Mehr Teilzeitbeschäftigung, Job-Sharing und Home Office-Arbeitsplätze

06.04.16

DHV zur besseren Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat Hochschulen und Politik aufgefordert, Beschäftigungsverhältnisse für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Kinder betreuen, familienfreundlicher zu gestalten. "Trotz einiger Verbesserungen bestehen in der Wissenschaft weiterhin viele Schwierigkeiten, Familie und Beruf zu vereinen", erklärte DHV-Präsident Professor Dr. Bernhard Kempen. Hierin liege unverändert eine maßgebliche Ursache für die Unterrepräsentanz von Frauen in der Wissenschaft. Obwohl der Anteil an Frauen in der Berufsgruppe der Hochschullehrer in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen habe, sei gegenwärtig lediglich jede fünfte Professur mit einer Frau besetzt. "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist allerdings kein frauenspezifisches, sondern ein geschlechtsunabhängiges Problem", so Kempen weiter. "Auch wenn die Erfahrung zeigt, dass es vor allem Frauen sind, die - vor die Alternative Familie oder Beruf gestellt -  ihre berufliche Karriere zurückstellen, wünschen sich zunehmend auch Väter mehr Zeit für ihre Kinder. Diesem gesellschaftlichen Wandel sollten die Hochschulen Rechnung tragen."

Um Wissenschaftlerinnen und WissenschaftlernDer besseren Lesbarkeit halber gelten alle maskulinen Personen- und Funktionsbezeichnungen auf unseren Seiten für Frauen und Männer in gleicher Weise. Es gilt: Pronuntiatio sermonis in sexu masculino ad utrumque sexum plerumque porrigitur (Corpus Iuris Civilis Dig. 50,16,195, veröffentlicht 533 n. Chr.), übersetzt: Die Redeform im männlichen Geschlecht erstreckt sich für gewöhnlich auf beide Geschlechter. die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, sind ihnen nach den Vorschlägen des DHV eine Teilzeitbeschäftigung zu ermöglichen und Chancen auf Jobsharing zu eröffnen. Individuelle Vereinbarungen zur temporären Freistellung oder die zeitliche Hinausschiebung von Selbstverwaltungsaufgaben, ein zeitweise reduziertes Lehrdeputat oder eine zeitweilige Entlastung von Prüfungsaufgaben würden Wissenschaftlerinnen und WissenschaftlernDer besseren Lesbarkeit halber gelten alle maskulinen Personen- und Funktionsbezeichnungen auf unseren Seiten für Frauen und Männer in gleicher Weise. Es gilt: Pronuntiatio sermonis in sexu masculino ad utrumque sexum plerumque porrigitur (Corpus Iuris Civilis Dig. 50,16,195, veröffentlicht 533 n. Chr.), übersetzt: Die Redeform im männlichen Geschlecht erstreckt sich für gewöhnlich auf beide Geschlechter. helfen, Familie und Wissenschaft miteinander zu verbinden. Das Kindergarten- und Hortangebot müsse weiter ausgebaut und die Schaffung von Spontanplätzen und Eltern-/Kind-Noträumen vorangetrieben werden. "Wo es möglich ist, sollten sich Kinder nicht nur auf dem Campus, sondern in der Nähe ihrer Eltern aufhalten können", heißt es dazu in einer Resolution des 66. DHV-Tags in Berlin. 

Außerdem sollten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Kinder betreuen, soweit es sich mit den Belangen eines Faches vereinbaren lasse, die Möglichkeit erhalten, zumindest temporär ihre Tätigkeit an Home Office-Arbeitsplätzen wahrzunehmen. Kindererziehungszeiten, die die laut dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz zulässige Befristungsdauer von 12 Jahren (bzw. 15 Jahren in der Medizin) für angestelltes wissenschaftliches und künstlerisches Personal bei der Betreuung eines oder mehrerer Kinder um zwei Jahre je Kind verlängerten, müssten auch auf Beamtenverhältnisse Anwendung finden. Ebenso sollten die beamtenrechtlichen Einstellungsaltersgrenzen um eine familienpolitische Komponente ergänzt werden. Kindererziehungszeiten seien hier ebenfalls mit zwei Jahren pro Kind anzurechnen. Bei Professuren könnten damit die Einstellungsaltersgrenzen entsprechend der Kinderzahl hin-ausgeschoben werden. 


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