Kempen: "Universität muss Ort des freien und offenen Meinungsaustausches bleiben."

14.12.16

Den Deutschen Hochschulverband (DHV) erfüllen aktuelle Medienberichte mit Sorge, nach denen Wissenschaftler an Universitäten auf Grund ihrer Person oder politischen Einstellung als unerwünscht erklärt oder sogar mit direkter Gewalt bedroht werden. Es häuften sich zudem Vorfälle, bei denen Universitätsveranstaltungen mit politisch unliebsamen Personen gesprengt wurden.
 
"Die Universität ist ein Ort des freien und offenen Meinungsaustausches. Hier muss jedermann ohne Angst unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft, einer Partei, einem Verband oder Verein seine Forschungsergebnisse, Thesen, Argumente und Ansichten präsentieren und zur Debatte stellen können", betonte DHV-Präsident, Professor Dr. Bernhard Kempen. "Die grundgesetzlich verbürgte Freiheit von Forschung und Lehre setzt allein die Treue zur Verfassung voraus. Das lässt ein sehr breites Spektrum an Meinungsäußerungen zu." Voraussetzung universitärer Wissenschaft sei es, unterschiedliche Meinungen auszuhalten und zu respektieren. "Streit gehört zur Universität. Auseinandersetzungen mit Andersdenken werden allerdings ausschließlich argumentativ ausgetragen. Das muss so bleiben", erklärte Kempen. Vor Diffamierungen, der Androhung bzw. Ausübung von Gewalt dürften sich Universitäten nicht einschüchtern lassen. "Sie müssen für Meinungsfreiheit eintreten und diese in ihren Räumlichkeiten notfalls per Hausrecht durchsetzen", so der DHV-Präsident abschließend.


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