Professor Dr. Lambert T. Koch ist "Rektor des Jahres"

20.02.17

Deutsche Wissenschaftler geben Rektoren und Präsidenten als Note eine Drei Plus

Professor Dr. Lambert T. Koch, Rektor der Universität Wuppertal, erhält zum dritten Mal die Auszeichnung "Rektor/Präsident des Jahres", die der Deutsche Hochschulverband (DHV) zum neunten Mal vergibt. Der Ökonom hatte bereits im Jahr 2011 und 2014 die vom DHV verliehene Auszeichnung zuerkannt bekommen. Im Rektorenranking des DHV hatte er seit 2010 fünf Mal Platz zwei belegt.

Mit dem Preis würdigt die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine vorbildliche Amtsführung. Der Preisträger wurde in einer Online-Umfrage unter den 30.000 Mitgliedern des Verbandes ermittelt. Anhand eines Eigenschaftskatalogs wurden die Kompetenzen und Fähigkeiten der Rektoren und Präsidenten der wissenschaftlichen Hochschulen Deutschlands umfassend beurteilt. An der Abstimmung vom 14. November bis 16. Dezember 2016 nahmen 3.327 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil.

Mit der Prädikatsnote 1,58 erzielte Professor Koch die Bestbewertung. Der Wirtschaftswissenschaftler wird sogar als "charismatische Integrationsfigur, Mediator, Dynamisierer, Visionär", geschätzt - als "John F. Kennedy des Bergischen". Denkbar knapp hinter Koch folgt der Vorjahressieger und Rektor der Universität Hohenheim, Professor Dr. Stephan Dabbert, mit einer Bewertung von 1,77 auf Platz zwei. Auf Platz drei und vier folgen der "Präsident/Rektor des Jahres 2015", Professor Dr. Helmut J. Schmidt von der TU Kaiserslautern, mit einer Note von 1,96 und der Präsident der Universität Erlangen-Nürnberg, Professor Dr. Joachim Hornegger, mit einer Note von 2,05. Platz 5 geht an den Präsidenten der Universität Duisburg-Essen, Professor Dr. Ulrich Radtke, mit einer Bewertung von 2,08.

Über alle Teilnehmer gemittelt erhielten die deutschen Rektoren und Präsidenten von den Wissenschaftlern die Durchschnittsnote 2,67. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtbewertung aller berücksichtigten Rektoren und Präsidenten damit kaum verändert. (2,66 (2016)). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hielten ihren Rektoren und Präsidenten zuweilen einen autokratischen oder gar selbstherrlichen Führungsstil vor. Ebenso wurden Intransparenz, Hierarchisierung und Zentralisierung von Strukturen bemängelt.

In die Bewertung kamen nur Hochschulen mit Präsidenten und Rektoren, die zu Beginn der Abstimmung mindestens 100 Tage im Amt waren und für die mindestens 30 Bewertungen abgegeben wurden. Die wissenschaftliche Leitung und Durchführung des Rankings, das schließlich 47 Hochschulen erfasste, lag in den Händen des Zentrums für Evaluation und Methoden der Universität Bonn. Das detaillierte Ergebnis ist in der März-Ausgabe der Zeitschrift "Forschung & Lehre" zu finden und kann unter dem Link www.hochschulverband.de/ranking-dhv_2017.pdf  abgerufen werden.

Der Preis "Präsident/Rektor des Jahres" wird im Rahmen der Gala der Deutschen Wissenschaft verliehen, die am 3. April 2017 am Vorabend des 67. DHV-Tags in München stattfinden wird. Mit dem von Santander Universitäten gestifteten Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro soll der Preisträger ein hochschulbezogenes Projekt finanzieren.


Links:

www.hochschulverband.de/ranking-dhv_2017.pdf


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