Menschen aus der Wissenschaft: Fünf Persönlichkeiten geehrt

05.04.16

Gala der Deutschen Wissenschaft in Berlin

Christoph Lüdemann, Professorin Dr. Jessica Burgner-Kahrs, Professor Dr. Hans-Werner Sinn, Professor Dr. Stephan Dabbert und Ministerin Theresia Bauer sind die fünf Preisträger, die auf der Gala der Deutschen Wissenschaft des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) am 4. April 2016 in Berlin ausgezeichnet wurden. 

Vor fast 400 Gästen aus Hochschule, Politik und Gesellschaft würdigten der DHV und das Deutsche Studentenwerk (DSW) den Medizinstudenten Christoph Lüdemann von der Universität Witten/Herdecke mit der Auszeichnung "Student des Jahres". Lüdemann sei ein Student mit hohem philanthropischen Engagement, der über den von ihm mitaufgebauten Verein "L‘appel Deutschland" Hilfe zur Selbsthilfe in Ruanda und Sierra Leone leiste, betonte der studentische Vizepräsident des DSW, Andreas Spranger. Der vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft gestiftete Preis in Höhe von 5.000 Euro gehe an eine Persönlichkeit, die trotz eines zeitintensiven Studiums Menschen mit schlechten Zukunftsaussichten Perspektiven auf eine bessere Zukunft eröffne. Beispielsweise erhielten Studieninteressierte in Ruanda ein durch Sponsoren ermöglichtes Stipendium, dessen Mittel sie nach dem Berufseintritt an einen neuen Stipendiaten weitergeben. 

Academics - das von der ZEIT und der Zeitschrift "Forschung & Lehre" getragene Karriereportal für Wissenschaft & Forschung -  zeichnete Professorin Dr. Jessica Burgner-Kahrs als "Nachwuchswissenschaftlerin des Jahres" aus. Den mit 5.000 Euro prämierten Preis erhielt die Lehrstuhlinhaberin für Kontinuumsrobotik an der Leibniz-Universität Hannover aus den Händen des Geschäftsführers der ZEIT Verlagsgruppe, Dr. Rainer Esser. Er würdigte die Heinz Maier-Leibnitz-Preisträgerin des Jahres 2015, die u.a. an Methoden arbeitet, wie Roboter für chirurgische Eingriffe noch präziser und schonender eingesetzt werden können, als eine außerordentliche junge Wissenschaftlerin. "Jessica Burgner-Kahrs ragt durch ihre innovative, interdisziplinäre Arbeit und das hohe Anwendungspotenzial ihrer Forschung in Medizin und Technik aus der Wissenschaftslandschaft hervor. Wenn ihre Roboter erst im OP im Einsatz sind, wird der Fortschritt für die Chirurgie riesig sein. Was sie leistet, ist außergewöhnlich und kann in der Zukunft Leben retten", so Esser.

Professor Dr. Hans-Werner Sinn, emeritierter Lehrstuhlinhaber für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und ehemaliger Präsident des ifo Instituts München, wurde vom DHV die Auszeichnung "Hochschullehrer des Jahres" verliehen. Der Preis, der mit Unterstützung des ZEIT-Verlags Gerd Bucerius GmbH & Co. KG vergeben wird, ist mit 10.000 Euro dotiert. Sinn sei ein Wissenschaftler, der den öffentlichen Diskurs in vielen volkswirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Fragen präge. Seine wissenschaftliche Expertise begründe und belebe Debatten. Gerade weil seine Positionen Widerspruch hervorriefen, hätten seine unbequemen Meinungen, die häufig dem Mainstream zuwiderliefen, Gewicht, so die Begründung des Präsidenten des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen. Als Volkswirt, der dem Volk diene, habe sich Professor Sinn in herausragender Weise um das Ansehen seines Berufsstandes in der Öffentlichkeit verdient gemacht. 

Professor Dr. Stephan Dabbert, Rektor der Universität Hohenheim, wurde durch den Träger des Nobelpreises 2008 für Physiologie oder Medizin, Herrn Professor Dr. Harald zur Hausen, mit der Auszeichnung "Rektor/Präsident des Jahres" geehrt, die der DHV auslobt. Professor Dabbert wurde in einer Umfrage unter den 29.500 Mitgliedern des Verbandes ermittelt, in der anhand eines Eigenschaftskatalogs die Kompetenzen und Fähigkeiten der Rektoren und Präsidenten der wissenschaftlichen Hochschulen Deutschlands umfassend beurteilt wurden. Das von "Santander Universitäten" gestiftete Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wird Professor Dabbert dem Projekt "Humboldt reloaded" der Universität Hohenheim zuwenden. Dieses ermöglicht Studierenden bereits im Bachelor-Studium, eigene Forschung an bislang ungelösten Fragen zu betreiben.

Zum insgesamt bereits dritten Mal wurde die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Theresia Bauer, durch Minister und Senator a.D. Professor Dr. Jürgen Zöllner als "Wissenschaftsministerin des Jahres" ausgezeichnet. Auch Bauer wurde in einer Umfrage unter den 29.500 Mitgliedern des Verbandes ermittelt, in der anhand eines Eigenschaftskatalogs die Kompetenzen und Fähigkeiten aller Landeswissenschaftsminister und der Bundesministerin für Bildung und Forschung umfassend beurteilt wurden.


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