Der Landesverband Sachsen


Der Landesverband

Der Landesverband Sachsen im Deutschen Hochschulverband setzt sich speziell für die Interessen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Hochschulen ein. Er nimmt im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren, die das Hochschul- und Beamtenrecht betreffen, an Anhörungen teil und gibt hierzu Stellungnahmen ab. Des Weiteren hält er Kontakt zu den hochschulpolitisch Handelnden in Sachsen.


Landesvorsitzender Sachsen

Universitätsprofessor Dr. Michael Schreiber
Technische Universität Chemnitz
Institut für Physik
Tel.-Nr. 0371/531 21 910
E-Mail: schreiber@physik.tu-chemnitz.de


Landesgeschäftsführer

Rechtsanwalt (Syndikusrechtsanwalt) Dr. iur. Steffen Moritz Rützenhoff, LL.M. (KCL)
Rheinallee 18-20
53175 Bonn
Tel.: 0228/902 66-46
Fax: 0228/9477 69-22
E-Mail: ruetzenhoff@hochschulverband.de


Aus dem Jahresbericht 2020

Politische Gespräche
Der Präsident des DHV sowie der Landesgeschäftsführer führten am 9.9.2020 ein hochschulpolitisches Gespräch mit dem Sächsischen Staatsminister für Wissenschaft, Sebastian Gemkow, per Videokonferenz. Inhaltliche Schwerpunkte des Gesprächs bildeten der Umgang der Hochschulleitungen mit der Corona-Pandemie und die hiermit verbundenen Fragen zur Digital- und Präsenzlehre, die Verwendung der Mittel des Zukunftsvertrages bzw. des Hochschulpaktes sowie die Akkreditierung und Auditierung von Studiengängen durch die Universitäten.

Meinungsfreiheit – Interview mit dem MDR
Der Vorsitzende des Landesverbandes gab gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk ein Interview zum Thema der Meinungsfreiheit und der schwindenden Toleranz an Universitäten. Betont wurde in diesem Zusammenhang, dass es den Universitäten als Hort des wissenschaftlichen sowie gesellschaftlichen Meinungsaustausches obliege, „Fake News“ als solche zu enttarnen und dem Leugnen von Tatsachen vermittels harter Fakten und schlagenden Argumenten entgegen zu treten.

Keine Arbeitszeiterfassung
Aus Sicht des Landesverbandes zu begrüßen ist die gelungene Umsetzung des EuGH-Urteils zur Arbeitszeiterfassung durch die Novellierung der Sächsischen Arbeitszeitverordnung. Die Sächsische Landesregierung berücksichtigt und würdigt in diesem Zusammenhang in angemessener Weise die aufgrund der Wissenschaftsfreiheit gegebene besondere Situation der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer mit einem Verweis auf eine Bereichsausnahme zur Arbeitszeiterfassung für Beamtinnen und Beamte im Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetz.


Aktuelles und Sachthemen


DHV fordert neues Findungsverfahren

Sächsischer Landesverband äußert sich zur Rektorenwahl an der TU Chemnitz

Bonn/Chemnitz, 29. Oktober 2021

Der Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen im Deutschen Hochschulverbandes (DHV), Professor Dr. Michael Schreiber, fordert die Durchführung eines neuen Rektorenwahlverfahrens an der TU Chemnitz.

Hintergrund sind Presseberichte, nach denen schwerwiegende Befangenheitsvorwürfe gegen den Vorsitzenden des Hochschulrates der TU Chemnitz, Professor Reimund Neugebauer, der zugleich Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft ist, im Zusammenhang mit der anstehenden Neuwahl des Rektors an der TU Chemnitz erhoben werden. Ein vom Senat der TU Chemnitz in Auftrag gegebenes Gutachten belaste Neugebauer demnach schwer. Wie die „FAZ“ berichtet hat, äußere es den Verdacht, der Vorsitzende des Hochschulrats versuche den amtierenden Rektor Professor Dr. Gerd Strohmeier durch einen ihm und der Fraunhofer-Gesellschaft gewogenen Kandidaten zu ersetzen. Es gebe, so heißt es im Gutachten laut der Zeitung, nicht nur „Anhaltspunkte für ein besonderes Näheverhältnis“ zwischen dem Fraunhofer-Präsidenten und einem Bewerber, sondern auch „eine nicht sachlich begründete Ablehnung“ gegenüber dem Amtsinhaber Strohmeier, der sich für eine Wiederwahl zur Verfügung stelle, seitens des Hochschulrats aber nicht auf die Vorschlagsliste gesetzt worden sei, obwohl er die erforderlichen Anforderungskriterien erfülle. Unter anderem deshalb habe der Senat der Hochschule die Auswahlliste an den Hochschulrat zurückgegeben.

„Die Befangenheitsvorwürfe sind eine schwere Hypothek für das laufende Verfahren“, erklärte Schreiber, Professor für Theoretische Physik an der TU Chemnitz. „Zur Schadensbegrenzung für die TU muss daher jetzt die Reißlinie gezogen werden. Das lange Verfahren sollte abgebrochen werden. Eine neue Ausschreibung steht für einen Neuanfang, den die TU Chemnitz nunmehr benötigt. Andernfalls droht ein Scheitern ohne Ende.“


Stellungnahmen