DHV lobt Bericht der Imboden-Kommission

29.01.16

Kempen: "Gute Grundlage für eine Entscheidung über Exzellenzinitiative II"

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat den Bericht der internationalen Expertenkommission für die Evaluation der Exzellenzinitiative unter Vorsitz des Schweizer Umweltphysikers Professor Dr. Dieter Imboden begrüßt. "Der Bericht bietet eine gute Grundlage, um die Entscheidung über die Ausgestaltung der Exzellenzinitiative II voranzutreiben", urteilte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen.

Unmissverständlich werde in dem Bericht empfohlen, die Exzellenzinitiative weiterhin auf die Förderung der universitären Spitzenforschung auszurichten und den neuen Wettbewerb nicht durch die Ausweitung auf Fachhochschulen, die Lehre oder den Wissenstransfer zu verwässern. Auch werde der von Teilen der Politik befürworteten Förderung von "Spitzenregionen" eine klare Absage erteilt. "Wissenschaftliche Exzellenz muss sich in erster Linie nach Leistung und nicht nach regionalem Proporz bemessen", betonte Kempen.

Der DHV-Präsident begrüßte den Vorstoß, die Exzellenzcluster thematisch offener und in der finanziellen Förderung flexibler zu gestalten, um einer Benachteiligung einzelner Fächer oder kleinerer und geografisch dislozierter Universitäten entgegenzutreten. Richtig sei eben-falls, die bisherige Förderlinie "Zukunftskonzepte" durch "Exzellenzprämien" zu ersetzen, bei der die zehn besten Universitäten aufgrund ihrer Leistung einen Bonus von jährlich 15 Millionen Euro per annum auf sieben bis acht Jahre erhalten sollen. "Dieser Vorschlag ist wissenschaftsadäquat. Statt Anträgen, die den Realitätstest erst noch bestehen müssen, würde bereits unter Beweis gestellte wissenschaftliche Exzellenz honoriert", so Kempen.

Nachdrücklich unterstützte der DHV-Präsident die Anregung der Imbodem-Komission, die gegenwärtigen Förderungen bis Ende 2019 zu verlängern, um den Universitäten die dringend benötigte Planungssicherheit für die Zeit zwischen der Entscheidung über die Ausgestaltung eines Nachfolgeprogramms und dem Auslaufen des bisherigen Wettbewerbs zum Ende des Jahres 2017 zu geben. "Zwischen der Analyse und den Empfehlungen der Imboden-Kommission und denjenigen des DHV bestehen große Übereinstimmungen", erklärte Kempen abschließend.

Siehe auch die Pressemitteilung vom 25. Januar 2016


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