Wer wird „Hochschullehrer/in des Jahres“?

27.06.19

DHV startet neue Ausschreibungsrunde

Zum vierzehnten Mal sucht der Deutsche Hochschulverband (DHV) die/den „Hochschullehrer/in des Jahres“. Ausgelobt wird ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro für diejenige Hochschullehrerin bzw. denjenigen Hochschullehrer, die oder der sich durch außergewöhnliches Engagement um das Ansehen des Berufsstandes verdient gemacht hat. Der Preis wird vom DHV mit Unterstützung der ZEIT-Verlagsgruppe verliehen.

„Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer könne auch außerhalb von Forschung und Lehre Leistungssträger sein“, erklärte DHV-Präsident Professor Dr. Bernhard Kempen. „Mit der Auszeichnung wollen wir dieses oftmals nicht hinreichend bekannte Engagement sichtbarer machen und einer breiten Öffentlichkeit zeigen, in welch vielfältiger Weise Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer zum Wohl der Allgemeinheit beitragen.“

Vor diesem Hintergrund ruft die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissen-schaftler dazu auf, bis zum 30. September 2019 Kandidatinnen und Kandidaten als „Hochschullehrer/in des Jahres“ vorzuschlagen. Interessenten finden nähere Informationen im beigefügten Ausschreibungstext unter:    
www.hochschulverband.de/cms1/fileadmin/redaktion/download/pdf/pm/hochschullehrer-des-jahres.pdf

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger sind:

-    2006: der Rostocker Ophtalmologe Professor Dr. Rudolf Guthoff, der sich uner-müdlich für die Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Demokratischen Republik Kongo einsetzt,

-    2007: der Molekularbiologe Professor Dr. Werner W. Franke vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg, der für sein couragiertes Auftreten und seine außerordentliche Beständigkeit im langjährigen Kampf gegen Doping im Leistungs-sport geehrt wurde,

-    2008: die Maschinenbauingenieurin Professorin Dr. Katja Windt von der Jacobs University Bremen, die als Professorin und Mutter dreier Kinder in vorbildlicher Wei-se wissenschaftliche Karriere in der Männerdomäne Ingenieurwissenschaften mit der Elternschaft zu verbinden weiß,

-    2009: die Integrationspädagogin Professorin Dr. Heather Cameron von der FU Berlin, die im Rahmen von „Boxgirls International“ sozial benachteiligte junge Frauen zur gesellschaftlichen Teilhabe ermutigt,

-    2010: der Restaurator Professor Erwin Emmerling von der TU München, der sich mit Leib und Seele für den Erhalt von Kulturdenkmälern in Afghanistan engagiert,

-    2011: der TV-Moderator und Physiker Professor Dr. Harald Lesch von der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem es seit Jahren gelingt, ein Millionenpublikum für das Abenteuer Forschung zu begeistern,

-    2012: Professor Dr. Klaus Lieb, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychothe-rapie der Universitätsmedizin, der als Gründungsmitglied der Initiative „Mein Essen zahl‘ ich selbst“ Medizinerinnen und Mediziner darin unterstützt, weitestgehend frei von unsachgemäßen Beeinflussungen der Pharmazeutischen Industrie zu arbeiten,

-    2013: Professorin Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deut-schen Hochstifts und des Goethe-Hauses in Frankfurt am Main und Professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Frankfurt, die sich mit bei-spielhaftem persönlichen Einsatz für die Errichtung eines Deutschen Romantik-Museums in Frankfurt am Main stark macht,

-    2014: Professor Dr. Raúl Rojas, Lehrstuhlinhaber für Informatik auf dem Ar-beitsgebiet Intelligente Systeme und Robotik an der Freien Universität Berlin, dem es in seinen Robotik-Projekten auf vorbildliche Weise gelingt, Forschung und Lehre miteinander zu verknüpfen,

-    2015: Professor Dr. Hans-Werner Sinn, emeritierter Lehrstuhlinhaber für Na-tionalökonomie und Finanzwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und ehemaliger Präsident des ifo Instituts München, der den
öffentlichen Diskurs in vielen volkswirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Fra-gen geprägt hat und als Wissenschaftler ein unabhängiger Freigeist und unbequemer Mahner jenseits des politischen Mainstreams geblieben ist,

-    2016: Professor Dr. Michael Wolffsohn, emeritierter Professor für Neue Geschichte an der Universität der Bundeswehr München, der als Wissenschaftler, Publizist und Querdenker mit Worten und Taten überzeugt und mit der Gartenstadt Atlantic inmit-ten von Berlin ein einzigartiges interkulturelles Wohn- und Vorzeigeprojekt verwirklicht hat,

-    2017: Dr. Tanja Baudson, Vertretungsprofessorin für Entwicklungs- und Allge-meine Psychologie an der Universität Luxemburg, die sich als Hauptkoodinatorin des deutschen “March for Science” über ihr eigenes Fach hinaus engagiert und viel Zeit geopfert hat, um die Freiheit der Wissenschaft gegen populistische Anfeindungen zu verteidigen,

-    2018: Professor Dr. Ulrich S. Schubert, Lehrstuhlinhaber für Organische und Makromolekulare Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der als Mitbe-gründer und treibende Kraft der Internationalen Jungen Orchesterakademie in vor-bildlicher Weise musikalische Nachwuchsförderung und Völkerverständigung mit dem Benefizgedanken verbindet.

Im Rahmen der Preisverleihung zum/zur „Hochschullehrer/in des Jahres“ zeichnet acade-mics.de – das Karriereportal für Wissenschaft & Forschung von DIE ZEIT und „Forschung & Lehre“ – den/die „Nachwuchswissenschaftler/in des Jahres“ aus.
Mehr Informationen gibt es dazu unter:
www.academics.de/nachwuchspreis.


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