Universität der Bundeswehr München für faire und transparente Berufungsverhandlungen ausgezeichnet

09.12.15

DHV-Gütesiegel zum achten Mal vergeben

Der Universität der Bundeswehr München (UniBw M) ist als erster Universität mit Sitz in Bayern und bundesweit achter Hochschule das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverban-des (DHV) für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen worden. Zuvor waren bereits die RWTH Aachen, die Universität zu Köln, die TU Kaiserslautern, die Fern-Universität in Hagen, die Universität Duisburg-Essen, die Universität Bremen und die Uni-versität Siegen ausgezeichnet worden.

Berufungsverhandlungen an der UniBw M verliefen gleichförmig, sachgerecht und zügig. Bei W2- und W3-Professuren lägen sie als "Chefsache" in den Händen der Präsidentin und des Kanzlers, teilte der DHV mit. Fakultäten und Universitätsleitung kooperierten eng und vertrauensvoll miteinander. Bewerberinnen und Bewerber lobten das sehr gute Verhand-lungsklima mit der Hochschulleitung. Gespräche verliefen sehr respektvoll und fänden in einer sehr offenen, persönlichen und von Freundlichkeit geprägten Atmosphäre statt. Zu den Positiva gehöre, dass Erstberufenen neben dem Grundgehalt unbefristete, ruhegehaltfähige und dynamisierte Leistungsbezüge gewährt würden. Neuberufene Professorinnen und Profes-soren profitierten gerade während ihrer ersten Arbeitstage von kurzen Entscheidungswegen. Kinderbetreuungsangebote auf dem Campus erleichterten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Begrüßenswert sei auch, dass den Berufenen immer ein "Kümmerer" im Sinne einer quasi allzuständigen Ansprechperson  zur Verfügung stehe.

Punktuell sieht der DHV noch Verbesserungspotenzial. Die Transparenz der Verfahren könne weiter erhöht werden, beispielsweise durch die Einführung eines "Berufungsmonitors" vor der Ruferteilung, in dem Bewerber zu jeder Zeit den Stand des Berufungsverfahrens abfragen könnten. Wünschenswert sei ferner, die Befristung von Ausstattungszusagen durch die Hochschulleitung, die meist drei Jahre beträgt, regelmäßig auf fünf Jahre anzuheben. Die Eingliederung neuer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler könne durch eine spezielle Willkommensveranstaltung für neuberufene Professorinnen und Professoren verbessert werden. Ebenso empfiehlt der DHV, Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren einen Gesprächstermin bei der Hochschulleitung einzuräumen. 

"Für die Rekrutierung hervorragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist eine umsichtige Berufungspolitik ein Standortvorteil. Mit dem Gütesiegel stellt der Hochschulver-band ein Instrument bereit, um die Berufungskultur an Hochschulen fortwährend weiterzuentwickeln und zu optimieren", erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. 

Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Bewertung wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibever-handlungen gelegt. Stellungnahmen der begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie das Erfahrungswissen der DHV-Justitiare.
    
Weitere Informationen zum DHV-Gütesiegel gibt es unter:    
www.hochschulverband.de/cms1/guetesiegel.html


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