Universität Hohenheim für faire und transparente Berufungsverhandlungen ausgezeichnet

24.06.16

DHV-Gütesiegel zum zehnten Mal vergeben

Der Universität Hohenheim ist als erster baden-württembergischer Universität und bundes-weit zehnter Hochschule das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverhandlungen verliehen worden. Zuvor waren bereits die RWTH Aachen, die Universität zu Köln, die TU Kaiserslautern, die FernUniversität in Hagen, die Universität Duisburg-Essen, die Universität Bremen, die Universität Siegen, die Universität der Bundeswehr München und die Universität Hannover ausgezeichnet worden.

Zu den Stärken der Universität Hohenheim zähle ein professionell organisiertes Berufungsverfahren, eine Politik der kurzen Wege sowie hilfsbereite Ansprechpartner während des gesamten Berufungsprozesses, teilte der DHV mit. Außerordentlich positiv sei, dass alle Berufungsverhandlungen von potentiellen W1- und W3-Professorinnen und Professoren als "Chefsache" auf zentraler Ebene in den Händen des Rektors und der Kanzlerin lägen. Bewerberinnen und Bewerber fühlten sich dadurch persönlich wertgeschätzt und lobten generell das offene und konstruktive Verhandlungsklima. Individuelle Wertschätzung komme auch dadurch zum Ausdruck, dass bei Ziel- und Leistungsvereinbarungen die zu erreichenden Ziele im Konsensverfahren niedergelegt würden. Die "Ausstattungspakete" der Universität Hohenheim seien insbesondere für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler regelmäßig gut. Die Universität Hohenheim biete Neuberufenen zudem breitgefächerte Einstiegsangebote. Hierzu gehörten u.a. ein Neuberufenenportal mit detaillierten Informationen über erste Arbeitsschritte sowie "Welcome Events", unter denen insbesondere das Professorium als Forum zum gegenseitigen Kennenlernen hervorsteche. Unterstützungsleistungen für "Dual Career Couples" sowie die "Kinderfeuerwehr",  die bei Bedarf die Kinderbetreuung übernehme, zeichneten die mit dem Siegel "Familiengerechte Hochschule" zertifizierte Universität aus.

Lediglich punktuell sieht der DHV noch Verbesserungspotential. Obwohl die Universität Hohenheim eine gute Informationspolitik betreibe, könnten Bewerberinnen und Bewerber durch die Implementierung eines Berufungsverfahrensmonitors sowie Rufinhaberinnen und Rufinhaber durch einen "Verhandlungsleitfaden" rund um den Verhandlungsprozess noch besser unterrichtet werden. Ebenso könnten die sehr gut aufgestellten Eingliederungsangebote wie z.B. die Unterstützung für "Dual Career Couples" den Neuberufenen gegenüber noch proaktiver kommuniziert werden. Wünschenswert wäre insbesondere die Einrichtung einer universitätseigenen Kindertagesstätte. Die Richtlinien zur Evaluation von Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren seien stärker zu konkretisieren.

"Im Wettbewerb um die besten Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer kommt einer guten Berufungspolitik eine Schlüsselfunktion zu. Das DHV-Gütesiegel attestiert Universitäten eine hohe Berufungskultur, umfasst zugleich aber auch Empfehlungen, wie Berufungsverhandlungen und -verfahren fortlaufend optimiert werden können", erklärte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen.

Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Bewertung wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Stellungnahmen der begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hochschule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie das Erfahrungswissen der DHV-Justitiare.
    
Weitere Informationen zum DHV-Gütesiegel gibt es unter:    
www.hochschulverband.de/cms1/guetesiegel.html


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