Wettbewerbsvorteile durch "Dual Career"-Service

04.05.09

Im internationalen Wettbewerb um Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler verschaffen sich diejenigen Universitäten Vorteile, die Ehe- oder Lebenspartnern berufliche Einstiegsmöglichkeiten eröffnen.

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hat deshalb ein Best-Practice-Papier zu "Dual Career"-Services vorgelegt.

"Bewerberinnen und Bewerber müssen in Berufungsverfahren ohne Zögern ihren Wunsch äußern, dass die Hochschule für den Ehe- oder Lebenspartner nach einer beruflichen Perspektive Ausschau hält", rät der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen, den Wissenschaftlerinnen und WissenschaftlernDer besseren Lesbarkeit halber gelten alle maskulinen Personen- und Funktionsbezeichnungen auf unseren Seiten für Frauen und Männer in gleicher Weise. Es gilt: Pronuntiatio sermonis in sexu masculino ad utrumque sexum plerumque porrigitur (Corpus Iuris Civilis Dig. 50,16,195, veröffentlicht 533 n. Chr.), übersetzt: Die Redeform im männlichen Geschlecht erstreckt sich für gewöhnlich auf beide Geschlechter.. Die Universitäten seien dazu aufgerufen, mittelfristig Strategien zu entwickeln, "Dual Career"zumindest für ihre wissenschaftlichen Spitzenkräfte als Daueraufgabe zu verstehen. Für "Dual Career"-Aufgaben seien fächerübergreifend und zentral Ansprechpartner und Verwaltungskapazitäten bereitzustellen. "Die Universitäten sollten Überlegungen anstellen, ob und inwieweit sie bereits in ihren Ausschreibungen und in ihrer Berufungsverfahrenspraxis "Dual Career" implementieren", erklärte Kempen. Die Universität sollte berufliche Perspektiven für den Ehe- oder Lebenspartner des zu Berufenden innerhalb und außerhalb der Hochschule prüfen. Netzwerke mit Kontakten zu regionalen Arbeitgebern seien nützlich und zielführend. "Bei der Besetzung einer universitären Stelle sind allerdings selbstverständlich die arbeits- und beamtenrechtlichen Voraussetzungen strikt einzuhalten", betonte Kempen. "Aus rechtlichen wie aus ethischen Gründen ist die Beschäftigung von Ehe- oder Lebenspartnern innerhalb derselben Forschungseinheit zu vermeiden."

- Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit über 24.000 Mitgliedern. - 


Dateien zum Download:

BestPractice_Dual_Career.pdf37 K


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