Der Landesverband Bayern


Der Landesverband

Der Landesverband Bayern im Deutschen Hochschulverband setzt sich speziell für die Interessen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Hochschulen ein. Er nimmt im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren, die das Hochschul- und Beamtenrecht betreffen, an Anhörungen teil und gibt hierzu Stellungnahmen ab. Des Weiteren hält er Kontakt zu den hochschulpolitisch Handelnden in Bayern.


Landesvorsitzende Bayern

Universitätsprofessor Dr.phil.Dr.h.c. Rüdiger Ahrens
Universität Würzburg
Philosophische Fakultät II
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Tel.-Nr. 0931/888-5662
email: ruediger.ahrens@mail.uni-wuerzburg.de

Universitätsprofessor Dr.jur. Max-Emanuel Geis
Universität Erlangen-Nürnberg
Institut für Staats- und Verwaltungsrecht
Tel.-Nr. 09131/85 22818 
email: Max-Emanuel.Geis@fau.de


Landesgeschäftsführer

Prof. Dr. iur. Hubert Detmer
Rheinallee 18-20
53173 Bonn
Tel.: 0228/902 66-29
Fax: 0228/902 66-80
E-Mail: detmer@hochschulverband.de


Aus dem Jahresbericht 2020

Stellungnahmen und Novelle des Bayerischen Hochschulrechts
Viele Pläne des von einer „Doppelspitze“ geführten Bayerischen Landesverbandes im Deutschen Hochschulverband haben sich im Pandemiejahr 2020 nicht realisieren lassen. So musste auch eine im Rahmen der Vortragsrunde mit Mitgliedern der Bayerischen Staatsregierung geplante Veranstaltung mit Frau Staatsministerin Melanie Huml abgesagt werden. Gleichwohl war der Landesverband in 2020 infolge mehrerer Gesetzgebungsvorhaben bzw. wichtiger Vorarbeiten zu diesbezüglichen Vorhaben aktiv und hat eine Reihe von Stellungnahmen zu den Plänen der Staatsregierung abgegeben:

  • Im Mai hat der Landesverband die Forderung des DHV zum Ausgleich coronabedingter Nachteile sowohl gegenüber dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst als auch gegenüber der Bayerischen Universität e. V. artikuliert. Eine Antwort auf die weitergehende Intervention, ob daran gedacht sei, die coronabedingten Verlängerungsmöglichkeiten bei befristeten Arbeitsverhältnissen auch auf Dienstverhältnisse als Beamtin/Beamter auf Zeit zu übertragen, steht Stand März 2021 noch aus.
  • Im Juni hat der Landesverband eine Stellungnahme zum Gesetz zur Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes und anderer Rechtsvorschriften abgegeben. Gegenstand dieses Änderungsgesetzes war ebenso wie bei dem Erlass einer Verordnung zur Erprobung elektronischer Fernprüfungen an den Hochschulen in Bayern (BayFeV) (Stellungnahme hierzu im August) die verfassungsrechtlich relevante Fragestellung, inwieweit die private Wohnung zum Zweck der Durchführung von elektronischen Fernprüfungen auch per Video überwacht werden darf.
  • Zur angedachten, groß angelegten Novelle des Bayerischen Hochschulrechts und zum diesbezüglichen „Eckpunktepapier“ hat der Verband im September ebenfalls eine umfängliche Stellungnahme abgegeben, die von Herrn Professor Geis vor dem Landtag vertieft vorgetragen wurde. Dabei ging es vornehmlich um Fragen der verfassungsrechtlich gebotenen Hochschulorganisation und des Aufgabenkatalogs der Hochschulen, um ein etwaiges Promotionsrecht auch an Fachhochschulen sowie um die Qualität der Lehre. Sowohl die diskutierten Pläne der Landesregierung als auch die Intervention des Landesverbandes stießen auf ein großes mediales Echo.
  • Schließlich hat sich der Verband im Kalenderjahr 2020 kritisch mit dem Entwurf einer Verordnung über den Aufbau der Technischen Universität Nürnberg (TNAV) und dem Entwurf eines TU Nürnberg-Einrichtungsgesetzes (TNG) auseinandergesetzt.

Aktuelles und Sachthemen



Lehraufträge sollen das reguläre Lehrangebot ergänzen, nicht sicherstellen

Stellungnahme des DHV-Landesverbandes Bayern
Der Landesverband Bayern im Deutschen Hochschulverband begrüßt die Bemühungen um einen sinnvollen und angemessenen Einsatz von Lehrbeauftragten an den Universitäten und Musik- und Kunsthochschulen Bayerns. Denn der Lehrauftrag ist ein wesentliches Element der akademischen Lehre.

Die Praxis der Erteilung und Verwendung von Lehraufträgen in Bayern ist Gegenstand von Kritik geworden.

Lehraufträge sind Ergänzungen des regulären Lehrangebots. Sie dürfen jedoch nicht dazu verwendet werden, das zentrale, reguläre Lehrangebot sicherzustellen. Diese Praxis ist insbesondere an den Musikhochschulen und den Sprachenzentren einiger Universitäten Bayerns verbreitet, wie die Antwort der Bayerischen Staatsregierung vom 8. Dezember 2015 auf die Anfrage des Abgeordneten Jörg (Würzburg) vom 4. März 2015 ergab (Bayerischer Landtag, Drucksache 17/9516).

Dieser Missbrauch hat dazu geführt, dass in Bayern ein akademisches Prekariat entstanden ist. Es besteht aus fachlich qualifizierten Lehrbeauftragten; wären sie nicht qualifiziert, dürften ihnen keine Lehraufträge erteilt werden.

Der DHV hält an der Personalkategorie „Lehrbeauftragter“ fest. Lehrbeauftragte sind keine Arbeitnehmer und sollten es auch nicht werden. Dass die Universitäten in ihrer finanziellen Not zunehmend zum Instrument des Lehrbeauftragten greifen, um Lücken im Lehrangebot zu schließen, ist zwar verständlich, aber kritikwürdig.

Lehraufträge dienen der Arrondierung des Lehrangebots und der Verklammerung mit der beruflichen Praxis außerhalb der Universitäten. Der Zweck von Lehraufträgen liegt nicht darin, Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern vorbehaltene Lehraufgaben für wenig Geld zu delegieren. Deshalb sollte Pflicht- und Wahlpflichtlehre grundsätzlich nicht von Lehrbeauftragten wahrgenommen werden. Wenn Lehrbeauftragte faktisch dauerhaft Dienstaufgaben wahrnehmen, müssen reguläre Beschäftigungsverhältnisse als Hochschullehrer oder wissenschaftlicher Mitarbeiter geschaffen werden.



"Wirtschaft und Wissenschaft"

Einladung zur öffentlichen Vortragsveranstaltung am 17. März 2016 mit Herrn Staatsminister Dr. Markus Söder,  Universität Würzburg

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DHV fordert Ausgleich für Nachteile, die durch Mindestlohn entstehen

Der Landesverband Bayern im Deutschen Hochschulverband (DHV), sieht durch die Pläne der Bundesregierung, zum 1. Janaur 2015 einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Zeitstunde einzuführen, studentische Hilfskraftstellen im Freistaat gefährdet.... zum vollständigen Artikel


Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle begrüßt neuberufene Professorinnen und Professoren in der Pinakothek der Moderne

18. Februar 2014
Im vergangenen Jahr wurden 396 Professorinnen und Professoren an die staatlichen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Kunsthochschulen berufen.
... zum vollständigen Artikel


Zahl der Hochschulabschlüsse verdoppelt

Machten im Wintersemester 2002/03 lediglich 14 728 Studierende in Bayern einen Abschluss, waren es laut Statistischem Landesamt 2012/13 schon 29 569.
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Stellungnahmen







Nützliches


Universitätsinterne Regelungen zum so genannten Ermäßigungsbudget im Hinblick auf die Lehrverpflichtungen:


Linksammlung zu landesspezifischen beamten- und hochschulrechtlichen Rechtsgrundlagen

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