verzichteten auf bereits geplante Projekte wie Baumaßnahmen oder EDV-Entwicklungen, zehn Prozent müssten spezielle Angebote wie Schulungen oder Veranstaltungen verringern und fünf Prozent der befragten Bibliotheken reduzierten ihre Öffnungsstunden. "Eine Bildungsrepublik ohne ein gut ausgebautes und finanziell gesichertes Bibliothekswesen bleibt eine leere Hülse", betonte Monika Ziller, Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands.
http://www.bibliotheksverband.de/dbv/presse.html

Zum Seitenanfang



"Zukunftsvertrag" statt Sparpaket

Senat und Universität Hamburg haben ihren Streit über angekündigte Sparmaßnahmen (vgl. Newsletter 6/2011) beigelegt. In einem am 21. Oktober 2011 paraphierten "Zukunftsvertrag" sichert der Stadtstaat der Universität ab 2013 rund 280 Millionen Euro zu. Danach soll der Haushalt der Universität sieben Jahre lang jährlich um 0,88 Prozent steigen. In den Mittelzuweisungen ist auch der Ausgleich für den Wegfall der Studienbeiträge in Höhe von rund 39 Millionen Euro enthalten. Ihr Geld soll die Universität künftig in weitgehender Autonomie ausgeben dürfen: Personalentscheidungen muss sie sich nicht mehr vom Städtischen Personalamt genehmigen lassen.

Außerdem wird die Universität ihr Angebot an Master-Studiengängen aufstocken, damit jedem Hamburger Bachelorabsolventen ein Master-Studienplatz garantiert ist. Gleichzeitig verpflichtet sie sich, bei den Verwaltungsausgaben um fünf bis zehn Prozent zu sparen.

Zum Seitenanfang



Volksbegehren für die Zulassung zum Master: Zurück auf Null

Um allen Berliner Bachelorabsolventen den freien Zugang zum Master zu ermöglichen, unternehmen Studierendenvertreter einen weiteren Anlauf zur Einleitung eines Volksbegehrens. Von Mai bis September hatten sie lediglich 1.144 Unterschriften gesammelt und damit das erforderliche Quorum von 20.000 Unterschriften bis Ende Oktober klar verfehlt. Sollten diesmal die Anforderungen erfüllt werden, müssten anschließend innerhalb von vier Monaten sieben Prozent der Wahlberechtigten (ca. 170.000 Berliner) eine Unterschrift leisten. Erst dann käme es zu einem abschließenden Volksentscheid.
http://www.berlinermasterplan.de/

Zum Seitenanfang



Wissenschaftsfreiheit und Gastprofessur

Die Universität Trier hat nach heftiger Kritik die Gastprofessur des Militärhistorikers Professor Martin van Creveld vorzeitig beendet. Am 17. Oktober 2011 hatte er seinen Auftaktvortrag zum Thema "Männer, Frauen, Kriegsspiele und Kultur" gehalten und unter anderem behauptet, dass viele Frauen es genössen, wenn Männer sich gegenseitig "abschlachten". Diese und vergleichbare Äußerungen sorgten unter Zuhörern wie auch in den Reihen des Forschungszentrums für Unmut und Widerspruch.

Studierende bezeichneten die Thesen des Gastwissenschaftlers als "frauenfeindlich, militaristisch, latent antiisraelisch" und warfen dem Militärhistoriker vor,"vulgärwissenschaftlich und methodisch primitiv" zu arbeiten. Kurz darauf ging auch die Universität auf Distanz.

Das Historisch-Kulturwissenschaftliche Forschungszentrum Trier begründete die Auflösung der Gastprofessur damit, dass van Crevelds Aussagen "im strikten Sinne indiskutabel" seien und "seriöse und methodische Standards vermissen" ließen. Der Präsident der Universität Trier, Professor Michael Jäckel, ließ wissen, van Creveld habe das ihm gebotene Forum "für die Darstellung von Thesen verwandt, die sich aufgrund des Inhalts einer sachlichen Diskussion entziehen".
www.uni-trier.de

Zum Seitenanfang


Karriere


Berthold Leibinger Innovationspreis 2012

(Uf.) Zum siebten Mal schreibt die Berthold Leibinger Stiftung GmbH den Innovationspreis für angewandte Lasertechnologie aus. Der Preis wendet sich alle zwei Jahre weltweit an Einzelpersonen und Arbeitsgruppen mit Laserinnovationen für Strahlquellen und Anwendungen. Einsendeschluss für Bewerbungen und Vorschläge ist der 31. Dezember 2011.
Mehr Informationen über Jury, Auswahlprozess und Dotierung unter:
www.leibinger-stiftung.de (E-Mail: sven.ederer@leibinger-stiftung.de). 

Zum Seitenanfang



Gerda-Henkel-Preis 2012

Die Gerda-Henkel-Stiftung lädt dazu ein, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für den Gerda-Henkel-Preis 2012 zu benennen. Bis zum 31. Januar 2012 nimmt die Geschäftsstelle der Stiftung Vorschläge für herausragende Forscherinnen und Forscher auf dem Gebiet der Archäologie, Geschichtswissenschaften, Historischen Islamwissenschaften, Kunstgeschichte, Rechtsgeschichte sowie Ur- und Frühgeschichte entgegen. Nominierungen in den Förderfeldern "Konfliktforschung" und "Islam, moderner Nationalstaat und transnationale Bewegungen" sind ebenfalls möglich. Der Gerda-Henkel-Preis ist mit 100.000 Euro dotiert und wird seit 2006 alle zwei Jahre vergeben.
http://www.gerda-henkel-stiftung.de/ghs_preis.php?language=de&nav_id=253

Zum Seitenanfang


Barometer


Quelle: istockphoto.com

Votum gegen europaweite Universitätsrankings

Der Deutsche Hochschulverband hat die Newsletter-Leser in der Oktober-Ausgabe gefragt, ob sie die Pläne der  EU-Kommission befürworteten, bis 2013 Ranglisten über die Hochschulen in der EU einzuführen und so die Studierenden bei der Studienwahl zu unterstützen. 82,4 Prozent der Teilnehmer antworteten mit Nein, 17,6 Prozent mit Ja.

Zum Seitenanfang



Quelle: istockphoto.com

Braucht Evaluation Entschleunigung?

Der Wissenschaftsrat hat in seinen Empfehlungen zur Bewertung und Steuerung von Forschungsleistungen angeregt, die Zeittakte von Bewertungsprozessen zu vergrößern. Braucht Evaluation Entschleunigung?

Zur Abstimmung:
www.hochschulverband.de

 

Zum Seitenanfang


Recht aktuell


Quelle: istockphoto.com

Titelentzug von "Doktormacher" nach strafrechtlicher Verurteilung rechtens

Nach der bundesweiten Affäre um Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft gegen rund 100 Hochschullehrer wegen Bestechlichkeit (vgl. Newsletter 9/2009) hat einer der beiden "Doktormacher" von Bergisch Gladbach seinen eigenen Doktorgrad verloren. Das Kölner Verwaltungsgericht hielt die Aberkennung des Grades durch die Universität Bonn für rechtmäßig (Az.: 6 K 3445/10). Das Hildesheimer Landgericht hatte den damaligen Geschäftsführer des Instituts bereits im Juli 2008 wegen Bestechung zu dreieinhalb Jahren Haft und 75.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Er hatte in insgesamt 61 Fällen promotionswillige Kandidaten an einen Jura-Professor der Universität Hannover vermittelt und ihm dafür Honorar gezahlt. Der Hochschullehrer war zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Die Voraussetzungen für den Entzug hätten nach der Promotionsordnung vorgelegen, befanden die Kölner Richter. Wegen des besonderen Wissenschaftsbezuges der Straftaten des Klägers habe die Hochschule den Doktorgrad zu Recht entzogen.

Zum Seitenanfang



Besoldungserhöhungen

(Pr.) Die Ergebnisse der einzelnen Besoldungsrunden 2011/2012 für die Länder können unter dem Link oeffentlicher-dienst.info/tv-l/tr/2011/beamte.html eingesehen werden. Für die einzelnen Länder kann unter diesem Link abgelesen werden, ob und wann für die Jahre 2011 und 2012 Besoldungserhöhungen realisiert worden oder geplant sind. Insbesondere wird auch die Gesetzesgrundlage genannt und eine chronologische Entwicklung des Gesetzgebungsverfahrens für einzelne Länder dargestellt. Die Länder Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein planen oder haben bereits Regelungen für eine Besoldungsanpassung zum 1. Januar 2012 erlassen. Es sind Besoldungserhöhungen von 1,2 bis 1,9 Prozent in diesen Ländern vorgesehen.

Zum Seitenanfang



Ärztestreik im letzten Moment abgewendet

(Ra.) Am 5. November 2011 einigten sich der Marburger Bund und die Tarifgemeinschaft Deutscher Länder auf die Erhöhung der Gehälter der nach dem TV-Ärzte beschäftigten Universitätsklinikärzte um 3,6 Prozent ab dem 1. November 2011. Ärzten der Entgeltgruppen Ä 2 bis Ä 4 wird darüber hinaus eine Einmalzahlung in Höhe von 350,00 Euro gewährt. Teilzeitbeschäftigte erhalten die Einmalzahlung anteilig. Ferner werden die Zeitzuschläge für Nachtarbeit erhöht. In die Entgeltgruppe Ä 2 wird außerdem ab dem 1. Januar 2012 eine zusätzliche Entgeltstufe 5 eingefügt. Die neuen Tarifregelungen haben eine Mindestlaufzeit bis zum 28. Februar 2013.

Zum Seitenanfang



Langes Habilitationsverfahren

(Hell.) Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat am 2. September 2011 (Az.: 7 ZB 11.1033) festgestellt, dass die Ablehnung der Durchführung eines Habilitationsverfahrens nach einem Zeitraum von 18 Jahren nach der Ablehnung nicht mehr gerichtlich angegriffen werden könne. Im Jahre 1990 lehnte die beklagte Hochschule die Fortsetzung eines Habilitationsverfahrens des Klägers ab. Erst im Jahre 2008 - und ca. 13 Jahre nach der letzten Korrespondenz in dieser Sache - stellte der Kläger den Antrag, den ablehnenden Bescheid aufzuheben und die Hochschule zu verpflichten, das Habilitationsverfahren fortzusetzen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte dieses Begehren ab, da "die verspätete Geltendmachung eines Anspruchs gegen Treu und Glaube verstößt". Zwar führe allein der Zeitablauf noch nicht zur Verwirkung. Wenn aber der Betreffende eine derart lange Zeit abgewartet habe, dass mit einem Tätigwerden der Behörde schlechthin nicht mehr zu rechnen gewesen sei, könne von einer Verwirkung des Klagerechts ausgegangen werden.

Zum Seitenanfang



Quelle: istockphoto.com

Neues Merkblatt zu Präsenz, Erholung und Dienstreise von Professoren

(Det.) Professoren verfügen über ein spezielles Dienstrecht. Hierzu gehört, dass regelmäßig die Arbeitszeitvorschriften keine Geltung beanspruchen. Auch unterliegen Dienstreisen in den meisten Ländern keinem dienstrechtlichen Genehmigungsvorbehalt. Auch in den Fällen, in denen kein Genehmigungsvorbehalt besteht, empfiehlt es sich jedoch, aus versorgungsrechtlichen Gründen die Dienstreise im Vorhinein als solche anzuzeigen. Zu berücksichtigen ist auch, dass eine Reisekostenerstattung regelmäßig eine reisekostenrechtliche Genehmigung der Dienstreise voraussetzt. Ferner ist der Erholungsurlaub von Professoren häufig - sowohl was seine (vermeintliche) Genehmigungsbedürftigkeit als auch, was seine zeitliche Lage anbetrifft - besonders geregelt.

Auf der Homepage finden die Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes nun zu diesen Themen ein aktuelles Merkblatt (unter: Infocenter / Merkblätter).

Zum Seitenanfang



Quelle: istockphoto.com

Sachsen-Anhalt: Einschränkungen bei Klagen auf Studienplatz unzulässig

Nicht-EU-Bürgern darf es nicht generell verwehrt werden, sich in Sachsen-Anhalt gerichtlich eine Zulassung zum Studium zu erstreiten. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Magdeburg entschieden (Az: 3 K 326/11). Die Richter erklärten damit eine anderslautende Verordnung des Landes zu Studienplätzen für teilweise verfassungswidrig. Die Verordnung hatte in einem nun unwirksamen Passus seit 2010 ausgeschlossen, dass sich Bewerber aus einem Staat, der nicht zur EU gehört, vor einem Verwaltungsgericht eine Zulassung zu einem Studium in einem zulassungsbeschränkten Fach in Sachsen-Anhalt einklagen können. Der Ausschluss dieses Personenkreises, so die Richter, sei nicht mit Artikel 25 der Landesverfassung vereinbar, wonach jeder junge Mensch in Sachsen-Anhalt ohne Rücksicht auf seine Herkunft und wirtschaftliche Lage das Recht auf eine seine Begabung und seine Fähigkeit fördernde Erziehung und Ausbildung habe.

Zum Seitenanfang



Anerkennung ausländischer Abschlüsse

(Uf.) Der Bundesrat hat am 4. November 2011 dem Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen zugestimmt. Durch die Neuregelung von über 60 Gesetzen und Verordnungen, die zum 1.März 2012 in Kraft treten werden, und das neue Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz wird für die 350 Ausbildungsberufe im dualen Ausbildungssystem ein Rechtsanspruch auf eine Gleichwertigkeitsprüfung der ausländischen Berufsabschlüsse mit den deutschen Abschlüssen geschaffen. Wenn diese positiv ausfällt, werden ausländische Abschlüsse genauso behandelt wie z. B. eine deutsche IHK- oder Gesellenprüfung. In einigen Berufen, etwa bei Ärzten, wird die Koppelung des Berufszugangs an die deutsche Staatsangehörigkeit abgeschafft.

Zum Seitenanfang



Studiengebührenabschaffungsgesetz

(Det.) Baden-Württemberg plant, die allgemeinen Studiengebühren abzuschaffen. Ein aktueller Anhörungsentwurf sieht jedoch ausdrücklich eine Ersetzung der durch die Abschaffung entfallenden Einnahmen für die baden-württembergischen Hochschulen durch entsprechende Qualitätssicherungsmittel vor.

Der Deutsche Hochschulverband - Landesverband Baden-Württemberg - hat das Vorhaben gleichwohl in einer Stellungnahme kritisiert. Insbesondere seien die kalkulatorischen Grundlagen im Hinblick auf die Höhe der vorgesehenen Qualitätssicherungsmittel (280 Euro pro Semester pro Studierenden) nicht nachvollziehbar. Auch müsse bedacht werden, dass der Gesetzgeber letztlich trotz der im Anhörungsentwurf vorgesehenen kompensatorischen Mittelgarantie sich nicht für künftige Haushalte binden könne und so die genannte Garantie durch Verringerung der Grundfinanzierung unterlaufen werden könne. Zudem sei kritikwürdig, dass über den Einsatz der Qualitätssicherungsmittel lediglich im Einvernehmen mit der Studierendenvertretung entschieden werden könne. Dies könne zu wenig sachdienlichen Pattsituationen führen.

Zum Seitenanfang



Quelle: istockphoto.com

Erststudium und Werbungskosten

(Uf.) Während der Bundesfinanzhof im August diesen Jahres geurteilt hatte, dass Kosten, die für ein direkt nach dem Schulabschluss begonnenes Erststudium oder eine Erstausbildung anfallen, steuerlich vollständig abgesetzt werden können (Az.: VI R 38/10 und VI R 7/10), hat der Bundestag nun beschlossen, dass Studienkosten doch nicht voll absetzbar sein sollen. Es soll bei der bisherigen Regelung bleiben, dass die Erstausbildung der privaten Lebensführung zuzuordnen ist und damit nur als Sonderausgaben steuerlich absetzbar sein soll. Die Obergrenze dafür soll allerdings von 4000 auf 6000 Euro jährlich angehoben werden. Es ist davon auszugehen, dass es in dieser Sache Musterklagen geben wird.

Zum Seitenanfang



Quelle: istockphoto.com

Unpfändbarkeit von Computern

(Uf.) In einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Gießen (Beschluss vom 8. Juli 2011, Az.: 8 L 2046/11) hatte ein arbeitsloser Antragsteller beantragt, im Wege der einstweiligen Anordnung der Behörde aufzugeben, ihm den in seinen Wohnräumen gepfändeten Laptop unverzüglich herauszugeben. Der Antrag hatte Erfolg. Im Hinblick auf seine Arbeitslosigkeit und seine damit einhergehende sozialrechtliche Obliegenheit, sich bei verschiedenen Arbeitgebern schriftlich zu bewerben, sei es dem Antragsteller nicht zuzumuten, das Hauptsacheverfahren abzuwarten.

Das Bundesverfassungsgericht hatte bereits 2008 entschieden, dass informationstechnische Systeme allgegenwärtig und ihre Nutzung für die Lebensführung vieler Bürger von zentraler Bedeutung sei, so dass Computer und Laptops grundsätzlich unpfändbar seien.

Zum Seitenanfang



Quelle: istockphoto.com

Verlängerung der Elternzeit

(Uf.) Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die Elternzeit in Anspruch nehmen wollen, müssen gegenüber ihrem Arbeitgeber erklären, für welche Zeiten innerhalb von zwei Jahren Elternzeit genommen werden soll. Eine damit festgelegte Elternzeit kann der Arbeitnehmer gemäß § 16 Abs. 3 Satz 1 BEEG nur verlängern, wenn der Arbeitgeber zustimmt. Dies bestätigte das Bundesarbeitsgericht (Az.: 9 AZR 315/10).

Zum Seitenanfang



Quelle: istockphoto.com

Keine Beihilfe bei Behandlung durch Angestellte in der Praxis eines nahen Angehörigen

(Ra.) Das Bundesverwaltungsgericht hat seine Rechtsprechung zum Ausschluss der Beihilfefähigkeit von Arzthonoraren, die für die Behandlung von Beihilfeberechtigten in der Praxis eines nahen Angehörigen entstanden sind, durch Urteil vom 29. September 2011 (Az.: 2 C 80.10) ausgeweitet. Die entsprechende beihilferechtliche Ausschlussregelung erfasse nicht nur Fälle, in denen der Beihilfeberechtigte von seinem Angehörigen persönlich behandelt wurde. Der Ausschluss greife vielmehr auch dann, wenn der Beihilfeberechtigte in der Praxis seines nahen Angehörigen von dessen Angestellten behandelt wurde. Maßgeblich sei, wer Inhaber der Honorarforderung aus dem Behandlungsvertrag sei. Nur in Ausnahmefällen könne eine Beihilfe denkbar sein, etwa wenn der Beihilfeberechtigte aus besonderen Gründen auf die Behandlung durch seinen Angehörigen oder dessen Angestellten angewiesen war, z.B. weil die erforderliche Behandlung nur durch diese durchgeführt werden konnte oder es dem Beihilfeberechtigten tatsächlich unmöglich war, einen anderen Arzt aufzusuchen. Mit dieser Entscheidung knüpft das Bundesverwaltungsgericht an die Judikatur der Zivilgerichte an, die eine vergleichbare Ausschlussregelung im Bereich der privaten Krankenversicherung auszulegen hatten.

Zum Seitenanfang



Beseitigung der kalten Progression

(Uf.) Der Bundesfinanzminister hat sich in einer Presseerklärung vom 20. Oktober 2011 dafür ausgesprochen, dass zum 1. Januar 2013 die Steuern gesenkt werden. Die progressive Ausgestaltung des Steuersystems führe dazu, dass Lohnsteigerungen, die nur die Inflationsrate ausgleichen und damit die Kaufkraft erhalten sollen, zu einer steuerlichen Mehrbelastung führen. Diese Mehrbelastung übersteige den Inflationsausgleich (= kalte Progression). Die Bundesregierung plant daher 2013 und 2014 den Grundfreibetrag der Einkommensteuer anzuheben und die progressive Tarifkurve in jedem der beiden Jahre ein wenig zu verschieben, um den Effekt der "kalten Progression" zu dämpfen.

Zum Seitenanfang



Quelle: istockphoto.com

Steuererklärungsabgabefrist

(Uf.) Allgemein wird die Abgabefrist nur bei steuerlich beratenen Steuerpflichtigen bis zum 31. Dezember verlängert. Zwar gibt es hier auch gewisse Ausnahmefälle, aber allein die Tatsache, dass ein Steuerpflichtiger hohe Einkünfte erzielt und somit dem Spitzensteuersatz unterliegt, reicht nicht aus, um als Ausnahmefall zu gelten. Dies entschied das Finanzgericht Düsseldorf (Az.: 12 K 2461/11 AO).

Zum Seitenanfang


Warnung vor Missbrauch von Daten aus Kürschners Deutschem Gelehrten-Kalender

Aus gegebenem Anlass warnt der Deutsche Hochschulverband vor einer missbräuchlichen Verwendung von Daten aus Kürschners Deutschem Gelehrten-Kalender durch die Firma IBP GmbH in Wien. Die Firma sendet Adressdaten aus dem Gelehrten-Kalender an die Eingetragenen mit der Bitte um Datenkorrekturen, ohne den Verlag de Gruyter um Erlaubnis für den übernommenen Datenbestand ersucht zu haben. Die Anfragen ähneln regulären Daten-Aktualisierungsanfragen, enthalten jedoch in Miniaturschrift verfasste und damit leicht überlesbare Hinweise, dass durch Zurücksendung eine Auftragserteilung an die IBP GmbH erfolgt, der sich eine Rechnungsstellung von 299 Euro plus Mehrwertsteuer, also 365 Euro, anschließt. Der Verlag de Gruyter erwägt rechtliche Schritte.

Zum Seitenanfang

Personalia


Neuer Minister

Mathias Brodkorb ist am 25. Oktober 2011 zum neuen Bildungsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern berufen worden. Das Amt hat der Rostocker Abgeordnete, der zuletzt als hochschulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion in Schwerin fungierte, von seinem Vorgänger Henry Tesch (CDU) übernommen. Die CDU hatte nach ihren Abschneiden bei den Landtagswahlen das Ressort für Bildung, Wissenschaft und Kultur an die SPD abtreten müssen.

Zum Seitenanfang



Stabwechsel

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat in ihrer Sitzung am 7. November 2011 die personellen Weichen für ihre Arbeit in den Jahren 2012 und 2013 gestellt.

Im Jahr 2012 wird die Bundesministerin für Bildung und Forschung,  Annette Schavan, dem Gremium vorsitzen. Zur stellvertretenden Vorsitzenden der GWK für das Jahr 2012 wurde die Staatsministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Doris Ahnen, gewählt. Die Wahlperiode beträgt zwei Jahre; im Jahr 2013 wechselt der Vorsitz turnusmäßig auf die Länderseite.

 

Zum Seitenanfang



Quelle: deutscheakademie.de

Neuer Präsident

Der Literaturwissenschaftler Professor Heinrich Detering von der Universität Göttingen ist neuer Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Der bisherige Vizepräsident tritt die Nachfolge des Anglisten Professor Klaus Reichert an.

Zum Seitenanfang



Quelle: TU Darmstadt

Neue Präsidentin

Ab 1. Januar 2012 wird mit Frau Professor Barbara Albert von der Technischen Universität Darmstadt erstmals eine Frau die Gesellschaft Deutscher Chemiker führen. Die bisherige Vizepräsidentin folgt auf Professor Michael Dröscher, der dann einer ihrer beiden Stellvertreter wird.

Zum Seitenanfang



Foto: David Ausserhofer

Blaise-Pascal-Medaille für Chemie 2011

Die European Academy of Sciences (EURASC) hat Professor Helmut Schwarz, Professor am Institut für Chemie der TU Berlin und Präsident der Humboldt-Stiftung, am 11. November 2011 in Mailand mit der Blaise-Pascal-Medaille für Chemie 2011 geehrt. Gewürdigt wurden damit seine wegweisenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Massenspektrometrie und ihren Anwendungen zur Lösung chemischer und biologischer Probleme. 

Zum Seitenanfang



Quelle: Jörg Baumann/MPI für Kohlenforschung

Hamburger Wissenschaftspreis 2011

Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg zeichnet Professor Ferdi Schüth, Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr, am 18. November 2011 mit dem Hamburger Wissenschaftspreis 2011 aus. Mit ihrem Preis, der mit 100.000 Euro dotiert ist, würdigt die Akademie die wegweisende Katalysatorforschung von Professor Schüth vor allem in den Bereichen Speicherung von Wasserstoff, Erdgasnutzung sowie der Nutzung von Biomasse zur Synthese von Kraftstoffen und Basischemikalien.

Zum Seitenanfang



Quelle: tu-berlin.de

Berliner Wissenschaftspreis 2011

Frau Professor Anja Feldmann, Informatikerin der Technischen Universität Berlin, wird mit dem Wissenschaftspreis des Regierenden Bürgermeisters von Berlin 2011 ausgezeichnet. Die Ehrung mit einem Preisgeld von 40.000 Euro wird ihr für ihre wegweisenden Arbeiten zur Modellierung, Optimierung und besseren Gestaltung des Internets verliehen.

Zum Seitenanfang



Foto: Landtag Thüringen

Hans-Olaf-Henkel-Preis 2011

Der mit 20.000 Euro dotierte "Hans-Olaf-Henkel-Preis - Preis für Wissenschaftspolitik"  wird am 24. November 2011 in Frankfurt an Frau Professor Dagmar Schipanski verliehen werden. Die ehemalige Vorsitzende des Wissenschaftsrats (1996 bis 1998) und Thüringer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst (1999 bis 2004) wird für ihre Verdienste um die Integration der außeruniversitären Forschungsinstitute der DDR in das gesamtdeutsche Wissenschaftssystem ausgezeichnet.

Zum Seitenanfang



Quelle: Universität Bonn

BBAW-Preis 2011

Der mit 30.000 Euro dotierte Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) geht in diesem Jahr an den Wirtschaftswissenschaftler Professor Armin Falk von der Universität Bonn. Mit der Auszeichnung werden alle zwei Jahre herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Grundlagen des Rechts und der Wirtschaft ausgezeichnet.

Zum Seitenanfang


DHV-Seminare


Aktuelle DHV-Seminare

 

Dienstrecht eingeordneter Professoren in der Hochschulmedizin

Geschäftsstelle des Deutschen Hochschulverbandes Bonn, Donnerstag, 24. November 2011, 11:00-16:30 Uhr

Die rechtliche Stellung von eingeordneten Professorinnen und Professoren in der Hochschulmedizin ist äußerst komplex. Die Referenten greifen - basierend auf ihrer langjährigen Beratungsexpertise - die aktuellen Entwicklungen im Dienstrecht für eingeordnete Professuren in der Hochschulmedizin auf.
Es werden Themen wie z.B. die Weisungsgebundenheit, die Forschungsfreiheit und die Arbeitszeit erläutert. Weiterhin bilden die Vertragsgrundlagen für eingeordnete Professoren, die Befristungsregelungen und die Nebentätigkeitsmöglichkeiten einen wesentlichen Bestandteil dieses Seminars. Eine Programmübersicht und ein Anmeldeformular finden Sie unter
http://www.hochschulverband.de/cms1/808.html

 

Dienstrecht für Chefärzte

Geschäftsstelle des Deutschen Hochschulverbandes Bonn, Montag, 28. November 2011, 11:00-16:30 Uhr

Wie auch die Hochschulmedizin insgesamt befindet sich das Chefarztdienstrecht in einem gravierenden Veränderungsprozess. Insbesondere die Rechte und Pflichten aus dem Chefarztdienstvertrag sind davon massiv betroffen. Dies gilt vor allem für die Möglichkeiten des Vorstandes zur Veränderung der Klinik- und Vergütungsstrukturen, die arbeitsvertragliche Verpflichtung zur Einhaltung der Trennungsrechnung und die arbeitsrechtliche Zulässigkeit der Kündigung von Chefärzten. Die Referenten erläutern darüber hinaus aktuelle Entwicklungen des Nebentätigkeits- und des Arbeitszeitrechts sowie der Altersversorgung.

Eine Programmübersicht und ein Anmeldeformular finden Sie unter:
http://www.hochschulverband.de/cms1/807.html

 

Dual Career - Angebote, Strategien und Verhandlungsführung

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Berlin, Freitag, 9. Dezember 2011, 11:00-16:30 Uhr

Die erfahrenen Referenten informieren über die neuen Services im Kontext von "Dual Career" und den Umgang mit Doppelkarriere-Paaren im deutschen Wissenschaftssystem. Das Seminar fokussiert dabei Strategien sowohl auf organisatorischer als auch auf paarinterner Ebene. Darüber hinaus werden rechtliche Möglichkeiten aufgezeigt, wie Doppelkarriere-Paare an derselben Hochschule oder zumindest an benachbarten Hochschulen arbeiten können.

Eine Programmübersicht und ein Anmeldeformular finden Sie unter:
http://www.hochschulverband.de/cms1/834.html

 

Die aktuelle Seminarbroschüre des Deutschen Hochschulverbandes kann kostenlos angefordert werden bei Dr. Ulrich Josten, Tel.: 0228/902-6634, E-Mail: josten@hochschulverband.de.

Alle Termine und Programme finden Sie auch unter:
www.karriere-und-berufung.de

 

 

 

Zum Seitenanfang

Publikationen


Lioba Werth/Klaus Sedlbauer:
In Forschung und Lehre professionell agieren

Stimmen zum Buch:

"Das vorliegende Buch eröffnet thematisches Neuland. Es fasst profunde Kenntnisse und Erfahrungen in der Forschungsorganisation zusammen und bringt hilfreiche Botschaften auf den Punkt."
Prof. Dr. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TU München

"Daher kann ich dieses Buch jeder ambitionierten Führungskraft in Forschungseinrichtungen zur regelmäßigen Nutzung empfehlen."
Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft

"Durch den kurzweiligen Schreibstil macht es zudem Spaß, sich der Welt des Forschungsmanagements zu nähern. Das Buch ist eine praktische Hilfe für die Arbeit jeder Forschungs- und Entwicklungsabteilung."
Peter Zürn, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

Inhalt und Autoren

Die Leiter von Lehrstühlen stehen heute vor neuen Herausforderungen. Längst sind sie nicht mehr nur Wissenschaftler, sondern zu Managern geworden. Sie sehen sich gestiegenen Ansprüchen der Studierenden, einer zunehmenden Internationalisierung der Forschungslandschaft, der Beschaffung von Drittmitteln und einer entsprechenden Außendarstellung in der Öffentlichkeit gegenüber.

Mit dem Handbuch "In Forschung und Lehre professionell agieren" haben die Autoren ein Werk geschaffen, das anhand von Checklisten, Vorlagen, Leitfäden und vielen Beispielen aus der Praxis zeigt, wie mit den neuen Anforderungen souverän, professionell und ergebnisorientiert umgegangen werden kann.

Inhalt

TEIL 1 beschäftigt sich mit dem internen Management eines Lehrstuhls. Neben Hinweisen für die ersten 100 Tage bei Übernahme eines Lehrstuhls liefert das Kapitel wertvolle Tipps zur persönlichen Arbeitsmethodik, für ein effektives Arbeitsmanagement oder zur Ausrichtung und Strukturierung eines Lehrstuhls. Konkrete Checklisten erleichtern die Organisation von internen Veranstaltungen sowie den Umgang mit Sitzungen und Arbeit in Gremien.

In TEIL 2 dreht sich alles um Präsentieren und Moderieren. Die klassischen Aspekte der Rhetorik und Präsentationsgestaltung werden ebenso behandelt wie der Einsatz von Medien und unterschiedlichen Moderationsmethoden oder das eigene Auftreten und die damit verbundene Außenwirkung.

TEIL 3 widmet sich dem Umgang mit Studierenden im Rahmen der Lehre. Dazu zählen die Bewertung von Prüfungsleistungen sowie eine verständliche Anleitung zur Erstellung von Hausarbeiten, Referaten und Abschlussarbeiten.

TEIL 4 betrachtet die Forschungsarbeit am Lehrstuhl: Hier geht es um die Planung und Ausrichtung von Forschungsprojekten, deren Organisation und Beantragung sowie um das Publizieren. Da Patente in den Universitäten eine zunehmende Rolle spielen, finden sich auch hierzu wichtige Tipps.

In TEIL 5 zeigen die Autoren, wie eine gezielte Öffentlichkeits- und Medienarbeit funktioniert und die Planung von öffentlichen Events gelingt. Abgerundet wird das Kapitel durch einen "Lehrstuhl-Knigge".

Die Autoren

Professor Dr. Lioba Werth und Professor Dr. Klaus Sedlbauer sind beide Lehrstuhlinhaber an verschiedenen Universitäten, in unterschiedlichen Fachbereichen. Beide sind in ihren Forschungseinrichtungen tagtäglich mit Fragen des Managements befasst und stellen mit diesem Buch ihren Wissens- und Erfahrungsschatz vor.

Lioba Werth ist habilitierte Diplom-Psychologin, hat an der TU Chemnitz den Lehrstuhl für Wirtschafts-, Organisations- und Sozialpsychologie inne und leitet ein Unternehmen für Beratung, Coaching und Training (auch im wissenschaftlichen Bereich).

Klaus Sedlbauer studierte Physik, promovierte in Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, hat den Lehrstuhl für Bauphysik an der Universität Stuttgart inne und leitet das Fraunhofer-Institut für Bauphysik. In seinem Ingenieurbüro und seiner Firma beschäftigt er sich mit Aufgaben aus der Baupraxis.


Zweite, unveränderte Auflage, geb., 100 Abb., 844 Seiten, 79,- Euro. Für Mitglieder des DHV zum Sonderpreis von 70,- Euro. ISBN: 978-3-924066-97-0.

Ihre Bestellung richten Sie bitte an:
Deutscher Hochschulverband, Rheinallee 18-20, 53173 Bonn, oder per E-Mail: dhv@hochschulverband.de oder per Fax: 0228-90 266 80.

Zum Seitenanfang

Termine


FTD-Konferenz "Hochschulmanagement 2011"
Die deutschen Hochschulen stehen vor großen Herausforderungen: Die Zahl der Studienanfänger wächst, die Finanzierung durch den Staat sinkt, der Druck in der Forschung exzellent zu sein, steigt. Allein lassen sich diese Herausforderungen kaum meistern. Die Hochschulen brauchen Partner: Partner in Wissenschaft und Wirtschaft.

Über die verschiedenen Formen von Kooperationen und die Frage, wie ein Austausch von Ideen, Wissen und Personen unter welchen Bedingungen gelingen kann, wird auf der von der Financial Times Deutschland (FTD) organisierten Konferenz "Hochschulmanagement 2011" am 7. Dezember 2011 in der Bertelsmann-Repräsentanz in Berlin diskutiert. Dazu wird es Vorträge, Podiumsrunden und Panel-Sessions geben, in denen jeweils verschiedene Kooperationsmodelle vorgestellt und diskutiert werden.
Weitere Informationen unter:
www.ftd.de/hochschulmanagement

Zum Seitenanfang



Tagungsankündigung "Kleine Fächer in Deutschland, Europa und in den USA"

(Uf.) Am 2. Dezember 2011 findet die Internationale Abschlusstagung zum Projekt "Kartierung der sog. Kleinen Fächer" im Kunstgewerbemuseum in Berlin ab 11.00 Uhr statt. Die Themen der Tagung sind die Situation der kleinen Fächer in unterschiedlichen nationalen Universitäts- und Forschungslandschaften, die Potenziale interdisziplinärer Zentren und der Beitrag der kleinen Fächer zur Internationalisierung der Wissenschaftswelt.

Anmeldung ist unter der E-Mail-Adresse kleinefaecher@uni-potsdam.de bis zum 28.11.2011 möglich.

Das aktuelle Programm befindet sich  unter
http://www.kleinefaecher.de/pdf/KleineFaecher_%20Abschlusstagung_Programm.pdf
.

Zum Seitenanfang

Vorschau F&L


Schwerpunkt: "Was lenkt den Menschen?"

Volker Gerhardt: Was treibt den Menschen?
Die Sicht der Philosophie

Christian E. Elger: Der Spielraum des Individuums
Entscheidungsprozesse im Gehirn

Richard Münch: Eine Frage des Mehr oder Weniger
Menschliches Handeln und Willensfreiheit aus der Sicht der Soziologie

Weitere Beiträge:

Paul-Gerhard Klumbies: In der Ubiquitätsfalle
Ein theologischer Einwurf

Rolf-Ulrich Kunze: "Hajo, da isch d'Bischmarg komme"
Eine ganz normale Seminarsitzung

Tobias Lutzi: Et tu, Minerva?
Wikipedia und die Wissenschaft

Zum Seitenanfang


DHV-Ticker


Landesverband Hessen

(Wi.) Anlässlich des Landeskonventes am 2. November 2011 wurde Professor
Hans-Detlef Horn, Universität Marburg (Institut für Öffentliches Recht), in seinem Amt als Vorsitzender des Landesverbandes Hessen bestätigt. Frau Professor Susanne  Lin-Klitzing, Universität Marburg (Institut für Schulpädagogik), wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

 

Zum Seitenanfang


Mitgliedsbeiträge im Deutschen Hochschulverband

(Wi.) Nach Maßgabe der Entscheidung des 61. DHV-Tages 2011 in Potsdam erhöhen sich die Mitgliedsbeiträge zum 1. Januar 2012 um 1,9 Prozent. Je nach dienstrechtlicher Stellung liegen damit die Mitgliedsbeiträge ab 2012 zwischen 175 Euro und 32 Euro im Jahr. Darüber hinaus hat der DHV-Tag folgende Strukturänderung beschlossen: Alle neu beitretenden C3/W2-Professoren werden ab dem 1. Januar 2012 in die bestehende Beitragsgruppe C4/W3 integriert. Die aktuelle C3/W2-Beitragsgruppe bleibt für die vor dem Stichtag eingetretenen C3/W2-Mitglieder erhalten und wird weitergeführt. Diese Mitglieder genießen "Bestandsschutz", der nur bei besoldungsrelevanten Statusänderungen nach dem Stichtag entfällt.

Die einzelnen Beiträge lassen sich auf der Homepage des DHV unter
http://www.hochschulverband.de/cms1/mitgliedschaft.html abrufen.

Wir bitten jedes Mitglied, beitragswirksame Änderungen der dienstrechtlichen Stellung der Geschäftsstelle frühzeitig mitzuteilen. Nach der Satzung des Deutschen Hochschulverbandes ist eine Rückzahlung zuviel gezahlter Beiträge ausgeschlossen, wenn die Überzahlung auf eine fehlende Anzeige zurückzuführen ist. Die Mitgliederdaten umfassen erst seit einigen Jahren das Geburtsdatum. Darüber hinaus gibt es aufgrund der individuellen Entscheidung bei der Emeritierung, Pensionierung oder Verrentung einen zeitlichen Spielraum von mehreren Jahren. Deshalb ist die Geschäftsstelle auf diese Mitteilung angewiesen.

Zum Seitenanfang



platzstifter gesucht

(Kl.) Was haben die Professoren Gerhard Ertl, Wolfgang Frühwald, Theodor Hänsch, Klaus von Klitzing und Peter Sloterdijk gemeinsam? Sie sind platzstifter in der Rheinallee 20 in Bonn, der Heimat der Deutschen Universitätsstiftung und des Deutschen Hochschul­ver­bandes.

Und was haben Sie gemeinsam mit diesen platzstiftern? Einen Platz in einer Reihe mit  den Leuchttürmen der deutschen Wissenschaft. Machen Sie sich und dem Deutschen Hochschul­verband zu seinem 60. Geburtstag ein Geschenk und unter­stützen Sie gleichzeitig die Deutsche Universitätsstiftung. Stiften Sie einen Seminarplatz mit Ihrem Namen, mit einer gut sichtbaren Stifterplakette auf einem der 40 Seminarplätze. Ab 2011 wird die Rheinallee 18/20 Veranstaltungsort für einen Großteil der DHV-Seminare mit über 1.700 Teilnehmern pro Jahr. Die Sitzungssäle werden für alle wichtigen Veranstaltungen des DHV und der Deutschen Universitäts­stiftung genutzt. Ihr guter Name wird vieltausendfach präsent sein und wahrgenommen. Für Ihre Spende von 1.000,- Euro erhalten Sie eine Spendenbescheinigung, Einladungen zu Veranstaltungen der Universitätsstiftung und werden auf der Wall of Fame im Foyer des Hauses geehrt.

Neben den 40 Plätzen können Sie auch den vier wichtigsten Veranstaltungssälen, Seminar- und Coachingräumen mit Ihrem guten Namen zusätzlichen Glanz verleihen. Bitte sprechen Sie uns an, um weitere Informationen zu erhalten.

Nähere Informationen: Cornelia Kliment | Deutsche Universitätsstiftung | Rheinallee 18 | 53173 Bonn, Tel. 0228 / 902 66 43 oder unter kliment@deutsche-universitaetsstiftung.de
www.deutsche-universitaetsstiftung.de

Zum Seitenanfang

Vermischtes


Professor DJ

Professoren machen nicht nur auf ihren akademischen Fachgebieten, sondern auch hinter Mischpult und Plattentellern eine gute Figur: Acht Hochschullehrer von vier Berliner Hochschulen haben sich in der ersten Berliner Professorennacht am 3. November 2011 in Musikduellen gemessen. Entstanden ist die Idee zu diesem Wettbewerb in Tübingen. Hier tauschten erstmals im Jahr 2007 Professoren den Hörsaal mit der Disco. In Berlin erfreute sich die Premiere besonderen Medieninteresses: Der Jubel der Studierenden war laut und deutlich. Professor Reinhard Singer, Jurist von der Humboldt-Universität in Berlin, gewann laut "Berliner Morgenpost" das entscheidende Duell knapp mit 118 Dezibel. 117 Dezibel zeigte das Messgerät beim Studierendenapplaus für den Zweitplatzierten, Professor Georg Schreyögg, Wirtschaftswissenschaftler von der Freien Universität Berlin.

Zum Seitenanfang


Kooperationspartner des DHV


 

DHV und Telekom

(Gü.) Das Hochschulbotschafter-Programm der Deutschen Telekom.

Theorie und Praxis zu verknüpfen, halten Sie für eine hervorragende Idee? Prima, wir auch! Egal, ob Sie Ihren Studierenden die Möglichkeit bieten möchten, die neuesten Techniken, Innovationen und die Deutsche Telekom hautnah zu erleben oder ob Sie gerne mit Fach- und Führungskräften zu Ihrem Thema in den Diskurs treten - bei uns sind Sie richtig!

Mit unserem Botschafter-Netzwerk aus über 500 Telekom-Mitarbeitern unterstützen wir bei Exkursionen, Fachvorträgen oder Case Studies und öffnen die Türen der Deutschen Telekom für Studierende und Hochschulen.

Interessiert? Dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung!
university@telekom.de

Zum Seitenanfang



DHV und Artes

 

(Gü.) Das Kunsthaus ARTES empfiehlt:

Picasso 1905 in Paris

Kunsthalle Bielefeld - 25. September 2011 bis 15. Januar 2012

Mit knapp 100 Leihgaben aus internationalen privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter zu großen Teilen zum ersten Mal in Deutschland präsentierten Gemälden und Zeichnungen, untersucht die fünfte Bielefelder Picasso-Ausstellung seit 1984 den Aufbruch des Malers zu einem neuen, modernen Stil. Picassos Arbeit steht im Kontrast zur farbverliebten fauvistischen Kunst, die ebenfalls um 1905 entsteht. Im Vergleich zu Gemälden von Henri Matisse, André Derain und Maurice Vlaminck, die ebenfalls zu sehen sein werden, wirkt Picassos Werk vor allem klassisch. Seine Bilder sind nicht bunt, sondern zart, still und suchend.

Die Ausstellung wird von der LWL-Kulturstiftung Westfalen-Lippe und der Stiftung der Sparkasse Bielefeld gefördert.
(Quelle: www.kunsthalle-bielefeld.de/index.php)

Ausstellungsadresse:
Kunsthalle Bielefeld | Artur-Ladebeck-Straße 5 | D-33602 Bielefeld
Kunsthalle Bielefeld
Tel.: +49 (0)521 / 329 99 50-0
Fax: +49 (0)521 / 329 99 50-50

Öffnungszeiten:
Dienstag und Donnerstag 11-18 Uhr
Mittwoch und Freitag 11-21 Uhr
Samstag und Sonntag 10-18 Uhr
Montag geschlossen

 

Zum Seitenanfang



DHV und HRS

(Gü.) Exklusiv bieten wir Ihnen persönliche Online-Schulungen zu verschiedeneen Themenbereichen an, zu  denen wir Sie nochmals herzlich einladen möchten. Online-Schulung mit HRS - kostenlos, bequem und komfortabel am eigenen PC, ohne Reiseaufwand. Gerne bieten wir Ihnen folgende Webinare an:

Webinar "Tipps und Tricks der Einzelreservierung"

22.11.2011, 15-16 Uhr
Buchen Sie Geschäftsreisen, national wie international, für sich selbst oder einen bestimmten Personenkreis? Möchten Sie mehr Tipps zur Effizienzsteigerung beim Onlinebuchen erhalten? In diesem Webinar informieren wir Sie über das Anlegen eines persönlichen Profils mit MyHRS sowie über spezielle Funktionen, die den Buchungsvorgang erleichtern.


Webinar "Tagungen Online buchen"

28.11.2011, 13-14:30 Uhr oder 07.12., 15-16:30 Uhr
Buchen Sie oft Tagungen? Möchten Sie mehr Tipps zur schnellen und kostenlosen Tagungsbuchung/-anfrage über HRS erhalten? In diesem Webinar stellen wir die Möglichkeiten vor, Tagungen über HRS zu buchen und die Veranstaltungen zu verwalten.

Bei Interesse an den Schulungen kontaktieren Sie uns bitte einfach! Senden Sie eine Email mit dem Titel "Webinar DHV" und dem gewünschten Schulungstermin an annkathrin.kubny@hrs.de. Sollten Sie einen Alternativtermin wünschen, so lassen Sie es uns bitte einfach wissen.

Zum Seitenanfang



DHV und akad Relocation

(Gü.) Entspannt ans Ziel - motiviert starten

Während des DHV-Symposiums 2011 im Oktober war es bei Gesprächen immer wieder Thema, wie angenehm und entspannend eine professionelle Unterstützung in der Phase des Umzugs und des Einlebens an einem neuen Hochschulort ist. Viele empfanden die Zeit ihres Neustarts anstrengend, das Einleben wurde aufgeschoben, und die Familie litt unter fehlenden Freunden und Kontakten.

Hier können wir Sie unterstützen. Wir nehmen Ihnen alle Umzugsfragen ab, kümmern uns darum, dass Sie von Anfang an über Kontakte verfügen und die Phase des Einlebens gleich beginnen kann. Sie und Ihre Familie kommen entspannt an, haben den Rücken frei für Ihre neuen Ziele und können motiviert durchstarten - beruflich und privat. 

 

Zum Seitenanfang




DHV und Daniels & Korff

(Gü.) Die Tage werden kürzer, die Sonne verliert mehr und mehr an Wärme und wird sich bald hinter dicken, schweren Regen- und Schneewolken verstecken. Nun wird es höchste Zeit sich mit warmen Pullovern gegen die aufkommende Kälte zu schützen um damit auch auf natürliche Art Erkältungen und Grippe vorzubeugen. Wir bieten Ihnen dafür Pullover aus 100% Cashmere, Super-Geelong-Lambswool und feiner Merino-Wolle an.

Um Ihnen die Auswahl in unseren Katalogen, im Internet oder in unseren Geschäften noch schmackhafter zu machen, haben wir extra für Sie vom 11. November bis zum 20. November ein Vorteilsangebot an Pullovern kreiert. Profitieren Sie von diesem Vorteilsangebot und erhalten

1 Pullover gratis bei einer Bestellung von mindestens 3 Pullovern und mehr.

D. h.: Sie bezahlen nur 2 Pullover (Damen oder Herren, auch gemischt), und Sie erhalten den 3. Pullover, den jeweils günstigsten Pullover, umsonst.

Bestellen Sie rechtzeitig, da die besten Stücke oft schon nach wenigen Tagen vergriffen sind.

Bitte bestellen Sie jetzt direkt im Internet oder lassen Sie sich fachkundig beraten und besuchen Sie eine Daniels & Korff-Filiale in Köln, Frankfurt, Berlin, Bonn, Münster, Aachen, Wiesbaden, Hannover, Freiburg, Hamburg, München, und Sylt. (Die Teilnahme an dieser Aktion in unseren Filialen gilt nur gegen Vorlage dieses Schreibens).

Dieses Angebot gilt nur ein Mal pro Person und ist verständlicherweise nicht mit anderen Gutschein- und Rabatt-Aktionen kombinierbar!

P.S.: Großer Weihnachts-Lagerverkauf auf der Kleeburg vom 11.11. bis 19.11.

 

Zum Seitenanfang



DHV und Seminaris

(Gü.) Vom Eröffnungstag an fanden im Seminaris-Campushotel Berlin zahlreiche nationale und internationale Tagungen, Seminare und Konferenzen statt - darunter auch viele wichtige und bedeutende Veranstaltungen aus dem Bereich von Wissenschaft und Forschung. Ein Auszug aus dem Veranstaltungsbuch des Hauses - Kooperationspartner des Deutschen Hochschulverbandes - zeigt die Vielfalt dieser Zusammenkünfte. 

Das Seminaris-CampusHotel Berlin - Science & Conference Center - befindet sich in Berliner Villenviertel Dahlem, auf dem Campus der Freien Universität Berlin. Auch der FU dient es für ihre unterschiedlichsten Veranstaltungen, aber darüber hinaus wurden hier seit der Eröffnung im Jahr 2009 große, mittlere und kleine Tagungen, nationale Konferenzen und internationale Kongresse der Universität durchgeführt.

Auf der Liste der Veranstaltungen aus Wissenschaft und Forschung, die hier stattgefunden haben, stehen unter anderem:

- 12. Jahrestagung BioSystematics Berlin, Freie Universität Berlin, 2011;

- The European Meteorological Society (EMS), 2011;

- Life Cycle Management Conference, Technische Universität Berlin, 2011;

- Die Bildung der Gefühle, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, 2010;

- SCOSTEP's Symposium, Leibnitz-Institut für Atmosphärenphysik e.V., 2010;

- 2nd European Conference on Schizophrenia Research, PsychoseNetz e.V., 2009;

Das Konferenzzentrum "The Dahlem Cube" steht im Zentrum der Hotelanlage. Kernstück des "Cubes" ist der tageslichtdurchflutete Plenar- und Bankettsaal "Domus Variabilis", dessen mehr als 700 Quadratmeter unterteilbar sind in fünf Räume. Hier können bis zu 700 Personen zu Konferenzen und Kongressen zusammenkommen. Insgesamt stehen 15 Seminar-, Tagungs- und Konferenzräume sowie zwei speziell eingerichtete Boardrooms zur Verfügung. Dazu kommt ein eigenes Businesscenter mit Rezeption, Ausstellungsflächen bis zu 1.000 Quadratmetern und natürlich ein Pausenbereich. Das alles ist ausgestattet mit modernster Kommunikations- und Medientechnik und komplettem Tagungsequipment. Damit im laufenden Betrieb immer kompetente Ansprechpartner da sind, werden die Veranstaltungen im Seminaris-Campushotel Berlin von einem professionellen Serviceteam betreut.

Das Hotel selbst verfügt über 186 Zimmer und 372 Betten. Über gesicherte Datenzugänge und W-LAN kann man online gehen. Die Autos der Gäste finden in einer großen Tiefgarage Platz. Für das leibliche Wohl und für das Relaxen nach der Tagung sorgen ein modernes Restaurant mit 160 Plätzen sowie der Faculty-Club Bar & Lounge und eine Terrasse im großen Innenhof.

DHV-Mitglieder, die eine Tagung im Seminaris-CampusHotel Berlin durchführen wollen, wenden sich am besten direkt an das Veranstaltungsteam.

 

Zum Seitenanfang



DHV und Brother

(Gü.) 500.000 Tropenbäume von Abholzung geschützt

Die Brother "Eco-Reward-Initiative" feiert Geburtstag. Im Rahmen dieser europäischen Aktion der vor gut einem Jahr ins Leben gerufenen Initiative konnten bisher eine halbe Million Tropenbäume vor Abholzung geschützt werden.

Im Unternehmensleitbild  von Brother steht der Umweltschutz gleichrangig neben Innovation, Qualität und Wirtschaftlichkeit. Mit Recyclingeinrichtungen in Grossbritannien und in der Slowakei sowie einem kostenlosen Rückgabesystem gewährleistet Brother verantwortungsbewusste Wiederverwendung und Ensorgung entleerter Tinten- und Tonerpatronen. 

Im Sommer 2010 hat Brother Europa mit der "Eco-Reward-Initiative" sein bestehendes Recyclingsystem um eine Bonuskomponente erweitert. Für je vier leere Tonerkartuschen beziehungsweise acht leere Tintenpatronen wird ein exotischer Baum im peruanischen Regenwald vor Abholzung geschützt. Die fachgerechte Entsorgung der über das Brother Recyclingsystem zurückgeschickten leeren Tintenpatronen und Tonerkartuschen versteht sich von selbst.

Mit dieser Baumpatenschaft, einer europaweiten Brother-Initiative, konnten bereits innerhalb des ersten Jahres eine halbe Million Bäume auf einer geschätzten Fläche von 45 Quadratkilometern geschützt werden - eine Fläche doppelt so groß wie der Frankfurter Flughafen.

Am Erfolg der Brother "Eco-Reward-Initiative" sind die Brother-Händer, die an diesem Rückgabesystem teilnehmen, maßgeblich beteiligt. Deshalb zeichnete Brother zum ersten Geburtstag alle in Deutschland und Österreich teilnehmenden Brother-Partner mit einer besonderen Urkunde aus.

Stellvertretend für die Händlerschaft in Deutschland wurde die Auszeichnung von Brother Verkaufsdirektor Rolf Joswig an Harald Beier, Geschäftsführer von B&DT Erfurt, übergeben. In Österreich nahmen Ingrid und Siegfried Buchgraber von Buchgraber Büro + Technik die Auszeichnung entgegen. Sie wurde von Helmut Pfeifenberger, Direktor und General Manager der österreichischen Brother Niederlassung sowie Account Manager Karl Tösch überreicht.

Über die "Eco-Reward-Initiative" hinaus engagiert sich der gesamte Brother-Konzern bei zahlreichen langfristigen Umweltschutzprojekten auf der ganzen Welt. Unter dem Namen "Brother Earth" sind alle Aktivitäten vereint. "Brother Earth" ist Ausdruck der Wertschätzung und des Engagements für die Gemeinschaft und den Planeten. Brother möchte zur Stärkung einer sich nachhaltig entwickelnden Gesellschaft beitragen und unterstützt deshalb weltweit Umweltschutzprojekte in Kanada, Mittel- und Südamerika, USA, Australien, Japan, China, Thailand, Madagaskar und Groß-Britannien. Detaillierte Informationen zu den Umweltaktivitäten von Brother sind unter www.brotherearth.com abrufbar.

Aus dieser Motivation heraus hat Brother Europa 2009 ein eigenes Projekt gestartet und ist eine Partnerschaft mit Cool Earth eingegangen. Die wohltätige Organisation von Cool Earth ist in mehreren  Amazonasländern zum Schutz des Regenwaldes aktiv. Durch den Schutz des einzigartigen und unersetzbaren Ökosystems des Regenwaldes wird den dort lebenden Menschen eine nachhaltige Lebensweise ermöglicht. Eines der Partnerschaftsprojekte von Brother Europa unterstützt zum Beispiel das Volk der Ashaninka Indianer. Die traditionellen Ashaninka Indianer, hauptsächlich in Peru angesiedelt, leben von der Subsistenzwirtschaft. Sie betreiben in nachhaltiger Weise Ackerbau zum Anbau von Gemüse sowie Kaffee, Kakao und Zuckerrohr.

 

Zum Seitenanfang


Impressum

Redaktion
Dr. Michael Hartmer
Dr. Matthias Jaroch

presse@hochschulverband.de

Weitere Mitarbeiter dieser Ausgabe
Dr. Hubert Detmer (Det.)
Jacqueline Güldenring (Gü.)
Dr. Martin Hellfeier (Hell.)
Cornelia Kliment (Kl.)
Dr. Ulrike Preißler (Pr.)
Dr. Wiltrud Radau (Ra.)
Birgit Ufermann (Uf.)
Angelika Wirth, M.A. (Wi.)

Verweis auf andere Webseiten

Für alle hier befindlichen Hyperlinks gilt: Der Deutsche Hochschulverband bemüht sich um Sorgfalt bei der Auswahl dieser Seiten und deren Inhalte, hat aber keinerlei Einfluss auf die Inhalte oder Gestaltung der verlinkten Seiten. Der Deutsche Hochschulverband übernimmt ausdrücklich keine Haftung für den Inhalt externer Internetseiten.

Zum Seitenanfang

Sollten Sie Fragen haben, so e-mailen Sie uns bitte. Wenn Sie den Newsletter abbestellen oder Ihre E-Mail-Adresse ändern wollen, klicken Sie bitte hier.

Copyright © 2008, www.hochschulverband.de. All Rights Reserved.